Geschrieben am: 27.11.2012 21:22
Von: Chris Bessei
Direktlink: #1

Deutscher Gleitschirm Jugendkader

Ab 2013 wird es einen Gleitschirm Jugendkader geben:



Mit dabei sind 2013:
Ferdinand Vogel
Manuel Nübel
Christoph Bessei


Genauere Infos folgen noch.

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 25.11.2012 23:17
Von: Chris Bessei
Direktlink: #2

DHV Sportlertag - Newcomer und Juniorwertung

Zum Schluss noch Robert Schaller und ich:
Robert gewann die Newcomerwertung und ich die Juniorwertung


Erfolgreiche NOVA-Streckenflieger:



Damit ist eine weitere, tolle Gleitschirmsaison abgeschlossen.
Nächstes Jahr geht es mit der DHV JHV nach Furth im Wald.

Viele Grüße,
Chris

Geschrieben am: 25.11.2012 23:11
Von: Chris Bessei
Direktlink: #3

DHV Sportlertag - Gleitschirme

Hier der zweite Teil der Ehrung des DHV Sportlertag.
Dieses Mal die Gleitschirmfliegern:

Standardklasse Gleitschirm - Deutsche Meisterschaft:
1. Georg Rauscher
2. Christoph Kirsch
3. Stefan Lauth


Sportklasse Gleitschirm - Deutsche Meisterschaft:
1. Oliver Teubert
2. Dietmar Siglbauer
3. Uli Straßer


Performanceklasse Gleitschirm - Deutsche Meisterschaft:
1. Daniel Tyrkas
2. Rene Rau
3. Uli Wiesmeier


Damen Gleitschirm - Deutsche Meisterschaft:
1. Christin Kirst
2. Monika Mack
3. Angela Dachs


Deutschlandpokal Gleitschirm:
1. Erwin Auer
2. Ralf Kopp
3. Markus Seidl


Bundesliga Gleitschirm:
1. Turnverein Bissingen, Sparte Flugsport
2. Drachen- u. Gleitschirmclub Bayerwald e.V.
3. Drachen- und Gleitschirmfliegerclub Tegernseer Tal e.V.


Vereinswertung Gleitschirm:
1. Hochfelln-Flieger Bergen e.V.
2. Drachen- und Gleitschirmfliegerclub Tegernseer Tal e.V.
3. Drachen- u. Gleitschirmclub Bayerwald e.V.


Fortsetzung im nächsten Beitrag



Geschrieben am: 25.11.2012 13:27
Von: Chris Bessei
Direktlink: #4

DHV Sportlertag - Drachenehrungen

Gerade ging die Ehrung der Drachen zu Ende, hier die ersten Bilder:

Starrflügler Drachen - Deutsche Meisterschaft:
1. Frank Schmid
2. Dirk Ripkens
3. Bertold Meier




Turm Drachen - Deutsche Meisterschaft:
1. Tom Becher
2. Peter Pfab
3- Andreas Dürr

Flexi Drachen:
1. Markus Ebenfeld
2. Peter Waldmann
3. Bernd Otterpohl

Juniorwertung Drachen:
1. Tim Grabowski
2. Matthias Hambalek
3. Matthias Härtl


Newcomerwertung(erstes DHV XC Jahr) Drachen:
1. Jochen Aicher
2. Jochen Vogel
3. Knud Schäfer



Bundesliga Drachen:
1. Drachen- und Gleitschirmfliegerclub Südschwarzwald
2. Delta Club Bavaria Ruhpolding e.V.
3. Drachenflugclub Wasserkuppe



FunCup Drachen Airtime:
1. Winfried Oswald
2. Klaus Kilberth
3. Timo Andree


Drachen Vereinswertung:
1. Delta Club Bavaria Ruhpolding e.V.
2. Der Flieger Club Achental e.V.
3. Drachenfliegerclub Niederrhein e.V.


Deutschlandpokal Drachen:
1. Dirk Ripkens
2. Reinhard Pöppl
3. Bernd Otterpohl




Jetzt gibt es den neuen Streckenflugfilm von Charlie Jöst zu sehen und danach kommt die Siegerehrung der Gleitschirme.

Gruß,
Chris




Geschrieben am: 09.11.2012 18:36
Von: Chris Bessei
Direktlink: #5

JHV Innsbrucker Gleitschirmflieger - XC Wertung

Meine erste Saison in Innsbruck fand gestern einen schönen Abschluss.
Mit meinem 170km flachen Dreieck vom 10.05 gewann ich die Serienklasse der Innsbrucker Streckenflugmeisterschaft und wurde 3. in der Gesamtwertung.



Geschrieben am: 29.09.2012 20:37
Von: Chris Bessei
Direktlink: #6

German Open - Task 6 und 7

Nach zwei gemütlichen Tagen in Innsbruck lockte der Wetterbericht Jonas, Ferdi und mich am Freitag wieder nach Saltaus/Meran.

12 mögliche Wettkampftage waren für die German Open angesetzt und bis Donnerstag war nur ein einziger Abgleitertask geflogen worden.
Am Freitag würde sich also die deutsche Meisterschaft im Gleitschirmfliegen entscheiden.

Bereits früh am Morgen war klar, der Freitag bringt uns wirklich den entscheidenden Task.
Entsprechend hoch motiviert fuhren wir dann auch auf den Berg und analysierten die 60km Aufgabe. Vom Startplatz am Hirzer ging es erst an Meran vorbei nach Süden, dann zum Jaufenpass ganz im Norden, erneut zurück nach Meran und nach einem kurzen Abstecher ins Vinschgau in Richtung Ziel.

Um 13:00 Uhr wurde das Startfenster trotz tiefer Basis geöffnet, ab 13:40 Uhr lief dann die Zeit.
Kurz bevor das Rennen dann began, war meine Position eher mittelmäßig, ein Pulk von 10 Piloten hatte am Gipfel des Hirzers über die Basis soaren können und war gute 300m höher als ich.
Zu meinem Glück wählte die Gruppe aber eine schlechte Route zum Startzylinder und so war ich mit den Ersten am Start.

Die Thermik war eher schwach, aber unterstützt durch den recht starken Südwind ging es an den Hängen schnell nach oben.
An der Meran2000 Seilbahn vorbei ging es zusammen mit Pepe, Aaron und einigen Anderen zur Wende. Wir erwischten eine super Route und konnte uns somit an die Spitze setzen. Zurück von der Wende drehten wir erneut an der Meran2000 Bahn auf und flogen dann wieder zum Hirzer. Dort gab es, für mich, die erste wichtige Entscheidung zu treffen. Den direkten Weg über die kleinen Seitentäler zum Jaufenpass nehmen oder lieber über dem Hauptgrat einen kleinen Umweg in Kauf nehmen und dafür entlang einer perfekt ausgerichteten Ridge fliegen. Sebastian Hohn und ich entschieden uns für den Umweg und konnten damit das Führungspulk ein- und überholen.

Denn am Jaufenpass ging fast nichts, nur wer hoch ankam konnte etwas soaren, aber mehr war nicht drin. Ich erreichte den Wendepunkt mit Gipfelhöhe, flog gar nicht erst zum Hang und drehte direkt wieder in Richtung Meran ab. Eigentlich eine super Entscheidung, eine super Ausgangsposition! Aber dann kam die lange Gleitstrecke gegen den starken Südwind, leider erwischte ich keine gute Linie und verlor einige Höhenmeter auf die Anderen.

So kam ich fast 200m tiefer als Pepe und Sebi am nächsten Prallhang an und konnte dort nur noch zusehen wie die beiden sich im Nullschieber halten konnten und ich langsam absoff.

Immer mehr Cirren schoben sich vor die Sonne und irgendwann gab ich die Hoffnung auf erneut Thermik zu finden und nutzte die Höhe um noch möglichst viel Strecke zu machen.
Zum Glück ging es auch den Anderen nicht viel besser und so erreichte keiner das Ziel. Am weitesten flogen Manuel Nübel und Achim Torn, zusammen teilen diese sich jetzt den Deutschen Meistertitel 2012.


Da die German Open nicht nur der letzte Wettkampf der deutschen Meisterschaft war, sondern auch der letzte Ligawettkampf gab es einige Sieger zu ehren.

Ergebnisse
:
Die Sieger der Deutschen Meisterschaft:

Overall:

1. Joachim Torn
1. Manuel Nübel
3. Pepe Malecki

Damen:

1. Yvonne Dathe
2. Ewa Guzy


Sieger der German Open:

Overall:

1. Joachim Torn
1. Manuel Nübel
3. Pepe Malecki

Damen:

1. Yvonne Dathe
2. Brigitte Kurbel
3. Ewa Guzy


Ligasieger:

Overall:
1. Manuel Nübel
2. Ferdinand Vogel
3. Marc Wensauer

EN-C:
1. Christoph Bessei
2. Reiner Braun
3. Hagen Mühlich




Meine Ergebnisse:
5. in der Ligagesamtwertung (Und damit für jeden PWC 2013 qualifiziert!!!), 1. in der EN-C Wertung

10. in der deutschen Meisterschaft, 1. in der EN-C Klasse

13. bei der German Open, 1. in der EN-C Klasse



Und da am 15.09 die DHV XC Saison zu Ende ging:
1. Platz bei der Deutschen Streckenflugmeisterschaft in der Jugendwertung


Ein erfolgreiches Jahr geht zu Ende und ich freue mich auf viele PWCs in 2013!

Viele Grüße,
Chris



Christoph Bessei und Klaus Tretter bei der Siegerehrung der deutschen Gleitschirmliga

Siegerehrung EN-C: Klaus Tretter und ich - Platz 2 und 3 waren nicht mehr da.

Siegerehrung deutsche Gleitschirmliga Overall
Siegerehrung Liga Overall: Platz 1-5 Manuel, Ferdinand, Marc, Peter Jung und ich


Geschrieben am: 26.09.2012 20:28
Von: Chris Bessei
Direktlink: #7

German Open - Task 4 und 5

Der heutige 4. Task wurde wie erwartet schon früh gecancelled.
Das Wetter ist zumindest bis morgen Abend beständig schlecht, Freitag könnte ein Zwischenhoch für fliegbares Wetter sorgen.
Deshalb fahren wir morgen Nachmittag zum Pilotenessen und hoffen für Freitag auf fliegbares Wetter.

Viele Grüße,
Chris

Geschrieben am: 25.09.2012 14:59
Von: Chris Bessei
Direktlink: #8

German Open - Task 3

Als ich noch auf dem Weg von Innsbruck nach Saltaus/Meran war, wurde das erste Briefing bereits verschoben. Erst von 9 auf 10 Uhr, dann von 10 auf 11 Uhr. Dann stand die Entscheidung dass wir uns um 12 Uhr am Startplatz treffen.
Oben angekommen war hing erneut die 8/8 Bewölkung am Himmel und nachdem dann auch noch die Windwerte am Gipfel über 30km/h anzeigten, wurde der Tag abgesagt.

Jetzt geht es gleich wieder nach Innsbruck, vor Freitag besteht wohl keine Chance mehr auf einen Task.

Viele Grüße,
Chris

Geschrieben am: 25.09.2012 05:01
Von: Chris Bessei
Direktlink: #9

German Open - Task 2

Der zweite Tag wurde gleich am Morgen gecancelled. Die 8/8 Bewölkung sollte sich den ganzen Tag nicht auflösen.

Um die Zeit wenigstens einigermaßen sinnvoll zu nutzen fuhr ich mit Torsten nach Innsbruck und genoss das schöne Wetter dort.

Da das Wetter für heute eventuell einen Task zulässt, muss ich um 7 Uhr zum Zug....Wettkampffliegen!

Viele Grüße,
Chris

Flug von Task 1

Geschrieben am: 24.09.2012 15:41
Von: Chris Bessei
Direktlink: #10

German Open in Meran – Task 1



Herzlich Willkommen in Meran,

der zweite Teil der diesejährigen deutschen Meisterschaft findet vom 23.09-30.09 hier statt.

Die Wettervorhersage verspricht bisher nichts Gutes für diese Woche, aber warten wir ab und erfreuen uns solange an der schönen Landschaft.
Der Talgrund liegt auf etwa 600m, die Berggipfel zwischen 2300m und 2600m. Imposantes Alpenpanorama das durch die vielen Apfelplantagen in den Tälern noch verschönert wird.

Die Apfelplantagen machen das Fluggebiet hier am Hirzer aber auch ziemlich anspruchsvoll, Wiesen sind sehr rar und die wenigen grünen Flächen sind oftmals wegen Stromleitungen nicht nutzbar.

Task 1:

Der Sonntag sollte der beste Tage der Woche werden, aber beim Briefing um 8:30 Uhr war der Himmel noch vollkommen bedeckt und die Wolken hingen tief im Tal.
Trotzdem fuhren wir voller Hoffnung nach oben und warteten...warteten, warteten.
Die Wolken wollten sich einfach nicht auflösen, aber immerhin war gegen 14:00 Uhr der Startplatz frei und es wurde ein Task ausgeschrieben.
62km, nach Abzug der Zylinder effektiv ca. 40km zu fliegen. Bei 8/8 Bewölkung sehr optimistisch, aber zum Einen bestand noch etwas Hoffnung, zum Anderen wollten wir auf jeden Fall einen kleinen Task fliegen. Denn um einen neuen deutschen Meister zu küren braucht es mindestens 2 Tasks und deshalb wurde eben ein „Pseudo“-Task ausgeschrieben. Ob dann jemand ins Ziel fliegt oder nicht ist egal. Falls es jetzt also noch einen guten Tag gibt, können wir einen neuen deutschen Meister bekanntgeben.

Als klar wurde dass sich die Wolken nicht auflösen werden, wurde der Task gestartet und wir nutzten die 1700m Höhenunterschied um möglichst viel Strecke zu bewältigen.
Einige erwischten sogar noch etwas Thermik, aber letztlich war es ein Gleitwinkel- und Routenwahlvergleich.


Den besten Schirm und die beste Route hatten Aaron Durogati und Peter Jung mit 14,7km.

Ich landete auf Platz 29 mit 13,4km



Ergebnisse

LiveTracking


Viele Grüße,
Chris

Geschrieben am: 04.09.2012 06:54
Von: Chris Bessei
Direktlink: #11

XC-Open - Ergebnisse und Heimreise

Gerade sitzen Tobi und ich am Flughafen in Porto und warten auf das Boarding für unsere Maschine nach Frankfurt.
Schon wieder geht eine tolle Zeit in Portugal zu Ende.
Wir hatten viel Sonnenschein, Hitze und Spaß, auch wenn das fliegen nicht immer geklappt hat.

Nur 3 von 8 Tasks waren gültig und an zwei Tagen flogen wir gar nicht.
An den 200km bin ich mal wieder deutlichst gescheitert, mein weitester Flug war nichtmal halb so lang (96km).
Erfreulich sind die Ergebnisse für die DHV-Jugend:

Overall:
1. Guisolan Michael
2. Jacek Profus
3. Martin Lauk (DHV-Jugend)

Sport:
1. Guisolan Michael
2. Martin Lauk (DHV-Jugend)
3. Christoph Bessei (DHV-Jugend)


Jetzt startet das Boarding und es geht zurück ins kalte und nasse Innsbruck. ;-)

Viele Grüße,
Chris

Ergebnisse


Geschrieben am: 30.08.2012 09:41
Von: Chris Bessei
Direktlink: #12

XC-Open Portugal: Tag 6 - Task 3

Tag 6 begann mit vielen Cirren und ohne Thermikwolken.
Der Wind sollte recht moderat sein und auf West-Nordwest drehen.

Es sprach also grundsätzlich nichts gegen fliegen, genial sah es aber auch nicht aus. Um 11 Uhr ging es also zum Weststartplatz, wo der Wind leider ziemlich deutlich aus Nord-Nordwest kam.

Nach einigen Überlegungen und einem neuen Wegpunkt für einen Luftraum im Süden, wurde das Startfenster um 13:30 Uhr geöffnet.

Tobi, Hubi und ich starteten als erstes. Trotz Seitenwind konnten wir entlang aufsoaren und gemütlich auf Thermik warten. Nach einigem Zick-Zack kamen wir endlich auf knapp 1900m und flogen, entlang der Bergkette und daher gegen den Wind, weg.

Die ersten 5km klappte das sehr gut und wir hätten jederzeit die Möglichkeit gehabt zum Landeplatz zu fliegen. Danach kam die Entscheidung, seitlich zum Wind in die Berge queren oder zurück und dann ins Flachland? Tobi flog als erstes los und entschied sich für die Berge, Hubi und ich schlossen uns an.

Die Querung war zum Glück recht kurz und so kamen wir ziemlich hoch über der nächsten Bergkette an. Allerdings verlief diese wie der Wind von Nordwest nach Südost und wurde daher umspült.

Tobi und Hubi waren etwas tiefer und mussten dort Thermik suchen, ich war zum Glück etwas höher und konnte direkt zum nächsten Prallhang in 5km Entfernung fliegen.
Leider mussten die beiden wenig später landen und ich flog alleine weiter. Die Landschaft südlich von Mirandela ist ein krasser Kontrast zum Norden: südlich sind gibt Berge, Weinreben und einen riesigen Fluss, nördlich gibt es dagegen Hügel und kahle, vertrocknete Felder.

So schön die Weinreben auch aussehen, die Landen wird durch sie fast unmöglich. Aber ich fand immer eine kleine Wiese die landbar aussah und tastete mich daher weiter. Über die spanische Grenze dürfen wir aus Luftraumgründen nicht, weshalb ich etwas gegen den Nordwest vorhielt und fast direkt nach Süden flog.

Nach 40km holte mich ein dickes Cirrenfeld ein, ich kurbelte meine letzte Thermik nochmal bis zum Maximum, querte das nächste Tal und glitt dann meine Höhe bis zum Boden aus.

Ein super Flugtag mit toller Landschaft!

Der Tagessieg der DHV-Jugend geht wahrscheinlich an Martin Lauk, aber wir warten noch auf die Ergebnisse.

Heute ist Hammertag - drückt uns die Daumen!


Chris

Ergebnisse der XC-Open

Flug im DHV XC


Geschrieben am: 29.08.2012 12:02
Von: Chris Bessei
Direktlink: #13

XC-Open Tag 5 - Task 2

Endlich - nach 5 Tagen eher mäßigen Wetters hatten wir gestern den ersten guten Flugtag.

In der Nacht war eine Kaltfront über uns hereingebrochen und hatte kalte und labile Luft mitgebracht. Zusätzlich bließ ein starker Südwestwind der uns die Route vorgab. Aufgrund der Luftraumproblematik war es aber nötig deutlich nach Norden vorzuhalten.

Um 13:00Uhr war Window Open und nach einem spektakulären Start soarte ich erst meine 3 Wendepunkt ab, um diese wenigstens einigermaßen sinnvoll zu nutzen.
Zusammen mit Martin ging es danach in einem 4m/s Bart an die Basis auf 1800m und dann weiter, traumhaft delphinierend, in Richtung Mirandela.
Es war glaube ich das erste Mal, dass ich über 25km wirklich delphinieren konnte - Traumhaft!

Martin hatte ich während dem Delphinieren leider verloren, weshalb es für mich alleine weiter ging. Immer mit leichtem Vorhaltewinkel, um nicht in den Luftraum zu kommen.

Die Basis stieg während des Fluges auf 2300m und es ging mit einem guten 30er Schnitt voran. Nach ca. 75km wurde die Thermik dann schwächer, es zogen immer mehr Cirren heran und der Wind nahm zu. Außerdem drehte dieser leider mehr auf West, was ein Vorhalten fast unmöglich machte.

Nach 96km und nur 3:08 Stunden Flug landete ich in der spanischen Pampa und wartete auf meinen Rückholer, schön wars!

Viele Grüße,
Chris

Geschrieben am: 25.08.2012 08:42
Von: Chris Bessei
Direktlink: #14

XC-Open - Mögen die Spiele beginnen

Die Einschreibung ist geschafft, die Piloten sind bereit, gleich geht es zum Frühstück und danach (hoffentlich) in die Luft!

Gestern Abend kam der Rest der DHV-Jugend Gruppe in Mirandela an, wir sind voll motiviert und freuen uns auf viele schöne Flugtage!

Drückt uns die Daumen.

Viele Grüße,
Chris


Geschrieben am: 24.08.2012 12:00
Von: Chris Bessei
Direktlink: #15

Mirandela - XC Open

Bem vindo in Mirandela!

Nach etwa 24 Stunden Anreise und einer gemütlichen Nacht am Busbahnhof von Mirandela sitze ich nun mit Kaffee(80 Cent!) und Laptop am Ufer des Tua und warte auf den Rest der DHV-Jugend Gruppe.

Ab morgen finden hier die XC-Open statt und mal wieder werde ich mein Ziel 200km zu fliegen verfolgen.

Viele Grüße,
Chris


Geschrieben am: 22.08.2012 10:41
Von: Chris Bessei
Direktlink: #16

Schmittenpokal - Ergebnisse

Am Sonntag fand Task 5 des Schmittenpokals statt. Um Abends nicht zu spät den Heimweg antreten zu können, wurde ein recht kurzer und einfacher 65km Task.

Vor dem Task war ich auf Platz 3 der Serienklasse und hatte auch Hoffnung diesen zu halten. Aber gerade bei diesen schnellen und kurzen Tasks, tue ich mich nach wie vor schwer. Meist klappt es bei den längeren Aufgaben deutlich besser.

Die Route ist schnell erklärt, von der Schmittenhöhe 20km Richtung Pass Thurn, dann an der Schmittenhöhen vorbei zum Hundstein. Von dort mussten wir zur südlichen Talseite queren, den Wendepunkt holen und ins Ziel fliegen.

Den Start erwischte ich dieses Mal fast perfekt, mitten im Führungspulk holte ich um 14:15 Uhr den Startzylinder und machte mich in Richtung Pass Thurn auf. Aber schon auf dem Weg zum ersten Bart erwischte ich eine schlechte Linie, verpasste einen super Bart und verlor viel Zeit in einer schwachen Thermik. Also war etwas Risiko angesagt, erst ohne großes Aufdrehen den Anderen hinterher. Den Wendepunkt holte ich dann auf direkter Linie und sparte mir den Umweg über die Berge. Entsprechend tief kam ich zurück an die Südhänge des Pinzgaus und musste Thermik suchen. Die Taktik wäre fast aufgegangen, aber ich fand den entscheidenen Bart, der mich an die Basis bringen sollte, nicht. Also wieder tief weiterfliegen, was einiges an Zeit kostete, da ich immer wieder schwache Bärte drehen musste.

Erst kurz vor der Schmittenhöhe kam ich wieder über Grat, querte dann zur Schmittenhöhen und drehte dort maximal auf. Zu diesem Zeitpunkt fand ich mich ziemlich weit hinten im Feld. Jetzt musste ich eine alternative Route probieren und hoffen dass diese besser geht als die Hauptroute.
Also flog ich den Hundstein statt am Gipfel am Hügel an - und hatte Glück Statt basteln am Gipfel ging es mit 3m/s der Basis entgegen.

Zurück im Mittelfeld erwischte ich auf dem Weg zum Wendepunkt eine super Route und konnte erneut ein paar Plätze gut machen. Ein letztes Mal drehte ich dann an die Basis und begann meinen 15km langen Endanflug - den ich wieder einmal mit zu viel Höhe eingeleitet hatte. Daher ging es mit ordentlich Gas in Richtung Ziel, was ich nach 2:17h als 49. erreichte.

Ich war sicher, dass das nicht reichen würde um den 3. Platz in der Serienklasse zu halten. Aber als 90 Minuten später die Ergebnisse feststanden, war ich immernoch auf Platz 3. Mit 24 Punkten Vorsprung auf Reiner Braun war es zwar äußerst knapp, aber es hatte gereicht!

Ergebnisse:

Overall:
1. Schalber, Alex
2. Brandlehner, Thomas
3. Weingartner, Thomas

Serienklasse:
1. Brandlehner, Stefan
2. Sattler, Torsten
3. Bessei, Christoph

Damen:
1. Korneluk-Guzy, Ewa
2. Westerteicher, Petra
3. Piskareva Svetlana


Österreichischer Staatsmeister wird Alex Schalber.


Geschrieben am: 19.08.2012 08:11
Von: Chris Bessei
Direktlink: #17

Schmittenpokal - Task 4

Gute Thermik und starker Wind bestimmten den gestrigen Tag.
105km war unsere Aufgabe lang: Die Route war ein flaches Dreieck mit den Wendepunkten Pass Thurn, Hundstein und Raurisertal.

Der Start lief nicht perfekt aber gut für mich, hinter dem Führungspulk herfliegend konnte ich entspannt beobachte, welche Route sinnvoll ist.
Bis zum Pass Thurn flogen wir ohne Probleme ein hohes Tempo, das aber bis auf fast 0 sank, als der komplette Führungspulk nahe dem Talgrund gegen das Absaufen kämpfte. Die nachfolgende Gruppe, zu der auch ich gehörte, konnte eine andere Route wählen und so kam das Feld am Pass Thurn wieder zusammen.
Nur eine 5er Gruppe erwischte es besser als alle Anderen und konnte entspannt den Wendepunkt nehmen und in Richtung Hundstein losfliegen.
Ich kämpfte noch etwas länger und flog damit mit 6 andere Piloten im Verfolgerpulk hinterher.

Bis Zell am See war die Thermik sehr gut, weshalb wir chancenlos waren das Führungspulk einzuholen. Erst nach der Querung zum Hundstein war es wieder etwas schwieriger, vorallem weil direkt der nächste Talsprung nach Rauris anstand. Dort waren wir dem Führungspulk wieder etwas näher, dieser war aber fast schon an der Basis, als wir tief im Tal ankamen.

Schnell holte ich den Wendepunkte, suchte einen guten Bart und wollte hinterher fliegen. Netterweise zeigten mir einige Dummies, dass die direkte Route gegen den Wind viel Sinken mit sich brachte. Deshalb flog ich erst gegen den Nordwestwind aus dem Tal und querte dann nach Westen. Dadurch kam ich recht hoch an und konnte ein Absaufen verhindern.

Der Nordwestwind war mit etwa 30km/h sehr stark, der Weg zurück nach Zell am See entsprechend schwer. Nach jedem kleinen Talsprung mussten stiegen wir tief an einer Westflanke ein, soarten auf und kämpften uns dann erneut gegen den Wind nach Westen.

Knapp 30km schaffte ich es in 1:30h gegen den Wind und wurde gegen 18 Uhr mit eine letzten Mal aufsoaren bis auf 28000m belohnt. Ab in den Endanflug, dachte ich. Denn als ich gerade Vollgas geben wollte, riss mir die Beschleunigerleine im Gurtzeug. Handschuhe ausziehen, Leinenreste suchen, Knoten drauf und Vollgas. Auch wenn das etwas Zeit kostet kam ich kurz nach Jakob als 16. ins Ziel - womit die Zielflieger komplett waren.

Als einziger Serienschirm im Ziel - sehr geil.

Dank der guten Platzierung bin ich Overall jetzt auf Platz 19 und in der Serienklasse auf Platz 3.


Heute ist der letzte Task, mal schauen was passiert!


Viele Grüße,
Chris

Task 4 im DHV-XC

Ergebnisse Schmittenpokal

Geschrieben am: 18.08.2012 08:10
Von: Chris Bessei
Direktlink: #18

Schmittenpokal 2012

Zur Zeit befinde ich mich im schönen Pinzgau beim Schmittenpokal.
Der Wettkampf ist zum Einen die österreichische Staatsmeisterschaft, zum Anderen ein Ligawettbewerb.

Task 1 fand am Mittwoch statt und lief eher mäßig für mich.
Gleich zu Beginn verlor ich den Anschluss an den Pulk und hatte tief im Tal eine Bastelstelle. 45 Minuten verlor ich dort und diese konnte ich danach nicht mehr aufholen. Ich flog zwar noch ins Ziel, aber erst 1:30h nach dem Ersten.

Task 2 wurde aufgrund von schlechtem Wetter gecanceled.


Task 3 war eine kurze 51km Aufgabe entlang des Pinzgaus.
Der Startzylinder lag südlich der Schmittenhöhe und konnte daher von verschiedenen Punkten aus angeflogen werden.

Ich entschied mich nicht an der Schmittenhöhe zu warten. Stattdessen wartete ich in einer Thermik, von der ich mit dem Wind in Richtung Zylinder fliegen konnte. Leider wurde ich kurz vor Start zu ungeduldig, der Bart schwächelte und ich flog zu dem Pulk an der Schmittenhöhe. Dort ging es aber auch nicht und daher ging es dann ziemlich tief zur Zylinderöffnung.

Ich verlor also direkt zu Beginn wieder etwas den Anschluss. Konnte den Rückstand aber wieder aufholen, da auch das Führungspulk basteln musste.
An der risikierten Ferdi und ich die direkete Linie um den Führungspulk endgültig einzuholen. Statt entlang der Bergflanken flogen wir direkt in die Talmitte zum Wendepunkt und dann tief zurück. Zum Glück fanden wir dort einen tollen Bart und konnten einige Piloten überholen.

Mit einer benötigten Gleitzahl von 8,3:1 begann ich, trotz Talwind, meinen Endanflug. Mit Vollgas bretterte ich hinter Ferdi her, der mit seinem Icepeak 6 aber etwas schneller war. Am Ende reichte es für Platz 22 in der Overallwertung und Platz 2 in der Serienklasse.

Ergebnisse

Flug von Task 3

LiveTrackingDrückt die Daumen für Task 4 und 5, das Wetter soll super werden!


Viele Grüße,
Chris


Geschrieben am: 21.07.2012 21:57
Von: Chris Bessei
Direktlink: #19

PWC Portugal - die Heimreise naht

Heute war der letzte Wettkampftag des PWC in Portugal.

Nachdem Tag 5 und 6 wegen zu starkem Wind abgesagt wurde, konnten wir heute nochmal einen gültigen Task fliegen.

92,9km - Mehr oder weniger One-Way in Richtung Südwesten.

Der Wind war erneut recht kräftig und zerriss die schwache Thermik immer wieder.
Entsprechend schwer war es, sich günstig am Startzylinder und pünktlich das Rennen zu beginnen.

Leider gelang mir das heute absolut gar nicht, zum Rennbeginn wartet ich nicht am Zylinder, sondern kämpfte gegen das Absaufen.

Als ich endlich etwas höher kam war das Führungspulk längst weg und ich ließ mich mit 1600m vom Wind verblasen.

Ebenfalls dabei waren Jörg Nuber und Nero Daschner, die genau wie ich den Rennstart verpasst hatten.

Leider erwischte es Nero schon nach wenigen Metern, aber auch Jörg und ich kamen nur mit mäßigem Erfolg nach oben.

Ich kreise mehr oder weniger in einem Nullschieber und machte dabei, danke des starken Windes, ganz gut Strecke.
Jörg war einige Meter höher und folgte einem anderen Icepeak.

Wir fanden aber beide nicht die entscheidende Thermik, die uns an die Basis korkt.

Und so stand ich bereits nach 14km und Jörg nach 20km am Boden.

Insgesamt sind 74 Piloten im Ziel und ich kann gerade noch auf eine Top 100 Platzierung hoffen (Aktuell Platz 99).

Nach einer Woche Sonne, Hitze und Fliegen geht der PWC Portugal nun also zu Ende.

Es war eine äußerst interessante Erfahrung und letztlich muss ich sagen: Auch hier wird nur mit Wasser gekocht.

Es gibt, soweit ich das beurteilen kann, keine absoluten Überflieger, aber fast alle Piloten fliegen auf einem unglaublich hohen Niveau.

2 Minuten früher oder später im Ziel entscheiden über Top10 oder Top60.

Wirklich entscheidend ist aber nicht die Platzierung sondern, da es keine Streicher gibt, kostant gute Zeiten.


Ich hoffe nächstes Jahr komme ich wieder zu einem PWC und schneide dann etwas besser ab.

Viele Grüße,
Chris


Hier noch ein paar Bilder von einer Groundhandlingsession an Tag 6, selten so viele Zuschauer gehabt. ;-)






Geschrieben am: 19.07.2012 10:51
Von: Chris Bessei
Direktlink: #20

Tag 4 - kein Task

Leider war gestern zu viel Wind um einen sicher Task zu ermöglichen.

Für heute habe ich noch keine Wettervorhersage gesehen, es soll aber erneut sehr viel Wind herrschen.

Jetzt ist abwarten und hoffe angesagt.

Geschrieben am: 17.07.2012 20:52
Von: Chris Bessei
Direktlink: #21

Tag 3 - Task 3

Aufgrund des vorhergesagten schwachen Windes und einer deutlich höheren Thermikobergrenze, wurde heute der bisher größte Task ausgeschrieben.

139,8km(97,2km nach Abzug der Zylinder) war die zu fliegende Aufgabe groß.

Am Start war die Thermik noch eher zäh und so kämpfte ich erstmal gegen das Absaufen. Je höher wir kamen, desto besser wurde die Thermik und schon um 13:45 Uhr war die Thermikobergrenze bei über 2500m.

Der Weg zum Startzylinder war mit der guten Thermik kein Problem und pünktlich zum "The Race is on" war ich am Zylinder.

Inmitten des 114 Piloten starken Feldes ging es zur ersten Wende.(Direkt bei Montalegre)
Auf dem Weg dorthin fanden wir eine gute Thermik und konnten schnell an Höhe gewinnen. Als ein Pulk aus 5 Piloten sich Richtung Wendepunkt aufmachte, zögerte ich nicht und schloss mich an.

Wir holten die ersten Wende, drehten um und sahen dann den Pulk gute 400m über uns ebenfalls auf dem Weg zur Wende.

Um noch eine Chance zu haben, musste wir also einen Alternativroute nehmen und hoffen dass diese besser funktioniert.

Meine kleine Gruppe vergrößerte sich auf etwa 10 Piloten und gemeinsamen flogen wir direkt, über das Flachland, in Richtung 2. Wendepunkt. ( Weit östlich des Startplatz)

Der Pulk flog hingegen zurück zum Startplatz und an der Bergkette entlang, was zwar deutlich länger, aber auch um einiges sicherer war.

Wir kamen erstaunlich gut voran und konnten so kontinuerlich den Abstand auf den Führungspulk verkleinern.

Als sich unsere Routen am 2. Wendepunkt wieder kreuzten hatten wir noch ca. 3km Rückstand und noch über 50km Strecke vor uns.

Die Thermikobergrenze war inzwischen höher als der Luftraum(2950m) und ich musste zweitweise aufpassen, um nicht zu weit nach oben zu drehen.

Leider verpasste auf dem Weg zu Wendepunkt Nummer 3(Am See, nahe des gestrigen Ziels.)
Alleine bzw. mit immer wieder wechselnden Partnern kämpften ich mich zum Wendepunkt nahe des Sees(gestriges Ziel) und danach zu Wende Nummer 4 an einer Bergkette weiter nördlich.

Die Talquerung dorthin war Aufgrund des inzwischen nordwestlichen Windes spannend und ich kam nur weniger Meter über Grat an.

Leider fand ich dort keine Thermik und entschied mich alleine und tief zum Wendepunkt zu fliegen.
Zum Glück fand ich kurz darauf eine schwache Thermik, die mich 100m über Grund, vor dem Absaufen bewahrte.

Inzwischen war es bereits 17:30Uhr, die Führenden waren auf dem Weg ins Ziel und ich hatte noch 15km vor mir.

Die Thermik schwächelte etwas und ich konnte bei 2000m meine Ungeduld nicht mehr zügeln und flog zum letzten Wendepunkt vor dem Ziel.

Leider fand ich dort nur noch Nullschieber und musste mich, 6km vor dem Ziel, geschlagen geben.




Geschrieben am: 17.07.2012 20:34
Von: Chris Bessei
Direktlink: #22

Task 2 - erstes Bombout

Entgegen meiner Erwartungen nahm der Wind gegen Nachmittag doch noch ab und wir konnten einen 73,2km Zickzack- Task ausschreiben. Leider ist das Gebiet bei Ostwind nicht für einen One-Way geeignet, alldieweil dort endgültig das Niemandsland anfängt.
Der Task ist schnell erklärt: Links, rechts, links, rechts, links, rechts – Ziel – Badesee. ;-)

Der Start verlief für mich recht gut: Ich war rechtzeitig zum "The Race is on" am Startzylinder und konnte inmitten des Führungspulk zur ersten Wende starten.

Ein kleiner Pulk flog sehr tief und aggressiv vor uns her, konnte sich aber nie absetzen. Stets rückten wir pünktlich nach und setzen uns beim Thermikdrehen auf die Tiefflieger. Somit konnten wir gemütlich warten bis diese weiterflogen, um anschließend wieder die Verfolgung aufzunehmen.

Bis zur ersten Wende konnte ich gut mithalten – dann kam jedoch der Gegenwindschenkel:
Mühsam kämpften wir uns gegen den Wind zurück Richtung Startplatz. Bedauerlicherweise konnte sich die Thermik nicht wirklich durchsetzen und so wurden die schwachen Blasen immer wieder zerrissen.

Beim Thermiksuchen passierte mir dann, da ich mal wieder zu ungeduldig war, ein Fehler. Kurz darauf wurde dieser bereits bestraft und ich fand mich 100m unter dem Pulk wieder.
Dieser drehte in einem sehr schwachen Steigen, teilweise nur ein Nullschieber, und entfernte sich immer weiter von mir.

Blöderweise fand ich den Bart nicht und entschied mich dann – äußerst folgenschwer – für einen Alleingang.

Kurz darauf fand ich mich 50m über Talgrund wieder.
In einem zerrissenem Bärtchen kämpfte ich gegen das Absaufen: 100m hoch – 120m runter – 200m hoch – 200m runter und so weiter, bis ich mich letztendlich erwischte und ich nach nur 22,9 km am Boden stand.


Fehleranalyse: Der Pulk hat immer Recht. ;-)


Zum Glück sind nur 13 Piloten im Ziel und somit besteht die Hoffnung, dass der Task nicht so stark gewichtet wird.


Morgen geht es wieder fliegen – hoffentlich bis ins Ziel!

Taskboard PWC Portugal 2012

Geschrieben am: 16.07.2012 14:12
Von: Chris Bessei
Direktlink: #23

Tag 2 - viel Wind

Heute ging es um 10:45Uhr auf den Südstartplatz.
Die Vorhersage sprach von weniger Wind und erneut ganz guter Thermik.
Leider kachelt es hier oben bereits ganz ordentlich, weshalb wir erstmal noch abwarten.

Viele Grüße,
Chris

Geschrieben am: 16.07.2012 03:33
Von: Chris Bessei
Direktlink: #24

World Cup - Task 1

Nach einer tollen Eröffnungszeremonie am Samstag, ging es heute das erste Mal auf den Berg und dank Petrus sogar zum Fliegen.

Ein bisschen aufgeregt und volle Vorfreude ging es per Bus und Jeep zum Nordstartplatz in der Nähe von Montalegre.

Ich war äußerst gespannt, wie die Abläufe bei einem PWC sind, wie schwer die Tasks werden etc.

Aufgrund der sehr schwachen Thermik und des eher spät gehenden Nordhangs, musste wir bis 14:30 Uhr warten, ehe das Startfenster öffnete.

Der Task war ein 93km One-Way, immer mit dem Wind Richtung Süden.
Auf dem Weg zum Startzylinder, der leider etwas gegen den Wind lag, konnte ich gut mithalten und so pünktlich um 15:45 Uhr den Task starten.

Spätestens hier wurde mir das erste Mal der Unterschied zwischen PWC und deutscher Liga bewusst, trotz tiefer Basis flogen wir direkt in Richtung Süden auf ein Hochplateau.
Hier wird nicht hoch geflogen, hier wird schnell geflogen und zwar von fast allen Teilnehmern. Und so ging es in einem 80 Mann Pulk in Richtung Süden, wir kamen tief,tiefer, noch tiefer.
Und keiner aus dem Pulk machte auch nur einen Kreis, es war absolut tote Luft.

Doch dann, ich hatte schon ganz schön Stress dass ich bei meinem ersten PWC Task nach 10km am Boden stehe, 50m über Grund endlich ein leichtes Piepsen am Vario.

Plötzlich stellten alle Piloten von Wettkampf auf Weiterfliegenmodus um und drehten dieses schwache Steigen bis wir mit ein bisschen mehr Höhe weiterfliegen konnten.

Das Tempo war beeindruckend hoch, immer fand sich jemand der tief aus dem Bart flog um die nächste Thermik anzustechen.

Leider verlor ich nach und nach den Anschluss zum Führungspulk und musste irgendwann mit dem Verfolgerpulk weiterfliegen.

Die Thermik wurde mit der Zeit zuverlässiger und stärker, so konnten wir öfter auch mal schwache Bärte auslassen und weiterfliegen.

Leider war das Verfolgerpulk langsamer als der Führungspulk und wir verloren immer mehr den Anschluss.

20km vor Ziel, die Thermik zwar inzwischen richtig gut geworden, entschied ich mich etwas zu pushen, damit ich wenigstens noch ein paar Punkte bekomme.

Das funktionierte zum Glück erstaunlich gut und so konnte ich einiger Plätze wieder gut machen.

Vorbei an Mirandela(Wo ich letztes Jahr bei den XC-Open war), ging es erneut ins Flachland und dann auf ein weiteres Hochplateau ins Ziel.

16km vor dem Ziel fing ich an den Beschleuniger zu treten und 10km vorher stand ich nur noch Vollgas bis zur Zeitnahme - einfach geil. :-)


Schlussendlich bin ich 12 Minuten nach dem Sieger ins Ziel gekommen, in der deutschen Liga wäre das wohl ein Top 15 Platz, hier bin ich "nur" 64.

Mein Ziel war ein Top 100 Platzierung, wegen mir kann es also gerne so weitergehen. :-)

Morgen ist wieder Flugwetter - drückt mir die Daumen.


Viele Grüße,
Chris

Task 1 im DHV XC
Ergebnisse Task 1

Briefing Montalegre Paragliding WorldCupTask 1 Paragliding WorldCup Montalegre 2012
Goal Task 1 Portugal 2012Task 1 PWC Portugal 2012

Geschrieben am: 14.07.2012 10:24
Von: Chris Bessei
Direktlink: #25

World Cup Portugal Montalegre 2012

Dank einer erfolgreichen Ligasaison 2011 konnte ich mich dieses Jahr für meinen ersten WeltCup qualifizieren.

Gerade sitze in ich Porto/Portugal am Flughafen und warte auf meine Mitfahrgelegenheit in das Fluggebiet nahe Montalegre.

Die Wettervorhersagen sind gut und so können wir vorrausichtlich bereits morgen den ersten Task fliegen.
Auch wenn ich mir keine größeren Chancen ausmale, bin ich doch sehr gespannt wie ein Wettkampf auf internationaler Ebene abläuft.

Morgen gibt es dann hoffentlich den ersten Taskbericht!

Viele Grüße,
Chris

Geschrieben am: 05.05.2012 11:36
Von: Chris Bessei
Direktlink: #26

Seegrube - erster Streckenflug

Seit Anfang Oktober bin ich nun in Innsbruck, aber bis auf ein paar Hike&Fly Touren blieb das Fliegen bisher auf der Strecke.

Doch dann kam der gestrige Tag:
Trotz der mittelmäßigen Wettervorhersagen die gegen Nachmittag Gewitter oder Föhn ankündigten, fuhren Dominic und ich kurz nach 9 Uhr zum Startplatz an der Seegrube.

Die Basis hing noch tief im Tal und so konnten wir uns in aller Ruhe auf den Flug vorbereiten. Mit Brezel, Apfelschorle und Entsorgungshilfe ausgerüstet ging es kurz nach 11Uhr, die Basis war endlich auf Startplatzniveau, in die Luft.

Gemütlich und mit eher schwacher Thermik flogen wir in Richtung Achensee.
Kurz vor Jenbach trennten sich die Wege von Dominic und mir das erste Mal. Dominic drehte vor der Abschattung um, ich flog direkt hinein.

Zum Glück zogen die Wolken trotz der fehlenden Sonne recht ordentlich.
Nach 30Minuten und 10Kilometer mehr auf dem GPS hatte ich den Schatten hinter mir gelassen und war auf dem Rückweg.

Die Seegrube fest im Blick, die Bergflanken neben mir kam nun das erste Mal Alpenfeeling auf. Im Geradeausflug mit nur wenigen Kreisen konnte ich die 25km von Gnadenwald zur Seegrube fliegen, wo mich ein 6m/s Bart erneut an die Basis korkte.

Damit war die anfängliche "Schwarzwälder" Vorsicht verflogen und ich trieb den Factor 2 immer wieder bis an seine Grenzen.

Das Seefelder Plateu, als Schlüsselstelle verschrien, war mehr ein Witz als eine Herausforderung. Eine riesige Wolkenstraße über das gesamte Plateau ließ mich während der Querung zur Hohen Munde steigen statt sinken.

Weiter ging es entlang der Mieminger Kette, an deren Ende ich Dominic wieder traf. Überall Wolken und Steigen...wer kreist verliert.

Bei der Querung über Nassereith wurde es dann aber doch spannend:
Etwas zu tief losgeflogen sank ich in den bayrischen Wind und sah mich kurzzeitig schon am Boden stehen. Doch, Leebart sei Dank, wurde ich erneut an die Basis geschossen.

Nun trennten sich die Wege von Dominic und mir auch schon wieder, ich wollte weiter zum Arlberg, Dominic zurück zur Seegrube.

In Richtung Landeck waren viele Abschattungen zu sehen, aber die Basis war inzwischen fast 3700m hoch und daher versuchte ich es trotzdem.

Die Planung war in der Zwischenzeit von 100km auf 200km gewachsen, auch wenn das sehr optimistisch war. Deshalb musste ich mindestens bis zur Eisenspitze fliegen.

Trotz vieler Abschattungen war die Thermik weiterhin sehr gut und so ging es flott voran.

An der Eisenspitze kam ich allerdings etwas zu tief an und musste durchs Lee auf die Westseite fliegen. Spaßig war das nicht, aber gelohnt hat es sich. Denn auf der Westflanke angekommen begrüßte mich die Sonne und belohnte meine Mühen mit einem tollen Bart.

Erneut an der Basis wollte ich nun zurück in die Heimat.
Wieder sah ich nur großflächige Abschattungen vor mir, aber mit 3400m schienen die fehlenden 30km, zum Schließen des Dreiecks, machbar.

Leider gaben die abgeschatteten Südflanken auch nicht mehr viel her, eine Blase hier, 10m Steigen dort, das war alles.
Selbst als kurzzeitig nochmal die Sonne den Hang anschien passierte nichts, vielleicht war es einfach schon zu spät.

Also galt es das Maximum aus meinem Schirm herauszuholen, weit zurücklehnen, feinfühlig mit dem Beschleuniger spielen und hoffen dass es reicht.

Obwohl der bayrisch Wind am Ende fast noch meinen Dreicksplan vernichtet hätte, reichte es doch ganz knapp um das Dreick zu schließen.

Der 200km Plan ging nicht ganz auf, aber mit etwas mehr Sonne, Zeit und Geduld klappt es das nächstes Mal.

Ich freu mich drauf, Innsbruck rockt. :-)

Flug von Dominic Schärtl

Flug von Christoph Bessei




Viele Grüße,
Chris

NOVA Mentor 2 Seegrube Dominic Schärtl Innsbruck NOVA RA und Mentor 2 an der Seegrube

P.S. Die Bilder sind nicht von gestern, aber auch an der Seegrube.

Geschrieben am: 05.02.2012 21:48
Von: Chris Bessei
Direktlink: #27

DHV-Jugend - Ski&Fly

Für kurzentschlossene sind noch ein paar Plätze beim Ski&Fly der DHV-Jugend in Werfenweng frei.

Vom 10.02-12.02 werden wir die Skipisten und hoffentlich auch die Lüfte in Werfenweng rocken.

Weitere Infos und die Anmeldung auf der DHV-Jugend Seite:
Anmeldung Ski&Fly

DHV Jugend Tandem Werfenweng