Geschrieben am: 28.11.2010 16:56
Von: Chris Bessei
Direktlink: #1

DHV JHV 2010 in Leipzig

Gestern fand die erste DHV JHV den neuen Bundesländern statt.
Der Leipziger Fliegerverein lud in das Parkschloss im Agra-Park.

Ich fand die JHV verlief dieses Jahr deutlich besser, als 2009 in Samerberg.
Das Rahmenprogramm beschränkte sich auf ca. eine Stunde und da es wenig Anträge gab wurde auch wenig diskutiert.

Bei den Fragen zum Wirtschafsplan 2011 fragte Dietrich Münchmeyer, ob die von der DHV Geschäftsführung versprochenen 8000 Euro für die leistungsbezogene Förderung von Piloten im Sportetat 2011 eingeplant wären.
Darauf gab Klaus Tänzler nur die Antwort:" An ein solches Versprechen kann ich mich nicht errinern und außerdem wollen wir hier jetzt nicht den gesamten Sportetat aufbröseln." - Für was, wenn nicht solche Nachfragen ist die JHV denn dann da?

Ansonsten geschah aber nicht spannendes.

Die JHV 2011 wird leider nicht in Waldkirch, sondern in Bamberg stattfinden.
Bericht zur JHV auf dhv.de

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 28.10.2010 23:55
Von: Chris Bessei
Direktlink: #2

Videos vom Fliegen

Im DHV Forum wurden heute zwei geniale Videos gepostet.

Zum einen einige atemberaubende Bilder vom Wingsuit fliegen:





und zum Anderen unseren lieben Ulf(in Neuseeland?).
Das Video ist wohl schon älter, aber ich kannte es bisher nur vom Hörensagen:



Geschrieben am: 28.10.2010 10:42
Von: Chris Bessei
Direktlink: #3

NOVA Pilots of the year

Jedes Jahr wählen die NOVA Offiziellen einen oder zwei ihrer Teampiloten zum \"NOVA Pilots of the year\". Kriterien sind dabei nicht nur fliegerische Leistungen, sondern auch Engagement für das Team und für NOVA.
Dieses Jahr wurden auf dem Teammeeting Michael Pohl und ich zu den \"NOVA Pilots of the year\" gekürt. Einen ausführlichen Bericht darüber gibts auf onlinecontest.org

Pressemitteilung NOVA Pilots of the year - onlinecontest.org


Auch wenn ich auf dem Team Meeting nicht anwesend sein konnte, freut mich die Auszeichnung natürlich sehr. :-)

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 23.10.2010 21:15
Von: Chris Bessei
Direktlink: #4

DGFC JHV

Am Freitag den 22.10.2010, 19 Uhr fand im Glottertal die DGFC Jahreshauptversammlung statt.
Hier ein kurzer Überblick über die Neuerungen:
1. DGFC Mitglieder bekommen demnächst einen Aufkleber für den Helm, um Gastflieger erkennen zu können

2. Der DGFC wird versuchen die DHV JHV 2011 nach Waldkirch zu holen. Das Organisationsteam leitet Niklas. :-)

3. Haase ist jetzt Geländewart am Tuniberg und ich übernehme den Posten des Sportwarts.

4. Neue Parkpmöglichkeiten am Heimeck, am Besten kurz auf der DGFC Homepage informieren.

5. Es wird eine Regelung für \"professionelle\" Tandempiloten geben, wie diese genau aussehen wird steht aber noch nicht fest.


Ansonsten wurde, glaube ich, nichts wichtiges beschlossen.

Amir fasste die sportlichen Erfolge der DGFC Mitglieder zusammen und ehrte die Kandel Cup Gewinner.

Am Ende gab es noch eine lange Diskussion um die Aufkleber, wobei das Thema dann immer mehr in Richtung Gästeflugergelung abgedriftet ist.
Bei der Gästeflugregelung einen wirklichen Kompromiss zu finden ist sehr schwer, da die Meinungen doch extrem weit auseinander gehen.

Geändert hat die Diskussion am Ende aber nichts.

Soweit von der JHV des DGFC, sollte ich etwas wichtiges vergessen haben bitte bescheid geben.

Gruß,
Chris


Geschrieben am: 16.10.2010 22:51
Von: Chris Bessei
Direktlink: #5

DHV Regionalversammlung in Bad Mergentheim

Heute fand in Bad Mergentheim die DHV Regionalversammlung Südwest statt.
Leider waren nur ca. 60 DHV Mitglieder anwesend von denen 6 Stück vom DGFC waren.
Das Programm war ziemlich unspektakulär, ein Berichte über gehäuft auftretende Windenschleppunfälle(Lockout bei HG), Tipps zum GS-Start, eine Werbeveranstaltung für Burkhard Martens neues Projekt(keine Ahnung was so etwas bei einer Regionalversammlung zu suchen hat...), ein bisschen Unfallstatistik von Karl Slezak und zu guter Letzt einige Infos über die Region Südwest von Regionalbeirta Klaus Kienzle.

Da so wenige Leute anwesend waren und 44 Delegierte gewählt werden mussten, wurden alle Kandidaten(40 Stück) zu Delegierten gewählt.
Vom DGFC werden Niklas, Jürgen(unser Präsi), Mike(2. Präsi), Roland, Klaus Kienzle und ich zur DHV JHV in Leipzig fahren.

Außerdem werde ich dieses Jahr an der Sitzung der DHV-Jugend Kommisison teilnehmen.

Das war auch schon wieder alles.

Gruß,
Chris


Geschrieben am: 11.10.2010 13:40
Von: Chris Bessei
Direktlink: #6

Schwarzwald Cup - Kandel Cup - XC.DHV Saisonende

Die Saison des xc.dhv. ist nun fast einen Monat vorbei, die Protestfristen sind abgelaufen und daher möchte ich ein kurzes Fazit schreiben.
Das große Resumee kommt, wie schon in den letzten 2 Jahren, zum Ende des Kalenderjahres.

Die xc.dhv Saison 2010 war für mich äußerst erfolgreich.
5 Mal konnte ich über 100km fliegen, davon 3 Mal über 150km und 2 dieser Flüge fanden sogar im Schwarzwald statt.
Ich flog das erste Mal über den Rhein in die Schweiz, schaffte es in Piedrahita das erste Mal bis zur CTR Madrid(...)und nahe an die portugiesische Grenze und in Greifenburg konnte ich das Mölltaldreieck fliegen.

Da dies nur eine kurzer Zusammenfassung der xc.dhv Saison sein soll hier meine Ergebnisse:
1. Platz Schwarzwaldcup Sportklasse
3. Platz Schwarzwaldcup Gesamtwertung
1. Platz Kandel Cup
3. Platz in der Deutschen Junioren Streckenflugmeisterschaft

Ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen, für 2011 hoffe ich aber, dass ich etwas näher an Samuel herankomme. :-)

Am Ende zählen im xc.dhv nur geflogene Kilometer, nicht die Erlebniss- und Genussflüge. Zu denen schreibe ich wie oben angekündigt am Jahresende etwas.

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 10.09.2010 05:53
Von: Chris Bessei
Direktlink: #7

Bericht auf onlincontest.org

Über meinen bisher weitesten Flug in Spanien gibt es auf onlinecontest.org jetzt einen kurzen Bericht:

171km in Piedrahita - onlincontest.org


Gruß,
Chris

Geschrieben am: 06.09.2010 01:13
Von: Chris Bessei
Direktlink: #8

Schöne Woche mit unschönem Ende

7 geflogene Tasks bei 8 möglichen Tasks, ist das nicht eine super Quote?
Die Woche Piedrahita war wieder absolut super, sie begann für mich gut mit Platzierungen im vorderen Drittel. Der Höhepunkt war mein persönlicher Rekord und nach 2 schwächeren Tasks konnte ich am letzten Tag richtig punkten. Mit ca. 130km bei Taskende und 154 OLC Kilometern hatte ich einen tollen Tag, zwei Mal war ich kurz vor dem Boden und beide Male ging es wieder hoch. Dazu eine ganz andere Landschaft als bei meinem Flug in Richtung Portugal. Es war einfach ein traumhafter Abschluss.
Bis ich um 23:30Uhr die Ergebnislisten sah, der Beste Flug nur 125km lang, meiner nur mit 85km gewertet? Die Piloten waren ziemlich verwirrt, zum Teil auch sauer. Bei den Organisatoren stauten sich dann auch schon die Piloten mit Beschwerden über ihre Wertung.

Die Erklärung war so simpel wie unverständlich, 24 Piloten sollten die CTR Madrid berührt haben. Nur 24 Piloten weil man die CTR erst nach 85km erreicht, bis auf 3 Piloten hat es alle aus dem Führungspulk erwischt.
Da ich mir absolut sicher war, jeden Luftraum beachtet zu haben setzte ich mich mit Scorer und Technikexperte Stavel an den Laptop und schaute mir das Ganze an.

Ich war laut Auslesesoftware ganz klar ca. 2km in der CTR gewesen. Nach kurzem Überlegen war klar, dass die Auslesesoftware einfach andere Luftraumgrenzen hatte, als den Piloten beim Briefing mitgeteilt wurde.
Beim ersten "Safety Briefing" wurden die Lufträume mit der Hand auf einer ,per Beamer an die Wand geworfene, Karte gezeigt! Da mir das nicht genau genug war, fragte ich nach dem Briefing bei Hans Bausenwein nach, wo genau die Grenze ist. Die Antwort:" Bleib nördlich der Berge" war für mich genug und ich kümmerte nicht weiter darum.

Die Auslesesoftware nahm aber nicht die Berge als Grenze sondern eine Linie zwischen zwei Wegpunkten, die weiter nördlich lag.
Anscheinend wurde das beim Briefing gesagt und somit gab es eine Beschreibung von Hans Bausenwein und eine von Steve Ham. Zwei Organisatoren die sich widersprechen, super.

Letztlich wurde aber trotz aller Proteste keine Einsicht seitens der Organisatoren gezeigt und Simone Campiche gewann mit 124km den letzten Task.

Das würfelte nicht nur die Endergebnisse durcheinander sondern führte auch zu einigem Unmut unter den Piloten. Sehr schade, nach so einem tollen letzten Flugtag. Mir fehlten dadurch leider auch einige Punkte, was mich in der Serienklasse vom Treppchen warf und in der Sportklasse den Sieg kostete.

Ich kann die Entscheidung immernoch nicht nachvollziehen, aber wie uns schon bei der Junior Challenge erklärt wurde, "Wettkampffliegen ist nicht immer fair".

Die Endergebnisse gibts auf:
www.xc-open.org

Trotz allem, es war eine sehr schöne Woche: Zwei Flüge über 150km, insgesamt über 500 geflogene Kilometer an 7 Tagen, tolle Abendsoaringflüge und knapp 25 Flugstunden.

Piedrahita rockt!

Gruß,
Chris


P.S. Meine Meinung zu der Luftraumproblematik ist natürlich subjektiv, emotional und ich erhebe keinerlei Anspruch darauf, dass meine Meinung die einzig Richtige ist. Wenn ich aber einen Organisator frage, wo die Lufträume sind und mich dann an dessen Vorgaben halte, erwarte ich damit keine Luftraumverletzungen zu begehen. Das Steve Ham, Hans Bausenwein und Scorer Stavel hier unterschiedliche Aussagen verbreiteten sollte nicht das Problem der Piloten sein.

Abendsoaring am Pena Negra
Abendsoaring am Startplatz Pena Negra
Bild: Nikki

Geschrieben am: 06.09.2010 00:56
Von: Chris Bessei
Direktlink: #9

170km - Piedrahita ist geil

Die Wettervorhersage war ähnlich wie gestern, Nordwind, Basis bei ca. 2800-300m und Blauthermik.
Um 13:20 Uhr starte ich, die ersten Hochleister sind bereits an der Basis, und drehe langsam nach oben.
Die Thermik ist noch schwach, aber mit zuverlässigen 1m/s steige ich bis auf 2400m.
Da es noch sehr zäh ist entschließe ich mich wieder etwas an der Kante entlang zu fliegen und so stumpf Kilometer zu sammeln.
Über Villafranca setze ich den ersten Wendepunkt und fliegen dann zurück zum Startplatz.
Eigentlich will ich jetzt nochmal nach Westen um dann erneut nach Osten zu fliegen, stumpfes Kilometer sammeln eben.
Aber westlich vom Start dreht der Wind mehr auf Ost und schiebt mich in Richtung "cherrytreevalley"/Westen.
Nach kurzem Überlegen verwerfe ich meinen "RitschRatsch" Plan und fliege zum Pass.
Dort zeigt mir netterweise ein gelber Triton wo es hochgeht, sehr zäh mit Steigwerten unter einem Meter, aber es geht hoch.
Als ich genug Höhe habe um ins Kirschbaumtal fliege ich weiter nach Westen über den Pass. Direkt am obersten Punkt reißt ein "Prügelbart" ab, ich muss zwar ordentlich arbeiten, dafür geht es aber auch ordentlich nach oben.

Mit 2800m fliege ich ab, einfach das Tal entlang.Nach knapp 15km Gleitflug finde ich mich auf 750m wieder. Die Landewiese ist zwar schon ausgesucht, aber inzwischen weiß ich, dass es in Piedrahita auch aus 10m wieder nach oben geht. Also Bäume beobachten, wo wackelt es, wo zieht es die Luft an.
Und dann, 90m über Grund reißt es an. Erst mit einem halben Meter, dann mit einem Meter und letztlich mit über 4m/s geht es zurück auf über 2500m.

Ich fliege weiter nach Westen, vor mir schon das Ende des cherrytreevalleys und dahinter das Flachland. Noch ein Bart dann bin ich ich dort. An der letzten Kante des Tals finde ich meinen Bart des Tages, von 1000m mit super sanften 4-5m/s auf knapp 3000m. Ich bin im Flachland, der Wind drückt von schiebt mit 20-25km/h von hinten und die Kilometer auf dem GPS rattern nur so runter. Genussfliegen pur. Jeder weitere Bart dehnt sich über mehrere hundert Meter, wobei die vielen Geier die mit mir fliegen die stärksten Stellen markieren. Gekreist wird nur bei Steigen über 3m/s, denn um 19:30 ist der Task zu Ende. Also Gas geben, ich fliege über eine traumhafte Südflanke, die sich 60 oder 70km durch das Flachland zieht.

Um 19 Uhr meint mein GPS plötzlich "Batterie schwach", schei** billig Batterien. Zum Glück habe ich noch Ersatzbatterien im Cockpit und kann in der ruhigen Luft die Batterien wechseln. Die Grenze von Portugal sehe ich in einiger Entfernung auf dem GPS, aber der Wind schiebt leider in die falsche Richtung. Dieses Ziel werde ich heute nicht erreichen.

Ich kreuze zwei große Flüsse, die sich als ideale Abrisskanten erweisen, fliege über riesige Gebiete ohne eine einzige Asphaltstraße. Aber dank 2500m über Grund und dem Wissen, dass mich der Rückholer notfalls auch in der Pampa abholt ist das alles kein Problem.

Um 19:30Uhr habe ich 145km Luftlinie zum Startplatz, der Task ist zwar zu Ende, aber ich will trotzdem noch weiter fliegen.

Also nochmal konzentrieren, im Nullschieber kreisen und ab und zu ein bisschen piepsen mitnehmen.

Um 19:50Uhr ist es dann trotzdem vorbei, meine Landung hat zum Glück niemand gesehen. Ich setze mich glücklich auf mein Gurtzeug, esse mein Vesper und genieße das luftgekühlte Landebier. :-)

Unser Rückholer Flo ist unterwegs zu mir und nach zwei Stacheldrahtzäunen und unzähligen Dornengebüschen stehe ich auch schon an der Straße.

Kurz nach 21Uhr werde ich abgeholt und um 23:30Uhr bin ich zurück in Piedrahita.

So schön!

Link zum FLug

Geschrieben am: 30.08.2010 13:15
Von: Chris Bessei
Direktlink: #10

XC Open in Piedrahita

Vom 27.08 bis zum 04.09 bin ich bei den XCOpen in Piedrahita.
Da ich mit der dhv-jugend.de unterwegs bin, sind meine Berichte auf dhv-jugend.de:
http://www.dhv-jugend.de/XC-Open-in-Piedrahit.210.0.html

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 27.08.2010 06:29
Von: Chris Bessei
Direktlink: #11

Flugsicherheit beim Gleitschirmfliegen von Sebastian Bender

Eigentlich sollte es ein ständig präsentes Thema sein, Flugsicherheit.
Aber letztendlich machen wir uns bei unserem schönen Hobby Gleitschirmfliegen doch sehr wenig Gedanken darüber.
Um das Thema nicht zu vergessen hilft es immer wieder Texte wie den von Bruno Gantenbrink zu lesen:
Bruno Gantenbrink über Flugsicherheit

Im DHV Forum wurde vor einigen Stunden noch ein anderer Text gepostet:
Sebastian Bender über die Risiken des Gleitschirmfliegen


Auf viele unfallfreie Flüge,
Chris

Geschrieben am: 26.08.2010 16:14
Von: Chris Bessei
Direktlink: #12

Mentor 2 - Größe S und M mit Gütesiegel

Der neue Mentor 2 hat jetzt in Größe S und M das Gütesiegel.
Mentor 2 über Bodennebel Nova Mentor 2 Gleitschirm in der Luft

Die Leistungsverbesserung gegenüber dem Mentor beträgt eine halbe Gleitzahl(Mentor 1 hatte 8,8), damit setzt der Mentor 2 in der neuen LTF B Klasse eine neue Bestmarke.

Testflügel gibt es auch bald, am Besten direk bei Charly in Seeg melden:
http://www.charly-produkte.de

Mehr infos auf www.nova-wings.de

Geschrieben am: 22.08.2010 00:40
Von: Chris Bessei
Direktlink: #13

Berichte zur Challenge

Berichte zur Junior Challenge gibts auf dhv.de und im NOVA Teamblog:

Teamblog

dhv.de

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 17.08.2010 22:36
Von: Chris Bessei
Direktlink: #14

Junior Challenge in Greifenburg

Hallo an alle die zu Hause im schlechten Wetter sitzen, aber natürlich auch an alle die unterwegs am Surfen sind.

Vom 14.08 bis zum 20.08 findet in Greifenburg die Junior Challenge 2010 statt.

Nachdem die Tasks am 15.08 und 16.08 gecancelt wurden, konnten wir heute einen ersten kleinen Task fliegen.

Die Aufgabe war mit 32km sehr klein, aber aufgrund der schlechten Thermik war dies auch gut so. In der Höhe zogen immer wieder dicke Cirren- und Altocumulusfelder durch und verhinderten gute Thermik. Trotzdem wurde der Task um 13:10 mit einem "groundstarted race"* gestartet. Direkt vor dem Startplatz kämpften sich der Pulk mit Steigwerten unter 1m/s nach oben, bis zur Basis 150m über dem Start. Dann ging es 2km nach Westen zur ersten Wende. Mit im Führungspulk waren ca. 10-15 Piloten, darunter mindestens 4 NOVA Junioren. An der Wende erwischte leider niemand so richtig Thermik und wir musste tief zurück zur Emberger Alm fliegen. Dort schien zum Glück nochmal kurz die Sonne durch und wir konnten einige Meter machen. Als die Thermik sich langsam auflöste und keine Sonne weit und breit zu sehen war, entschied ich mich weiter zu fliegen, notfalls einfach so weit gleiten wie möglich. Manche warteten noch und arbeiteten sich langsam in der schwächer werdenden Thermik nach unten, aber ein paar folgten meiner Taktik auch. Ich flog und flog und hörte von meinem Vario keinen einzigen Piepser mehr bis ich kurz vor der 2. Wende landete. Zu mir gesellten sich dann sehr bald noch Ferdinand und Chavert vom NOVA Team und nach und nach trudelten noch weitere 7 Piloten ein.

Wir sahen nur wenige, die es weiter schafften und wartete entspannt bis wir von Ferdinands Freundinn abgeholt wurden, super Service!

Die Ergebnisse sind noch nicht endgültig, aber Chavert ist wohl 10., Ferdinand 13. und ich 14.Rico schaffte fast die 3. Wende und landete auf Platz 3, Glückwunsch! Nicht ganz so gut erwischte es Dominic, der nach de r ersten Wende keinen Anschluss an der Emberger fand.
Ins Ziel schaffte es keiner, Patrick Ruber flog leider 1:30Minuten zu spät über die Linie.

Sobalds Ergebnisse gibt melde ich mich.

Drückt uns die Daumen für größere Tasks, mit besserer Thermik. :-)

Gruß,
Chris

*Groundstarted Race bedeutet, dass für alle Teilnehmer eine Startzeit gilt.
Um 13:10Uhr lief also für alle Teilnehmer die Zeit und es musste möglichst schnell gestartet werden.



Geschrieben am: 15.08.2010 18:51
Von: Chris Bessei
Direktlink: #15

Biwaktour Teil 2 - Tag 2

Als ich meine Augen öffneten, glühte der östliche Horizont förmlich, die Sonne war kurz davor hinter den Bergen aufzugehen. Es dauerte noch einige Minuten ehe die ersten Sonnenstrahlen über den Berggipfeln erschienen.
Die Berggipfel westlich von mir glänzten Rot und auch der Bodennebel im Tal nahm langsam Farbe an. Für solche Moment lohnt sich eine Nacht im feuchten Schirm auf jeden Fall!

Danach ging der Tag leider nicht ganz so traumhafter weiter, der Wind kam aus allen Richtungen, dazu ziemlich stark. Wir mussten lange umherirren, ehe wir einen startbaren Platz fanden. Um halb 2 kamen wir endlich in die Luft...und soffen ab. So nah liegt Euphorie und Trauer beim Biwakfliegen leider zusammen.

Von Ties trampten wir über Corvara zurück zur Alm, während wir vielen anderen Fliegern währenddessen zuschauten...ahhh!

Trotzdem haben die Biwakausflüge mit Andy viel Spaß gemacht und wir waren uns sicher, dass wir das mal wieder machen!

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 08.08.2010 20:37
Von: Chris Bessei
Direktlink: #16

Biwaktour Teil 2 - Tag 1

Nachdem wir die letzten Tage auf der Alm verbrachten, sind wir heute wieder auf Tour gegangen. Vor 20 Minuten sind wir südlich der Geislerspitzen gelandet, mit Startmöglichkeit nach Südost.
Der Tag heute war sehr zäh, erst gegen Ende labilisierte es, aber dann standen auch schon riesige Wolkentürme überall.
Deswegen konnten wir leider nicht weiterfliegen.

Drückt uns die Daumen, dass es nicht anfängt zu regnen...

Landung mit dem Gleitschirm

Nach der Landung, Blick nach Südwesten

Biwakfliegen Grillen

Wir grillen jetzt :-)

Morgen soll es richtig gut werden, hoffentlich kann ich dann von einem 100km+ Flug berichten. ;-)

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 08.08.2010 13:46
Von: Chris Bessei
Direktlink: #17

Biwaktour - Tag 3

Die Nacht am Grödnerjoch war zum Glück deutlich erholsamer und wärmer, als unsere Flatschkofel Übernachtung. Als ich morgens aufwache, zieht Nebel über uns Hinweg. Nur die Sella, Plattkofel und Langkofel schauen aus den Wolken heraus und werden traumhaft von der Morgensonne angestrahlt.

Nach einigem Rumdösen nutze ich den starken Bergwind und versuche etwas am Osthang zu soaren.Leider reicht es nicht ganz, aber immerhin können wir einige schöne Filmaufnahmen machen.

Um 13 Uhr starten wir in Richtung Wolkenstein, die Wolken sind inzwischen ziemlich groß und fast alles ist abgeschattet. Trotzdem können wir 200m den Startplatz überhöhen und fliegen dann an die Felswände der Geislerspitzen.
Diese enttäuschen uns und wir landen gemeinsam in Wolkenstein.

Den restlichen Weg zurück trampen wir, denn Morgen soll das schlechte Wetter hereinziehen.

Gegen 17 Uhr sind wir wieder an der Alm und genießen das herrliche Abendessen. :-)

Drückt uns die Daumen für besseres Wetter.

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 06.08.2010 17:28
Von: Chris Bessei
Direktlink: #18

Biwaktour - Tag 2

Schlafquartier auf dem FlatschkofelUm 6 Uhr morgens werde ich von der aufgehenden Morgensonne geweckt, der Schirm hat die Feuchtigkeit gut abgehalten und so ist mein Schlafsack trocken und warm. Das traumhafte Panorama lockt mich aus dem warmen "Bett" und zwingt mich quasi dazu, noch einige Fotos zu machen.

Als auch Andy von der Sonne geweckt wird gibt es ein luxuriöses Frühstück, gefrorenes Nutella mit Brot.

Um 10 Uhr machen wir uns auf Startplatzsuche, leider sieht die Ostflanke nicht ganz so toll aus, wie ich gestern dachte.
Deswegen warten wir etwas unschlüssig bis 11:30Uhr, dann probiere ich es.
Nach dem Start finde ich direkt einen Nullschieber und kann mich einige Minuten halten. Leider zieht es nicht durch und langsam arbeite ich mich nach unten. Deshalb drehe ich ab und fliege die Flanke in Richtung Pustertal entlang.Zum Glück finde ich auf einem der Ausläufer etwas und kann mich halten. Andy startet währenddessen und kann direkt den Startplatz überhöhen.
[img]1right[/imgMit einigem Gebastel packen wir es beide an die Basis und können losfliegen.
Zu erst fliegen wir nach Osten um noch die Drei Zinnen zu \"befliegen\".
Nach 20km biegen wir dann Richtung Süden ab und verlassen das Pustertal, zurück in die Dolomiten. Bis Cortina läuft es sehr gut, aber an der Trofane ist wieder basteln angesagt. Die Basis ist nicht hoch genug um einfach über dieses riesige Felsmassiv hinweg zu fliegen. Also fliegen wir trotz aller Skepsis die abgeschattete Ostflanke an. Langsam geht es nach oben, aber leider nicht einmal annähernd bis über Grat. Also weiter nach Süden, immer schön tief. Wir können die Trofane noch umrunden und auf die Südseite zu kommen, aber leider ist auch dort alles abgeschattet. Nach einigem Kampf versenke ich mich dann im nirgendwo bei Cortina. Andy schafft es noch bis nach Cortina und landet nahe der Zivilisation.

Frühstück auf dem FlatschkofelNach einige Koordinationsproblemen treffen sich Andy und ich westlich der Trofane in Corvara. Zusammen trampen wir auf das Grödnerjoch, wo wir unser Nachtlager aufschlagen.Die Heimkehr auf die Alm muss einen Tag warten.

Erneut gibt es leckere Spaghetti, zur Abwechselung aber mal mit Käsesauce, hammer!
Die Aussicht ist aber wieder bombastisch, südlich das Sellamassiv und die zwei Kofels.Nördlich die Geislerspitze, nach Westen das beleuchtet Wolkenstein und die Seceda und im Osten die Trofane.

Jetzt gute Nacht!

Dolomiten in der Nähe des Pustertals Drei Zinnen beim Gleitschirmfliegen

Andys Flug

Chris Flug

Geschrieben am: 05.08.2010 16:51
Von: Chris Bessei
Direktlink: #19

Biwaktour - Tag 1

Gleitschirm packen Seiser AlmSamstag der 1. August, Ankunft auf der Seiser Alm mit dabei sind Fritz,Martin,Martin,Friedrich,Rainer, Andy und ich.
Nach einer kurzen Nacht erwartet uns heute bereits ein guter Flugtag.
Andy und ich möchten in den nächsten 2 Wochen Biwakfliegen. Da es für Sonntag und Montag auch nach fliegbarem Wetter aussieht packen wir unsere Schlafsäcke, einen Gaskocher und als kulinarischen Höhepunkt Spaghetti ein.
Der Plan für heute ist ein Flug zu den Drei Zinnen, dort irgendwo auf einem Berg übenachten und am nächsten Tag weiterfliegen.
Nach einigen Diskussionen, was wir eigentlich alles brauchen stehen wir um 15 Uhr startklar am Spitzbühl.
Unsere Gurtzeuge sind ziemlich vollgepackt, der Startlauf macht keinen Spaß und auch im Flug sitze ich erstmal ziemlich unbequem.
Das viele Gewicht im Rücken macht das Altirando zu einem Liegegurtzeug. Ich versuche einige Einstellungen durch und finde letztlich doch noch eine Sitzhaltung, die ich mehrere Stunden aushalte. Die Thermik ist zäh, unsere Schirme überladen und entsprechend stressig sind die ersten Kilometer.
Am Puflatsch hängen wir über eine halbe Stunde, ehe ich endlich einen Bart finde der mich einige Meter über den Gipfel bringt.
Ich fliege weiter zum Raschötz und warte dort im Talwind soarend auf Andy.Dieser finde leider meinen Bart nicht und muss ziemlich tief vom Puflatsch losfliegen.
Aber der Talwind bläst kräftig und so sind wir bald beide oberhalb des Raschötzs.
Die Thermik ist hier schon deutlich besser, die Basis auf knapp 2700m.Als wir diese zusammen erreichen geht es weiter zur Seceda, wo wir das erste Mal an diesem Tag auf über 3000m kommen. Wir fliegen die Nordseite der Geislerspitzen in Richtung Osten entlang, die Westhänge sind dank der recht späten Uhrzeit schön angstrahlt und ich erwarte am Ende des Kessels gutes Steigen. Leider ist gar kein Steigen vorhanden und so kämpfen Andy und ich gegen das Absaufen.10 Minuten werden meine Nerven auf die Probe gestellt, Andy ist immer taktisch kluge 50m über mir und kann mir so entspannt zu schauen.Dann endlich der rettenden Bart, 1200m am Stück, zurück an die Basis, yipijayeah! Andy hält schon nach Plätzen zum Biwakieren ausschau, aber ich bin optimistisch und überrede ihn zum Weiterfliegen.Gleitschirmlandung Flatschkofel
Vor dem Kronplatz drehen wir erneut auf bei 2600m steige ich aus dem Bart aus, überzeugt davon dass die Westflanken vor uns besser gehen.
Andy dreht weiter bis auf 3600m, während ich an meiner vermeintlichen Hammerwand um jeden Meter kämpfe.Taktische Fehlentscheidung.
Es ist kurz vor 18:00Uhr, jetzt halten wir beide nach Plätzen zum Übernachten ausschau, am Besten mit Startplätzen in alle Richtungen.
Ich schaffe es nochmal auf über 2500m, während Andy 1000m über mir gemütlich an den Wolken entlang schrubbt.
Aufgrund meiner niedrigen Höhe fälle ich meine Entscheidung zum Toplanden recht schnell und setze um kurz nach 18Uhr auf 2400m, am Flatschkofel, auf.
Die Startrichtungen sind nicht optimal, aber es ist super zum Landen hier oben.Kurze Zeit später landet auch Andy bei mir und zusammen feiern wir den ersten erfolgen Biwakflug unserer "Fliegerkarriere".
Fotoshooting auf dem FlatschkofelDie Aussicht ist bombastisch, die 3 Zinnen werden von der tief stehenden Sonne angestrahlt und die Felswände südlich von uns glühen förmlich.
Bevor wir uns in unsere Schlafsäcke einwickeln und uns mit dem Schirm vor der Feuchtigkeit schützen, lassen wir den Tag bei einem Schluck Wasser aus unseren Trinkbeuteln und Fertigspaghetti ausklingen. Super geil! :-)

Glücklich nach der Toplandung Foto für NOVA

Fertigspaghetti beim Biwakfliegen Den Tag ausklingen lassen

Chris Flug

Andys Flug

Geschrieben am: 26.07.2010 10:53
Von: Chris Bessei
Direktlink: #20

Palz Open - Task 1

Sonntag, 26.07.10

9:15Uhr

Ich telefoniere mit Dieter Münchmeyer, ob es sich lohnt heute in die Vogesen zu fahren.Er geht davon aus, dass es nicht nur fliegbar wird, sondern wahrscheinlich auch einen Task gibt.

10:45Uhr

Andy und ich machen uns auf den Weg nach Frankreich, mein neuer Factor ist auch dabei und wartet auf seinen Erstflug.

12:15Uhr

Am Startplatz des Drumont angekommen ist der Task bereits gestartet, Window Open war um 11:40Uhr, Start of Speedsection um 12:15Uhr.
Also schnell die Route ins GPS gehämmert, geschaut ob der neue Factor flugfähig ist und dann nichts wie in die Luft.
Das war zumindest der Plan, denn eigentlich war alles abgeschattet.
Die wenigen Piloten, die wenigen Minuten zuvor aufgedreht hatten hingen jetzt unter dem Startplatz.

13:26Uhr

Ich starte, kämpfe und...

13:46Uhr

...stehe am Boden.
900m von einem 45km Task geschafft, yeah!
Leider ist es ein kurzer Erstflug geworden, keine Zeit für Fotos oder Acro.
Bald nach der Landung sah ich auch Andy am Himmel und 20 Minuten später stand auch er unten am Landeplatz.

Beim zweiten Flug flog Andy den Factor und ich fuhr das Auto runter, so konnte ich am Landeplatz noch ein paar Fotos machen.

Gruß,
Chris

Factor 19 Zimmerei Gremmelsbacher Weiteres Bild vom Factor 19 mit www.family-house.de aufschrift



Geschrieben am: 24.07.2010 18:38
Von: Chris Bessei
Direktlink: #21

Palz Open - Samstag 24.07.10

10:50Uhr:

Heute morgen wurde ich vom Plätschern der Regentropfen auf dem Autodach geweckt, ein toller Start in den Tag!
Die Sichtweite betrug ca. 20m, aber immerhin kein starker Wind.
Eigentlich wollten Wieland und ich zum 9:30Uhr Briefing runterfliegen, deshalb haben wir auf dem Treh übernachtet.
Aber wegen der Regentropfen fuhren wir dann doch mit dem Auto runter....
Das Briefing wurde von 9:30Uhr auf 11:30Uhr verschoben, eventuelle Auffahrt um 12 Uhr.
Mal schauen!

11:17Uhr:
Erste Sonnenstrahlen zwischen den riesigen Wolken, Basis ist weiterhin unterhalb des Startplatzes.
Daumen drücken!

12:00Uhr:
Wieland und ich fahren in Richtung Heimat, beim Tanken betrachten wir den Himmel der immer blauer wird.

12:30Uhr:
Wieland und ich haben wieder umgedreht, stehen jetzt am Startplatz, schöne Thermikwolken....Wind zu stark.

15:30Uhr:
Sind jetzt doch heim gefahren, grade daheim angekommen.
Heute Sturm+Sonne, morgen kein Sturm, dafür aber Regen.
Manno.

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 23.07.2010 16:03
Von: Chris Bessei
Direktlink: #22

Palz Open 2010 - Vogesen

Freitag, 23.07.10
Der erste Wettkampftag der P(f)alz Open.
Eigentlich sollte bereits gestern der erste Tag sein, aber aufgrund schlechten Wetters wurde dieser auf heute verschoben.
Gestern Abend kamen Wieland und ich an und uns eingeschrieben.
Das Abendessen bestand aus Dosenravioli, Brot und Bier, ein kulinarischer Hochgenuss.

Der heutige Tag begann mit 8/8 Bewölkung und beim Briefing am Landeplatz wurde der Tag auch gleich gecancelt. Wer wollte konnte trotzdem mit dem Bus zum Startplatz fahren und einen Abgleiter machen.
Wieland und ich fuhren zwar mit nach oben, wurden dann aber von schlechtem Wetter vom Fliegen abgehalten.Erst Nebel, dann Regen....letztlich ging es wieder mit dem Auto nach unten.
Nebel am Gleitschirm Startplatz Le TrehRegen am Le Treh

Jetzt sitze ich gerade im Wettkampfbüro, anscheinend der einzig Ort mit freiem W-Lan.

Auf dhv.de gibt es auch wieder Berichte, diesmal aber nicht von mir:
Pfalz Open auf DHV.de

Geschrieben am: 22.07.2010 10:50
Von: Chris Bessei
Direktlink: #23

Mentor 2 - erste Infos

Vor einigen Tagen erschienen die ersten mehr oder weniger offiziellen Bilder vom neuen Mentor im Internet.
NOVA Mentor 2 neuer Gleitschirm
Gestern hat Hannes Papesh(Konstrukteur von NOVA) das erste offizielle Statement im Paraglidingforum abgegeben:

Thread zum Mentor 2 -PG Forum

Den passenden Thread im DHV Forum gibts natürlich auch schon:

Thread zum Mentor 2 - DHV Forum

Schön finde ich, dass der Mentor ohne Carbon, Stäbchen und etc. auskommt.
Ich habs nicht so mit Zelle auf Zelle packen...

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 22.07.2010 10:07
Von: Chris Bessei
Direktlink: #24

Tobias Vöster knackt 100km

Tobias Vöster ist gestern 132km vom Blauen geflogen und damit ganz knapp an den 200 Punkten vorbeigeschrammt.
Beeindruckt ist der 29,6er Schnitt, im Schwarzwald eine echte Seltenheit.

Glückwunsch zu diesem tollen Flug!

Tobis Flug



Ich bin gestern bis halb 4 in der Schule gewesen und erst gegen 16:30Uhr gestartet.Habe dann mal wieder meine Oma besucht, schön wars. :-)
Danke fürs Zurückfahren!
Mein Flug

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 19.07.2010 23:22
Von: Chris Bessei
Direktlink: #25

Ekstremsportveko 2010 - ???

Ist Norwegisch nicht eine schöne Sprache?
Gerade habe ich ein tolles Video von der Ekstremsportveko 2010 auf Vimeo.com entdeckt:



Viel Spaß beim Schauen!

Chris

Geschrieben am: 19.07.2010 00:27
Von: Christoph Bessei
Direktlink: #26

Fazit nach einer Woche Wettkampffliegen

Eine Woche Piedrahita, 7 Tage am Stück fliegen, 5 gültige Tasks, zum Teil traumhaftes Wetter.
Es war wirklich eine schöne Woche, ich erreicht nicht mein Wunschplatzierung bei der Pre-Wm, aber Spaß gemacht hat es auf jeden Fall.

Trotzdem gab es für mich in dieser Woche auch einige negative Erlebnisse.
Es gab während der gesamten Woche 3 Retterabänge, einen, unverletzten, Unfall direkt vor dem Startplatz, einen Unfall mit 3 fachem Armbruch und Hüftbruch und dazu noch einige Situationen, bei denen gerade so nichts passiert ist.

Klar, im Wettkampf wird mehr Risiko eingegangen, es werden heiße Geräte geflogen und natürlich, wir waren sehr viele Stunden in der Luft.
Trotzdem finde ich diese Bilanz für eine Woche fliegen völlig inakzeptabel.
Vorallem die Tatsache, dass ein Pilot zwei Mal die Rettung werfen musste.

Noch schockierender fand ich aber die Einstellung der Piloten und der Organisation zu den Unfällen. Die meisten waren recht begeistert, dass so wenige Unfälle passierten und das niemand \"ernsthaft\"(d.h. dauerhaft) verletzt wurde.

Ich kann nicht verstehen, wie ein Krankenhausaufenthalt, mehrere Retterwürfe und beinahe Unfälle gelobt werden können.

Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass während einer Woche Wettkampf keine Unfälle passieren. Wie können wir unseren Sport als sicher bezeichnen, wenn nichtmal die Weltspitze eine Woche unfallfrei fliegen kann?

Vielleicht passieren bei Wettkämpfen statistisch gesehen nicht mehr Unfälle, als beim freien Fliegen.Natürlich reißen dort 150 Piloten viele Flugstunden am Stück. Aber wenn wir unseren Sport in den Medien als sicher vermarkten wollen, dann darf meiner Meinung nach während einer Vorweltmeisterschaft kein Unfall passieren.

Ich hoffe die Einstellung, dass einige Retterwürfe pro Wettkampf normal sind, setzt sich nicht in den Köpfen der Piloten fest.


Ein weiteres negatives Erlebnis hatte ich bei Task 1.
Es war eine recht gerine Gewitterwahrscheinlichkeit vorhergesagt worden.
Als ich am ersten Turnpoint ankam, regnete es einige Kilometer weiter und ich meldete dem Veranstalter Level 3(also gefährliche Bedingungen, Task bitte stoppen oder canceln).

Der Task wurde auch recht bald gestoppt, alle Piloten landete und niemand wurde verletzt.
Beunruhigend fand ich die Erzählungen und Einstellungen der Piloten der Führungsgruppe.
Sie meldeten kein Level 3, da sie ja bereits am Wendepunkt vorbei waren und für sie persönlich keine Gefahr mehr bestand.
Das nach dem Führungspulk weitere 50 Piloten folgten, die noch in die Nähe des Gewitters fliegen mussten, interessierte keinen.

Der Task hätte schon viel früher gestoppt werden können, hätten die Führenden ihre Verantwortung gegenüber den anderen Piloten wahrgenommen.
Das hätte einigen Verfolger das Fliegen in der Nähe der Gewitterwolke erspart.

Natürlich kann man hier an die Eigenverantwortung der Piloten appellieren, aber wenn der Task läuft und der Ehrgeiz groß ist, treffen die wenigsten eine Entscheidung für die Sicherheit.(Auch ich oftmals nicht.)

Ich hoffe in den nächsten Jahren wird sich einiges verändern, vielleicht werden mehr Serienklassen eingeführt, es wird häufiger gecancelt oder die Piloten übernehmen mehr Verantwortung für ihre Kollegen.

Wir werden sehen.

Gruß,

Chris

Die Regenwolke, zum Teil sah man sogar Blitze zucken:
Regenwolke beim Gleitschirmfliegen






Geschrieben am: 13.07.2010 22:12
Von: Chris Bessei
Direktlink: #27

Berichte auf dhv.de

Liveberichte von mir zu den Tasks der Pre-WM gibts auf DHV.de
Link zu den Liveberichten

Ich möchte nicht alles doppelt schreiben, deswegen gibt es für diese Woche nur dort Berichte.

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 12.07.2010 02:00
Von: Chris Bessei
Direktlink: #28

Grüße aus Spanien

7:00Uhr, der Wecker klingelt, dabei habe ich heute gar keine Schule - bäääh!

Heute ist statt Schule packen angesagt, Pre-WM in Piedrahita - ich komme!
Als Haase, mein heutiger Fahrservice(danke!!!), um 10 Uhr klingelt bin ich gerade fertig mit packen.Schnell alles eingeladen und auf zum Flughafen.
Am Flughafen ist Schlange stehen angesagt, aber mein Flieger hat sowieso 30 Minuten Verspätung, ich habe es also nicht eilig.

Um 13:00 Uhr beginnt endlich das Boarding, ich stehe als einer der ersten in der Warteschlange, um einen Fensterplatz zu ergattern.
Im Flugzeug habe ich dann nettweise fast freie Platzwahl, es sind erst 10 oder 15 Leute an Bord.

Mit weiteren 20 Minuten Verspätung, weil wir keine Starterlabunis bekommen, geht es dann endlich los.
Volle Power, Bremsen lösen und ab in die Luft, yeaahhhhaa!
Als wir in der Nähe von Madrid wieder unter die Wolkenbasis sinken, wird das Flugzeug von Turbulenzen durchgerüttelt.
Die Thermik scheint also ziemlich stark zu sein, die Vorfreude wächst.

Am Madrider Flughafen warte ich gemeinsam mit einem indischen Piloten auf Janis.
Denn auch sein Flug hat Verspätung.
Als endlich alle beisammen sind geht es mit der Metro zum Busbahnhof und von dort aus mit dem Bus nach Piedrahita.
Um 23:30Uhr sehen wir das kleine Dorf dann endlich vor uns.

Das letzte Problem des Tages sollte ein Platz in der Jugendherberge werden.
Unsere Reservierungsversuche auf Spanisch und gebrochenem Englisch waren gescheitert.
Zum Glück war die Rezeption zu so später Stunde noch besetzt und wir konnte noch Einchecken.
Eigentlich hatten wir schon mit einer Nacht auf dem Landeplatz gerechnet.

Bericht eins aus Piedrahita - Spanien.

Chris


EasyJet Basel Mulhouse Gleitschirm Startplatz Piedrahita


Geschrieben am: 09.07.2010 00:19
Von: Chris Bessei
Direktlink: #29

Das SWR zu Besuch am Kandel

Am Dienstag war das SWR zu Besuch am Kandel um ein kleines Sportlerportait über mich zu machen. Insgesamt waren wir knapp 6 Stunden mit Flugaufnahmen und Interviews beschäftigt.

K-P und Ulf sind mit dem Kameramann und dem Tontechniker Tandem geflogen und ich wurde während ich geflogen bin interviewt.
War alles ein bisschen tricky, deswegen bin ich umso gespannter auf das Ergebnis.
Morgen, Freitag 9.7 in der SWR Landesschau(18:45-19:45Uhr).
Wenn es jemand aufzeichnet wäre das super, ich sitze da grade im Flieger nach Piedrahita.
Womit ich beim zweiten Punkt meiner News bin:

Vom 10.07-17.07 findet in Piedrahita die Pre-WM statt.
Ich bin auch angemeldet und werde mal schauen, ob ich die Mantras,Tritons und Booms ein bisschen ärgern kann.
Ich werde versuchen alle 2-3 Tage einen Bericht zu schreiben, weiß aber noch nicht ob das mit dem Internet in Piedrahita diesmal funktioniert.
Drückt mir die Daumen!

Gruß,
Chris

SWR Tontechniker bei den Startvorbereitungen:
Tontechniker der SWR Landesschau beim Gleitschirmfliege

Kleine Kamera zum Fliegen:
Kamermann des SWR am Kandel Startplat

Geschrieben am: 02.07.2010 12:47
Von: Chris Bessei
Direktlink: #30

Neu bei Aldi...

...Charly Titan 3 und NOVA Factor zum Sonderpreis, demnächst auch im Aldi in Ihrer nähe:
Gleitschirm Landeplatz Aldi Parkplatz Gleitschirm im Einkaufswagen

Link zum Aldiflug

Geschrieben am: 28.06.2010 02:03
Von: Chris Bessei
Direktlink: #31

Oppenau - Jura

9:30, Andy und ich fahren auf die A5 Richtung Offenburg, Ziel: Oppenau Schäfersfeld.
Der Wetterbericht verspricht Großes für heute, aber das versprach er auch für Montag und Dienstag.

11 Uhr, Startplatz, Andy und ich machen das Titan wieder starklar und dann nichts wie in die Luft.Über uns hängen schon einige Oppenauer auf knapp 2000m, der Wetterbericht könnte recht behalten.

Nach dem Start bastle ich mich langsam nach oben, erst nach einer Viertelstunde erwische in den \"richtigen\" Bart zur Basis.
Andy kommt auch gerade dort an und zusammen fliegen wir los in Richtung Zell.

Die Wolken kondensieren in verschiedenen Basishöhen, zum Teil kurble ich in einem Bart und 200m unter mir kondensiert es.
verschiedene Basishöhen über dem Kinzigtal

In Oberharmersbach und Steinach stehen die nächsten zwei Bärte, beide ziehen sauber bis zur Basis durch. Die Kinzigtalquerung macht mir, wie so oft, zu schaffen.
In Haslach finde ich nicht direkt Anschluss und muss lange suchen.Nach einigen Minuten wird es mir zu blöd und ich lasse mich in schwachem Steigen mit dem Wind versetzen.
Ich denke immer wieder, dass das eigentlich die falsche Richtung ist, aber lieber steigen in die falsche , als am Boden stehen in die richtige Richtung.
Südlich von Schuttertal hat der der Kampf endlich ein Ende, ein Bart reißt mich in die Höhe und schießt mich in Richtung Basis.
Während dessen suche ich in Richtung Kandel nach Wolken, nur selten lassen sich kleinste Wolkenfetzen erahnen.
Zurück an der Basis auf 2300m versuche ich es trotzdem und fliege mit dem Ziel Waldkirch nach Südosten ab.
Ich drehe jedes kleine Bärtchen und werde dafür mit einem tollen Bart an der Bruder Klaus Klinik belohnt.
Weiter fliege ich in Richtung Rosskopf, wo bereits ein Segelflieger aufdreht.Freiburg vom Gleitschirm fotografiert
Der Bart steht netterweise auch bei meiner Ankunft noch und während ich kurble schieße ich gefühle 10.000 Fotos von Freiburg.
Die nächsten Kilometer erweisen sich als erstaunlich einfach. Ich lasse Merzhausen, Au, Wittnau und Sölden hinter mir ehe ich im Münstertal wieder aufdrehe.
Nach dem letzten Bart bin ich mir meiner Sache zu sicher und fliege in leichter Euphorie ins Wiesental.
Als ich auf 1300m ankomme realisiere ich langsam, dass ich meine Flugroute dringend ändern muss um wieder Thermikanschluss zu finden.
Gerade noch rechtzeitig drehe ich gegen den Wind und fliege auf einen Sonnenhang zu.
Leider komme ich unterhalb des Grats im Lee an und muss einige Zeit basteln, ehe ich mich wieder entspannt ins Gurtzeug setzen kann.
In knapp 2500m Höhe bin ich wieder an der Basis bei Hausen im Wiesental, die Grenzüberquerung scheint so gut wie sicher zu sein.Rhein und Jura vom Gleitschirm fotografiert
Leider macht mir langsam der Wind zu schaffen, statt Nord wird dieser immer mehr zu einem Ostwind, der mich in Richtung TMA Basel schiebt.
Um nicht abzusaufen muss ich immer Wind Teilstücke mit dem Wind fliegen und bin so kurz nach der Rheinquerung der TMA schon sehr nahe.
Ein letzter Bart südlich des Rheins, dann muss ich gegen den Wind vorhalten.
Rechts vor mir sehe ich Liestal wieder und hoffe auf einen ähnlich Bart wie beim ersten Juraflug.
Leider macht mir der Ost dann endgültig einen Strich durch die Rechnung.
Um nicht im Lee zu versinken muss ich um 17 Uhr auf eine Ostseite fliegen.
Dort kann ich mich leider nur noch einige Minuten halten, bevor ich schließlich lande.

100km und Schweiz, die Zweite. Es war wieder sooooo geil! :-)))))

Gruß,
Chris

Landeplatz nahe Liestal
Es gibt schönere Landeplätze!

Von Oppenau ins Jura - XC DHV

Edit: Gerade eben hat Samuel Blocher zwei Flüge nachgereicht:
150km flaches Dreieck
99km freie Strecke
Glückwunsch zu diesen Hammerflügen, Samuel fliegt zur Zeit einfach außer Konkurrenz.

Außerdem auch noch ein toller Flug von Bernd Dieterle:106km freie Strecke

Geschrieben am: 21.06.2010 20:40
Von: Chris Bessei
Direktlink: #32

Flieger stürzt in Felswand - Rettungsaktion bei Nacht am Tuniberg

Tuniberg/Freiburg, Nach Start am Parkplatz des Tunibergs is am Donnerstag den 10.06.2010 ein Flieger in ein Luftloch geraten und anschließend ins Trudeln geraten. Er stürzte rund 20m ab und blieb in einer 8m hohen Felswand hängen.Der Flieger blieb dabei unverletzt.

Der Flieger verfing sich im oberen Drittel der Wand und konnte deshalb von den Ersthelfern nicht aus seiner misslichen Lage befreit werden.
Als die herbeigerufene Bergrettung eintraf war es bereits dunkel, was die Bergung erschwerte. Mehrere Versuche zu dem unverletzten Flieger herauf zu klettern blieben erfolglos. Erst durch ein riskantes Abseilmanöver konnte dieser letztlich geborgen werden.

Bild vom Unfallort, Flieger in der Felswand:
Modellflieger in der Felswand am Tuniberg


Das Rettungsteam(Haase,Kleinhaase(Phil) und ich, als Träger und Aufpasser für Kleinhaase), Fotograf Felix:
Haase Phil und Chris am Tuniberg


Vielen Dank an die zwei fürs Helfen und das Kletterzeug, vorallem Phil hat tatkräftig mitgeholfen.(Perfektes Gegenwicht zum Gleitschirmrucksack!)

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 15.06.2010 22:55
Von: Chris Bessei
Direktlink: #33

Landung in Sexau - Kaffee und Kuchen

Wir haben am Kandel jetzt einen Oststartplatz.
Es ist eigentlich ganz einfach, man stelle sich an den oberen Südstart, ziehe nach Osten auf und laufe dann langsam seitlich driftend den Hang hinunter.
Nach der Waschküche in der Schneise und im Kessel kann man am Gegenhang unterhalb vom Gipfel aufsoaren.
Dort dreht man dann ca. bis auf 1300m und fliegt danach mit 80km/h nach Sexau zu Kaffee und Kuchen.

Das sieht dann in etwa so aus:
Flug nach Sexau

In Sexau wird man bereits mit Erdbeerkuchen aus dem Park Café Diefenbacher in Schonach und hausgemachtem Kaffee erwartet.
Der Rückfahrservice zum Heimeck ist inklusive.

Ich kann das Restaurant Diefenbacher und Müller in Sexau also nur empfehlen. ;-)

Gruß,
Chris

P.S. Das mit dem Ostwind bitte nicht so ernst nehmen, ich möchte nicht für irgendwelche Unfälle haftbar gemacht werden!

Chris Bessei mit NOVA Factor in der Luft
Endanflug

Geschrieben am: 09.06.2010 09:04
Von: Chris Bessei
Direktlink: #34

Google Maps Lufträume

Es ist ein leidiges Thema mit den Lufträumen, wer wirklich die offiziellen Daten will, muss sich jedes Jahr eine ICAO Karte kaufen.
Beser ist es viele zu kaufen, für Stuttgart, München, Frankfurt, die Schweiz, Frankreich, Österreich und Italien. Je nach geplantem Urlaubsziel.

Als Alternative gibt es Seite wie
VFR Bulletin

und die Lufträume vom DFC Saar, die in Google Earth angeschaut werden können.
Außerdem eigenen sich diese Lufträume zum Übertragen auf Kartenfähige GPS.

Lufträume DFC Saar


Da ich die Google Earth Ansicht nicht besonders mag und sie für recht unübersichtlich halte. Habe ich mich gestern ein wenig umgeschaut und bin auf die Möglichkeit gestoßen, die DFC Saar Karten in Google Maps anzuzeigen:

Deutschland


Schweiz

Frankreich


Die anderen europäischen Länder stehen nicht in KMZ(Google Earth Datei) Format zur Verfügung und können deswegen nicht ohne weiteres in Google Maps importiert werden.
Wenn ich mehr Zeit habe, werde ich versuche diese zu erstellen.

Viel Spaß beim Lufträume stöbern.


Gruß,
Chris

Geschrieben am: 06.06.2010 10:23
Von: Chris Bessei
Direktlink: #35

Bassano - Dorfgastein - Schwarzwald Cup

Auch wenn ich in den letzten Tagen keine Berichte geschrieben habe ist doch einiges passiert.

Als Erstes möchte ich zu den vielen Hammerflügen im Schwarzwald und den Alpen gratulieren.
Um nur zwei zu nennen:
Thomas Wagner flog vom Hochblauen 153,4km:
Link zum Flug

Und Kurt Eder ein 242km FAI:
Link zum Flug

Gestern, Samstag der 05.06, wurden wohl auch einige Hammerflüge hingelegt, aber leider sind bisher keine Online.

Ich habe mich gestern im Kinzigtal versenkt und heute habe ich Arbeitsdienst bei den Elztälern.Ich hoffe auf weitere Hammertage.
Flug ins Kinzigtal


Die letzen zwei Tage in Bassano waren nett zum Fliegen und ich konnte einige Flugstunden sammeln. Die Basis war aber zu tief um große Strecken zu fliegen.

Interessant war dann der Heimweg von Bassano.
Um den Schirm von Felix abzuholen fuhren Thomas und ich an die Emberger Alm, wo wir uns mit Toni Bender trafen.
Nach kurzm Plausch und der Einsicht, dass der Nordföhn zu stark war um in Greifenburg zu fliegen, fuhren wir weiter.
Nach 7 Stunden Fahrt waren wir in Gmund am Tegernsee, wo ich Thomas absetze.
Nach kurzer Pause musste ich weiter nach München um die Leute für die MFG nach Freiburg abzuholen. Nach weiteren 4 Stunden Fahrt war ich dann gegen 2 Uhr Nachts in Freiburg.
Um halb 3 ging es weiter ins Kinzigtal um das Auto bei meiner Mutter abzuliefern.Dort sammelte mich Felix ein, mit dem ich dann nach Rosenheim fuhr.Zu guter Letzt wurde ich in Rosenheim von Elztäler Vereinsbus aufgegabelt, mit denen ich zum Vereinsausflug nach Dorfgastein fuhr.
Eine harte Nacht!

In Dorfgastein hatten wir zwar keinen Hammertag, aber doch immer irgendwie fliegbares Wetter.Siehe:
Flug von der Steineralm

Aber mit den Elztälern ist es auch ohne Hammerwetter immer wieder lustig!


So, jetzt gehts zum Fliegen!

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 25.05.2010 10:30
Von: Chris Bessei
Direktlink: #36

Ehingen - Teil 2

Ich sitze gerade beim Vereinsausflug der Elztäler in Dorfgastein und möchte nur schnell auf den Flug von Bernd Dieterle aufmerksam machen.
Gschasi - Ehingen
Respekt!




Grüße aus Österreich,
Chris

Geschrieben am: 20.05.2010 11:40
Von: Chris Bessei
Direktlink: #37

Die Flucht

Parkplatz Garden Relais in BassanoSeit einer gefühlten Ewigkeit quält uns im Schwarzwald ein Tief nach dem Anderen.
Da sich die Flugsucht langsam mit extremen Entzugserscheinungen meldete,
fuhren Thomas und ich am Montagmorgen nach Bassano.
Als wir über den Brenner fuhren empfing uns die Alpensüdseite mit Sonnenschein und starkem Nordwind(föhn).
Dieser hielt bis kurz vor Bassano an, aber in Bassano selbst herrschte natürlich Südwind und fliegbares Wetter.
Um kurz nach 14Uhr ging es endlich mal wieder in die Luft, sogar Thermikfliegen war möglich.
Der Triton, den ich auf der Hinfahrt bei NOVA abgeholt hatte, kutschierte mich brav durch die Gegend.
Nach 1h30 Startplatzgedümpel versenkte ich mich leider bei einem Streckenflugversuch.
Doch die nette tschechische Flugschule nahm mich direkt wieder mit an den Startplatz.
Thomas flog derweil ein Stück ins Flachland und erkundete die Gegend.
Gegen Abend wurde es besser und bei meinem zweiten Flug konnte ich auch noch ein paar KM machen.

Mit Franz on TourDer Dienstag begann leider nicht so gut, der Föhn hatte zugenommen und selbst in Bassano herrschte zum Teil Nordwind.
Unsere Gruppe war derweil auf drei Leute angewachsen.Franz, der bei den Sicherheitstrainings der Paragliding Academy mithilft, hatte auch genug vom
schlechten Wetter und war ebenfalls nach Bassano gefüchtet.
Zum Glück setze sich die Thermik gegen später etwas durch und ich konnte einen verlängerten Abgleiter machen.


Am Mittwoch flogen bereits die Ersten, als wir aus dem Zelt gekrochen kamen.
Der Föhn hatte deutlich abgenommen und gegen 9 Uhr entstanden die ersten Cumuli.
Kurz nach 11 Uhr starteten wir und konnten zu dritt an Basis(2100m!!!) drehen.
Franz und ich flogen schnell weg, während Thomas die Sache etwas gemütlicher anging.
Erst ein Eck nach Osten, wobei Franz und ich uns am Wendepunkt fast versenkten.
Mit dem Mantra R10.2 über dem FlachlandDann, ohne einen Kreis, zurück zum Startplatz, dort Thomas getroffen und mit ihm nach Süden ins Flachland.
Unterwegs trafen wir einige der neuen Ozone Wundertüten "Mantra R10.2", sehen auf jeden Fall schick aus!
Um das FAI komplett zu machen entschied ich mich noch ein Stück nach Nordwesten zu fliegen.
Leider wurde es immer stabiler und ich konnte nur noch bis 1500m aufdrehen.
Der Talwind gab mir dann den Rest und ich musste 6km vor dem Campingplatz landen.

Heute Morgen sieht es recht bewölkt aus, aber fliegbar ist es und das ist die Hauptsache!

Gruß aus Bassano,
Chris

Geschrieben am: 09.05.2010 00:14
Von: Chris Bessei
Direktlink: #38

Kandel-Gschasi-Kandel-Gschasi

Gschasistartplatz vom Gleitschirm
Der Tag begann nicht besonders gut, schon um 11 Uhr riesige Quellungen über der Baar.Vormittags drehten Haase, Niklas und ich deshalb 2 Acrorunden.
Erst um 14 Uhr startete ich mit der Hoffnung noch ein bisschen Thermik fliegen zu können.
Die folgenden 4:30h verbrachte ich dann mit Elztalgedümpel, was mir 66km einbrachte.Unglaublich, welche Strecke man durch Kandel-Gschasi-Kandel-Gschasi erreichen kann.Eigentlich wollte ich nach dem letzten Wendepunkt am Landwassereck noch nach Freiburg.Dann wären es 100km gewesen.
Also für alle die keine Lust auf Trampen haben, 100km sind auch im Elztal möglich!

Letztlich war es der ideale Flug um die Elztalrunde zu erklären, Bilder habe ich jetzt auf jeden Fall genug.Es wird aber noch etwas dauern, bis ich meinen Streckenflug"votrtrag" vorbereitet habe.

Kandel-Gschasi-Kandel-Gschasi Flug


Zum Schluss noch ein nettes Bild vom Gardasse(Danke Niklas!):
Gleitschirmfliegen am Gardasee Campingplatz Azzuro



Geschrieben am: 05.04.2010 00:48
Von: Chris Bessei
Direktlink: #39

Die längste Anfahrt der Welt?

Wer viel fährt, der fliegt wenig.
Eine alte Fliegerweisheit und die Überschrift eines Artikels aus 2009.
Heute haben Niklas und ich ganz klar das Gegenteil bewiesen und gleichzeitig den Rekord für die längste Kandelanfahrt aufgestellt.

Octane FLX in InnsbruckUm 6 Uhr klingelte mal wieder mein Wecker(in den Ferien!) und riss mich aus dem Schlaf. Niklas wollte mich kurz nach halb 8 abholen und ich musste noch packen.Der Plan für heute war ein kurzer Trip nach Innsbruck(ca. 450km), dort fliegen und Abends bei Thomas in Gmund übernachten.
Außerdem(oder hauptsächlich.) wollte Niklas noch einen Octane FLX anschauen und ggf. kaufen.

Auf der Hinfahrt kamen erste Zweifel auf, die Wettervorhersage versprach Regen in Innsbruck.Also stoppten wir in Friedrichshafen bei McDonalds und überdachten unsere Plan. Niklas hatte noch einen weiteren Octane in Stuttgart gefunden und wir versuchten kurzfristig ein Treffen mit dem Verkäufer zu organisieren. Nach über einer Stunde Telefonbuch und Googlesuche fanden wir endlich eine Telefonnummer und erreichten den Vater des Verkäufers. Dieser erklärte uns leider, dass sein Sohn in Sand in Taufers sei...mist!
Der Alternativplan war gescheitert, also zurück zu Plan A und weiter nach Innsbruck. An der österreischichen Grenze regnete es, am Arlberg fiel Schnee, aber wir waren weiterhin optimistisch.

VW Passat mit NOVA Facot Ozone Octane FLX und Team 5 Blue gefülltIn Innsbruck sah es dann wirklich nicht schlecht aus, also schnell den Verkäufer besucht und nach kurzen Verhandlungen den Octane gekauft.
Inzwischen zog die Front leider auch über Innsbruck hinweg und bescherte uns traumhaftes Aprilwetter...

Die Laune war weiterhin gut, der Humor noch vorhanden und so machten wir uns auf den Heimweg. Ankunftszeitpunkt Freiburg 18 Uhr.
Vom Bodensee sahen wir ein blaues Loch in all dem Grau und schöpften neue Hoffnung, vielleicht doch noch in die Luft zu kommen.

Zurück im Schwarzwald wurde erstmal ein bisschen telefoniert, aber keiner wollte Fliegen gehen. Trotzdem entschlossen wir noch zum Kandel zu fahren, um wirklich alle Chancen genutzt zu haben.
Am Startplatz war es eiskalt und der Wind war etwas komisch aus Südwest.
Zudem rauschte es sehr kräftig in den Bäumen....deprimiert fuhren wir Richtung Heimeck.
Die letzte Hoffnung war der Kandellandeplatz, vielleicht könnte man ja aufsoaren.

19:20, trotz sehr schwachem Wind am Landeplatz wollte ich es jetzt unbedingt ausprobieren.Niklas war noch nicht zu 100% überzeugt und lief lieber mit dem gepackten Packsack den Hang hinauf. Ich machte mich startklar und ließ mich vom Schirm zum Waldanfang ziehen.
Kandel Gleitschirm Landeplatz Heimeck
Zum Teil herrschte sehr starker Wind, manchmal etwas von der Seite, aber insgesamt sah es fliegbar aus.In einer guten Phase versuchte ich es und konnte sofort einige Meter aufsoaren.
Aber es war kein laminares, gemütliches soaren, die ersten 50 Höhenmeter war ich damit beschäftigt den Schirm offen zu halten.Danach wurde es zum Glück ruhiger und ich konnte mich ein bisschen zurücklehnen.
Der Wind war nun sehr laminar, aber auch sehr stark.Im Trim ging es meist leicht rückwärts.

Niklas beobachtete mich eine Zeit lang und ließ es dann lieber bleiben.
Ganz klar die bessere Entscheidung!

200 Meter über Grund spielte ich noch 20 Minuten \"Nagel den Schirm an den Himmel\", bevor ich mich beschleunigt zum Landeplatz vorkämpfte.

Fazit des Tages:
950km(10h) Anfahrt zum Kandel, ein Acroschirm für Niklas und 30 Minuten Flugzeit. Ein bisschen verrückt!

Kandelflug


Gruß,
Chris

NOVA Speedarms Presswurst Vergleich zwischen Fahr- und Flugkilometer
1:Sexy Speedarms! 2:Verhältnis zwischen Fahr- und Flugkilometern.Oben links in blau der Flug, der Rest die Fahrt.340 zu 2,2 XC Punkte.


Geschrieben am: 03.04.2010 20:41
Von: Haase und Chris
Direktlink: #40

Der gesamte Alpenraum ist....

...von schlechtem Wetter besetzt, der ganze Alpenraum?
Nein! Ein von unbeugsamen Fliegern bewohntes Dorf hört nicht auf dem schlechten Wetter Widerstand zu leisten.
Dieses Dorf heißt Rivera und liegt in der italienischen Schweiz, nahe des Lago Maggiore.

Aber von vorne, ich hatte mich bereits auf ein Wochenende mit trostlosem Regenwetter eingestellt.Doch dank Niklas, der verzweifelt ein Fluggebiet mit guter Wettervorhersage suchte, kam ich sogar noch in die Luft.
Steves und meine Slowenienpläne waren ins Wasser gefallen und so kam das Angebot an den Lago Maggiore zu fahren genau richtig.

Nach mehrmaliger Verschiebung des Abfahrttermins ging es am Samstagmorgen um 6 Uhr, morgens!, endlich los. Ein mit Gleitschirmen, Campingzeug und Essen vollgepacktes Auto setze sich in Bewegung.

Nach mehreren Staus und 3 Stunden Fahrzeit "schossen" wir endlich aus dem südlichen Ende des Gotthards und da war es wirklich, gutes Wetter!(Bäm!)

Die Fluggebietssuche verlief nicht ganz nach Plan, trotzdem
standen wir schon um 13 Uhr am Startplatz des Monte Tamaro.
Die Bedingungen waren genial, 15er Vorwind, Thermikwolken, Basis über 2500m.Kurz vor 14 Uhr war ich in der Luft
Vor mir waren schon Ekke und Niklas gestartet, hinter mir noch Haase und (Ben)Riah.

Vom Monte Tamaro wird im Lee nach Osten gestartet, um dann direkt das Tal zu queren und einen Süd-West ausgerichteten Prallhang anzufliegen.Eigentlich könnte man auch direkt oberhalb des Prallhangs starten, aber am Monte Tamaro ist nunmal die Gondel.
Leider ist die nähere Umgebung des Monte Tamaro ziemlich zerklüftet,
es stehen also immer wieder größere Talquerungen an.

Der Prallhang ging am Samstag verlässlich, zuerst wird etwas aufgesoart und dann in die Thermik eingestiegen. Ab dem Gipfel ging es mit 5-7m/s auf 2500m, Basishöhe.
Ungeduldig wie ich bin, flog ich direkt los um meine erste kleine Strecke vom Monte Tamaro zu fliegen.Über die hohen Berge 15km nach Osten, dann ein Tal weiter nach Süden gesprungen und dort zurückgeflogen. Meine Rückflugroute war nicht ideal, ich fand nach dem Talsprung keinen thermischen Anschluss.Zusätzlich zogen dichte Cirren auf und schatteten fast alles ab.
Gegen den Talwind kämpfe ich mich langsam zurück Richtung Westen.Immer wieder musste ich vom Wind umspülte Hänge umfliegen. Die Luvseite trug zwar meist sehr gut, aber ich fand einfach keinen thermischen Anschluss.
Erst am Hang vor dem Talende konnte ich mich eine Zeit lang halten und auf das rettende blaue Loch am Himmel warten.Sobald die Sonne wieder im Hang stand konnte ich gemütlich mit 1-2m/s auf 1700m aufdrehen und meine letzte Talquerung zurück zum Monte Tamaro beginnen.
Nach knapp 3 Stunden zurück am Prallhang traf ich dort Haase, Ekke und Riah wieder. Haase hatte einige Acrorunden gedreht und war top gelandet.Riah blieb lieber 3 Stunden am Hang und erhielt dafür den "Hardcoresoarer" Titel.Niklas wurde das ganze irgendwann zu doof und ging Bier kalt stellen.

Ekke hing gerade über dem Gipfel und beobachtete uns von oben.
Ich versuchte mein Dreieck noch vollständig zu schließen, schaffte es aber nicht mehr zum Startplatz des Monte Tamaro.
Schließlich drehte ich auch noch zu spät um und war zu tief um den Landeplatz zu erreichen.Doch zwischen Bäumen,Stromleitungen und Häusern fand ich eine kleine, gemütliche Wiese.

Die letzten paar Meter zum Landeplatz musste ich zu Fuß bewältigen. Niklas hatte in der Zwischenzeit schon das Auto geholt und das Bier ausgepackt.Super Service! :-)

Flug am Monte Tamaro

---Haase---

Die weitere Planung bestand darin eine Pizzeria ausfindig zu machen was sich als nicht allzu leicht herausstellte, da uns entweder grausige Livemusik von Alleinunterhaltern oder leere Lokale die Abendgestaltung erschwerten.Wir sind dann bei "Mama" gelandet die super Calzone und Pizza aus dem Steinofen servierte.
Nach der Stärkung ging es auf Schlafplatzsuche durch die Wälder des Tessins.Nach einigen Offroad einlagen (Ekke du solltest Trucktrail fahren) haben wir dann noch ein lauschiges Plätzchen gefunden. Bäm.
Morgens um 6.30 haben Chris und Ich auf die Sonne gewartet und Kaffee am Fließband gekocht.
Da wir eine Stunde früher dran waren konnten wir noch einige Kannen Kaffee kochen, in den Schlafsäcken gammeln und auf den Thermikbeginn warten.
Nachdem wir alles aufgeräumt und ins Auto verfrachtet hatten, fuhren wir wieder zur Talstation des Monte Tamaro.
Dort angekommen drückte der Überregionale Wind doch recht stark durch und von Talwind war nichts zu spüren.
Als nach gefühlten 6 Stunden warten die ersten auf dem Monte Tamaro starteten fuhren Niklas, Riah und Chris mit der Gondel zum Startplatz.
Ekke und ich, die nicht an startbare Bedingungen glaubten gingen derweil auf die Suche nach Ekke`s Schuhen.
Diese standen beim Losfahren noch auf dem Autodach.Erstaunlicherweise blieben sie beim Fahren auch recht lange dort.


---Chris---
Oben angekommen herrschte mehr oder weniger starker Rückenwind und es war auch nur noch ein einzelner Einheimischer da.(70+, stand zumindest auf der Jacke.)
Nach einer interessanten, aber etwas verwirrten Einweisung, wie man bei Rückenwind startet macht ich mich startklar.
Der Startplatz des Monte Tamaro ermöglicht es, seitlich zum Grat zu starten(Kleiner Vorsprung, der dann quer zum Hauptgrat abfällt.)
, dadurch hatte ich fast nur noch Seitenwind.
Der frischte dafür langsam auf und erreichte in Böen um die 10km/h.
In einer ruhigen Phase probierte ich es trotzdem, mein Factor stieg trotz Rückenwind super und hob mich sauber vom Boden weg.
In der Luft hatte ich die ersten Meter viel sinken, doch in Richtung Talmitte fing es schon an zu piepsen.
Die ersten 200m machte ich in einem ruhigen Leebart, dann wollte ich rüber zum Prallhang.Die Einheimischen flogen derzeit geschlossen zum Landeplatz, was mich ziemlich verunsicherte.Nach einem gründlichen Wettercheck war ich mir eigentlich sicher, dass keine Gefahr bestünde.
Trotzdem soarte ich nur noch kurz und macht mich bald auf den Weg nach unten. Monte Tamaro Kurzflug
Dort bestätigte sich meine Vermutung, dass das kollektive Landen nichts mit dem Wetter zu tun hatte....es waren Flugschüler und die Fluglehrer wollten wohl nach Hause.

Während ich zusammenpackte trudelte schon das Meditec Auto ein und mir wurde ein Landebier in die Hand gedrückt.Das packen des Autos stellte sich wieder als recht schwierig heraus, wir hatten einfach zu viele Schirme und Zelte im Auto!
Aber irgendwie schafften wir es und die Heimfahrt konnte beginnen.
Bis auf einen kleinen Stau am Gotthard lief es dann auch sehr gut und ich war pünktlich zum Geschichte und Elektrontechnik lernen zu Hause. :-(

Gruß,
Haase und Chris

Geschrieben am: 25.03.2010 19:33
Von: Chris Bessei
Direktlink: #41

Die ersten 100 Punkte

Es ist erst der 24. März und schon haben Tobias Vöster und Jochen Eisfeld vom Hochblauen die 100 Punkte Marke geknackt, Respekt!

Flug von Tobias


Flug von Jochen

Ich war gestern mit K-P, Thomas und Haase am Kandel um meinen Tandemschein weiter voranzutreiben. Nach einem ersten kleinen Thermikflug mit K-P startete ich mit Thomas gegen 3 Uhr erneut um noch ein bisschen auf Strecke zu gehen.
Nach einem genialen Bart, der uns auf 2100m, brachte flogen Thomas und ich Richtung Hörnleberg ab und konnten dort erneut auf 1700m aufdrehen.
Bei größeren Gleitstrecken merkt man die relativ schlechte Leistung des Tandems zwar, trotzdem macht das Fliegen zu zweit unheimlich viel Spaß!
Nach dem Bart am Hörnleberg wollte ich leider K-P hinterher und ignorierte die Abschattung am Tafelbühl.K-P war dort einige Minuten früher und fand noch einen schwachen Bart, Thomas und ich fanden leider nichts mehr.
Nach einigem Kämpfen in Yach standen wir dann auch am Boden.

Dieses Jahr wird für mich das Jahr der Tandemwertung, wenn es genügend Hammertage gibt werde ich aber auch noch einige Soloflüge machen, denke ich. :-)

Glückwunsch auch an K-P der es trotz spätem Startzeitpunkt noch bis nach Bad Rippoldsau geschafft hat!(Mit dem Schirm, nicht mit dem Drachen!)
Flug von K-P
Gruß,
Chris





Geschrieben am: 03.03.2010 20:57
Von: Chris Bessei
Direktlink: #42

Sturm am Tuniberg

Auf dem Feldberg in Spitze 120km/h Wind, an Gleitschirmfliegen war nicht zu denken. Doch am Tuniberg stand der Wind sauber an und so öffneten Niklas, Haase und ich einfach unsere Jacken und hoben ab....
Zu viel Wind zum Gleitschirmfliegen am Tuniberg Jackenfliege am Tuniberg

...naja fast! ;-)

Chris

Geschrieben am: 03.03.2010 08:22
Von: Chris Bessei
Direktlink: #43

Die Thermiksaison 2010 ist eröffnet

Obwohl ich am Montag deutlich zu spät am Startplatz war, konnte ich noch einen netten Flug machen.K-P zeigte wie es richtig ging, startete gegen 13 Uhr und flog ein schönes flaches Dreieck!

Flug von K-P


Mein Flug

Geschrieben am: 18.02.2010 15:39
Von: Chris Bessei
Direktlink: #44

Sportlerehrung Waldkirch

Letzte Woche fand in Waldkirch die jährliche Sportlerehrung statt, vom DFC waren K-P Wilming, Jochen Zeyher und ich eingeladen.
Auf der NOVA Teamseite gibts dazu eine kleines News:
NOVA Team Blog


Außerdem noch ein paar Bilder vom Wochenbeginn am Kandel:

Team 5 Blue Two am Kandel Markus mit einem Blue von Team 5
Abendliche Winterstimmung am Kandel Tandemflug am Kandel

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 18.02.2010 04:21
Von: Chris Bessei
Direktlink: #45

Serverumzug und Fliegen

Wenn ihr diese News lest ist der Serverumzug endlich komplett!
Es hat mal wieder etwas länger gedauert, Ausfälle sollten zwar nicht entstanden sein, aber bis vor wenigen Stunden verwies www.schwarzwald-falke.de immernoch auf meinen alten Anbieter.

Nach der vielen Zeit vor dem PC, freute ich mich über das Flugwetter gestern und heute.
Gestern waren es leider nur 2 Abgleiter bei unglaublich schlechten Startbedingungen auf Süd.Wenn man erst unterhalb des Weges abhebt, ist einfach etwas viel Rückenwind!
Gegen Nachmittag bildeten sich immer größere Quellwolken, mit einer immer tiefer werdenden Basis, bis der Kandel in den Wolken verschwand.

Dafür begann der Tag heute umso besser, um 10 Uhr mit Niklas zum Kandel gefahren, um kurz nach 11 gestartet und direkt über den Gipfel drehen können!
Die Wanderfalkenschutzzone war so kein Problem mehr und ich konnte eine gute halbe Stunden durch die Gegend fliegen.
Leider zogen dann einige Altocumulusfelder* herein und schatteten alles ab.
Trotzdem gelangen uns noch 4 Abgleiter bei hinnehmbaren Bedingungen.

Danke Niklas und Markus fürs Fahren!


Für morgen sieht es leider nicht so gut aus, aber vielleicht kann man ja doch irgendwie soaren oder auf der Wiese mit dem Schirm spielen.

Kurz nach 2, gute Nacht!
Chris



*am Kandel auch als \"Stratocumulusnimbuscastellani\" bekannt.

Geschrieben am: 10.02.2010 19:43
Von: Chris Bessei
Direktlink: #46

Serverumzug

Da ich schon seit längerem an einer "neuen" Version meiner Homepage arbeite und diese mehr Speicherplatz und Rechenleistung erfordert, werde ich www.schwarzwald-falke.de bzw. www.acroandxc.de heute Abend auf einen neuen Server umziehen.
Es kann daher sein, dass die Homepage zwischen 2 und 6 Uhr nicht erreichbar ist, wenn alles klappt sollten also nur die Nachtschwärmer etwas mitbekommen.

Wenn nach dem Umzug Fehler auftreten bitte ich euch diese an serverumzug@schwarzwald-falke.de zu melden.

Zur neuen Version gibt es genauere Infos, wenn ich selber weiß was alles reinkommt.Es dürften aber hauptsächlich Dinge sein, die das Aussehen der Homepage nicht weiter beeinflussen.(z.B. Ein Programm zum Erstellen von Fotoalben.)

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 07.02.2010 17:43
Von: Chris Bessei
Direktlink: #47

Simonswald 2010 - Die Erste

Der Samstag begann mit gutem Wetter, viel freier Zeit, einer vollständigen "Kandeljugend"(Andy ist wieder im Lande.) und warmen Temperaturen.
Letzere verhinderten zwar, dass man beim Fliegen verfror, aber leider entstanden dadurch auch ziemlich schlechte Startbedingungen.
Der Optimismus, dass ich auch mit Tiefschnee und Rückenwind starten könnte, wurde durch ca. 10 Startversuche am gestrigen Tag etwas geschmälert, aber irgendwann kam ich dann doch immer raus.
Für das dauernde runterrennen, im Schnee stolpern und mühsam wieder hochlaufen wurde ich letztlich mit einem genialen Februarflug belohnt!
Ich konnte auf Süd bis auf knapp 1900m aufdrehen und die erste Simonswaldrunde im neuen Jahr drehen. :-)
Für den ersten Gschasiflug war ich wohl zu spät dran oder ich fand einfach den rettenden Bart am Schwimmbadeck bzw. am Hörnleberg nicht.
Immerhin konnte ich mich noch in einem Nullschieber einige Minuten über dem Bleibacher Friedhof halten und danach gemütlich nach Niederwinden abgleiten.

Interessant fand ich die Eiszapfenbildung an meinen Leinen und Karabinern, die Bremsleine blockiert irgendwann, weil die Eiszapfen nicht durch die Umlenkrolle passen.Ansonsten flog mein Schirm aber super. :-)

Gruß,
Chris

Link zum Flug:
Simonswaldrunde - Die Erste

Andy zurück aus Down Under Charly Titan 3 Liegegurtzeug
Niklas neuer Passat Große Cumuluswolken über Freiamt

Geschrieben am: 06.02.2010 00:49
Von: Chris Bessei
Direktlink: #48

Der Winter geht weiter...

Der Winter hört nicht auf, zum Skifahren find ich das eigentlich auch ganz toll, nur zum Fliegen...naja!
Auf dem Kandel liegt zur Zeit so viel Schnee, das der Marsch zum Südstartplatz einer Tiefschneewanderung gleicht....So wird Gleitschirmfliegen zum Sport.
Trotz dem ganzen Schnee konnte ich am Kandel mal wieder ein bisschen Thermikluft schnuppern, der erste Bart in meinem , noch glänzenden, Titan3.
Bin sehr zufrieden damit, super bequem, extrem warm, riesiger Rettergriff der, eigentlich nicht zu verfehlen ist, und dazu äußerst futuristische Schnallen.Acrofliegen macht mir damit auch sehr viel Spaß und es klappt auch sehr gut, die assymetrischen SAT's sehen immernoch so aus wie vorher. :-)
Das aller wichtigste ist natürlich, es hat einen RIESEN Bürzel!

Für Morgen siehts gut aus, wenn ich noch ein paar Flüge gesammelt hab, werde ich etwas detailierter berichten!

Gruß,
Chris


Steve bei einer Protektorlandung Thomas mit Gleitschirmlandung im Glottertal
Ramon mit Team 5 RED Helmut mit Octane FLX

Geschrieben am: 27.01.2010 12:18
Von: Christoph Bessei
Direktlink: #49

Winterflüge am Kandel

Da das Wetter(und leider auch meine Erkältung) zur Zeit keine Flüge zulassen, hier ein paar Bilder von letzter Woche:
NOVA Factor am verschneiten KandelThomas spielt mit dem Factor über dem verschneiten Glottertal
NOVA Gleitschirm vor traumhafter WinterlandschaftThomas spielt mit Chris Besseis NOVA Factor


Geschrieben am: 13.01.2010 20:02
Von: Chris Bessei
Direktlink: #50

Samnaun - Skifahren

Man erkennt es schon an der Überschrift, es gibt auch noch Dinge neben dem Fliegen.(Komisch eigentlich.)
Die letzten Ferientage verbrachte ich in Samnaun/Ischgl zum Skifahren, schönes Wetter, guter Schnee, super Pisten und ein geniales Panorama:
Samnaun bei Schnee unter einer Nebeldecke Ischgl und Samnaun Skigebiet Blick nach Samnaun von der Greitnerspitze im Schnee


Doch so schön das Skifahren auch ist, hoffentlich gehts bald wieder zum Fliegen!

Gruß,
Chris

Geschrieben am: 05.01.2010 00:52
Von: Christoph Bessei
Direktlink: #51

Jahresrückblick Teil 2

Nach der Siegerehrung und der DHV Jahreshauptversammlung wurde es ruhiger.Die Schule begann wieder, die Tage wurden kürzer, kälter und thermisch uninteressant.Einmal flog ich noch vom Hörnleberg zum Landwassererck, mit Zwischenlandung am Gschasi, machte ein paar Kandel Abgleiter und übte weiter den assymetrischen SAT.
Am 26.12 drehten Thomas, Ramon, Niklas und ich wieder einmal eineVogesenrunde, in die Vogesen gefahren und am Kandel geflogen.Das wir dabei auch noch 2 Mal geblitzt wurden, machte das Ganze noch sinnvoller. :-)

Blick vom verschneiten Kandel auf den weißbedeckten Feldberg Blick vom Kandel über das nebelbedeckte Rheintal Gleitschirmflieger Thomas am verschneiten Kandel Süd Startplatz

Damit bin ich wieder in der Gegenwart angekommen, 2010 begann, wie 2009, unglaublich gut.Am 02.01 konnte ich knapp 2 Stunden am Kandel soaren, am 03.01 die erste Thermikstunde genießen und einen wunderschönen Abendflug machen und heute, naja fliegbar war es nicht, aber vom Kandel über die schier unendliche Wolkendecke zu schauen, war auch genial.



Zu guter Letzt: Schirmtrocknen im Thomas Bad.

Schirmtrocknen im Badezimmer

Ich wünsche allen ein gutes Jahr 2010 und bis bald am Berg.

Chris

Danke an Niklas für die Flugbilder mit der Helmkamera:

Landeanflug mit dem Gleitschirm Kandel im Sonnenschein beim Gleitschirmfliegen fotografiert Kandel aus der Luft vom Gleitschirm aus fotografiert

Geschrieben am: 02.01.2010 10:21
Von: Christoph Bessei
Direktlink: #52

Jahresrückblick 2009

Wieder sitze ich hier, starre aus dem Fenster, wieder hängt das trübe Winterwetter über Freiburg.Vermutlich ein Stratocumulus, Richtung Norden leichte Auflockerungen, aber insgesamt doch sehr trostlos.
Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu, ein Jahr mit vielen Flugstunden, neuen Bekanntschaften, Tierfreundschaften, schier unendlich vielen neuen Erfahrungen und tollen Reisen.

Es ist der 31.12, nur noch wenige Stunden trennen uns vom neuen Jahr.
Letztes Jahr um diese Uhrzeit stand ich gerade am Schauinsland, Petrus hatte mir zum Geburtstag einen traumhaften Winterflugtag geschenkt.
Zwei Abgleiter mit Andy, wenn ich nicht erst 18 wäre, würde ich sagen:"Mensch, waren das noch Zeiten!".

Heute sehe ich nur die trübe Wintersuppe, um so leichter fällt es mir, mich an die vielen schönen Tage dieses Jahr zu erinnern:

Der Januar 2009 war der perfekte Start in ein geniales Jahr,
schon am 4.01 die ersten zwei Flüge, mit traumhafter Wetterlage, am Kandel:
Gleitschirmflug am Kandel

Danach oft Ostwind, Thomas hatte zu dieser Zeit Urlaub und so waren wir quasi täglich morgens um 9 am Dohlenbacher.
Hatte es mal keinen Wind oder sogar West waren wir zusammen am Kandel, und wehte der Ost nur schwach, in Oppenau.
Zu einem Flug schrieb ich als Kommentar:"Die Finger gefroren, die Zehen tot, aber es ging hoch!"
Mit dieser Einstellung kam ich im Januar immerhin auf 6 Flugstunden und 17 Flüge.

Im Februar setzte sich fort, was im Januar begonnen hatte: Kirchberg, Kandel und Oppenau, Flüge in „Massen“.Das Highlight war aber das NOVA Teammeeting Ende Februar.
Erst 3 Tage Slowenien mit dem NOVA Team und dann mit Dominic, Albert und Rico nach Bassano.Chris Bessei NOVA Juniors Team SchirmDie neuen Teamschirme konnten wir dank des guten Wetters ausgiebig testen und an den breiten Grinsen nach unseren Landung sah man, wie zufrieden alle waren.
Nach 4 gemeinsamen Tagen trennten sich unsere Wege, Dominic, Rico und Albert fuhren mit dem Wohnmobil zurück in die Heimat, ich blieb noch weitere 3 Tage.
Zufälligerweise traf ich erneut NOVA Teammitglieder und fand so schnell Anschluss und eine Mitfahrgelegenheit nach Hause.
Dank der slowenischen und italienischen Thermik konnte ich bereits im Februar die ersten Strecken fliegen:

Flug beim NOVA Teammeeting am Lijak

Bassano Früjahrsflug

Im März war das erste große Schwarzwaldhighlight der Saison, von Oppenau zusammen mit Thomas,Reini und Clemens Richtung Kandel.Reini und ich über dem KinzigtalLeider versenkten sich die Drei im Kinzigtal, zeigten mir aber netterweise dadurch, wohin ich nicht fliegen sollte.Ich schaffte es dank dieser Hilfe bis nach Obersexau, an den Kandel fehlte ein letzter Bart.Für diese frühe Jahreszeit einfach genial.

Flug von Oppenau nach Sexau

April, Mai und Juni, im Schwarzwald zeigte uns der Frühling was er kann, wir hatten mehrere Male eine Basis über 3000m dazu schwacher Ostwind, perfekt um Dreiecke zu fliegen.
Anfangs hatte ich damit noch meine Probleme, z.B. versenkte ich mich einmal nach einem 65km Dreieck am Gschasi, obwohl ich am Landwassereck 3000m hatte!
Aber je öfter ich verschiedene Dreieck ausprobierte, desto besser funktionierte es. Am Ende konnte ich ein 62km FAI fliegen und damit meinen besten Schwarzwaldflug des Jahres mit 124 Punkten einreichen.

Mein erstes großes FAI Dreieck

Aber entscheidend ist nicht immer die Anzahl der Punkte.Einmalig war z.B. ein Flug vom Kandel an den Gschasi. Start um 19 Uhr am Weststartplatz des Kandel,
dann mühsam im starken Südwestwindversatz aufgedreht und mit 1800m über Simonswald an der Basis gewesen.
Inzwischen war es bereits 19.20Uhr, es war wohl der letzte Bart des Tages.Jetzt einfach mit Rückenwind über den Hörnleberg hinweggebrettert, das Elztal entlang und schließlich über dem Gschasilandeplatz noch einen SAT gemacht.Landung kurz nach halb 8.Punktemäßig natürlich unbedeutend, aber vollkommen entspannt abzugleiten, das Ziel vor Augen, traumhaft!

Abendflug zum Gschasi

Unvergesslich war auch „Die Flucht vor der Kaltfront“Kaltfront über Freudenstadt, vom Kandel nach Freudenstadt.Anfangs war es noch ein traumhafter Tag mit starker Blauthermik,
aber schon am Hörnleberg sah man die heranrollende Front über Frankreich.Die schwarzen Wolken kamen immer näher,
es ging immer besser und die Entscheidung landen zu gehen fiel immer schwerer.Das letzte Mal drehte ich nördlich der kleinen Kinzig auf,
Basishöhe und dann nur noch weg von der schwarzen Wand.Die Segelflieger dachten etwas anders und flogen direkt hinein in die Front,
manchmal wäre etwas mehr Max. Geschwindigkeit schon angenehm. Nach der Landung wurde ich von einem ehemligen Luftwaffenoffizier in der E-Klasse nach Alpirsbach gebracht,
dort stürmte und regnete es bereits.

Flucht vor der Kaltfront im DHV XC

Der letzte Flug, der mir sehr gut in Erinnerung geblieben ist, war mein erster „fast 100 Punkte Flug“.Vom Kandel mühsam nach Freudenstadt, mit einem miserablen Schnitt,
fast immer tief und daher etwas im Stress.Erst erwischte ich den Bart am Kandel nicht, wurde von meinem Vater ausgekurbelt und braucht letzten Endes fast 30 Minuten um einen Bart
an die Basis zu finden.Dieser stand leider über dem Dettenbach, trotzdem flog ich direkt zum Schwimmbadeck weiter. Mein Vater war bereits dort,
drehte mich erneut aus und flog dann zurück zum Kandel.Im turbulenten Schwimmbadeckbart kassierte ich dann auch noch meinen ersten großen Klapper,
der Tag war eigentlich schon gelaufen.Endlich an der Basis auf 2500m, da es schon relativ spät war wollte ich eine neue Route probieren und flog über die Hügelketten westlich des Elztals.
Immer tief, nie über 1600m kämpfte ich mich bis an die Müllhalde bei Haslach im Kinzigtal.Dort ging es endlich auf 1700m, damit wagte ich die Talquerung zum Brandenkopf
und wurde mit einem Bart bis auf 2500m belohnt!Eine traumhafte Wolke, sie zog, ich konnte Gas geben und das alles um 18:00Uhr.Weiter nach Norden, vorbei an der Zuflucht,
nochmal etwas Höhe getankt und dann an einer abregnenden Wolke vorbei nach Baiersbronn abgeglitten.
So nah war ich einem Regenbogen noch nie, das Gold am Ende des Regenbogens fand ich aber trotzdem nicht.Regenbogen vom Gleitschirm aus fotografiert
Nach der Landung um 18:30 war ich um 1,7 Punkte an den 100 Punkten vorbeigeschrammt, trotzdem war es ein geniales Gefühl so tief über die Hügelketten nach Haslach zu fliegen,
dort Anschluss zu finden und dann sogar nochmal an die Basis gebeamt zu werden!Der Kampf wurde mit einem kühlen Landebier belohnt,
ich landete zufällig neben dem Garten eines Oppenauer Gleitschirmfliegers.Die Rückfahrt lief auch super, von meinem Gastgeber nach Freudenstadt gefahren worden, von dort nach Alpirsbach
und zu guter Letzt direkter Anschluss nach Freiburg!Die letzte MFG war ein VW Bus mit Gleitschirmfliegern aus Hannover, die in Baiersbronn ein Gurtzeug abgeholt haben und
dann für 6 Monate in die Dolomiten wollten. Zufälle gibts!

FAI Dreieck mit dem NOVA Primax

Mitte Juni war ich nach all der Schwarzwaldfliegerei in Andelsbuch beim Skywalk Nightfever, leider erwischte mich dort die Grippe und ich "musste" mit Fieber an den Start.
Der Wettbewerb an sich ist eine interessante Idee, nach 5 Stunden Hangkratzen entwickelten sich bei mir aber irgendwann leichte Aggressionen, vielleicht wegen dem Fieber,
aber sicher auch wegen des stumpfen Nullschieber Dümpelns.Trotzdem Glückwunsch an alle Sieger, es waren wirklich sehr, sehr gute Piloten am Start,
mit denen ich auch gesund nicht hätte mithalten können.
Ansonsten muss ich sagen ist Andelsbuch für mich kein erstrebenswertes Urlaubsziel, besser als im Schwarzwald gehts da auch nicht und die Streckenflugmöglichkeiten sind äußerst bescheiden.

Die Tage vergingen, wurden kürzer, die Luftschichtung stabiler, aber trotz allem ging noch einiges im Schwarzwald. Im Juli hatte ich noch ein "größeres" Dreick mit 74 Punkten
und ansonsten viele kleinere Kandelflüge, das Wetter ermöglichte auf jeden Fall sehr viele Flugstunden!
Am 11.07 fanden die Vereinsmeisterschaften des DFC - Südschwarzwald statt, dieses Jahr hatten wir recht gutes Wetter und so konnten einige Kilometer geflogen werden.
Den weitesten Flug hatte Armin Kiefer mit über 100 Punkten, leider(oder ich gebe zu, für mich zum Glück) war Armin nicht für die Vereinsmeisterschaft angemeldet und wurde daher nicht gewertet.
Deshalb rutschte ich auf Platz 1 und wurde so Vereinsmeister des DFC Südschwarzwald in der Kategorie Gleitschirm.Bei den Drachen wurde Klaus-Peter Wilming mit wenigen Metern Vorsprung vor Roland Wöhrle Vereinsmeister.

Der August begann mit wunderschönem Panorama auf der Seiser Alm, 7 von 8 Tagen waren fliegbar und zum Teil sogar richtig streckentauglich.Mein Primax den ich für den Fun Cup flog, schlug sich in der ruppigen Dolomitenthermik sehr gut und ermöglichte mir ein 65km FAI Dreieck.
Von der Col Rodella nach Osten zu einem Stausee nördlich der Marmolada, dann den Rosengarten südlich umflogen und den letzten Wendepunkt zwischen Secceda und Raschötz gesetzt.Der Rückweg von der Secedda war dann etwas besonderes, ich flog die Westseite des Lang/Platkofelmassivs an, konnte dort aber immer nur bis knapp unter Grat drehen.
Leider musste ich auf die Südseite, was ohne Überhöhung aber nicht machbar war.
Letztlich entschloss ich mich durch einen Einriss zwischen Platt- und Langkofel durchzufliegen und mich so auf die Südseite zu mogeln.Dreieck geschlossen um 16 Uhr, viel zu früh!!!
Ich versuchte mich noch am Rückweg zur Seiser Alm, scheitert aber am starken Almwind und musste unterhalb des Compatsch landen.Die restlichen Tage waren gemütliches Fliegen, einmal konnte ich bei Nordwind an der Alm starten, zum Schlern rübergleiten und dann die Sandner Spitze aufsoaren, traumhaft!Sandtner Spitze Chris Bessei
Ansonsten begnügte ich mich mit Acrofliegen, Toplanden und kleineren Almrunden.Einfach ein tolles Fluggebiet zum Entspannen.

Die Seiser Alm waren die erste Woche der Sommerferien, danach flog ich sehr viel am Kandel um Max und Harald im Fun Cup einzuholen.

Fliegerisch wurde es Ende August wieder interessant, die XC Open in Piedrahita(Spanien) standen vor der Tür.
Die DHV Jugend organisierte für uns Rückholer, Übernachtungsmöglichkeiten und nette Mitreisende.Auch in Piedrahita war der Wettergott gnädig und ich konnte an 9 von 10 Tagen fliegen.Ein tolles Fluggebiet, sehr trocken, starke Thermik und ein genialer Übergang vom bergigen ins Flachland.Mit dem Primax konnte ich zwei Mal Strecken über 75km erfliegen und auch sonst einigermaßen mithalten.Gleitschirmfliegen bei Sonnenuntergang In der Fun Class der XC Open wurde ich zweiter hinter Dominic, das NOVA Juniors Team war also gut vertreten!In der Jahreswertung wurde Dominic zweiter und ich dritter.Nachdem der Wettbewerb beendet war, blieb ich noch weitere 2 Tage und konnte ganz alleine auf Strecke.Das Heimtrampen war auch ohne Spanischkenntnisse kein Problem, man sagte „Piedrahita“ und alle wussten, was in dem Rucksack ist und um was es geht.
Mit dem Bus fuhr ich am letzten Tag nach Madrid, konnte noch ein bisschen die Stadt anschauen und dann zurück nach Basel fliegen.

Es war nun schon der 10.09, Max war im Fun Cup immernoch einige Stunden vor mir, aber Petrus war mir gut gesinnt und erlaubte es mir, einige zusätzliche Schwarzwaldflugstunden zu sammeln.Am 15.09 war die Saison vorbei und nach einigem Hin und Her wegen technischen Problemen undSiegerehrung Fun Cup Chris Bessei, Harald Müller, Max ConradProtesten, stand ich als Sieger der Fun Cup Airtime und XC Wertung fest.



Fortsetzung folgt.....Flugwetter!