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Tumbling


Beschreibung


Erst durch das Tumbling ist es möglich geworden, mit dem Gleitschirm einen reinen Looping zu fliegen. Bei einem reinen Tumbling fliegt der Pilot nicht wie beim klassischen Looping aus dem Gegendreher mit einer Rollbewegung über den Schirm, sondern der Schirm taucht auf der Längsachse praktisch gerade unter dem Piloten durch. Das Tumbling basiert auf dem SAT, nur das dieser nicht auf der horizontalen, sondern in der vertikalen Achse geflogen wird. Erfolgt der Bremsimpuls für die Einleitung auf der Gegenseite wie der letzte Impuls zum Anlauf holen, dann spricht man von Tumbling. Erfolgt der Impuls für die Einleitung auf der selben Seite, wie der letzte Impuls zum Anlauf holen, dann ist es ein Asymmetrischer SAT. Die Energie für das Tumbling wird in der Regel mit ein paar Impulsen asymmetrischer Spirale aufgebaut. Meistens reicht es für zwei bis drei Umdrehungen. Als absolute Spitze in den Anfängen des Tumblings, zeigte David Arrufat (CH), am Red Bull Vertigo im Sommer 2001 in Villeneuve, überwältigende sechs Umdrehungen. Bei dieser Figur stösst Mensch und Material an die Belastungsgrenzen. Messungen haben beim Tumbling Belastungen von 5-6 g ergeben.

Einleitung


Für das Tumbling wird viel Speed und Energie benötigt, welche in einem Looping, Wingover oder der asymmetrischen Spirale aufgebaut wird. In der Phase, wo der Pilot unter dem Schirm durch taucht, wird das Gewicht voll auf die Gegenseite verlagert und dabei gleich wie beim SAT, die Traggurte auf der Aussenseite rausgedrückt, während auf der Innenseite der Impuls für das Tumbling erfolgt. Bei sauberer Einleitung befindet man sich im nächsten Moment in einem Vorwärtslooping, bei welchem eine Dynamik vom Schirm zu spüren ist, die man nie für möglich gehalten hätte.

Stabilisieren


Solange genug Energie vorhanden ist für eine weitere Umdrehung, kann in der Position verblieben werden. Der Pilot bekommt die Belastung schubweise bei jedem Taucher der Kappe zu spüren. Je nach Ausführung geht die Energie nach ein bis drei (oder mehr) Umdrehungen aus.

Ausleitung


Ein heikler Teil des Tumblings ist die Ausleitung. Reicht die Energie nicht für eine weitere Umdrehung, muss ein weiteres Tauchen der Kappe verhindert werden. Die Ausleitung erfolgt häufig seitwärts mit einer überleitung in den asymmetrischen-, und dann in den normalen SAT. Eine weitere Möglichkeit zur Ausleitung ist den Schirm auf beiden Bremsen zu stoppen und dann symmetsich anfahren zu lassen.

Gefahren


Das Tumbling ist ein kompromissloses, reinrassiges Akromanöver, dass einem nichts verzeiht. Jahrelange Erfahrung am Gleitschirm sind Voraussetzung, sowie eine sehr gute körperliche Verfassung wegen der hohen Belastung. Das Tumbling funktioniert am besten mit einem dynamischen Schirm, im oberen Gewichtsbereich geflogen.

Häufige Fehler:


  • Zu fester Zug oder falsches Timing mit der Bremse bei der Einleitung -> Vrille -> Twist -> Rodeo -> Notschirm
  • Falsches Timing beim Ausleiten -> Schirm nimmt Fahrt auf, doch die Energie reicht nicht für eine weitere Drehung -> heftiger Entlaster, im Extremfall fällt der Pilot ins Tuch

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