Beiträge die älter als ein Monat sind, findet ihr im Archiv.
Geschrieben am: 08.08.2010 18:37
Von: Chris Bessei
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#1
Biwaktour Teil 2 - Tag 1
Nachdem wir die letzten Tage auf der Alm verbrachten, sind wir heute wieder auf Tour gegangen. Vor 20 Minuten sind wir südlich der Geislerspitzen gelandet, mit Startmöglichkeit nach Südost.
Der Tag heute war sehr zäh, erst gegen Ende labilisierte es, aber dann standen auch schon riesige Wolkentürme überall.
Deswegen konnten wir leider nicht weiterfliegen.
Drückt uns die Daumen, dass es nicht anfängt zu regnen...![]()
Nach der Landung, Blick nach Südwesten![]()
Wir grillen jetzt :-)
Morgen soll es richtig gut werden, hoffentlich kann ich dann von einem 100km+ Flug berichten. ;-)
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 08.08.2010 11:46
Von: Chris Bessei
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#2
Biwaktour - Tag 3
Die Nacht am Grödnerjoch war zum Glück deutlich erholsamer und wärmer, als unsere Flatschkofel Übernachtung. Als ich morgens aufwache, zieht Nebel über uns Hinweg. Nur die Sella, Plattkofel und Langkofel schauen aus den Wolken heraus und werden traumhaft von der Morgensonne angestrahlt.
Nach einigem Rumdösen nutze ich den starken Bergwind und versuche etwas am Osthang zu soaren.Leider reicht es nicht ganz, aber immerhin können wir einige schöne Filmaufnahmen machen.
Um 13 Uhr starten wir in Richtung Wolkenstein, die Wolken sind inzwischen ziemlich groß und fast alles ist abgeschattet. Trotzdem können wir 200m den Startplatz überhöhen und fliegen dann an die Felswände der Geislerspitzen.
Diese enttäuschen uns und wir landen gemeinsam in Wolkenstein.
Den restlichen Weg zurück trampen wir, denn Morgen soll das schlechte Wetter hereinziehen.
Gegen 17 Uhr sind wir wieder an der Alm und genießen das herrliche Abendessen. :-)
Drückt uns die Daumen für besseres Wetter.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 06.08.2010 15:28
Von: Chris Bessei
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#3
Biwaktour - Tag 2
Um 6 Uhr morgens werde ich von der aufgehenden Morgensonne geweckt, der Schirm hat die Feuchtigkeit gut abgehalten und so ist mein Schlafsack trocken und warm. Das traumhafte Panorama lockt mich aus dem warmen "Bett" und zwingt mich quasi dazu, noch einige Fotos zu machen.
Als auch Andy von der Sonne geweckt wird gibt es ein luxuriöses Frühstück, gefrorenes Nutella mit Brot.
Um 10 Uhr machen wir uns auf Startplatzsuche, leider sieht die Ostflanke nicht ganz so toll aus, wie ich gestern dachte.
Deswegen warten wir etwas unschlüssig bis 11:30Uhr, dann probiere ich es.
Nach dem Start finde ich direkt einen Nullschieber und kann mich einige Minuten halten. Leider zieht es nicht durch und langsam arbeite ich mich nach unten. Deshalb drehe ich ab und fliege die Flanke in Richtung Pustertal entlang.Zum Glück finde ich auf einem der Ausläufer etwas und kann mich halten. Andy startet währenddessen und kann direkt den Startplatz überhöhen.
[img]1right[/imgMit einigem Gebastel packen wir es beide an die Basis und können losfliegen.
Zu erst fliegen wir nach Osten um noch die Drei Zinnen zu \"befliegen\".
Nach 20km biegen wir dann Richtung Süden ab und verlassen das Pustertal, zurück in die Dolomiten. Bis Cortina läuft es sehr gut, aber an der Trofane ist wieder basteln angesagt. Die Basis ist nicht hoch genug um einfach über dieses riesige Felsmassiv hinweg zu fliegen. Also fliegen wir trotz aller Skepsis die abgeschattete Ostflanke an. Langsam geht es nach oben, aber leider nicht einmal annähernd bis über Grat. Also weiter nach Süden, immer schön tief. Wir können die Trofane noch umrunden und auf die Südseite zu kommen, aber leider ist auch dort alles abgeschattet. Nach einigem Kampf versenke ich mich dann im nirgendwo bei Cortina. Andy schafft es noch bis nach Cortina und landet nahe der Zivilisation.
Nach einige Koordinationsproblemen treffen sich Andy und ich westlich der Trofane in Corvara. Zusammen trampen wir auf das Grödnerjoch, wo wir unser Nachtlager aufschlagen.Die Heimkehr auf die Alm muss einen Tag warten.
Erneut gibt es leckere Spaghetti, zur Abwechselung aber mal mit Käsesauce, hammer!
Die Aussicht ist aber wieder bombastisch, südlich das Sellamassiv und die zwei Kofels.Nördlich die Geislerspitze, nach Westen das beleuchtet Wolkenstein und die Seceda und im Osten die Trofane.
Jetzt gute Nacht!
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Andys Flug
Chris Flug
Geschrieben am: 05.08.2010 14:51
Von: Chris Bessei
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#4
Biwaktour - Tag 1
Samstag der 1. August, Ankunft auf der Seiser Alm mit dabei sind Fritz,Martin,Martin,Friedrich,Rainer, Andy und ich.
Nach einer kurzen Nacht erwartet uns heute bereits ein guter Flugtag.
Andy und ich möchten in den nächsten 2 Wochen Biwakfliegen. Da es für Sonntag und Montag auch nach fliegbarem Wetter aussieht packen wir unsere Schlafsäcke, einen Gaskocher und als kulinarischen Höhepunkt Spaghetti ein.
Der Plan für heute ist ein Flug zu den Drei Zinnen, dort irgendwo auf einem Berg übenachten und am nächsten Tag weiterfliegen.
Nach einigen Diskussionen, was wir eigentlich alles brauchen stehen wir um 15 Uhr startklar am Spitzbühl.
Unsere Gurtzeuge sind ziemlich vollgepackt, der Startlauf macht keinen Spaß und auch im Flug sitze ich erstmal ziemlich unbequem.
Das viele Gewicht im Rücken macht das Altirando zu einem Liegegurtzeug. Ich versuche einige Einstellungen durch und finde letztlich doch noch eine Sitzhaltung, die ich mehrere Stunden aushalte. Die Thermik ist zäh, unsere Schirme überladen und entsprechend stressig sind die ersten Kilometer.
Am Puflatsch hängen wir über eine halbe Stunde, ehe ich endlich einen Bart finde der mich einige Meter über den Gipfel bringt.
Ich fliege weiter zum Raschötz und warte dort im Talwind soarend auf Andy.Dieser finde leider meinen Bart nicht und muss ziemlich tief vom Puflatsch losfliegen.
Aber der Talwind bläst kräftig und so sind wir bald beide oberhalb des Raschötzs.
Die Thermik ist hier schon deutlich besser, die Basis auf knapp 2700m.Als wir diese zusammen erreichen geht es weiter zur Seceda, wo wir das erste Mal an diesem Tag auf über 3000m kommen. Wir fliegen die Nordseite der Geislerspitzen in Richtung Osten entlang, die Westhänge sind dank der recht späten Uhrzeit schön angstrahlt und ich erwarte am Ende des Kessels gutes Steigen. Leider ist gar kein Steigen vorhanden und so kämpfen Andy und ich gegen das Absaufen.10 Minuten werden meine Nerven auf die Probe gestellt, Andy ist immer taktisch kluge 50m über mir und kann mir so entspannt zu schauen.Dann endlich der rettenden Bart, 1200m am Stück, zurück an die Basis, yipijayeah! Andy hält schon nach Plätzen zum Biwakieren ausschau, aber ich bin optimistisch und überrede ihn zum Weiterfliegen.![]()
Vor dem Kronplatz drehen wir erneut auf bei 2600m steige ich aus dem Bart aus, überzeugt davon dass die Westflanken vor uns besser gehen.
Andy dreht weiter bis auf 3600m, während ich an meiner vermeintlichen Hammerwand um jeden Meter kämpfe.Taktische Fehlentscheidung.
Es ist kurz vor 18:00Uhr, jetzt halten wir beide nach Plätzen zum Übernachten ausschau, am Besten mit Startplätzen in alle Richtungen.
Ich schaffe es nochmal auf über 2500m, während Andy 1000m über mir gemütlich an den Wolken entlang schrubbt.
Aufgrund meiner niedrigen Höhe fälle ich meine Entscheidung zum Toplanden recht schnell und setze um kurz nach 18Uhr auf 2400m, am Flatschkofel, auf.
Die Startrichtungen sind nicht optimal, aber es ist super zum Landen hier oben.Kurze Zeit später landet auch Andy bei mir und zusammen feiern wir den ersten erfolgen Biwakflug unserer "Fliegerkarriere".
Die Aussicht ist bombastisch, die 3 Zinnen werden von der tief stehenden Sonne angestrahlt und die Felswände südlich von uns glühen förmlich.
Bevor wir uns in unsere Schlafsäcke einwickeln und uns mit dem Schirm vor der Feuchtigkeit schützen, lassen wir den Tag bei einem Schluck Wasser aus unseren Trinkbeuteln und Fertigspaghetti ausklingen. Super geil! :-)
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Chris Flug
Andys Flug
Geschrieben am: 26.07.2010 08:53
Von: Chris Bessei
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#5
Palz Open - Task 1
Sonntag, 26.07.10
9:15Uhr
Ich telefoniere mit Dieter Münchmeyer, ob es sich lohnt heute in die Vogesen zu fahren.Er geht davon aus, dass es nicht nur fliegbar wird, sondern wahrscheinlich auch einen Task gibt.
10:45Uhr
Andy und ich machen uns auf den Weg nach Frankreich, mein neuer Factor ist auch dabei und wartet auf seinen Erstflug.
12:15Uhr
Am Startplatz des Drumont angekommen ist der Task bereits gestartet, Window Open war um 11:40Uhr, Start of Speedsection um 12:15Uhr.
Also schnell die Route ins GPS gehämmert, geschaut ob der neue Factor flugfähig ist und dann nichts wie in die Luft.
Das war zumindest der Plan, denn eigentlich war alles abgeschattet.
Die wenigen Piloten, die wenigen Minuten zuvor aufgedreht hatten hingen jetzt unter dem Startplatz.
13:26Uhr
Ich starte, kämpfe und...
13:46Uhr
...stehe am Boden.
900m von einem 45km Task geschafft, yeah!
Leider ist es ein kurzer Erstflug geworden, keine Zeit für Fotos oder Acro.
Bald nach der Landung sah ich auch Andy am Himmel und 20 Minuten später stand auch er unten am Landeplatz.
Beim zweiten Flug flog Andy den Factor und ich fuhr das Auto runter, so konnte ich am Landeplatz noch ein paar Fotos machen.
Gruß,
Chris
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Geschrieben am: 24.07.2010 16:38
Von: Chris Bessei
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#6
Palz Open - Samstag 24.07.10
10:50Uhr:
Heute morgen wurde ich vom Plätschern der Regentropfen auf dem Autodach geweckt, ein toller Start in den Tag!
Die Sichtweite betrug ca. 20m, aber immerhin kein starker Wind.
Eigentlich wollten Wieland und ich zum 9:30Uhr Briefing runterfliegen, deshalb haben wir auf dem Treh übernachtet.
Aber wegen der Regentropfen fuhren wir dann doch mit dem Auto runter....
Das Briefing wurde von 9:30Uhr auf 11:30Uhr verschoben, eventuelle Auffahrt um 12 Uhr.
Mal schauen!
11:17Uhr:
Erste Sonnenstrahlen zwischen den riesigen Wolken, Basis ist weiterhin unterhalb des Startplatzes.
Daumen drücken!
12:00Uhr:
Wieland und ich fahren in Richtung Heimat, beim Tanken betrachten wir den Himmel der immer blauer wird.
12:30Uhr:
Wieland und ich haben wieder umgedreht, stehen jetzt am Startplatz, schöne Thermikwolken....Wind zu stark.
15:30Uhr:
Sind jetzt doch heim gefahren, grade daheim angekommen.
Heute Sturm+Sonne, morgen kein Sturm, dafür aber Regen.
Manno.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 23.07.2010 14:03
Von: Chris Bessei
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#7
Palz Open 2010 - Vogesen
Freitag, 23.07.10
Der erste Wettkampftag der P(f)alz Open.
Eigentlich sollte bereits gestern der erste Tag sein, aber aufgrund schlechten Wetters wurde dieser auf heute verschoben.
Gestern Abend kamen Wieland und ich an und uns eingeschrieben.
Das Abendessen bestand aus Dosenravioli, Brot und Bier, ein kulinarischer Hochgenuss.
Der heutige Tag begann mit 8/8 Bewölkung und beim Briefing am Landeplatz wurde der Tag auch gleich gecancelt. Wer wollte konnte trotzdem mit dem Bus zum Startplatz fahren und einen Abgleiter machen.
Wieland und ich fuhren zwar mit nach oben, wurden dann aber von schlechtem Wetter vom Fliegen abgehalten.Erst Nebel, dann Regen....letztlich ging es wieder mit dem Auto nach unten.![]()
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Jetzt sitze ich gerade im Wettkampfbüro, anscheinend der einzig Ort mit freiem W-Lan.
Auf dhv.de gibt es auch wieder Berichte, diesmal aber nicht von mir:
Pfalz Open auf DHV.de
Geschrieben am: 22.07.2010 08:50
Von: Chris Bessei
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#8
Mentor 2 - erste Infos
Vor einigen Tagen erschienen die ersten mehr oder weniger offiziellen Bilder vom neuen Mentor im Internet.![]()
Gestern hat Hannes Papesh(Konstrukteur von NOVA) das erste offizielle Statement im Paraglidingforum abgegeben:
Thread zum Mentor 2 -PG Forum
Den passenden Thread im DHV Forum gibts natürlich auch schon:
Thread zum Mentor 2 - DHV Forum
Schön finde ich, dass der Mentor ohne Carbon, Stäbchen und etc. auskommt.
Ich habs nicht so mit Zelle auf Zelle packen...
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 22.07.2010 08:07
Von: Chris Bessei
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#9
Tobias Vöster knackt 100km
Tobias Vöster ist gestern 132km vom Blauen geflogen und damit ganz knapp an den 200 Punkten vorbeigeschrammt.
Beeindruckt ist der 29,6er Schnitt, im Schwarzwald eine echte Seltenheit.
Glückwunsch zu diesem tollen Flug!
Tobis Flug
Ich bin gestern bis halb 4 in der Schule gewesen und erst gegen 16:30Uhr gestartet.Habe dann mal wieder meine Oma besucht, schön wars. :-)
Danke fürs Zurückfahren!
Mein Flug
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 19.07.2010 21:22
Von: Chris Bessei
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#10
Ekstremsportveko 2010 - ???
Ist Norwegisch nicht eine schöne Sprache?
Gerade habe ich ein tolles Video von der Ekstremsportveko 2010 auf Vimeo.com entdeckt:
Viel Spaß beim Schauen!
Chris
Geschrieben am: 18.07.2010 22:27
Von: Christoph Bessei
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#11
Fazit nach einer Woche Wettkampffliegen
Eine Woche Piedrahita, 7 Tage am Stück fliegen, 5 gültige Tasks, zum Teil traumhaftes Wetter.
Es war wirklich eine schöne Woche, ich erreicht nicht mein Wunschplatzierung bei der Pre-Wm, aber Spaß gemacht hat es auf jeden Fall.
Trotzdem gab es für mich in dieser Woche auch einige negative Erlebnisse.
Es gab während der gesamten Woche 3 Retterabänge, einen, unverletzten, Unfall direkt vor dem Startplatz, einen Unfall mit 3 fachem Armbruch und Hüftbruch und dazu noch einige Situationen, bei denen gerade so nichts passiert ist.
Klar, im Wettkampf wird mehr Risiko eingegangen, es werden heiße Geräte geflogen und natürlich, wir waren sehr viele Stunden in der Luft.
Trotzdem finde ich diese Bilanz für eine Woche fliegen völlig inakzeptabel.
Vorallem die Tatsache, dass ein Pilot zwei Mal die Rettung werfen musste.
Noch schockierender fand ich aber die Einstellung der Piloten und der Organisation zu den Unfällen. Die meisten waren recht begeistert, dass so wenige Unfälle passierten und das niemand \"ernsthaft\"(d.h. dauerhaft) verletzt wurde.
Ich kann nicht verstehen, wie ein Krankenhausaufenthalt, mehrere Retterwürfe und beinahe Unfälle gelobt werden können.
Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass während einer Woche Wettkampf keine Unfälle passieren. Wie können wir unseren Sport als sicher bezeichnen, wenn nichtmal die Weltspitze eine Woche unfallfrei fliegen kann?
Vielleicht passieren bei Wettkämpfen statistisch gesehen nicht mehr Unfälle, als beim freien Fliegen.Natürlich reißen dort 150 Piloten viele Flugstunden am Stück. Aber wenn wir unseren Sport in den Medien als sicher vermarkten wollen, dann darf meiner Meinung nach während einer Vorweltmeisterschaft kein Unfall passieren.
Ich hoffe die Einstellung, dass einige Retterwürfe pro Wettkampf normal sind, setzt sich nicht in den Köpfen der Piloten fest.
Ein weiteres negatives Erlebnis hatte ich bei Task 1.
Es war eine recht gerine Gewitterwahrscheinlichkeit vorhergesagt worden.
Als ich am ersten Turnpoint ankam, regnete es einige Kilometer weiter und ich meldete dem Veranstalter Level 3(also gefährliche Bedingungen, Task bitte stoppen oder canceln).
Der Task wurde auch recht bald gestoppt, alle Piloten landete und niemand wurde verletzt.
Beunruhigend fand ich die Erzählungen und Einstellungen der Piloten der Führungsgruppe.
Sie meldeten kein Level 3, da sie ja bereits am Wendepunkt vorbei waren und für sie persönlich keine Gefahr mehr bestand.
Das nach dem Führungspulk weitere 50 Piloten folgten, die noch in die Nähe des Gewitters fliegen mussten, interessierte keinen.
Der Task hätte schon viel früher gestoppt werden können, hätten die Führenden ihre Verantwortung gegenüber den anderen Piloten wahrgenommen.
Das hätte einigen Verfolger das Fliegen in der Nähe der Gewitterwolke erspart.
Natürlich kann man hier an die Eigenverantwortung der Piloten appellieren, aber wenn der Task läuft und der Ehrgeiz groß ist, treffen die wenigsten eine Entscheidung für die Sicherheit.(Auch ich oftmals nicht.)
Ich hoffe in den nächsten Jahren wird sich einiges verändern, vielleicht werden mehr Serienklassen eingeführt, es wird häufiger gecancelt oder die Piloten übernehmen mehr Verantwortung für ihre Kollegen.
Wir werden sehen.
Gruß,
Chris
Die Regenwolke, zum Teil sah man sogar Blitze zucken:![]()
Geschrieben am: 13.07.2010 20:12
Von: Chris Bessei
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#12
Berichte auf dhv.de
Liveberichte von mir zu den Tasks der Pre-WM gibts auf DHV.de
Link zu den Liveberichten
Ich möchte nicht alles doppelt schreiben, deswegen gibt es für diese Woche nur dort Berichte.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 12.07.2010 00:00
Von: Chris Bessei
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#13
Grüße aus Spanien
7:00Uhr, der Wecker klingelt, dabei habe ich heute gar keine Schule - bäääh!
Heute ist statt Schule packen angesagt, Pre-WM in Piedrahita - ich komme!
Als Haase, mein heutiger Fahrservice(danke!!!), um 10 Uhr klingelt bin ich gerade fertig mit packen.Schnell alles eingeladen und auf zum Flughafen.
Am Flughafen ist Schlange stehen angesagt, aber mein Flieger hat sowieso 30 Minuten Verspätung, ich habe es also nicht eilig.
Um 13:00 Uhr beginnt endlich das Boarding, ich stehe als einer der ersten in der Warteschlange, um einen Fensterplatz zu ergattern.
Im Flugzeug habe ich dann nettweise fast freie Platzwahl, es sind erst 10 oder 15 Leute an Bord.
Mit weiteren 20 Minuten Verspätung, weil wir keine Starterlabunis bekommen, geht es dann endlich los.
Volle Power, Bremsen lösen und ab in die Luft, yeaahhhhaa!
Als wir in der Nähe von Madrid wieder unter die Wolkenbasis sinken, wird das Flugzeug von Turbulenzen durchgerüttelt.
Die Thermik scheint also ziemlich stark zu sein, die Vorfreude wächst.
Am Madrider Flughafen warte ich gemeinsam mit einem indischen Piloten auf Janis.
Denn auch sein Flug hat Verspätung.
Als endlich alle beisammen sind geht es mit der Metro zum Busbahnhof und von dort aus mit dem Bus nach Piedrahita.
Um 23:30Uhr sehen wir das kleine Dorf dann endlich vor uns.
Das letzte Problem des Tages sollte ein Platz in der Jugendherberge werden.
Unsere Reservierungsversuche auf Spanisch und gebrochenem Englisch waren gescheitert.
Zum Glück war die Rezeption zu so später Stunde noch besetzt und wir konnte noch Einchecken.
Eigentlich hatten wir schon mit einer Nacht auf dem Landeplatz gerechnet.
Bericht eins aus Piedrahita - Spanien.
Chris
![]()
Geschrieben am: 08.07.2010 22:19
Von: Chris Bessei
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#14
Das SWR zu Besuch am Kandel
Am Dienstag war das SWR zu Besuch am Kandel um ein kleines Sportlerportait über mich zu machen. Insgesamt waren wir knapp 6 Stunden mit Flugaufnahmen und Interviews beschäftigt.
K-P und Ulf sind mit dem Kameramann und dem Tontechniker Tandem geflogen und ich wurde während ich geflogen bin interviewt.
War alles ein bisschen tricky, deswegen bin ich umso gespannter auf das Ergebnis.
Morgen, Freitag 9.7 in der SWR Landesschau(18:45-19:45Uhr).
Wenn es jemand aufzeichnet wäre das super, ich sitze da grade im Flieger nach Piedrahita.
Womit ich beim zweiten Punkt meiner News bin:
Vom 10.07-17.07 findet in Piedrahita die Pre-WM statt.
Ich bin auch angemeldet und werde mal schauen, ob ich die Mantras,Tritons und Booms ein bisschen ärgern kann.
Ich werde versuchen alle 2-3 Tage einen Bericht zu schreiben, weiß aber noch nicht ob das mit dem Internet in Piedrahita diesmal funktioniert.
Drückt mir die Daumen!
Gruß,
Chris
SWR Tontechniker bei den Startvorbereitungen:![]()
Kleine Kamera zum Fliegen:![]()
Geschrieben am: 02.07.2010 10:47
Von: Chris Bessei
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#15
Neu bei Aldi...
...Charly Titan 3 und NOVA Factor zum Sonderpreis, demnächst auch im Aldi in Ihrer nähe:
![]()
Link zum Aldiflug
Geschrieben am: 28.06.2010 00:03
Von: Chris Bessei
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#16
Oppenau - Jura
9:30, Andy und ich fahren auf die A5 Richtung Offenburg, Ziel: Oppenau Schäfersfeld.
Der Wetterbericht verspricht Großes für heute, aber das versprach er auch für Montag und Dienstag.
11 Uhr, Startplatz, Andy und ich machen das Titan wieder starklar und dann nichts wie in die Luft.Über uns hängen schon einige Oppenauer auf knapp 2000m, der Wetterbericht könnte recht behalten.
Nach dem Start bastle ich mich langsam nach oben, erst nach einer Viertelstunde erwische in den \"richtigen\" Bart zur Basis.
Andy kommt auch gerade dort an und zusammen fliegen wir los in Richtung Zell.
Die Wolken kondensieren in verschiedenen Basishöhen, zum Teil kurble ich in einem Bart und 200m unter mir kondensiert es.![]()
In Oberharmersbach und Steinach stehen die nächsten zwei Bärte, beide ziehen sauber bis zur Basis durch. Die Kinzigtalquerung macht mir, wie so oft, zu schaffen.
In Haslach finde ich nicht direkt Anschluss und muss lange suchen.Nach einigen Minuten wird es mir zu blöd und ich lasse mich in schwachem Steigen mit dem Wind versetzen.
Ich denke immer wieder, dass das eigentlich die falsche Richtung ist, aber lieber steigen in die falsche , als am Boden stehen in die richtige Richtung.
Südlich von Schuttertal hat der der Kampf endlich ein Ende, ein Bart reißt mich in die Höhe und schießt mich in Richtung Basis.
Während dessen suche ich in Richtung Kandel nach Wolken, nur selten lassen sich kleinste Wolkenfetzen erahnen.
Zurück an der Basis auf 2300m versuche ich es trotzdem und fliege mit dem Ziel Waldkirch nach Südosten ab.
Ich drehe jedes kleine Bärtchen und werde dafür mit einem tollen Bart an der Bruder Klaus Klinik belohnt.
Weiter fliege ich in Richtung Rosskopf, wo bereits ein Segelflieger aufdreht.![]()
Der Bart steht netterweise auch bei meiner Ankunft noch und während ich kurble schieße ich gefühle 10.000 Fotos von Freiburg.
Die nächsten Kilometer erweisen sich als erstaunlich einfach. Ich lasse Merzhausen, Au, Wittnau und Sölden hinter mir ehe ich im Münstertal wieder aufdrehe.
Nach dem letzten Bart bin ich mir meiner Sache zu sicher und fliege in leichter Euphorie ins Wiesental.
Als ich auf 1300m ankomme realisiere ich langsam, dass ich meine Flugroute dringend ändern muss um wieder Thermikanschluss zu finden.
Gerade noch rechtzeitig drehe ich gegen den Wind und fliege auf einen Sonnenhang zu.
Leider komme ich unterhalb des Grats im Lee an und muss einige Zeit basteln, ehe ich mich wieder entspannt ins Gurtzeug setzen kann.
In knapp 2500m Höhe bin ich wieder an der Basis bei Hausen im Wiesental, die Grenzüberquerung scheint so gut wie sicher zu sein.![]()
Leider macht mir langsam der Wind zu schaffen, statt Nord wird dieser immer mehr zu einem Ostwind, der mich in Richtung TMA Basel schiebt.
Um nicht abzusaufen muss ich immer Wind Teilstücke mit dem Wind fliegen und bin so kurz nach der Rheinquerung der TMA schon sehr nahe.
Ein letzter Bart südlich des Rheins, dann muss ich gegen den Wind vorhalten.
Rechts vor mir sehe ich Liestal wieder und hoffe auf einen ähnlich Bart wie beim ersten Juraflug.
Leider macht mir der Ost dann endgültig einen Strich durch die Rechnung.
Um nicht im Lee zu versinken muss ich um 17 Uhr auf eine Ostseite fliegen.
Dort kann ich mich leider nur noch einige Minuten halten, bevor ich schließlich lande.
100km und Schweiz, die Zweite. Es war wieder sooooo geil! :-)))))
Gruß,
Chris![]()
Es gibt schönere Landeplätze!
Von Oppenau ins Jura - XC DHV
Edit: Gerade eben hat Samuel Blocher zwei Flüge nachgereicht:
150km flaches Dreieck
99km freie Strecke
Glückwunsch zu diesen Hammerflügen, Samuel fliegt zur Zeit einfach außer Konkurrenz.
Außerdem auch noch ein toller Flug von Bernd Dieterle:106km freie Strecke
Geschrieben am: 21.06.2010 18:40
Von: Chris Bessei
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#17
Flieger stürzt in Felswand - Rettungsaktion bei Nacht am Tuniberg
Tuniberg/Freiburg, Nach Start am Parkplatz des Tunibergs is am Donnerstag den 10.06.2010 ein Flieger in ein Luftloch geraten und anschließend ins Trudeln geraten. Er stürzte rund 20m ab und blieb in einer 8m hohen Felswand hängen.Der Flieger blieb dabei unverletzt.
Der Flieger verfing sich im oberen Drittel der Wand und konnte deshalb von den Ersthelfern nicht aus seiner misslichen Lage befreit werden.
Als die herbeigerufene Bergrettung eintraf war es bereits dunkel, was die Bergung erschwerte. Mehrere Versuche zu dem unverletzten Flieger herauf zu klettern blieben erfolglos. Erst durch ein riskantes Abseilmanöver konnte dieser letztlich geborgen werden.
Bild vom Unfallort, Flieger in der Felswand:![]()
Das Rettungsteam(Haase,Kleinhaase(Phil) und ich, als Träger und Aufpasser für Kleinhaase), Fotograf Felix:![]()
Vielen Dank an die zwei fürs Helfen und das Kletterzeug, vorallem Phil hat tatkräftig mitgeholfen.(Perfektes Gegenwicht zum Gleitschirmrucksack!)
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 15.06.2010 20:55
Von: Chris Bessei
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#18
Landung in Sexau - Kaffee und Kuchen
Wir haben am Kandel jetzt einen Oststartplatz.
Es ist eigentlich ganz einfach, man stelle sich an den oberen Südstart, ziehe nach Osten auf und laufe dann langsam seitlich driftend den Hang hinunter.
Nach der Waschküche in der Schneise und im Kessel kann man am Gegenhang unterhalb vom Gipfel aufsoaren.
Dort dreht man dann ca. bis auf 1300m und fliegt danach mit 80km/h nach Sexau zu Kaffee und Kuchen.
Das sieht dann in etwa so aus:
Flug nach Sexau
In Sexau wird man bereits mit Erdbeerkuchen aus dem Park Café Diefenbacher in Schonach und hausgemachtem Kaffee erwartet.
Der Rückfahrservice zum Heimeck ist inklusive.
Ich kann das Restaurant Diefenbacher und Müller in Sexau also nur empfehlen. ;-)
Gruß,
Chris
P.S. Das mit dem Ostwind bitte nicht so ernst nehmen, ich möchte nicht für irgendwelche Unfälle haftbar gemacht werden!![]()
Endanflug
Geschrieben am: 09.06.2010 07:04
Von: Chris Bessei
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#19
Google Maps Lufträume
Es ist ein leidiges Thema mit den Lufträumen, wer wirklich die offiziellen Daten will, muss sich jedes Jahr eine ICAO Karte kaufen.
Beser ist es viele zu kaufen, für Stuttgart, München, Frankfurt, die Schweiz, Frankreich, Österreich und Italien. Je nach geplantem Urlaubsziel.
Als Alternative gibt es Seite wie
VFR Bulletin
und die Lufträume vom DFC Saar, die in Google Earth angeschaut werden können.
Außerdem eigenen sich diese Lufträume zum Übertragen auf Kartenfähige GPS.
Lufträume DFC Saar
Da ich die Google Earth Ansicht nicht besonders mag und sie für recht unübersichtlich halte. Habe ich mich gestern ein wenig umgeschaut und bin auf die Möglichkeit gestoßen, die DFC Saar Karten in Google Maps anzuzeigen:
Deutschland
Schweiz
Frankreich
Die anderen europäischen Länder stehen nicht in KMZ(Google Earth Datei) Format zur Verfügung und können deswegen nicht ohne weiteres in Google Maps importiert werden.
Wenn ich mehr Zeit habe, werde ich versuche diese zu erstellen.
Viel Spaß beim Lufträume stöbern.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 06.06.2010 08:54
Von: Chris Bessei
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#20
Bassano - Dorfgastein - Schwarzwald Cup
Auch wenn ich in den letzten Tagen keine Berichte geschrieben habe ist doch einiges passiert.
Als Erstes möchte ich zu den vielen Hammerflügen im Schwarzwald und den Alpen gratulieren.
Um nur zwei zu nennen:
Thomas Wagner flog vom Hochblauen 153,4km:
Link zum Flug
Und Kurt Eder ein 242km FAI:
Link zum Flug
Gestern, Samstag der 05.06, wurden wohl auch einige Hammerflüge hingelegt, aber leider sind bisher keine Online.
Ich habe mich gestern im Kinzigtal versenkt und heute habe ich Arbeitsdienst bei den Elztälern.Ich hoffe auf weitere Hammertage.
Flug ins Kinzigtal
Die letzen zwei Tage in Bassano waren nett zum Fliegen und ich konnte einige Flugstunden sammeln. Die Basis war aber zu tief um große Strecken zu fliegen.
Interessant war dann der Heimweg von Bassano.
Um den Schirm von Felix abzuholen fuhren Thomas und ich an die Emberger Alm, wo wir uns mit Toni Bender trafen.
Nach kurzm Plausch und der Einsicht, dass der Nordföhn zu stark war um in Greifenburg zu fliegen, fuhren wir weiter.
Nach 7 Stunden Fahrt waren wir in Gmund am Tegernsee, wo ich Thomas absetze.
Nach kurzer Pause musste ich weiter nach München um die Leute für die MFG nach Freiburg abzuholen. Nach weiteren 4 Stunden Fahrt war ich dann gegen 2 Uhr Nachts in Freiburg.
Um halb 3 ging es weiter ins Kinzigtal um das Auto bei meiner Mutter abzuliefern.Dort sammelte mich Felix ein, mit dem ich dann nach Rosenheim fuhr.Zu guter Letzt wurde ich in Rosenheim von Elztäler Vereinsbus aufgegabelt, mit denen ich zum Vereinsausflug nach Dorfgastein fuhr.
Eine harte Nacht!
In Dorfgastein hatten wir zwar keinen Hammertag, aber doch immer irgendwie fliegbares Wetter.Siehe:
Flug von der Steineralm
Aber mit den Elztälern ist es auch ohne Hammerwetter immer wieder lustig!
So, jetzt gehts zum Fliegen!
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 25.05.2010 08:30
Von: Chris Bessei
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#21
Ehingen - Teil 2
Ich sitze gerade beim Vereinsausflug der Elztäler in Dorfgastein und möchte nur schnell auf den Flug von Bernd Dieterle aufmerksam machen.
Gschasi - Ehingen
Respekt!
Grüße aus Österreich,
Chris
Geschrieben am: 20.05.2010 09:40
Von: Chris Bessei
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#22
Die Flucht
Seit einer gefühlten Ewigkeit quält uns im Schwarzwald ein Tief nach dem Anderen.
Da sich die Flugsucht langsam mit extremen Entzugserscheinungen meldete,
fuhren Thomas und ich am Montagmorgen nach Bassano.
Als wir über den Brenner fuhren empfing uns die Alpensüdseite mit Sonnenschein und starkem Nordwind(föhn).
Dieser hielt bis kurz vor Bassano an, aber in Bassano selbst herrschte natürlich Südwind und fliegbares Wetter.
Um kurz nach 14Uhr ging es endlich mal wieder in die Luft, sogar Thermikfliegen war möglich.
Der Triton, den ich auf der Hinfahrt bei NOVA abgeholt hatte, kutschierte mich brav durch die Gegend.
Nach 1h30 Startplatzgedümpel versenkte ich mich leider bei einem Streckenflugversuch.
Doch die nette tschechische Flugschule nahm mich direkt wieder mit an den Startplatz.
Thomas flog derweil ein Stück ins Flachland und erkundete die Gegend.
Gegen Abend wurde es besser und bei meinem zweiten Flug konnte ich auch noch ein paar KM machen.
Der Dienstag begann leider nicht so gut, der Föhn hatte zugenommen und selbst in Bassano herrschte zum Teil Nordwind.
Unsere Gruppe war derweil auf drei Leute angewachsen.Franz, der bei den Sicherheitstrainings der Paragliding Academy mithilft, hatte auch genug vom
schlechten Wetter und war ebenfalls nach Bassano gefüchtet.
Zum Glück setze sich die Thermik gegen später etwas durch und ich konnte einen verlängerten Abgleiter machen.
Am Mittwoch flogen bereits die Ersten, als wir aus dem Zelt gekrochen kamen.
Der Föhn hatte deutlich abgenommen und gegen 9 Uhr entstanden die ersten Cumuli.
Kurz nach 11 Uhr starteten wir und konnten zu dritt an Basis(2100m!!!) drehen.
Franz und ich flogen schnell weg, während Thomas die Sache etwas gemütlicher anging.
Erst ein Eck nach Osten, wobei Franz und ich uns am Wendepunkt fast versenkten.
Dann, ohne einen Kreis, zurück zum Startplatz, dort Thomas getroffen und mit ihm nach Süden ins Flachland.
Unterwegs trafen wir einige der neuen Ozone Wundertüten "Mantra R10.2", sehen auf jeden Fall schick aus!
Um das FAI komplett zu machen entschied ich mich noch ein Stück nach Nordwesten zu fliegen.
Leider wurde es immer stabiler und ich konnte nur noch bis 1500m aufdrehen.
Der Talwind gab mir dann den Rest und ich musste 6km vor dem Campingplatz landen.
Heute Morgen sieht es recht bewölkt aus, aber fliegbar ist es und das ist die Hauptsache!
Gruß aus Bassano,
Chris
Geschrieben am: 08.05.2010 22:14
Von: Chris Bessei
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#23
Kandel-Gschasi-Kandel-Gschasi
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Der Tag begann nicht besonders gut, schon um 11 Uhr riesige Quellungen über der Baar.Vormittags drehten Haase, Niklas und ich deshalb 2 Acrorunden.
Erst um 14 Uhr startete ich mit der Hoffnung noch ein bisschen Thermik fliegen zu können.
Die folgenden 4:30h verbrachte ich dann mit Elztalgedümpel, was mir 66km einbrachte.Unglaublich, welche Strecke man durch Kandel-Gschasi-Kandel-Gschasi erreichen kann.Eigentlich wollte ich nach dem letzten Wendepunkt am Landwassereck noch nach Freiburg.Dann wären es 100km gewesen.
Also für alle die keine Lust auf Trampen haben, 100km sind auch im Elztal möglich!
Letztlich war es der ideale Flug um die Elztalrunde zu erklären, Bilder habe ich jetzt auf jeden Fall genug.Es wird aber noch etwas dauern, bis ich meinen Streckenflug"votrtrag" vorbereitet habe.
Kandel-Gschasi-Kandel-Gschasi Flug
Zum Schluss noch ein nettes Bild vom Gardasse(Danke Niklas!):![]()
Geschrieben am: 04.04.2010 22:48
Von: Chris Bessei
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#24
Die längste Anfahrt der Welt?
Wer viel fährt, der fliegt wenig.
Eine alte Fliegerweisheit und die Überschrift eines Artikels aus 2009.
Heute haben Niklas und ich ganz klar das Gegenteil bewiesen und gleichzeitig den Rekord für die längste Kandelanfahrt aufgestellt.
Um 6 Uhr klingelte mal wieder mein Wecker(in den Ferien!) und riss mich aus dem Schlaf. Niklas wollte mich kurz nach halb 8 abholen und ich musste noch packen.Der Plan für heute war ein kurzer Trip nach Innsbruck(ca. 450km), dort fliegen und Abends bei Thomas in Gmund übernachten.
Außerdem(oder hauptsächlich.) wollte Niklas noch einen Octane FLX anschauen und ggf. kaufen.
Auf der Hinfahrt kamen erste Zweifel auf, die Wettervorhersage versprach Regen in Innsbruck.Also stoppten wir in Friedrichshafen bei McDonalds und überdachten unsere Plan. Niklas hatte noch einen weiteren Octane in Stuttgart gefunden und wir versuchten kurzfristig ein Treffen mit dem Verkäufer zu organisieren. Nach über einer Stunde Telefonbuch und Googlesuche fanden wir endlich eine Telefonnummer und erreichten den Vater des Verkäufers. Dieser erklärte uns leider, dass sein Sohn in Sand in Taufers sei...mist!
Der Alternativplan war gescheitert, also zurück zu Plan A und weiter nach Innsbruck. An der österreischichen Grenze regnete es, am Arlberg fiel Schnee, aber wir waren weiterhin optimistisch.
In Innsbruck sah es dann wirklich nicht schlecht aus, also schnell den Verkäufer besucht und nach kurzen Verhandlungen den Octane gekauft.
Inzwischen zog die Front leider auch über Innsbruck hinweg und bescherte uns traumhaftes Aprilwetter...
Die Laune war weiterhin gut, der Humor noch vorhanden und so machten wir uns auf den Heimweg. Ankunftszeitpunkt Freiburg 18 Uhr.
Vom Bodensee sahen wir ein blaues Loch in all dem Grau und schöpften neue Hoffnung, vielleicht doch noch in die Luft zu kommen.
Zurück im Schwarzwald wurde erstmal ein bisschen telefoniert, aber keiner wollte Fliegen gehen. Trotzdem entschlossen wir noch zum Kandel zu fahren, um wirklich alle Chancen genutzt zu haben.
Am Startplatz war es eiskalt und der Wind war etwas komisch aus Südwest.
Zudem rauschte es sehr kräftig in den Bäumen....deprimiert fuhren wir Richtung Heimeck.
Die letzte Hoffnung war der Kandellandeplatz, vielleicht könnte man ja aufsoaren.
19:20, trotz sehr schwachem Wind am Landeplatz wollte ich es jetzt unbedingt ausprobieren.Niklas war noch nicht zu 100% überzeugt und lief lieber mit dem gepackten Packsack den Hang hinauf. Ich machte mich startklar und ließ mich vom Schirm zum Waldanfang ziehen.![]()
Zum Teil herrschte sehr starker Wind, manchmal etwas von der Seite, aber insgesamt sah es fliegbar aus.In einer guten Phase versuchte ich es und konnte sofort einige Meter aufsoaren.
Aber es war kein laminares, gemütliches soaren, die ersten 50 Höhenmeter war ich damit beschäftigt den Schirm offen zu halten.Danach wurde es zum Glück ruhiger und ich konnte mich ein bisschen zurücklehnen.
Der Wind war nun sehr laminar, aber auch sehr stark.Im Trim ging es meist leicht rückwärts.
Niklas beobachtete mich eine Zeit lang und ließ es dann lieber bleiben.
Ganz klar die bessere Entscheidung!
200 Meter über Grund spielte ich noch 20 Minuten \"Nagel den Schirm an den Himmel\", bevor ich mich beschleunigt zum Landeplatz vorkämpfte.
Fazit des Tages:
950km(10h) Anfahrt zum Kandel, ein Acroschirm für Niklas und 30 Minuten Flugzeit. Ein bisschen verrückt!
Kandelflug
Gruß,
Chris
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1:Sexy Speedarms! 2:Verhältnis zwischen Fahr- und Flugkilometern.Oben links in blau der Flug, der Rest die Fahrt.340 zu 2,2 XC Punkte.
Geschrieben am: 03.04.2010 18:41
Von: Haase und Chris
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#25
Der gesamte Alpenraum ist....
...von schlechtem Wetter besetzt, der ganze Alpenraum?
Nein! Ein von unbeugsamen Fliegern bewohntes Dorf hört nicht auf dem schlechten Wetter Widerstand zu leisten.
Dieses Dorf heißt Rivera und liegt in der italienischen Schweiz, nahe des Lago Maggiore.
Aber von vorne, ich hatte mich bereits auf ein Wochenende mit trostlosem Regenwetter eingestellt.Doch dank Niklas, der verzweifelt ein Fluggebiet mit guter Wettervorhersage suchte, kam ich sogar noch in die Luft.
Steves und meine Slowenienpläne waren ins Wasser gefallen und so kam das Angebot an den Lago Maggiore zu fahren genau richtig.
Nach mehrmaliger Verschiebung des Abfahrttermins ging es am Samstagmorgen um 6 Uhr, morgens!, endlich los. Ein mit Gleitschirmen, Campingzeug und Essen vollgepacktes Auto setze sich in Bewegung.
Nach mehreren Staus und 3 Stunden Fahrzeit "schossen" wir endlich aus dem südlichen Ende des Gotthards und da war es wirklich, gutes Wetter!(Bäm!)
Die Fluggebietssuche verlief nicht ganz nach Plan, trotzdem
standen wir schon um 13 Uhr am Startplatz des Monte Tamaro.
Die Bedingungen waren genial, 15er Vorwind, Thermikwolken, Basis über 2500m.Kurz vor 14 Uhr war ich in der Luft
Vor mir waren schon Ekke und Niklas gestartet, hinter mir noch Haase und (Ben)Riah.
Vom Monte Tamaro wird im Lee nach Osten gestartet, um dann direkt das Tal zu queren und einen Süd-West ausgerichteten Prallhang anzufliegen.Eigentlich könnte man auch direkt oberhalb des Prallhangs starten, aber am Monte Tamaro ist nunmal die Gondel.
Leider ist die nähere Umgebung des Monte Tamaro ziemlich zerklüftet,
es stehen also immer wieder größere Talquerungen an.
Der Prallhang ging am Samstag verlässlich, zuerst wird etwas aufgesoart und dann in die Thermik eingestiegen. Ab dem Gipfel ging es mit 5-7m/s auf 2500m, Basishöhe.
Ungeduldig wie ich bin, flog ich direkt los um meine erste kleine Strecke vom Monte Tamaro zu fliegen.Über die hohen Berge 15km nach Osten, dann ein Tal weiter nach Süden gesprungen und dort zurückgeflogen. Meine Rückflugroute war nicht ideal, ich fand nach dem Talsprung keinen thermischen Anschluss.Zusätzlich zogen dichte Cirren auf und schatteten fast alles ab.
Gegen den Talwind kämpfe ich mich langsam zurück Richtung Westen.Immer wieder musste ich vom Wind umspülte Hänge umfliegen. Die Luvseite trug zwar meist sehr gut, aber ich fand einfach keinen thermischen Anschluss.
Erst am Hang vor dem Talende konnte ich mich eine Zeit lang halten und auf das rettende blaue Loch am Himmel warten.Sobald die Sonne wieder im Hang stand konnte ich gemütlich mit 1-2m/s auf 1700m aufdrehen und meine letzte Talquerung zurück zum Monte Tamaro beginnen.
Nach knapp 3 Stunden zurück am Prallhang traf ich dort Haase, Ekke und Riah wieder. Haase hatte einige Acrorunden gedreht und war top gelandet.Riah blieb lieber 3 Stunden am Hang und erhielt dafür den "Hardcoresoarer" Titel.Niklas wurde das ganze irgendwann zu doof und ging Bier kalt stellen.
Ekke hing gerade über dem Gipfel und beobachtete uns von oben.
Ich versuchte mein Dreieck noch vollständig zu schließen, schaffte es aber nicht mehr zum Startplatz des Monte Tamaro.
Schließlich drehte ich auch noch zu spät um und war zu tief um den Landeplatz zu erreichen.Doch zwischen Bäumen,Stromleitungen und Häusern fand ich eine kleine, gemütliche Wiese.
Die letzten paar Meter zum Landeplatz musste ich zu Fuß bewältigen. Niklas hatte in der Zwischenzeit schon das Auto geholt und das Bier ausgepackt.Super Service! :-)
Flug am Monte Tamaro
---Haase---
Die weitere Planung bestand darin eine Pizzeria ausfindig zu machen was sich als nicht allzu leicht herausstellte, da uns entweder grausige Livemusik von Alleinunterhaltern oder leere Lokale die Abendgestaltung erschwerten.Wir sind dann bei "Mama" gelandet die super Calzone und Pizza aus dem Steinofen servierte.
Nach der Stärkung ging es auf Schlafplatzsuche durch die Wälder des Tessins.Nach einigen Offroad einlagen (Ekke du solltest Trucktrail fahren) haben wir dann noch ein lauschiges Plätzchen gefunden. Bäm.
Morgens um 6.30 haben Chris und Ich auf die Sonne gewartet und Kaffee am Fließband gekocht.
Da wir eine Stunde früher dran waren konnten wir noch einige Kannen Kaffee kochen, in den Schlafsäcken gammeln und auf den Thermikbeginn warten.
Nachdem wir alles aufgeräumt und ins Auto verfrachtet hatten, fuhren wir wieder zur Talstation des Monte Tamaro.
Dort angekommen drückte der Überregionale Wind doch recht stark durch und von Talwind war nichts zu spüren.
Als nach gefühlten 6 Stunden warten die ersten auf dem Monte Tamaro starteten fuhren Niklas, Riah und Chris mit der Gondel zum Startplatz.
Ekke und ich, die nicht an startbare Bedingungen glaubten gingen derweil auf die Suche nach Ekke`s Schuhen.
Diese standen beim Losfahren noch auf dem Autodach.Erstaunlicherweise blieben sie beim Fahren auch recht lange dort.
---Chris---
Oben angekommen herrschte mehr oder weniger starker Rückenwind und es war auch nur noch ein einzelner Einheimischer da.(70+, stand zumindest auf der Jacke.)
Nach einer interessanten, aber etwas verwirrten Einweisung, wie man bei Rückenwind startet macht ich mich startklar.
Der Startplatz des Monte Tamaro ermöglicht es, seitlich zum Grat zu starten(Kleiner Vorsprung, der dann quer zum Hauptgrat abfällt.)
, dadurch hatte ich fast nur noch Seitenwind.
Der frischte dafür langsam auf und erreichte in Böen um die 10km/h.
In einer ruhigen Phase probierte ich es trotzdem, mein Factor stieg trotz Rückenwind super und hob mich sauber vom Boden weg.
In der Luft hatte ich die ersten Meter viel sinken, doch in Richtung Talmitte fing es schon an zu piepsen.
Die ersten 200m machte ich in einem ruhigen Leebart, dann wollte ich rüber zum Prallhang.Die Einheimischen flogen derzeit geschlossen zum Landeplatz, was mich ziemlich verunsicherte.Nach einem gründlichen Wettercheck war ich mir eigentlich sicher, dass keine Gefahr bestünde.
Trotzdem soarte ich nur noch kurz und macht mich bald auf den Weg nach unten.
Monte Tamaro Kurzflug
Dort bestätigte sich meine Vermutung, dass das kollektive Landen nichts mit dem Wetter zu tun hatte....es waren Flugschüler und die Fluglehrer wollten wohl nach Hause.
Während ich zusammenpackte trudelte schon das Meditec Auto ein und mir wurde ein Landebier in die Hand gedrückt.Das packen des Autos stellte sich wieder als recht schwierig heraus, wir hatten einfach zu viele Schirme und Zelte im Auto!
Aber irgendwie schafften wir es und die Heimfahrt konnte beginnen.
Bis auf einen kleinen Stau am Gotthard lief es dann auch sehr gut und ich war pünktlich zum Geschichte und Elektrontechnik lernen zu Hause. :-(
Gruß,
Haase und Chris
Geschrieben am: 25.03.2010 18:33
Von: Chris Bessei
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#26
Die ersten 100 Punkte
Es ist erst der 24. März und schon haben Tobias Vöster und Jochen Eisfeld vom Hochblauen die 100 Punkte Marke geknackt, Respekt!
Flug von Tobias
Flug von Jochen
Ich war gestern mit K-P, Thomas und Haase am Kandel um meinen Tandemschein weiter voranzutreiben. Nach einem ersten kleinen Thermikflug mit K-P startete ich mit Thomas gegen 3 Uhr erneut um noch ein bisschen auf Strecke zu gehen.
Nach einem genialen Bart, der uns auf 2100m, brachte flogen Thomas und ich Richtung Hörnleberg ab und konnten dort erneut auf 1700m aufdrehen.
Bei größeren Gleitstrecken merkt man die relativ schlechte Leistung des Tandems zwar, trotzdem macht das Fliegen zu zweit unheimlich viel Spaß!
Nach dem Bart am Hörnleberg wollte ich leider K-P hinterher und ignorierte die Abschattung am Tafelbühl.K-P war dort einige Minuten früher und fand noch einen schwachen Bart, Thomas und ich fanden leider nichts mehr.
Nach einigem Kämpfen in Yach standen wir dann auch am Boden.
Dieses Jahr wird für mich das Jahr der Tandemwertung, wenn es genügend Hammertage gibt werde ich aber auch noch einige Soloflüge machen, denke ich. :-)
Glückwunsch auch an K-P der es trotz spätem Startzeitpunkt noch bis nach Bad Rippoldsau geschafft hat!(Mit dem Schirm, nicht mit dem Drachen!)
Flug von K-P
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 03.03.2010 19:57
Von: Chris Bessei
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#27
Sturm am Tuniberg
Auf dem Feldberg in Spitze 120km/h Wind, an Gleitschirmfliegen war nicht zu denken. Doch am Tuniberg stand der Wind sauber an und so öffneten Niklas, Haase und ich einfach unsere Jacken und hoben ab....
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...naja fast! ;-)
Chris
Geschrieben am: 03.03.2010 07:22
Von: Chris Bessei
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#28
Die Thermiksaison 2010 ist eröffnet
Obwohl ich am Montag deutlich zu spät am Startplatz war, konnte ich noch einen netten Flug machen.K-P zeigte wie es richtig ging, startete gegen 13 Uhr und flog ein schönes flaches Dreieck!
Flug von K-P
Mein Flug
Geschrieben am: 18.02.2010 14:39
Von: Chris Bessei
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#29
Sportlerehrung Waldkirch
Letzte Woche fand in Waldkirch die jährliche Sportlerehrung statt, vom DFC waren K-P Wilming, Jochen Zeyher und ich eingeladen.
Auf der NOVA Teamseite gibts dazu eine kleines News:
NOVA Team Blog
Außerdem noch ein paar Bilder vom Wochenbeginn am Kandel:
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Gruß,
Chris
Geschrieben am: 18.02.2010 03:21
Von: Chris Bessei
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#30
Serverumzug und Fliegen
Wenn ihr diese News lest ist der Serverumzug endlich komplett!
Es hat mal wieder etwas länger gedauert, Ausfälle sollten zwar nicht entstanden sein, aber bis vor wenigen Stunden verwies www.schwarzwald-falke.de immernoch auf meinen alten Anbieter.
Nach der vielen Zeit vor dem PC, freute ich mich über das Flugwetter gestern und heute.
Gestern waren es leider nur 2 Abgleiter bei unglaublich schlechten Startbedingungen auf Süd.Wenn man erst unterhalb des Weges abhebt, ist einfach etwas viel Rückenwind!
Gegen Nachmittag bildeten sich immer größere Quellwolken, mit einer immer tiefer werdenden Basis, bis der Kandel in den Wolken verschwand.
Dafür begann der Tag heute umso besser, um 10 Uhr mit Niklas zum Kandel gefahren, um kurz nach 11 gestartet und direkt über den Gipfel drehen können!
Die Wanderfalkenschutzzone war so kein Problem mehr und ich konnte eine gute halbe Stunden durch die Gegend fliegen.
Leider zogen dann einige Altocumulusfelder* herein und schatteten alles ab.
Trotzdem gelangen uns noch 4 Abgleiter bei hinnehmbaren Bedingungen.
Danke Niklas und Markus fürs Fahren!
Für morgen sieht es leider nicht so gut aus, aber vielleicht kann man ja doch irgendwie soaren oder auf der Wiese mit dem Schirm spielen.
Kurz nach 2, gute Nacht!
Chris
*am Kandel auch als \"Stratocumulusnimbuscastellani\" bekannt.
Geschrieben am: 10.02.2010 18:43
Von: Chris Bessei
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#31
Serverumzug
Da ich schon seit längerem an einer "neuen" Version meiner Homepage arbeite und diese mehr Speicherplatz und Rechenleistung erfordert, werde ich www.schwarzwald-falke.de bzw. www.acroandxc.de heute Abend auf einen neuen Server umziehen.
Es kann daher sein, dass die Homepage zwischen 2 und 6 Uhr nicht erreichbar ist, wenn alles klappt sollten also nur die Nachtschwärmer etwas mitbekommen.
Wenn nach dem Umzug Fehler auftreten bitte ich euch diese an serverumzug@schwarzwald-falke.de zu melden.
Zur neuen Version gibt es genauere Infos, wenn ich selber weiß was alles reinkommt.Es dürften aber hauptsächlich Dinge sein, die das Aussehen der Homepage nicht weiter beeinflussen.(z.B. Ein Programm zum Erstellen von Fotoalben.)
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 07.02.2010 16:43
Von: Chris Bessei
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#32
Simonswald 2010 - Die Erste
Der Samstag begann mit gutem Wetter, viel freier Zeit, einer vollständigen "Kandeljugend"(Andy ist wieder im Lande.) und warmen Temperaturen.
Letzere verhinderten zwar, dass man beim Fliegen verfror, aber leider entstanden dadurch auch ziemlich schlechte Startbedingungen.
Der Optimismus, dass ich auch mit Tiefschnee und Rückenwind starten könnte, wurde durch ca. 10 Startversuche am gestrigen Tag etwas geschmälert, aber irgendwann kam ich dann doch immer raus.
Für das dauernde runterrennen, im Schnee stolpern und mühsam wieder hochlaufen wurde ich letztlich mit einem genialen Februarflug belohnt!
Ich konnte auf Süd bis auf knapp 1900m aufdrehen und die erste Simonswaldrunde im neuen Jahr drehen. :-)
Für den ersten Gschasiflug war ich wohl zu spät dran oder ich fand einfach den rettenden Bart am Schwimmbadeck bzw. am Hörnleberg nicht.
Immerhin konnte ich mich noch in einem Nullschieber einige Minuten über dem Bleibacher Friedhof halten und danach gemütlich nach Niederwinden abgleiten.
Interessant fand ich die Eiszapfenbildung an meinen Leinen und Karabinern, die Bremsleine blockiert irgendwann, weil die Eiszapfen nicht durch die Umlenkrolle passen.Ansonsten flog mein Schirm aber super. :-)
Gruß,
Chris
Link zum Flug:
Simonswaldrunde - Die Erste
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Geschrieben am: 05.02.2010 23:49
Von: Chris Bessei
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#33
Der Winter geht weiter...
Der Winter hört nicht auf, zum Skifahren find ich das eigentlich auch ganz toll, nur zum Fliegen...naja!
Auf dem Kandel liegt zur Zeit so viel Schnee, das der Marsch zum Südstartplatz einer Tiefschneewanderung gleicht....So wird Gleitschirmfliegen zum Sport.
Trotz dem ganzen Schnee konnte ich am Kandel mal wieder ein bisschen Thermikluft schnuppern, der erste Bart in meinem , noch glänzenden, Titan3.
Bin sehr zufrieden damit, super bequem, extrem warm, riesiger Rettergriff der, eigentlich nicht zu verfehlen ist, und dazu äußerst futuristische Schnallen.Acrofliegen macht mir damit auch sehr viel Spaß und es klappt auch sehr gut, die assymetrischen SAT's sehen immernoch so aus wie vorher. :-)
Das aller wichtigste ist natürlich, es hat einen RIESEN Bürzel!
Für Morgen siehts gut aus, wenn ich noch ein paar Flüge gesammelt hab, werde ich etwas detailierter berichten!
Gruß,
Chris
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Geschrieben am: 27.01.2010 11:18
Von: Christoph Bessei
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#34
Winterflüge am Kandel
Da das Wetter(und leider auch meine Erkältung) zur Zeit keine Flüge zulassen, hier ein paar Bilder von letzter Woche:![]()
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Geschrieben am: 13.01.2010 19:02
Von: Chris Bessei
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#35
Samnaun - Skifahren
Man erkennt es schon an der Überschrift, es gibt auch noch Dinge neben dem Fliegen.(Komisch eigentlich.)
Die letzten Ferientage verbrachte ich in Samnaun/Ischgl zum Skifahren, schönes Wetter, guter Schnee, super Pisten und ein geniales Panorama:
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Doch so schön das Skifahren auch ist, hoffentlich gehts bald wieder zum Fliegen!
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 04.01.2010 23:52
Von: Christoph Bessei
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#36
Jahresrückblick Teil 2
Nach der Siegerehrung und der DHV Jahreshauptversammlung wurde es ruhiger.Die Schule begann wieder, die Tage wurden kürzer, kälter und thermisch uninteressant.Einmal flog ich noch vom Hörnleberg zum Landwassererck, mit Zwischenlandung am Gschasi, machte ein paar Kandel Abgleiter und übte weiter den assymetrischen SAT.
Am 26.12 drehten Thomas, Ramon, Niklas und ich wieder einmal eineVogesenrunde, in die Vogesen gefahren und am Kandel geflogen.Das wir dabei auch noch 2 Mal geblitzt wurden, machte das Ganze noch sinnvoller. :-)
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Damit bin ich wieder in der Gegenwart angekommen, 2010 begann, wie 2009, unglaublich gut.Am 02.01 konnte ich knapp 2 Stunden am Kandel soaren, am 03.01 die erste Thermikstunde genießen und einen wunderschönen Abendflug machen und heute, naja fliegbar war es nicht, aber vom Kandel über die schier unendliche Wolkendecke zu schauen, war auch genial.
Zu guter Letzt: Schirmtrocknen im Thomas Bad.![]()
Ich wünsche allen ein gutes Jahr 2010 und bis bald am Berg.
Chris
Danke an Niklas für die Flugbilder mit der Helmkamera:
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Geschrieben am: 02.01.2010 09:21
Von: Christoph Bessei
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#37
Jahresrückblick 2009
Wieder sitze ich hier, starre aus dem Fenster, wieder hängt das trübe Winterwetter über Freiburg.Vermutlich ein Stratocumulus, Richtung Norden leichte Auflockerungen, aber insgesamt doch sehr trostlos.
Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu, ein Jahr mit vielen Flugstunden, neuen Bekanntschaften, Tierfreundschaften, schier unendlich vielen neuen Erfahrungen und tollen Reisen.
Es ist der 31.12, nur noch wenige Stunden trennen uns vom neuen Jahr.
Letztes Jahr um diese Uhrzeit stand ich gerade am Schauinsland, Petrus hatte mir zum Geburtstag einen traumhaften Winterflugtag geschenkt.
Zwei Abgleiter mit Andy, wenn ich nicht erst 18 wäre, würde ich sagen:"Mensch, waren das noch Zeiten!".
Heute sehe ich nur die trübe Wintersuppe, um so leichter fällt es mir, mich an die vielen schönen Tage dieses Jahr zu erinnern:
Der Januar 2009 war der perfekte Start in ein geniales Jahr,
schon am 4.01 die ersten zwei Flüge, mit traumhafter Wetterlage, am Kandel:
Gleitschirmflug am Kandel
Danach oft Ostwind, Thomas hatte zu dieser Zeit Urlaub und so waren wir quasi täglich morgens um 9 am Dohlenbacher.
Hatte es mal keinen Wind oder sogar West waren wir zusammen am Kandel, und wehte der Ost nur schwach, in Oppenau.
Zu einem Flug schrieb ich als Kommentar:"Die Finger gefroren, die Zehen tot, aber es ging hoch!"
Mit dieser Einstellung kam ich im Januar immerhin auf 6 Flugstunden und 17 Flüge.
Im Februar setzte sich fort, was im Januar begonnen hatte: Kirchberg, Kandel und Oppenau, Flüge in „Massen“.Das Highlight war aber das NOVA Teammeeting Ende Februar.
Erst 3 Tage Slowenien mit dem NOVA Team und dann mit Dominic, Albert und Rico nach Bassano.
Die neuen Teamschirme konnten wir dank des guten Wetters ausgiebig testen und an den breiten Grinsen nach unseren Landung sah man, wie zufrieden alle waren.
Nach 4 gemeinsamen Tagen trennten sich unsere Wege, Dominic, Rico und Albert fuhren mit dem Wohnmobil zurück in die Heimat, ich blieb noch weitere 3 Tage.
Zufälligerweise traf ich erneut NOVA Teammitglieder und fand so schnell Anschluss und eine Mitfahrgelegenheit nach Hause.
Dank der slowenischen und italienischen Thermik konnte ich bereits im Februar die ersten Strecken fliegen:
Flug beim NOVA Teammeeting am Lijak
Bassano Früjahrsflug
Im März war das erste große Schwarzwaldhighlight der Saison, von Oppenau zusammen mit Thomas,Reini und Clemens Richtung Kandel.
Leider versenkten sich die Drei im Kinzigtal, zeigten mir aber netterweise dadurch, wohin ich nicht fliegen sollte.Ich schaffte es dank dieser Hilfe bis nach Obersexau, an den Kandel fehlte ein letzter Bart.Für diese frühe Jahreszeit einfach genial.
Flug von Oppenau nach Sexau
April, Mai und Juni, im Schwarzwald zeigte uns der Frühling was er kann, wir hatten mehrere Male eine Basis über 3000m dazu schwacher Ostwind, perfekt um Dreiecke zu fliegen.
Anfangs hatte ich damit noch meine Probleme, z.B. versenkte ich mich einmal nach einem 65km Dreieck am Gschasi, obwohl ich am Landwassereck 3000m hatte!
Aber je öfter ich verschiedene Dreieck ausprobierte, desto besser funktionierte es. Am Ende konnte ich ein 62km FAI fliegen und damit meinen besten Schwarzwaldflug des Jahres mit 124 Punkten einreichen.
Mein erstes großes FAI Dreieck
Aber entscheidend ist nicht immer die Anzahl der Punkte.Einmalig war z.B. ein Flug vom Kandel an den Gschasi. Start um 19 Uhr am Weststartplatz des Kandel,
dann mühsam im starken Südwestwindversatz aufgedreht und mit 1800m über Simonswald an der Basis gewesen.
Inzwischen war es bereits 19.20Uhr, es war wohl der letzte Bart des Tages.Jetzt einfach mit Rückenwind über den Hörnleberg hinweggebrettert, das Elztal entlang und schließlich über dem Gschasilandeplatz noch einen SAT gemacht.Landung kurz nach halb 8.Punktemäßig natürlich unbedeutend, aber vollkommen entspannt abzugleiten, das Ziel vor Augen, traumhaft!
Abendflug zum Gschasi
Unvergesslich war auch „Die Flucht vor der Kaltfront“
, vom Kandel nach Freudenstadt.Anfangs war es noch ein traumhafter Tag mit starker Blauthermik,
aber schon am Hörnleberg sah man die heranrollende Front über Frankreich.Die schwarzen Wolken kamen immer näher,
es ging immer besser und die Entscheidung landen zu gehen fiel immer schwerer.Das letzte Mal drehte ich nördlich der kleinen Kinzig auf,
Basishöhe und dann nur noch weg von der schwarzen Wand.Die Segelflieger dachten etwas anders und flogen direkt hinein in die Front,
manchmal wäre etwas mehr Max. Geschwindigkeit schon angenehm. Nach der Landung wurde ich von einem ehemligen Luftwaffenoffizier in der E-Klasse nach Alpirsbach gebracht,
dort stürmte und regnete es bereits.
Flucht vor der Kaltfront im DHV XC
Der letzte Flug, der mir sehr gut in Erinnerung geblieben ist, war mein erster „fast 100 Punkte Flug“.Vom Kandel mühsam nach Freudenstadt, mit einem miserablen Schnitt,
fast immer tief und daher etwas im Stress.Erst erwischte ich den Bart am Kandel nicht, wurde von meinem Vater ausgekurbelt und braucht letzten Endes fast 30 Minuten um einen Bart
an die Basis zu finden.Dieser stand leider über dem Dettenbach, trotzdem flog ich direkt zum Schwimmbadeck weiter. Mein Vater war bereits dort,
drehte mich erneut aus und flog dann zurück zum Kandel.Im turbulenten Schwimmbadeckbart kassierte ich dann auch noch meinen ersten großen Klapper,
der Tag war eigentlich schon gelaufen.Endlich an der Basis auf 2500m, da es schon relativ spät war wollte ich eine neue Route probieren und flog über die Hügelketten westlich des Elztals.
Immer tief, nie über 1600m kämpfte ich mich bis an die Müllhalde bei Haslach im Kinzigtal.Dort ging es endlich auf 1700m, damit wagte ich die Talquerung zum Brandenkopf
und wurde mit einem Bart bis auf 2500m belohnt!Eine traumhafte Wolke, sie zog, ich konnte Gas geben und das alles um 18:00Uhr.Weiter nach Norden, vorbei an der Zuflucht,
nochmal etwas Höhe getankt und dann an einer abregnenden Wolke vorbei nach Baiersbronn abgeglitten.
So nah war ich einem Regenbogen noch nie, das Gold am Ende des Regenbogens fand ich aber trotzdem nicht.![]()
Nach der Landung um 18:30 war ich um 1,7 Punkte an den 100 Punkten vorbeigeschrammt, trotzdem war es ein geniales Gefühl so tief über die Hügelketten nach Haslach zu fliegen,
dort Anschluss zu finden und dann sogar nochmal an die Basis gebeamt zu werden!Der Kampf wurde mit einem kühlen Landebier belohnt,
ich landete zufällig neben dem Garten eines Oppenauer Gleitschirmfliegers.Die Rückfahrt lief auch super, von meinem Gastgeber nach Freudenstadt gefahren worden, von dort nach Alpirsbach
und zu guter Letzt direkter Anschluss nach Freiburg!Die letzte MFG war ein VW Bus mit Gleitschirmfliegern aus Hannover, die in Baiersbronn ein Gurtzeug abgeholt haben und
dann für 6 Monate in die Dolomiten wollten. Zufälle gibts!
FAI Dreieck mit dem NOVA Primax
Mitte Juni war ich nach all der Schwarzwaldfliegerei in Andelsbuch beim Skywalk Nightfever, leider erwischte mich dort die Grippe und ich "musste" mit Fieber an den Start.
Der Wettbewerb an sich ist eine interessante Idee, nach 5 Stunden Hangkratzen entwickelten sich bei mir aber irgendwann leichte Aggressionen, vielleicht wegen dem Fieber,
aber sicher auch wegen des stumpfen Nullschieber Dümpelns.Trotzdem Glückwunsch an alle Sieger, es waren wirklich sehr, sehr gute Piloten am Start,
mit denen ich auch gesund nicht hätte mithalten können.
Ansonsten muss ich sagen ist Andelsbuch für mich kein erstrebenswertes Urlaubsziel, besser als im Schwarzwald gehts da auch nicht und die Streckenflugmöglichkeiten sind äußerst bescheiden.
Die Tage vergingen, wurden kürzer, die Luftschichtung stabiler, aber trotz allem ging noch einiges im Schwarzwald. Im Juli hatte ich noch ein "größeres" Dreick mit 74 Punkten
und ansonsten viele kleinere Kandelflüge, das Wetter ermöglichte auf jeden Fall sehr viele Flugstunden!
Am 11.07 fanden die Vereinsmeisterschaften des DFC - Südschwarzwald statt, dieses Jahr hatten wir recht gutes Wetter und so konnten einige Kilometer geflogen werden.
Den weitesten Flug hatte Armin Kiefer mit über 100 Punkten, leider(oder ich gebe zu, für mich zum Glück) war Armin nicht für die Vereinsmeisterschaft angemeldet und wurde daher nicht gewertet.
Deshalb rutschte ich auf Platz 1 und wurde so Vereinsmeister des DFC Südschwarzwald in der Kategorie Gleitschirm.Bei den Drachen wurde Klaus-Peter Wilming mit wenigen Metern Vorsprung vor Roland Wöhrle Vereinsmeister.
Der August begann mit wunderschönem Panorama auf der Seiser Alm, 7 von 8 Tagen waren fliegbar und zum Teil sogar richtig streckentauglich.Mein Primax den ich für den Fun Cup flog, schlug sich in der ruppigen Dolomitenthermik sehr gut und ermöglichte mir ein 65km FAI Dreieck.
Von der Col Rodella nach Osten zu einem Stausee nördlich der Marmolada, dann den Rosengarten südlich umflogen und den letzten Wendepunkt zwischen Secceda und Raschötz gesetzt.Der Rückweg von der Secedda war dann etwas besonderes, ich flog die Westseite des Lang/Platkofelmassivs an, konnte dort aber immer nur bis knapp unter Grat drehen.
Leider musste ich auf die Südseite, was ohne Überhöhung aber nicht machbar war.
Letztlich entschloss ich mich durch einen Einriss zwischen Platt- und Langkofel durchzufliegen und mich so auf die Südseite zu mogeln.Dreieck geschlossen um 16 Uhr, viel zu früh!!!
Ich versuchte mich noch am Rückweg zur Seiser Alm, scheitert aber am starken Almwind und musste unterhalb des Compatsch landen.Die restlichen Tage waren gemütliches Fliegen, einmal konnte ich bei Nordwind an der Alm starten, zum Schlern rübergleiten und dann die Sandner Spitze aufsoaren, traumhaft!![]()
Ansonsten begnügte ich mich mit Acrofliegen, Toplanden und kleineren Almrunden.Einfach ein tolles Fluggebiet zum Entspannen.
Die Seiser Alm waren die erste Woche der Sommerferien, danach flog ich sehr viel am Kandel um Max und Harald im Fun Cup einzuholen.
Fliegerisch wurde es Ende August wieder interessant, die XC Open in Piedrahita(Spanien) standen vor der Tür.
Die DHV Jugend organisierte für uns Rückholer, Übernachtungsmöglichkeiten und nette Mitreisende.Auch in Piedrahita war der Wettergott gnädig und ich konnte an 9 von 10 Tagen fliegen.Ein tolles Fluggebiet, sehr trocken, starke Thermik und ein genialer Übergang vom bergigen ins Flachland.Mit dem Primax konnte ich zwei Mal Strecken über 75km erfliegen und auch sonst einigermaßen mithalten.
In der Fun Class der XC Open wurde ich zweiter hinter Dominic, das NOVA Juniors Team war also gut vertreten!In der Jahreswertung wurde Dominic zweiter und ich dritter.Nachdem der Wettbewerb beendet war, blieb ich noch weitere 2 Tage und konnte ganz alleine auf Strecke.Das Heimtrampen war auch ohne Spanischkenntnisse kein Problem, man sagte „Piedrahita“ und alle wussten, was in dem Rucksack ist und um was es geht.
Mit dem Bus fuhr ich am letzten Tag nach Madrid, konnte noch ein bisschen die Stadt anschauen und dann zurück nach Basel fliegen.
Es war nun schon der 10.09, Max war im Fun Cup immernoch einige Stunden vor mir, aber Petrus war mir gut gesinnt und erlaubte es mir, einige zusätzliche Schwarzwaldflugstunden zu sammeln.Am 15.09 war die Saison vorbei und nach einigem Hin und Her wegen technischen Problemen und
Protesten, stand ich als Sieger der Fun Cup Airtime und XC Wertung fest.
Fortsetzung folgt.....Flugwetter!
Geschrieben am: 24.12.2009 14:15
Von: Chris Bessei
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#38
Frohe Weihnachten
Der 24.12, es ist wieder soweit, Weihnachten ist da.
Ich wünsche allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest, besinnliche Tage und einen baldigen Frühlingsanfang mit Hammerthermik!
Da ich die nächsten Tage (wieder) nicht zum Fliegen kommen möchte ich an dieser Stelle auch allen einen guten Rutsch wünschen!
2009 war ein super Flugjahr, hoffentlich wird 2010 ähnlich gut!
Zum Schluss noch meine Mitfahrgelegenheit von gestern:
612 PS, in 4,4 Sekunden auf 100, 13,3 bis 200.Dazu Massagesitze und Entertainmentangebot,
so könnten Mitfahrgelegenheite öfter sein!![]()
Lustigerweise hatte ich den Fahrer gar nicht gefragt,
ob er mich mitnehmen möchte,
sondern wurde von ihm angesprochen.Immer diese Angeber,
aber naja wenn man dafür mitgenommen wird!![]()
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 01.12.2009 23:13
Von: Chris Bessei
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#39
JHV Elztalflieger
Gerade erreichen mich neue Informationen aus dem Elztal.
Meine Quelle berichtete mir, dass ich auf der JHV der Elztalflieger vermisst wurde und mein Fehlen im Zusammenhang mit meinem Bericht zur JHV des DHV teilweise zu Missstimmung führte.
Die Diskussionskultur konnte ich, aufgrund meiner Abwesenheit, natürlich nicht wahren, ich habe aber vollstes Vertrauen in die Elztäler.
Die haben das sicher ohne mich hinbekommen, angeblich war schon gegen 0Uhr das offizelle Ende?Was ist denn da passiert?
Meine Diskussionsbeiträge werde ich an anderer Stelle einbringen.
Nächstes Jahr bin ich hoffentlich wieder da, wer dann die Diskussionkultur stört, wird vor die Tür gestellt oder muss 2 Zusatzfahrdienste leisten.
Eine Runde zahlen wäre natürlich auch möglich, ich werde das mit dem Vorstand besprechen.
Zu guter Letzt:
Ich konnte am Freitag leider nicht im Elztal sein, weil ich bei einem Vortrag in der Uni war(Teilchenphysik).
Meistens geht das Fliegen ja vor, aber immer gehts halt nicht, sorry!
Um das nochmal zu verdeutlichen:
Ich war 4(in Buchstaben: vier) Wochen nicht in der Luft!
Bis bald am Berg, natürlich nur mit gepflegter Artikulation und Strafarbeitenkatalog,
Chris
P.S.
2010(28.08-04.09) findet in Piedrahita wieder die XC-Open* statt, jemand Lust mit zu kommen?Eventuell könnte man sogar bis zum 11.09 bleiben?
Würde mich über eine E-Mail freuen.
*Die XC-Open sind kein normaler Wettkampf, sondern ähneln mehr dem xc.dhv.de.
Wer also nur ungern auf Zeit fliegt und auch nicht so auf 120 Piloten in einem Pulk steht, für den sind die XC Open gut geeignet.
Geschrieben am: 21.11.2009 18:06
Von: Chris Bessei
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#40
Fliegende Falkner in der Badischen Zeitung
Gestern, Freitag der 20.11, erschien in der Badischen Zeitung ein schöner Artikel über unser Falkenprojekt:
Falken und Gleitschirmflieger in der Badischen Zeitung
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 21.11.2009 11:35
Von: Christoph Bessei
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#41
DHV Jahreshauptversammlung 2009
Leider habe ich gestern keine Zeit mehr gefunden, einen ausführlichen Bericht über die JHV des DHV zu schreiben.Die Sportlertagung dauerte bis 16 Uhr und danach standen noch 5 Stunden Fahrt an, danke K-P für die MFG!
Auf der DHV Homepage ist bereits ein kurzer Bericht über die Jahreshauptversammlung, dieser enthält aber, wie die gesamte JHV, viel zu viel Gerede über Ehrungen, Begrüßungen und Showeinlagen.
Ich dachte ich fahre zur JHV in Samerberg, um über die Zukunft des DHV mit zu entscheiden, nicht um eine Showeinlage nach der anderen zu bewundern.Nichts gegen die Artisten, die Aufführungen waren toll, aber gehören nicht zu einer JHV.
Dazu war die Reihenfolge, meiner Meinung nach, falsch.Wirtschaftsplan, die Kassenprüfer, die Entlastung des Vorstandes und Anträge der Mitglieder, gehören an den Anfang solch eines Events, nicht an das Ende!
Einige Begrüßungsreden sind sicherlich nicht vermeidbar, aber alle Showeinlagen und Filme sollten in das Abendprogramm.
Der Tagesordnung entsprechend verlief die JHV dann auch, nach knapp 3 Stunden, bewegte sich die Versammlung auf den ersten DHV-relevanten Tagespunkt zu.
Die Delegierten waren bereits ausgelaugt und müde, dementsprechend kurz wurde alles Wichtige durchgegangen.Die Vorstände kürzten ihre Berichte, um den Zeitplan einzuholen, Diskussionsbeiträge wurden möglichst schnell abgetan, der Wirtschaftsplan mit einer "es wird scho passen" Mentalität durchgewunken und die Anträge nicht ordentlich bearbeitet.Einzig den Kassenprüfern wurde etwas mehr Zeit eingeräumt.
Die Aussprache mit dem Vorstand wurde durch kritische Fragen von Hermann Klein begonnen.Er hatte einige Unklarheiten in der Jahresbilanz 2008 entdeckt z.B. hätte das Technikreferat laut Hochrechnung im November 2008 390.000 Euro einnehmen sollen.Im endültigen Bericht ein Monat später, waren es nur 312.000 Euro.Wie verkalkuliert man sich innerhalb eines Monats um 78.000 Euro, fragte sich Hermman da.
Die Antwort kam aber nicht, wie es erwartet und angemessen gewesen wäre, von Finanzvorstand Dirk Aue, sondern von Klaus Tänzler.
Das der Geschäftsführer sich für die Finanzen verantwortlich fühlt ist in Ordnung, es ging aber um die Entlastung des Vorstands.
Hätte Klaus eine Antwort auf die Frage gehabt, hätte ich es absolut verstanden, dass er antworten möchte. Aber für ein genervtes "Woher soll ich das jetzt wissen, stell so eine Frage doch zu einem früheren Zeitpunkt.", hätte er nicht ans Mikrofon gemusst. Auch das Klaus sich über den mehrfach geäußerten und unmissverständlichen Wunsch von Hermann, dass der Vorstand antworten solle, hinweg setzte,fand ich nicht angebracht.
Ich denke Dirk Aue hätte diese Frage ganz einfach beantworten können, warum sich erst Klaus einmischen muss und dann Jürgen Rüdinger als Technikvorstand die Frage beantwortet, wurde mir nicht klar.
Letztlich war die Antwort nämlich vollkommen simpel, die Hochrechnung wird im August erstellt und nicht kurz vor der JHV im November.Über den großen Zeitraum relativiert sich der Einbruch der Einnahmen doch deutlich.
Zum Schluss möchte ich noch kurz die gestellten Anträge erwähnen, ich werde versuchen mich kurz zu fassen.
Antrag 1 vom DHV Vorstand
Der erste Antrag ausgerechnet vom DHV Vorstand()ein Schelm wer dabei Böses denkt, beinhaltete die Abschaffung der "öffentlichen" Delegiertenliste.
Letztes Jahr wurde auf der JHV beschlossen, dass die Namen der Delegierten im internen Bereich der DHV Homepage veröffentlicht werden.Leider musste für die Veröffentlichung seines Namens jeder einzelne Delegierten gefragt werden.Entsprechend kurz war letztlich die veröffentlichte Liste.
Antrag 2 von Monika Frisch
Antrag Nummer 2 war eigentlich das Gegenteil von Antrag 1, der Name jedes Delegierten soll im internern Bereich der DHV Homepage veröffentlicht werden.Die Zustimmung dazu gäbe der Delegierte bereits mit Annahme der Wahl bei der Regionalversammlung.
Es ist natürlich fragwürdig, dass die Delegierten selbst über solch einen Antrag abstimmen dürfen, der Aufwand für eine Abstimmung jedes DHV Mitglieds ist aber zugegebener Maßen zu groß.
Der Vorstand argumentierte hauptsächlich mit dem Datenschutz, auch wenn ich Datenschutz als sehr wichtig ansehe und mich selbst dafür einsetze, in diesem Falle war es für mich kein gewichtiges Argument.
Zum Einen sollte die Mitgliederliste im internen Bereich veröffentlicht werden, zum Anderen wüsste ich nicht, welcher Arbeitgeber etwas gegen ehrenamtliches Engagement seiner Mitarbeiter haben sollte.
Vielleicht sollten wir die Ergebnisse der Bundestagswahl in 4 Jahren auch geheim halten, schließlich geht es um Datenschutz.
Letztlich wurde dem Antrag des Vorstands zugestimmt und die Delegiertenliste abgeschafft, Antrag 2 von Monika Fischer wurde übergangen, da mit Antrag 1 eine Grundsatzentscheidung getroffen wurde.
Antrag 3 von Andy Kohn
In Antrag 3 forderte Andy eine optionale Bestellung des DHV-Info als PDF, statt Druckmagazin.Dadurch könnten Transport-,Druckkosten und Co2 gespart werden.Die Argumentation einiger Delegierter ist mir jetzt noch schleierhaft, "Ich habe lieber etwas aus Papier in der Hand, als am PC zu lesen" ist doch kein Gegenargument für ein optionales(!!) DHV-Info als PDF.
Wieso dieser Antrag nicht angenommen wurde, bekomme ich einfach nicht in meinen Kopf.Wäre nett, wenn mir das jemand erklären könnte.
Antrag 4 von Andy Kohn
Dieser Antrag war wohl von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Andy beantragte, dass der DHV die Co2-Emissionen die durch Geschäftsflüge des Vorstands und der Geschäftsführung entstehen, durch Co2-Zertifikate auszugleichen.Die Gegenargumente, z.B. dass sei laut Satzung nicht Ziel des DHV, zeigen, wie wenig das Thema Umweltschutz bei den Bürgern angekommen ist.Umweltschutz geht uns alle etwas an und man sollte nicht immer nur sagen:" Die Anderen verursachen aber viel mehr Co2", sondern bei sich selbst anfangen!
Der Antrag wurde mit wenigen Gegenstimmen abgelehnt.
Antrag 5 von Andy Kohn
Antrag Nummer 3 von Andy, diesmal wollte er aufzeigen wie umweltschädlich unser Sport durch die vielen Autofahrten, Flüge auf die Südhalbkugel etc. ist.Um dies auch weniger interessierten Fliegern zu zeigen, forderte er eine Anfertigung eines Flyers, der über alles wichtige informiert.
Solch ein Flyer wäre, das ist vollkommen klar, nicht gut für unseren Sport, deshalb verstehe ich die Entscheidung diesen Antrag abzulehnen.
Hier gibt es geeignetere Medien als einen öffentlichen Flyer, vielleicht das DHV-Info oder der Mitgliederbereich auf der DHV Homepage.
Die Gegenargumente mancher Delegierter waren aber auch wieder haarsträubend, z.B. "Fliegen an sich ist doch vollkommen umweltverträglich, wir benutzen die Kraft der Sonne.Das wir die Anfahrt zum Startplatz zum Fliegen zählen, ist ja vollkommener Schwachsinn.".
Natürlich - würde ich nicht Fliegen, würde ich schließlich auch 5 Mal die Woche den Kandel hoch- und runterfahren oder für ein Wochenende in Greifenburg oder Bassano 800km zurücklegen.
Die restlichen Anträge möchte ich gekürzt zusammenfassen.
Henry Maek hätte gerne eine Integralhelmpflicht beim Windenschlepp gehabt, da dieser einigen Drachenpiloten das Gesicht gerettet hat,da diese bei einem Schleppunfall auf einer Asphaltbahn eventuell auf dem Bauch liegend über den Aspahlt rutschen, ohne Integralhelm sehr schmerzhaft!
Eine Pflicht wäre eine Änderung des Gesetzes, darüber kann die Mitgliederversammlung nicht entscheiden, der Integralhelm wird aber aufjedenfall empfohlen.
Die Anträge über die Kürzung des Sportbudgets wurden zurückgezogen, da das aktuelle Budget kleiner war als erwartet.
Ab nächstem Jahr gibt es einen Deutschen Meister in der Sportklasse, bisher gab es diesen nur in der offenen Klasse.
Der letzte Antrag forderte, dass der DHV alle Geräte, egal von welcher Prüfstelle, in seine Gerätedatenbank aufnimmt.Der DHV ist ein Pilotenverband und sollte daher unabhängig von der Prüfstelle, alle geprüften Schirme auflisten.
Der Antrag wurde abgelehnt, weil es wohl demnächst eine Liste vom LBA gibt, die alle Schirme beinhaltet. Im DHV-Info und auf der Homepage werden die von der ParaAcademy oder der EAPR geprüften Schirme aber trotzdem nicht erwähnt. Schade, ich hätte gerne eine Marktübersicht ohne Zensur gehabt.
Im letzten Tagespunkt wurde uber den nächsten Veranstaltugsort der JHV statt?Zur Auswahl standen Heidelberg, Leipzig und die Rhein-Mosel-Lahn Flieger.Leipzig hat gewonnen und so geht es 20 Jahre nach der ersten JHV im Osten, wieder in die neuen Bundesländer.
Das war mein "kurzer" Bericht über die Jahreshauptversammlung.
Die Sportlertagung habe ich bewusst ausgelassen, um die Größe des Berichts nicht ins Unendliche zu steigern.
Nur so viel:
Harald, Max und ich haben unsere Preise bekommen, mit Max hab ich Frieden geschlossen und K-P hat den 2. Preis in der Deutschen Streckenflugmeisterschaft überreicht bekommen.
Ich freu mich über mein Gurtzeug und die 2 schicken Pokale, Max sich über eine Leichtrettung, Harald bekam ein Overall und K-P einen Charly Insider- Helm.(Die Verteilung, dass der 2. der Deutschen Streckenflugmeisterschaft, weniger gewinnt, als der 3. im FunCup, ist natürlich fragwürdig.)
Zum Schluss möchte ich noch eines loswerden:
Während der gesamten JHV herrschte eine Dikussionskultur, für die in jeder meiner Schulstunden mindestens 20 Leute Strafarbeiten bekommen hätten oder aus dem Klassenzimmer verwiesen worden wären.
Bis bald,
Chris
Geschrieben am: 15.11.2009 09:06
Von: Chris Bessei
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#42
Jahreshauptversammlung DHV 2009 in Samerberg
Auch in München gibt es Internet, zumindest sitze ich gerade in München und tippe diese Zeilen.Gestern war die JHV des DHV und heute ist der Sportlertag, beides in Samerberg an der Hochries.
Bei der gestrigen JHV wurde gleichzeitig noch 30 Jahre DHV gefeiert, weshalb leider die wichtigen Tagespunkte, nämlich die Anträge und der Wirtsschaftsplan, unnötig spät angegangen wurden.
Der Zeitplan war äußerst eng, weshalb die Vorstände ihren Jahresbericht nicht in der notwendigen Ausführlichkeit vorstellen konnten.
Auch die Anträge litten unter dem engen Zeitplan, die meisten Themen wurden nur schnell durchgewunken oder abgelehnt, die nötige Zeit für Diskussionen und Verbesserungen war nicht vorhanden.Viele Deligierten wollten ab dem 3. oder 4. Antrag auch endlich ihr kostenloses Essen, weshalb oftmals Antrag zur Tagesordnung, "Ende der Rednerliste/sofortige Abstimmung" gestellt wurde.
Ich fand die Veranstaltung nicht sehr zufriedenstellend!
Dafür können die Vereine, die diese JHV organisiert haben natürlich nichts, es war für alles gesorgt, vielen Dank!
Heute Abend oder morgen früh habe ich hoffentlich Zeit etwas ausführlicher zu schreiben, meine Mitfahrgelgenheit von München nach Samerberg kommt gleich.(Danke an die Bodenlose für Hin- und Rückfahrt und an Jürgen für MFG von Freiburg!)
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 05.11.2009 13:05
Von: Chris Bessei
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#43
Condor The Competition Soaring Simulator
Der Winter kommt, die Abende werden länger, Flugwetter seltener und die Thermik macht Urlaub auf der Südhalbkugel.
Im DHV-Forum gibt es schon länger einen Thread über Segelflugsimulatoren und um die nächsten 4 Monate nicht nur vom Fliegen zu träumen, habe ich mir Condor: The Competition Soaring Simulator heruntergeladen.
Condor war der Simulator mit den besten Bewertungen und hat zudem sehr aktive Benutzer, die kostenlose Szenarien, verschiedene Flugzeugdesigns und viele unterschiedliche Tasks/Wettkämpfe erstellen.
Der erste Eindruck ist positiv, das Menü ist übersichtlich gestaltet und der Spieler/Flieger kann sich in der Flugschule die wichtigsten Dinge erklären lassen.Im Einzelspielermodus kann der Flieger zwischen 19 verschiedenen Flugzeugen wählen, zwar sind einige davon nur im Plane Pack 1 enthalten, das 10 Euro kostet, aber auch die kostenlosen Modelle bieten eine ausreichende Auswahl.
Das Wetter ist frei einstellbar, von Hammertag bis Hangkratzen ist alles dabei.Auch die Startart, Winde, F-Schlepp oder doch der etwas unrealistische Luftstart, ist wählbar.
Weitere Optionen sind z.B. das Ein- und Ausschalten der Thermikhelfer, der Wendepunkte oder die Strafpunkte für den Wolkenflug.
Der Einzelspielermodus ist ein guter Einstieg und macht auch sehr viel Spaß,
aber das Highlight ist ganz klar der Mehrspielermodus.
Über das Internet gegen oder mit Anderen durch die Szenarien von Condor fliegen, im Endanflug bei 280km/h um jede Sekunden kämpfen oder einfach mit einigen Schwarzwaldfliegern über dem Kandel aufzudrehen, das macht den Mehrspielermodus aus.
Doch das war noch nicht alles, Condor ermöglich das Abspeichern von Flügen, welche dann auf der Communityseite Condor Club online gestellt werden können.Diese werden dann, ähnlich wie im XC.DHV.de, optmiert und nach Punkten sortiert in eine Rangliste gestellt.
XC und Airtime Wertung gibt es also auch in Condor.
Condor zeichnet sich vorallem durch realistische Flug- und Wettereigenschaften aus.Es gibt nicht nur "normale" Thermik, sondern auch Wellen, Soaren und Hangaufwinde, an sonnenbeschienen hängen.
Die Thermik verändert sich je nach Tageszeit, es wird turbulenter, die Thermik wird stärker.Je nach Wind wird die Thermik auch stark versetzt und bildet ordentliche Turbulenzen.
Die Flugeigenschaften kann ich als Tütenflieger natürlich nur bedingt beurteilen, aber das Abrissverhalten, die Maximalgeschwindigkeit und die veränderten Flugeigenschaften durch gesetzte Wölbklappen wirken sehr realistisch.
Die Grafik von Condor ist inzwischen nicht mehr auf dem neusten Stand, DirectX10, neue Physikengines und co. haben einiges verändert.
Trotzdem macht es sehr viel Spaß durch die liebevoll gestalteten Szenerien zu fliegen und vor markanten und bekannten Bergen in den Alpen, im Schwarzwald, in Nord- oder Südamerika, oder auf Hawai(um nur einige Beispiele zu nennen.) aufzudrehen.
Um die Entwickler der vielen verschiedenen Szenarien zu unterstützen, werde ich diese kostenlos zum Download anbieten.
Deshalb gibt es jetzt links in der Navigation einen neuen Menüpunkt Condorsoaring.
Zum Schluss noch die wichtigsten Links rund um Condor:
Entwicklerseite
offizielles(englisches) Forum
Condor Club(OLC Wertung)
deutschsprachiges Forum
Wir sehen uns in der Luft,
Chris
P.S. 100. Newseintrag und das ausgerechnet zu einem Thema, das nichts mit Gleitschirmfliegen zu tun hat!
Geschrieben am: 01.11.2009 02:28
Von: Chris Bessei
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#44
Dohlenbacher - Kandel - Zürich
Die Ferien neigen sich dem Ende, das Einbinden der Bilder ist geschafft, sogar umfangreicher als geplant, dafür gibt es noch keine neuen Inhalte.
Wenn ich Zeit finde, werde ich die Texte verfassen, zur Zeit haben aber die Artikel für das Falkenprojekt vorrang.
Am Donnerstag, nachdem es am Kandel ordentlich Rückenwind hatte, beschloss ich kurzfristig zu meiner Oma ins Kinzigtal zu fahren, um den Ostwind am Freitag besser ausnutzen zu können.Um 9 Uhr sah es dann auch schon sehr gut aus, der Feldberg meldete gut 25km/h Südost, was ziemlich perfekt für den Dohlenbacher passt.Also nichts wie hin, danke an meinen Opa fürs Fahren ;-), oben angekommen erwartete mich schon ein etwas böiger, aber fliegbarer Südostwind.Schnell meinen NOVA Factor ausgepackt, etwas rumgespielt um die Bedingungen zu testen und dann rausgestartet.Die ersten 20-30 Höhenmeter waren nicht besonders gemütlich, danach ging es dafür umso besser.Gut 250m konnte ich überhöhen, zum Teil thermisch, trotz vollkommen geschlossener Wolkendecke, Dolli eben.Gegen Mittag kam Christian und ich entschloss mich topzulanden, um ihn zu begrüßen, leider stellte sich das als Fehlentscheidung heraus, denn der Wind drehte immer wieder auf Nordost, was am Dohlenbacher starke Turbulenzen bedeutet.
Christian spielte etwas mit dem neuen Firebird Hochleister Hawk, der sich im böigen Wind ziemlich bog, ist nunmal ein Competitionschirm.
Ich hüpfte auch etwas durch die Gegend und nutzte die riesige Startwiese um mit dem Schirm zu kiten.
Da es nicht besser wurden packten wir gegen halb 2 wieder ein und fuhren Richtung warmes Heim, meine Oma wartete bereits mit Kaffee und Kuchen. :-)
Heute hatte ich Arbeitseinsatz am Kandel, Startplatz winterfest machen
war angesagt.Zum ersten Mal fiel mir auf, wie schwer die Bänke von Wieland sind, mussten wir sie doch unter die Rampe tragen.Auch das Hinweisschild und unsere Infotafel verschwanden und zurück blieb ein leerer Startplatz.
Die Aussicht vom Kandel war genial heute Morgen, im Tal hing der Nebel, aus dem Richtung Westen die Vogesen ragten und Richtung Südosten die Alpen, Panorama pur.Dazu hatten wir einen sauberen Westwind am Startplatz, der nach dem Arbeiten auf ein oder zwei Abgleiter hoffen ließ.![]()
Zur Zeit habe ich eine Kamera von Michael, unserem Falkenfotografen, dass und die ruhigen Bedingungen motivierten mich zum Fotografieren während des Acrofliegens.Ganz ohne Stativ stellte sich das als etwas schwierig heraus, aber dank Serienbildfunktion und der vollkommen turbulenzfreien Luft, konnte ich während dem Wing-Overn mit einer Hand die Kamera halten.
Heraus kamen viele verschwommene,unterbelichtete,überbelichtete und ein oder zwei annehmbare Fotos:![]()
![]()
Kurz nach mir kamen Jürgen und Björn(danke fürs Mitnehmen!) angeflogen, Jürgen zeigte über dem Landeplatz eine nette Acroeinlage.Er flog zwar keinen Heli, zeigte aber eine früher wohl recht bekannte Flugfigur, bei
der man die inneren A-Leinen herunterzieht, was dem Schirm die Form eines Hufeisen gibt und sehr spektakulär aussieht.Trotz des guten Aussehens ist die Figur wohl recht harmlos, da sich sich beim Freigeben der A-Leinen von alleine ausleitet.Trotzdem bitte nicht als Empfehlung verstehen, ich bin die Figur noch nie geflogen.Acrofiguren bitte nur über Wasser bzw. bei einem Sicherheitstraining üben!
Nach meinen Kandelabgleitern machte ich mich auf den Weg nach Zürich, um meine Schwester zu besuchen und mit ihr Mathe zu lernen, denn wie am Anfang schon erwähnt, die Ferien neigen sich dem Ende zu!
Jetzt geht es erstmal ins Bett, bis bald.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 31.10.2009 05:09
Von: Chris Bessei
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#45
Falkenprojekt
Am 30.Juni diesen Jahres begann alles, das erste Training mit unseren süßen Falken "Franz" und "Sissi".
Nicole und ich waren sehr froh, dass Falkner Heinz uns "ausgewählt" hat, bei diesem genialen Projekt dabei zu sein.
Das Ziel, mit den Falken zusammmen durch die Luft zu fliegen, gab immer wieder neue Motivation, auch wenn es manchmal nicht so funktionierte und die vielen Stunden(Nicky und ich waren ca. 120-140 Stunden bei den Falken.) an anderen Stellen fehlten.
Aber Ende September zahlten sich all die Stunden und das Durchhaltevermögen aus,
ganz nah flog Franz neben Ramon und mir her, inspizierte Schirm, Gurtzeug und natürlich das Futter und landete schließlich auf meiner Faust.
Ein unbeschreibliches Gefühl, endlich hatte es funktioniert und es war mindestens so geil, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Fast schon majestästisch saß Franz mehrere Minuten auf meiner Faust, vollkommen entspannt, ohne Anzeichen wegfliegen zu wollen.
Ramon und ich waren ziemlich euphorisch und Ramon hatte Probleme sich auf das Fliegen zu konzentrieren (ich hatte vollstes Verständnis dafür).
Fantastisch war auch das extrem nahe Fliegen, zum Teil berührte Terzel mit seiner Flügelspitze die Tandemspreize, eine Steigerung wird schwierig.
Nach der Landung warteten wir auf Nicky und Strubi, die ähnlich Freudestrahlend auf uns zukamen.Sie berichtete, dass Franz bei ihr auf der Schulter gelandet sei und längere Zeit ruhig sitzen blieb, einfach so, ohne Futter.
Auch Heinz war begeistert, dass seine "Vision" wahr wurde und freute sich über die vielen Fotos.Diese faszinierten so sehr, dass er jetzt auch unbedingt einmal zusammen mit seinen Falken fliegen möchte.
Das Ziel war erreicht, aber es war auch vollkommen klar, dass wir weiterhin trainieren würden, dieses Erlebnis war und ist jede Trainingsstunde wert.
Letzten Dienstag, also gut 1 1/2 Monate nach dem Erstflug bin ich zusammen mit K-P erneut mit den Falken geflogen.
Es war wieder unglaublich schön und auch K-P war sichtlich angetan von den Vögeln.
Ganz komisch, wenn es um das Fliegen zusammen mit den Falken geht, stehen die Tandempiloten Schlange. ;-)
Am Mittwoch war Michael, Fotograf und DFC-Mitglied, am Kandel um gute Fotos von den Falken, dem Fliegen, Heinz, Nicky und mir zu machen.
Natürlich passte das Wetter nicht, deshalb blieb es leider bei einigen Bodenfotos.
Auch wenn es erst Herbst ist, ich freu mich schon auf den Frühling, vielleicht drehen unsere zwei Lieblinge dann mit uns an die Basis auf und fliegen ihre ersten FAI Dreiecke? ;-)
Gruß,
Chris
Danke an NOVA für die zur Verfügung gestellten Schirm, im Bild unser Tandem "Jamboo"
Geschrieben am: 30.10.2009 04:24
Von: Chris Bessei
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#46
Bilderupload
Endlich, der Bilderupload funktioniert wie er soll, automatische Erstellung eines Vorschaubildes(Thumbnail), speichern des Originals mit schön formatiertem Namen und Formatierung der Ausgabe.
Leider hab ich beim Testen versehentlich die letzte News gelöscht und beim Backup einspielen ist mir aufgefallen, dass mein Backupscript seit 30 Tagen keine Backups mehr macht.
Jetzt ist aber alles wieder behoben, nur die letzte News bleibt wohl verschwunden.Zum Glück fällt das um diese Uhrzeit sowieso niemandem mehr auf. ;-)
Morgen gibts eine Testnews, aber jetzt ist erstmal schlafen angesagt!
Gute Nacht,
Chris
Geschrieben am: 09.10.2009 19:30
Von: Chris Bessei
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#47
DHV Fun Cup - die Letzte
Jetzt ist es amtlich, der DHV Fun Cup 2009 ist vorbei und hat einen Sieger gefunden.Eben bekam ich eine Mail von der DHV Geschäftsführung, meine Flüge werden gewertet! Die Begründung war, dass ich fristigerecht technische Probleme angemeldet hatte, d.h. meine unklare Formulierung wurde akzeptiert.
Schade um die 100 Euro von Max, ich kann mich irgendwie trotzdem freuen.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 03.10.2009 21:36
Von: Chris Bessei
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#48
Wochenendfliegen
Hach war das heute auch mal wieder schön, so ganz ohne Falken und andere Verpflichtungen.
Gegen Mittag sammelten mich Uli und Wieland in Gutach auf und nach kurzem Zwischenstop am Gschasi, ging es mit dem Vereinsbus auf den Hörnleberg.
Am Gschasi hatte ich Michael versprochen vom Hörnle rüberzufliegen und oben topzulanden.
Am Hörnleberg angekommen herrschte ein super Vorwind, der Feldberg meldete 25km/h im Mittel, aber am Startplatz passte es perfekt.
Also auspackt und raus, Soaringspaß für Jedermann, herrlich!
Um halb 2 setzte die Thermik ein und Wieland,Martin,Roland und ich konnten immer regelmäßiger aufdrehen.
Kurz vor 2 Uhr brachte ein bart Wieland,Martin und mich auf knapp 1300m und versetze bis zum Schwimmbadeck, Roland war bereits weggeflogen und ich folgte jetzt.Die 2 Boomflieger drehten lieber wieder um.
Bis Yach brachte mich der starke Südwind ohne Probleme, dann war kämpfen angesagt.Mit 840m kam ich in Yach am Hang an und konnte mich soarend nach oben arbeiten.Nach gut 30 Minuten Kampf fand ich endlich wieder Thermikanschluss und konnte auf 1200m aufdrehen, was locker zum Uhl reichte.
Dort angekommen ging es gar nicht runter, also erstmal Acrosession für die "Lästerbanksitzer".Beim 3. Versuch passte endlich alles und ich landete am Uhl ein, leider war Michael schon weg. :-(
Nach kurzem Aufwärmen, ich hatte meine Jacke vergessen, startete ich wieder und wurde direkt auf 1200m gebeamt, der Factor ist einfach ein Senkrechtstarter! ;-)
Martin und ein Drachen hingen schon länger am Landwassereck und kamen dort nicht hoch, weshalb ich mich für die Hinterprechtalroute entschied.
Ich kam zwar über Grat an und hätte den Sprung ins Kinzigtal geschafft, hatte aber ziemlich viel Angst vor dem Lee eines 35er Südwind.
Also blieb ich an einem Prallhang, wo ich immer tiefer sank und landete letztlich, trotz der Vorsicht im Lee in Hinterprechtal.
Zum Glück lief alles gut, es schüttelte zwar ordentlich, aber passiert ist nichts.
Danach war leider noch Laufen ins Prechtal angesagt, dort kam dann grade Wieland, der Martin und mich einsammelte, super Service!
Jetzt sitze ich wieder im schönen Kinzigtal und bin auf morgen gespannt, aber wahrscheinlich wird es zu viel Wind haben.
Gruß,
Chris
P.S. Harald, schöner Landeplatz!
Geschrieben am: 28.09.2009 23:11
Von: Chris Bessei
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#49
Wochenendausflug ins Zillertal - Videoworkshop
Freitag, früher Nachmittag, ich stehe an A5, Raststätte Freiburg Nord auf der Seite Richtung Basel.
Mein Gleitschirm ist wie immer dabei, dazu noch ein kleiner Rucksack mit Kleidern und Elektronkram.
Bis heute Abend möchte in Innsbruck sein, theoretisch wäre es über den Bodensee schneller, aber B31,B27 und co trampen ist wahrscheinlich schwieriger, als über die A5.
Also Freiburg-Basel-Zürich-Hohenems(CH)-Feldkirch(AT)-Innsbruck.
Ich bin nicht alleine an der Raststätte, 4 Studenten aus Dortmund sind ebenfalls von der Partie, wollen aber glücklicherweise nach Frankreich.
Wir schieben uns die Mitfahrgelegenheiten gegenseitig zu, nach 15Minuten bin ich auch schon auf dem Weg nach Basel.
Schicker BMW mit weißen Ledersitzen, dazu 2 nette Fahrer die mich, wie so oft, über das Gleitschirmfliegen ausfragen.
Netterweise fahren sie noch einen kleinen Umweg und setzen mich nach Basel an einer großen Raststätte ab.
Die Raststätte ist leider etwas ungünstig aufgebaut, alleine ist es unmöglich gleichzeitig Parkplatz und Tankstelle zu überblicken, so entgehen viele potenzielle Mitfahrgelegenheiten.
Ich entscheiden mich für die Tankstelle, der Wechsel geht einfach schneller.
Nach gut 20 Minuten sehe ich einen VW Bus mit Kemptener Kennzeichen, die Vorurteile bestätigen sich, ich werde mitgenommen.(Stundenten halt.)
Bis kurz vor St. Gallen, dann fährt er leider weiter Richtung Deutschland, ich werde an einer kleineren Raststätte rausgelassen.
Erstmal die Kennzeichen durchschauen, nur 2 Österreicher, könnte schwierig werden.
Ich mache Pause und warte bis die Inhaber der Autos aus der Raststätte kommen, Zeit zum Trinken und Essen.
Nach gut 15Minuten bewegt sich etwas, ich hab etwas verpennt und muss jetzt rennen, immer schlecht, erschreckt die Leute.
Der erste Feldkircher ist alleine und geschäftlich unterwegs, perfekt, das Klischee bestätigt sich und wieder werde ich mitgenommen.
Bis jetzt liege ich unglaublich gut in der Zeit, außerdem sollte es jetzt leicht werden, keine Abzweigungen mehr, von Feldkirch geht die Autobahn direkt nach Innsbruck.
Ich werde an einer riesigen Rosenberger Raststätte rausgelassen, leider ist diese für beide Fahrtrichtung, was das Ausmachen potentieller Mitfahrgelgenheiten erschwert.Immer wieder erwische ich Autos, die zurück nach Deutschland oder in die Schweiz fahren.
Dazu werde ich 2 mal von Einheimischen beschimpft, dass sie solche Leute wie mich sicher nicht mitnehmen würde.Ignorieren und nett lächeln.
Nach 2 Stunden habe ich langsam keine Lust mehr, da steht man perfekt positioniert kurz vor Feldkirch und keiner will nach Innsbruck fahren.
Das österreiche Ski Team kommt vorbei, die dürfen mich natürlich nicht mitnehmen, dabei wäre der schöne VW Bus fast leer gewesen.
Irgendwann freunde ich mich mit dem Personal an, habe die ersten 200 Seiten meines Buchs gelesen und überlege, wo ich übernachten könnte.
Gegen 23 Uhr(5 Stunden an einer Stelle!) sehe ich wieder ein Innsbrucker Kennzeichen und Frage so freundlich wie es mir mit der aktuellen Stimmung möglich ist, ob ich mitfahren dürfte.
Der Fahrer ist nicht abgeneigt, möchte aber erst etwas schlafen, damit komme ich gut zurecht und hoffe auf 1-2 Stunden Schlaf im warmen Schlafsack.Beim Fahren auf den Parkplatz fällt mir der große Anhänger mit Freiburger Kennzeichen auf, natürlich spreche ich ihn darauf an.
Das Gesprächsthema war damit gefunden, mein Fahrer kommt ursprünglich aus Ihringen und ist nach Österreich ausgewandert.Den Hänger bringt er zum Ummelden nach Österreich.Perfekt, Gesprächsthema gefunden, erstmal Kaffee trinken gehen.Danach will er dann doch nicht mehr schlafen und fragt gleich wo ich hinmöchte, perfekte Mitfahrgelgenheit!
2 Stunden später sitze ich ziemlich müde am Innsbrucker Hauptbahnhof, für 4 Stunden möchte ich mir kein Zimmer mehr nehmen, Geld sparen.
Also "schlafe" ich etwas im warmen Wartebereich der ÖBB, werde aber immer wieder wach und kontrolliere ob mein Gepäck noch da ist.
Gegen 4 Uhr werde ich von laut gröhlenden Punks geweckt, ich bin wohl nicht der einzige, den die freie Steckdosen und die Wärme angelockt haben. :-)
Mit schlafen ist nichts mehr, mit viel Haarspray und einem Föhn ausgerüstet fangen die Punks an sich die Haare zu stylen, um 4 Uhr morgens.
Immerhin, ich bekomme ein Bier angeboten, lehne aber dankend ab.
Die nächsten 200 Seiten meines Buches lese ich während meine neuen Freunde ordentlich Krach machen, erst gegen 7 Uhr schlafe ich nochmals kurz ein.
Dann geht es auf Nahrungssuche, sollte in einer Großstadt wie Innsbruck ja kein Problem sein.Aber um halb 8 scheinen die Geschäfte hier noch nicht offen zu haben, schließlich gebe ich mich mit einer kleinen Bäckerei zufrieden.Ich versuche mit etwas zu waschen und komme schließlich zu dem Schluss ich bräuchte einen dieser Handtrockner(Warmluftgebläse) um meine Haare waschen zu können.In Österreich scheint es aber nur Handtücher oder Papier zum abtrocknen zu geben, gegen halb 9 gebe ich auf und trockne meine Haare so gut es geht mit dem Handtuch ab.
Um 9 bin ich endlich wieder zurück in der Zivilisation und verabschiede mich vom Leben als Obdachloser, Roland holt mich am Bahnhof ab und staunt nicht schlecht, als ich ihm die Erlebnisse der Nacht erzähle.
Ich bin froh wieder in netter Gesellschaft zu sein und in einem Auto zu sitzen.Gegen 10 Uhr treffen wir uns an einer Tankstelle im Zillertal, 6 Nova Team Pilots und Herwig, Mitarbeiter beim BR und Gleitschirmflieger.
Herwig wird den Workshop leiten und uns hoffentlich einiges über Kameraführung und Schnitt verraten.
Wir wohnen in einer Hütte am Stummer Berg, kein fließendes Wasser, aber immerhin Strom.Direkt vor der Hütte kann man starten, zwar kein Hammerberg, aber hey, hauptsache Fliegen!
Herwig bespricht mit uns ein Thema und gibt uns Übungsaufgaben, welche Szenen sinnvoll zusammengeschnitten werden können, wie die Vertonung sich auswirkt, was man beim Filmen vermeiden sollte. Ich staune immer wieder und hoffe einiges umsetzen zu können.Abends machen wir noch einen Abgleiter, ich fliege wieder Factor, traumhaft!
Ich verschwinde schon gegen 22 Uhr in meinem Schlafsack, die letzte Nacht war nicht besonders erholsam.
Ausgeschlafen wache im am Sonntag um 8 Uhr auf, ich höre bereits Gespräche und Geschirr klimpen.
Das Frühstück ist bereits gerichtet und ich kann mich gähnend dazu setzen.
Nachdem alle satt sind geht es weiter, Herwig ist voll in seinem Element, wir analysieren Videos der Teilnehmer.Vieles können wir schon umsetzen und uns fallen unendlich viele Fehler in den Videos auf, deprimierend.
Heute geht es früher zum Fliegen, die Feuchtigkeit des gestrigen Tages hat sich verzogen, es könnte thermisch sein.
Um 15 Uhr beenden wir unseren Workshop, ich bin froh, dass ich angereist bin, habe ich doch einiges lernen können, danke Herwig!
Der Flug wird leider nicht so gut wie erhofft, eine knappe halbe Stunde, verlängerter Abgleiter.Ingo und Christian können überhöhen, gesellen sich aber trotzdem bald zu uns Amateuren am Landeplatz.
Christian, Till und Ingo fahern hoch um die Autos zu holen, Roland und ich setzen uns in ein Kaffee, Rückwegbesprechung.Das letzte Mal zivilisiert Kaffee trinken, dann geht es wieder an die Raststätte zum Trampen. :-)
Roland fährt mich bis kurz vor Telfs(danke!), wieder eine Rosenberger Raststätte, die für beide Seiten ist, ich bin nicht begeistert.
Meine Mutter wartete derweil schon in Feldkirch, sie hatte meine Schwester besucht.Um 18.30Uhr spreche ich die ersten Autofahrer an, ich hätte mich rasieren sollen, die meisten wollen aber nach Innsbruck.
Erst um 20.30Uhr nimmt mich ein Züricher Ehepaar mit, auch sie wollten schlafen, ließen sich aber zur Fahrt bis nach Feldkirch überreden.(DANKE!!)
Um 22Uhr sitze ich in unserem Peugeot 206, auf nach Hause!(Danke auch an meine Mutter, super Fahrservice! :-).)
Um 1 Uhr sind wir daheim, gerne hätte ich es auch ohne Fahrdienst versucht, das wäre aufjedenfall spannend geworden.
Ich falle todmüde ins Bett und schlafe sofort ein, morgens komme ich fast nicht aus dem Bett und erwische nur knapp meinen Bus, zurück in den Alltag.
Danke an alle Fahrer, Organisatoren, an Herwig für den tollen Workshop und und und.
Bevor ich wieder zuhören bekomme, dass ich doch dauernd unterwegs sei und genügend Geld hätte.Die Frage ist was man aus dem Geld macht, 1 Woche betreutes Reisen für 500 Euro oder ein Wochenende Zillertal mit Trampen und übernachten am HBF für 15 Euro.
Die Einen haben Geld, die Anderen haben Zeit.
Schönen Abend,
Chris
Geschrieben am: 24.09.2009 21:42
Von: Christoph Bessei
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#50
Fun Cup - die 20te
11 Tage ist der Fun Cup vorbei, aber ein Endergebnis steht noch nicht fest.
Alle meine Flüge wurden anerkannt, wodurch ich erneut vor Max gerutscht bin Allerdings hat Max gegen diese Entscheidung Protest bei der DHV Geschäftsstelle eingelegt(Kostet 100 Euro Kaution, die man bei Gewinn zurückbekommt!), diese Entscheidung wird dann endgültig das Ende des Fun Cups 2009 sein.
Jetzt heißt es zum gefühlten 10. Mal, abwarten und Daumen drücken.
Unberührt von alle dem findet am Wochenende ein Videoworkshop im Zillertal mit dem NOVA Team statt, ich bin gespannt, was ich neues über Kameraführung, Schnitt und co. lernen kann.Fliegen geht da unten wohl auch, wenn das Wetter passt, wäre eine super Ablenkung vom Fun Cup!
Mit UMTS ausgestattet werde ich sogar mal Online sein können, hoffe ich.
Bis bald,
Chris
Geschrieben am: 20.09.2009 10:07
Von: Chris Bessei
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#51
Fristgerecht einreichen - DHV Fun Cup - Nerventhriller
Habe ich vor wenigen Stunden noch geschrieben, dass der Fun Cup 2009 nun beendet sei, stelle ich jetzt fest, dass ich wieder hinter Max gerutscht bin.
Langsam wird es zum Nerventhriller. :-)
Noch habe ich 2 Flüge auf dem Backup GPS, die ich hoffentlich, da ich rechtzeitig auf technische Probleme hingewiesen habe, noch nachreichen darf.
Max hatte auch technische Probleme, die aber gelöst wurden und wodurch er jetzt 2 Stunden Flugzeit bekommen hat.
Jetzt wird es spannend ob die Flüge akzeptiert werden, das Backup GPS funktioniert hat und ob Max vielleicht nochmal Flüge einreicht?
Bis ich das Gurtzeug in Händen halte, werde ich jetzt nichts mehr von Gewinner erzählen! :-)
Daumen drücken!
Chris
Geschrieben am: 18.09.2009 14:50
Von: Chris Bessei
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#52
Fun Cup 2009
Der Fun Fup 2009 ist beendet und erst in letzter Sekunde stand das endgültige Ergebnis fest, erst heute Morgen hatte Peter Wild, Admin beim XC DHV, meine Flüge manuell nachgereicht, da es technische Probleme beim Einreichen gab.
Dadurch konnte ich Max aus Spanien gerade noch überholen und mir den 1. Platz in Airtime und XC Wertung sichern.
Danke Harald und Max für den spannenden Wettbewerb in der Airtime Wertung und danke an Jürgen Voß und Peter Weil für die Konkurrenz in der XC Wertung.
Ich hoffe wir sehen uns balf auf der DHV Sportlertagung!
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 18.09.2009 02:43
Von: Chris Bessei
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#53
DHV Fun Cup - Saison 2010
Seit 48 Stunden und 8 Minuten ist die Saison 2009 auf dem DHV XC Server offiziell vorbei, vor 8 Minuten endete die Einreichfrist!
Damit stehen die Sieger fest, sollte man meinen, aber leider ist es nicht ganz so einfach.
Ich wollte heute noch meine letzten Flüge einreichen um Max endlich zu überholen, aber anscheinend wurde beim Update zur Saison 2010 das Einreichen für 2009 gesperrt. Deshalb liegen meine Flüge jetzt im Postfach von Rich Brandl und ich hoffe, dass sie noch nachgetragen werden.
Bevor das offizielle Ergebnis nicht feststeht möchte ich deshalb auch niemanden beglückwunschen oder mich freuen.
Doch unabhängig davon, wer die Airtime Wertung und die XC Wertung gewinnt, würde ich gerne ein paar Worte über die Saison 2009 verlieren.
Es war ein grandioses Jahr für mich, begonnen hatte es mit dem unglaublichen April mit 3000er Basis im Schwarzwald.Zwar habe ich an diesen Tagen noch lange nicht das Maximum aus meinem Schirm geholt und konnte mich auch im Schwarzwald Cup nicht behaupten, trotzdem bin ich insgesamt sehr zufrieden, habe ich mich doch deutlich steigern können.
Auch der Mai, mit dem Elztäler Vereinsausflug, bescherte mir nochmals 1 100Pkt Flug und 2 fast Hunderter.Im Juni verpasste ich wohl DEN Tag schlechthin im Schwarzwald(welcher Vollidiot fährt auch um die Jahreszeit in die Alpen!), als Tobis 130km flog.
Ansonsten war im Juni nicht so viel los, krank gewesen, Schule gehabt.
Auch im Juli konnte ich nicht viel reißen, einige Abgleiter, ein paar Flugstunden.Dafür fing der August dann wieder genial an, dieses Mal nur eine Woche Seiser Alm, dafür Bombenwetter!65km FAI, 25 Flugstunden in einer Woche und das mit dem Primax,herrlich!Der August war eigentlich fliegerisch genial, leider verpasste ich einige Flugtage wegen meiner "Tramp durch Deutschlandtour", aber das wars wert!Zum Saisonabschluss ging es Ende August zu den XC Open nach Piedrahita(Spanien), ein unglaublich schönes, aber anspruchsvolles Fluggebiet.
Der Startplatz ist riesig, staubig und ab 13-14Uhr herrscht fast immer ein 20er Wind, später zum Teil auch nicht mehr startbar.
In der Luft ist es erstmal sehr ruppig, immer im Lee an einer Nordkante entlang, aber sobald man den Sprung weg von den Bergen, über den Pass ins Tal nach Avila geschafft hat.Dann geht einem das Herz auf!
3800m Basis, 7m/s Bärte und das bei einem Talgrund von knapp 1000m.
Angeblich gibt es dort auch eine unglaublich genial Konvergenz, 40km an der Wolke entlang, aber diese blieb uns dieses Jahr leider verwehrt.
Wir hatten zwar 7 Tasks, an 8 Tagen, aber davon waren 4 Basteltasks die ich mit dem Primax ordentlich vergeigt habe.Dafür waren die 3 anderen, guten Tasks umso schöner, mit dem Primax in die Top20 in der Tageswertung gegen Boom,Mantra und co. das war schon toll!
Wenn es irgendwie geht, bin ich nächstes Jahr wieder dabei!
Zum Schluss möchte ich mich bei allen entschuldigen, die sich wegen meiner Fun Cup Teilnahme auf den Fuß getreten fühlen.
Aber der Fun Cup ist nunmal nicht auf Anfänger(mein A-Schein ist übrigens von April 2008!)beschränkt, sondern auf eine Schirmklasse.
Nach einem Mailwechsel mit Rich Brandl, Auswerter beim xc.dhv.de, war klar, dass der DHV nicht nur einen Wettkampf für 1er Piloten schaffen möchte, sondern dadurch auch Leute anspornen will, wieder 1er zu fliegen!
Das Prinzip der Sportklasse ist ähnlich, so musste man bisher nur einen 2er fliegen und keinen Proto um sich vergleichen zu können, jetzt gibt es eben die selbe Möglichkeit für 1er Schirme!
Trotzdem, nächstes Jahr flieg ich wieder Factor, so schön ich diese passive Sicherheit auch fand(zurücklehnen, in bockigen Bedingungen nicht rudern müssen:-) ), das Handling des Factors ist einfach um WELTEN besser und von der Dynamik beim Acrofliegen brauchen wir erst gar nicht zu sprechen.
Ich glaub, das war es vorerst, ist ja schon wieder spät!
Bald dann mit festen Ergebnissen.
Gruß,
Chris
P.S. 230 Flugstunden in der Saison 2009, Platz 1 im DHV XC :-)
Geschrieben am: 12.09.2009 01:34
Von: Christoph Bessei
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#54
Falken - Rampe - Fun Cup
Wieder im Lande und schon Pulli und lange Hose am Körper, hach war das doch schön in Spanien!
Heute war ich, Nicky und Heinz waren schon 3 Mal oben, das erste Mal mit meinem Falkenweibchen am Kandelstartplatz.
Sissy(oder wie auch immer sie jetzt heißt.) war recht brav und kam meistens sehr schnell auf die Hand, auch wenn die Futterhappen immer kleiner werden und sie immer öfters fliegen müssen, um satt zu werden.
Nur ab und zu war sie etwas faul uns hockte sich gemütlich auf die Leitplanke oder eine grüne Tanne.
Weil sowieso kein Flugwetter war und ich noch Zeit hatte, half ich danach beim Aufbau der neuen Kandelrampe, morgen soll das Kunstwerk schon fertig sein.Ich bin gespannt!
Der Fun Cup neigt sich langsam dem Ende und Max, der Fluglehrer aus Spanien, zeigt es allen recht deutlich.Da unten scheint es einfach immer zu gehen, ob ich da wohl auch mein Abi fertig machen könnte?
Mal gespannt was bis zum 15. noch kommt, für Harald und mich sehe ich recht schwarz, denn das Wochenende wird wohl keine 7 1/2 Stunden Flüge zulassen. :-(
Naja, dann halt mit Platz 3 in der Airtime und 1 in der XC Wertung zur DHV Sportlertagung, mal gespannt was da los ist.
Ab Montag ist wieder Schule und da es jetzt Richtung Abi geht, werde ich wohl vorerst nicht mehr so oft berichten, weil ich nicht mehr so oft fliegen gehen kann. :-(((!!!!!!!
Gute Besserung an alle Arbeitseinsatzverletzten(Am Kandel verletzten sich die Piloten nicht beim Fliegen sondern beim Rampen aufbauen, man man man!) ;-)
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 08.09.2009 00:38
Von: Christoph Bessei
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#55
Task 7 - Siegerehrung - Heimweg
Geschafft oder eher schon vorbei?
Gestern endeten die XC Open 2009 in Piedrahita mit einem genialen 7. Task, endlich wieder richtig hohe Basis bei 3400m, starke, zuverlässige Thermik und schwacher Südwestwind.Nur die schnelle Ausbreitung der Wolken verhinderte einen Hammertag.
Trotzdem wurden gestern das erste Mal diese Woche 180km geknackt und ich konnte mit dem Primax immerhin 86km hinlegen.
Auch Dominic vom Juniors Team schafft 85km auf dem Mentor, insgesamt also ein super Task!
Ich begann wie immer mit Zick Zack fliegen an der Kante um die ersten, sicheren 23km zu machen. Dann auf Richtung Pass und weiter nach Avila.
Leider war ich etwas spät dran und im Flachland vor Avila war fast alles abgeschattet, trotzdem zogen einzelne Wolken noch recht gut und ich konnte mich immer wieder ausgraben und auf knapp 3000m aufdrehen.Am Ende konnten ein Firebird Eagle und ich noch gute 5km 100m über Grund in einem Nullschieber drehen und letztlich landete ich dann das erste Mal in meine Leben auf einer Runway!Leider war niemand am Tower und ich wurde nur von einem kleinen Schoßhündchen begrüßt, welches sich dann auch gleich über mein Vesper freute.Zurück ging,dank Rückholer, wie immer sehr schnell und so konnte ich Abends nochmals einen Flug machen.
Um 00:30 Uhr war dann endlich Siegerehrung, wir musste warten bis die Schweizer von ihren Hammerflüge zurück waren.
Dominic hat die Sport und die Funklasse gewonnen, außerdem holte er sich Platz 2 in der XC Open Overall Series Funclass(jährliche Wertung aller 3 XC Open Wettkämpfe.)
Ich konnte mit dem Primax Platz 2 in der Funklasse und Platz 3 in der XC Open Overall Series Funclass machen.
Alles in allem ein genialer Wettkampf, nächstes Jahr gerne wieder, dann aber mit Factor oder Triton. :-)(Obwohl hier manchmal der 1er ganz angenehm war, da hats die Tüten verbogen.....)
Das letzte Abenteuer wird noch der Heimweg, vom Niemandsland nach Madrid mit dem öffentlichen Bus, ich bin gespannt ob das alles funktioniert!
Bis bald,
Chris
Geschrieben am: 06.09.2009 11:47
Von: Chris Bessei
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#56
Task 6 - Endlich wieder gutes Wetter
Heute war der 6. Task der XC Open in Piedrahita, endlich mal wieder mit hoher Basis und guter Thermik.
Der Thermikbeginn verzögerte sich leider, weshalb das Startfenster bis 15.15 Uhr verlängert wurde.Gegen 14.30 Uhr starteten die meisten der DHV Jugend und konnten aufdrehen.Ich erwischte es direkt nach dem Start nicht sehr gut und sah mich schon am Landeplatz, aber gut 100m darüber erwischte ich endlich den rettenden Bart und konnte zu den Anderen aufschließen.Mit knapp 2100m(1900m Start) ging es die Kante entlang, wobei ich zum Teil bis auf 1600m absank(Talgrund 1200m).
Immer wieder ballerten starke Thermikblasen nach oben, aber dadurch enstand auch sehr starken Sinken dazwischen.
Wir hatten heute 3 Wegpunkte zur freien Auswahl, d.h. Startplatz - 3 Wegpunkte - Landeplatz, weshalb wir erstmal gut 10km die Kanten entlang flogen, dann zurück zum Startplatz dümpelten, auf die andere Seite der Kante und dann wieder am Startplatz vorbei zurück zu Wendepunkt 1.Mit schöner Strecke hat das zwar nichts zu tun, aber effektives Kilometer sammel ist halt nicht immer schön.Gegen 17Uhr flog ich dann mit 2900m von Wendepunkt 3 ab und konnte dank dem Ostwind die Nordkanten am Startplatz vorbei ein letzes Mal entlang fliegen.Immer wieder Nullschieber, Steigen, manchmal etwas Soaring und insgesamt nochmals gut 25km konnte ich bis 18 Uhr herausfliegen.Mit 58km sollte ich heute den Task in der Funklasse gewinnen, der erste Overall dürfte ca. 120km haben, das ist zur Zeit aber noch nicht sicher.
Der Primax geht eigentlich ganz gut, aber bei tiefer Basis fehlt einfach das gute Gleiten, mit hoher Basis ermöglicht er ein sehr entspanntes Fliegen. :-)
Grüße aus dem sonnigen Spanien,
Chris
Geschrieben am: 04.09.2009 12:43
Von: Chris Bessei
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#57
XC Open Piedrahita
Heute ist schon der 6. Tag der Piedrahita XC Open 2009, bisher konnten wir 4 Tasks fliegen, heute kommt wohl der 5. hinzu.
Der Wettbewerb begann Bilderbuchmäßig für mich, beim 1. Task konnte ich mit dem Primax auf Platz 23 Overall fliegen und damit den 1. Task in der FunKlasse gewinnen.(T-Shirt als Tagespreis :-).)
Tag 2 wurde leider von sehr starken Südwind zunichte gemacht, aber am nächsten Tag ging es schon wieder.
Am 3. Tag dann der 2. Task, diesmal war die Basis leider rund 1000m tiefer auf 2400m, wodurch der Task zum Bastelflug wurde.
Leider nur ein Platz im Mittelfeld, dafür konnte Dominic vom NOVA Juniors Team auf seinem Mentor den 1. Platz in der FunKlasse holen.
Gestern und heute dann noch tiefere Basis, fast aufliegend, ich konnte sogut wie nichts reißen und hänge jetzt im Mittelfeld fest, immerhin noch Platz 2 in der FunKlasse.
Dominic konnte auch die letzten 2 Tage den Tagessieg in der FunKlasse und sogar in der Sportklasse(bis 2er) holen, geniale Leistung.
Jetzt ist er mit dem Mentor auf Platz 4 in der SerienKlasse und Platz 1 in Sport und FunKlasse.
Heute siehts wieder fliegbar aus, aber die tiefe Basis wird das Primaxfliegen leider wieder sehr schwer machen.(Ober- oder unterhalb des Grades angekommen ist da die Frage.)
Daumen drücken und hoffen. :-)
Immerhin gabs bisher einige Flugstunden.
Gruß an alle daheim gebliebenen,
Chris
Geschrieben am: 28.08.2009 13:33
Von: Christoph Bessei
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#58
Piedrahita - XC Open 2009 Sponsored by DFC Suedschwarzwald
6.30Uhr, der Wecker klingelt, duschen,anziehen, Schirm packen, kurz beim Bäcker vorbei und auf zum Zug.
Ich hatte den beiden Startplatzcampern versprochen Frühstück mitzubringen und so saßen wir gegen 9 Uhr am Startplatz und genossen die warme Morgensonne.
Der Wind bließ noch recht kräftig aus Südwest, wurde aber rasch schwächer.
Um 10Uhr der erste Flug, leider nichts mit soaren und deshalb war ich schon nach 10 Minuten wieder unten am Landeplatz.
Um kurz vor 12Uhr dann der zweite Start, unverhofft konnte ich schnell überhöhen und mich sogar halten.Perfekte Vorraussetzungen für einen langen Flug!Normalerweise wäre ich wohl auf Strecke, aber dank Fun Cup hatte ich mal richtig Zeit zum Acro üben, Fullstall,SAT,Wingover,Assymetrische Spirale, alles mal probieren.
Kurz nach 19 Uhr landete ich dann am Heimeck, verdurstet, müde und mit einem ordentlichen Sonnenbrand auf der Nase, jaja "Fun" Cup. ;-)
Sorry Harald!
Jetzt packe ich gerade meine Reisetasche und den Schirm für die XC Open in Piedrahita, danke an den DFC Südschwarzwald, der netterweise die Teilnahmegebühr übernimmt.
Um 17.45 geht mein Flug von Basel nach Madrid, dann am Samstagmorgen weiterreise nach Piedrahita mit der DHV Jugend.Ich bin gespannt auf das Fluggebiet, das Wetter sieht aufjedenfall sehr heiß aus.(38°C in Madrid...puh!)Vielleicht klappts ja mit 200km One Way, oder wenigstens 100km?Wir werden sehen.Sowohl Primax als auch Factor sind dabei, jenachdem wie die Flugstunden aussehen.
Mal schauen wie es da unten mit Internet aussieht, werde aufjedenfall versuchen Flüge online zu stellen.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 27.08.2009 01:09
Von: Christoph Bessei
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#59
Kandel - Falken - Fun Cup
Endlich wieder daheim war heute auch schon der erste Flugtag.
Der Wetterbericht heute morgen sah zwar bescheiden aus, aber als ich aus dem Fenster schaute waren da traumhafte Kumuluswolken.Um 14 Uhr standen wir am Startplatz, die Wolken noch ca. 10m unter Gipfel, aber es ging.
Also raus und rumgekurbelt, bis gegen 15 Uhr eine Abschattung alles kaputt machte.Landen gegangen, mit dem Vereinsbus wieder hoch und nochmals gut 1h30 geflogen, diesmal gings sogar auf fast 1700m, danke Fritz fürs mitfliegen!
Dann gabs wieder eine Abschattung, die ich überstand, aber als die Sonne wieder kam war ich leider schon zu tief um nochmal aufzudrehen.
Um 18 Uhr dann der letzte Start, bockiger Südwestwind, sehr schön auf Kandel West...aber es ging.Bis 19:00 Uhr, dann warteten die Falken am Landeplatz.
Terzel ist inzwischen richtig gut trainiert, fliegt, landet, isst und von vorne.Mein liebes Weib wurde in letzter Zeit leider etwas vernachlässigt, ich war nochmal 4 Tage in Siegen und bin ab Freitag bei den XC-Open in Spanien.Trotzdem war sie heute sehr brav, flog einige Runden, landete, nur gegen Ende hat sie sich mal wieder im Baum festgesetzt und konnte nur mit viel Geduld von dem leckeren Essen in meiner Hand überzeugt werden.
Zu guter Letzt erhielt ich gerade eine E-Mail von den Auswertern des DHV-XC, ein Pilot habe sich beschwerd ich würde mit dem Factor beim Fun Cup(der nur für 1er zugelassen ist.) mitfliegen.
Hiermit Gruß an den Piloten, der Primax ist ein LTF 1er!
Wer daran zweifelt kann mich gerne direkt kontaktieren, aber feige über die Auswerter zu stänkern ist etwas unschön.
Schönen Abend,
Chris
Geschrieben am: 19.08.2009 13:45
Von: Christoph Bessei
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#60
Die Falken sind los
Die letzten 2 Wochen waren die Falken ohne Nicky und mich unterwegs, da wir beide im Urlaub waren.Gestern trafen wir uns wieder mit Heinz, am Landeplatz.
Das Interesse bei den DFC'lern war recht groß, unsere zwei Süßen fanden das natürlich nicht so toll, aber daran werden sie sich gewöhnen.
Terzel flog dann auch brav einige Trainingsrunden mit Nicky, mein Weib interessierte sich nicht für das Küken und wurde deshalb nur ein bisschen Spazieren getragen.Heute Abend sehen wir uns wieder am LP.
Fliegerisch war der Tag nicht sehr ergiebig, stabil, bockig, eng und erst gegen halb 2 wirklich nutzbare Thermik.
Um halb 4 kam dann noch der Rettungsheli, weshalb ich nach Simonswald abflog und dort absoff.Der zweite Flug war etwas besser, aber nach rund einer Stunde setzte in 15-20er Nordost ein, welcher mich(und viele andere) ordentlich runterwusch.
Ich konnte mich vor dem Landeplatz noch auf die Nordostseite nach Siensbach retten und dort gut 10Minuten soaren, dann war auch dort die Luft raus.
Hatte mehr erwartet, aber so ist das halt.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 17.08.2009 09:28
Von: Christoph Bessei
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#61
Trampen - Flaches Dreieck nach NRW
Ein kleiner Exkurs in die Welt der günstigen Fortbewegung, vielleicht motiviert es ja einige, doch mal auf Strecke zu gehen und die Sorgen um das nach Hause kommen auf nach den Flug zu verschieben.
Ich startete am Donnerstag, es ging schon recht früh, gegen 12 Uhr setzte die Thermik ein.Den ersten Bart fand ich nach 5 Minuten, er war unglaublich, ohne nocheinmal zu drehen kam ich bis nach Limburg.Dort musste ich einige Zeit basteln, wurde aber nach gut 20 Minuten dafür belohnt und fand den nächsten Hammerbart, der mich direkt in mein Zieldorf bei Siegen brachte.
In Siegen macht ich nach 330km und 4 Stunden die erste Pause, genialer Schnitt, jetzt konnte ichs ruhig angehen lassen.
Nach einer ausgiebigen Pause setze ich meinen Weg um 15.30Uhr am Samstag fort, ein EuropeCar Leih"schirm" zeigte mir den Weg nach Hagen, von dort sah ich den 3er(der einzige aktuelle 3er auf dem Markt ;-).) von BMW.
Der Weg auf die A1 war damit gesichert, allerdings Richtung Norden, ich wollte aber nach Düsseldorf.
Deshalb musste ich eine kleine Autobahnquerung durchführen und war froh, drüben wieder Anschluss zu finden.Nach gut 45 Minuten basteln befand ich mich im Endanflug nach Düsseldorf, wo ich gegen 18.45Uhr Eintraf.
Für einen Abendflug nicht schlecht, weitere 100km geschafft.
Nach gutem Grillfleisch,viel Schlaf und einem leckeren Frühstück machte ich mich auf den Rückweg Richtung Freiburg.
Ich musste Gas geben, damit ich nicht kurz vor Freiburg in der Dunkelheit absaufe.
Ich war schon um 12 Uhr unterwegs, die erste Kurzstrecke nach Dormag war auch überhaupt kein Problem, der neue 5er(Proto) von BMW brachte mich mit einem unglaublichen Schnitt an den nächsten Bart.
Dann war Geduld angesagt, knappe 3 Stunden basteln, hoch,runter, manchmal hatte man es fast, dann war es doch wieder nichts.
Doch irgendwann konnte ich einen Bart mit viel Mühe auszentrieren und wurde belohnt, bis nach Karlsruhe kam ich damit. Allerdings musste ich jetzt mit dem Sunset aufpassen, es war schon 20.15!
Also war Eile geboten, der neu getrimmte/getunte Honda Civic(heiße Kiste!) war meine Rettung und brachte mich mit einem 170er Schnitt entlang der A5 an den Freiburger HBF, Dreieck geschlossen!
800km flaches Dreieck, 1400 Punkte in 16 Stunden(50km/h Schnitt), diese NOVA Schirme sind einfach genial. ;-)
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 08.08.2009 16:19
Von: Christoph Bessei
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#62
8 Tage Dolomiten - 6 Tage Fliegen
Leider sind die 8 Tage Seiser Alm schon wieder vorbei, dafür hatten wir super Flugwetter(22 Flugstunden mit Primax für den Fun Cup.), nette Leute und gute Stimmung.
Bis auf mein FAI war ich zwar nicht viel auf Strecke, wenn man mal von Schlernrunden etc. absieht, trotzdem waren fast jeden Tag 4-5 Stunden Flugzeit möglich. Dazwischen 1,2 Mal toplanden, Vesper essen und wieder starten, Urlaubsfliegen eben.
Jetzt sind wir grade auf dem Heimweg und haben auch schon den ersten Stau gefunden, währenddessen kann ich gemütlich mein 100km FAI für das nächste Jahr und meine Anfahrt zur Emberger Alm(Suche Mitfahrgelegenheit ca am 10.08!) planen.
Bis bald,
Chris
Geschrieben am: 06.08.2009 14:31
Von: Christoph Bessei
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#63
65km FAI - kleine Dolomitenrunde
Geplant, hingefahren und geflogen. So könnte man den gestrigen Tag beschreiben.
Die Planung war ein 64km FAI, Start an der Rodella, dann der erste Wendepunkt an der Marmolada, Nummer 2 am Karrenpass und Nummer 3 am Raschötz oder der Seceda.Danach das Dreieck schließen und zurück zur Alm fliegen.
Startzeitpunkt war bereits kurz vor 12Uhr, Zeit stand also genügend zur Verfügung(wenn man von einem 10-15er Schnitt ausgeht.).
Gegen 13 Uhr waren die ersten 20km, dank einer Wolkenstraße zur Marmolada, geschafft und ich konnte entspannt Richtung Wendepunkt Nummer 2 fliegen.
Immer schön hoch fliegen, ab und zu etwas Bastelei, aber insgesamt ging es gut voran.
Am Karrenpass musste ich etwas tief zwischen 2 Felswänden durch und die Westseite des Rosengarten trug um 14.00 Uhr auch nicht so gut, aber die Dolomiten gehen halt trotzdem besser, als der Schwarzwald.
Über dem Spitzbühl angekommen legte ich, da ich sowieso sehr früh dran war, eine kurze Acrorunde ein, winkte den am Startplatz sitzenden Elztälern und machte mich dann auf den Weg zu Wendepunkt Nr 3, dem Raschötz.
Nach einer kurzen Tiefflugeeinlage bei der Talquerung vom Puflatsch zum Raschötz konnte ich dort angekommen im bockigen Talwind aufsoaren und weiter oben in die Thermik einsteigen.
Dann schnell zur Seceda, wo der "ruhigste Bart des Tages stand und dann die Talquerung zum Langkofel.Dort konnte ich sehr Geländenah einen Bart ausdrehen und den Kletterern winken.Da ich leider nicht über den Gipfel kam, mogelte ich mich zwischen Lang und Plattkofel durch einen Sattel und schon war das Dreieck geschlossen.16.00Uhr, jetzt noch gemütlich zum Spitzbühl zurück und erstmal was trinken, dachte ich.
Der Almwind machte mir leider einen Strich durch die Rechnung und so stand ich etwa 5km vor dem Spitzbühl an einer Bushaltestelle.Zum Glück fuhr der Bus zum Compatsch alle 5Minuten und oben kam auch schon Angelika mit dem Auto angefahren um mich abzuholen.
Um 18 Uhr war ich wieder am Startplatz, aber zum Einen war es inzwischen sehr stabil und eine Toplandung nicht garantiert, zum Anderen wollte ich nur noch ins Bett liegen. :-)
Also noch ein Weizen getrunken, gegessen und abgelegen.
Herrlicher Tag!
Heute siehts auch gut aus, aber wird wohl eher ein gemütlicher Dümpeltag.
Gruß,
Chris
P.S. Der Primax geht super, aber für den Fun Cup fehlen noch ein paar Stunden. :-)
Geschrieben am: 03.08.2009 14:57
Von: Christoph Bessei
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#64
Seiser Alm
Letzten Mittwoch haben auch in Baden-Württemberg endlich die Sommerferien begonnen und seit Samstag bin ich auf der Seiser Alm in Südtirol.
Wenn ich aus dem Fenster schaue sehe ich hauptsächlich Wolken, aber auch den Schlern, die Rosszähne, Langkofel,Plattkofel und den Puflatsch.
Eine ähnliche Aussicht hätte ich auch gerne von Freiburg aus!
Der Samstag begann etwas müde, wir waren die Nacht durchgefahren, aber auch mit Flugwetter. Die Basis war zu tief und die Wolken in den Dolomiten zu groß um Strecke zu machen. So konnte ich wenigstens Mal ein paar Flugstunden für den FunCup sammeln, zum Rumdümpeln musste es ja nicht mein Factor sein. :-)
Das Liegegurtzeug von Kalle(Danke!) ist auch nicht schlecht, nur mit der Bequemlichkeit...vielleicht noch etwas anders einstellen.
Mein Vater und ich landeten gegen 20.30Uhr in Seis unten, die großen, nach Westen ausgerichteten Felswände trugen einfach zu gut, wurden dort von Ruben eingesammelt und zurück zur Hütte gebracht, super Sache!
Gestern war es leider etwas schwieriger, dass es nichts mit Strecke werden würde war klar und so pendelte ich wieder zwischen Puflatsch und Spitzbühl, landete mal am Startplatz usw. Spaßfliegen halt!
Gegen 15 Uhr frischte der Südwind auf und der liebe Schlern produzierte ein ordentliches Lee, dazu die immer größer werdenden Wolken, es war nicht schön.
Zum Glück standen Martin und ich 20 Minuten später, trotz Steigen bei 0km/h Vorwärtsfahrt, gesund am Boden.(NOVA ist zum Glück auch vollbeschleunigt stabil ;-).)
Wieder zurück bei der Hütte regnete es auch schon und es gingen gute 60er Böen durch.
Heute ist endlich mal schlechtes Wetter, das Internet funktioniert endlich und ich habe Zeit zum Berichte schreiben, Flüge einreichen etc.
Jetzt gehts noch ein bisschen Laufen und dann, mal schauen.
Bis Morgen, hoffentlich mit besserem Wetter.
Gruß,
Chris
P.S.
Harald... +420? :-)
Geschrieben am: 27.07.2009 20:02
Von: Christoph Bessei
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#65
Vereinsmeisterschaft in der Badischen zeitung
Vor kurzem war der Bericht über die 1. DFC-Südschwarzwald Vereinsmeisterschaft in der BZ:
BZ Waldkirch
Und der Bericht auf der Homepage des DFC(ähneln sich komischerweise ungemein ;-) ):
DFC Bericht
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 27.07.2009 13:17
Von: Christoph Bessei
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#66
Hammertag im Schwarzwald - Prüfungsflug in Bayern
Ich hätte lieber nicht ins OLC geschaut, bekam ich doch den Mund fast nicht mehr zu, als ich die Flüge von Samuel und Reinhard gesehen hatte.
Ramon,Thomas,Chris und ich saßen gute 15 Stunden im Auto für 2x20 Minuten Prüfungsflug am Wallberg und im Schwarzwald knackt Samuel fast die 250 Punkte Marke, Reinhard fliegt nur knapp an seinem 100km FAI vorbei(und überholt mich im Kandel Cup :-( ) und Harald sammelte mal wieder Flugstunden für den Fun Cup.
Gut, ich darf jetzt die Tandemausbildung anfangen und war gestern gottfroh nicht lange fliegen zu müssen(Erkältung - Schweinegrippe? ;-) ), aber wenn ich das gewusst hätte....aua!
Herzlichen Glückwunsch an Reini und Samuel, wäre gerne dabei gewesen!
Ich bin gespannt was sich im Schwarzwald Cup noch tut, es scheint ja noch alles offen zu sein!
Nächstes Jahr werd ich wieder alles geben um Karlsruhe oder meine Bodenseequerung zu erreichen, aber jetzt heißt es Falken, Südtirol, Junior Challenge und XC Open.(Bzw. Erkältung auskurieren....)
Gruß,
Chris
P.S. Wo waren die Elztäler gestern und warum hat der Tobias ""nur"" 85 Punkte???Selektiver Hammertag?
Geschrieben am: 15.07.2009 00:15
Von: Christoph Bessei
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#67
Wanderfalken ganz groß
Heute waren Nicole und ich zweimal bei den Falken, erst gegen 10 Uhr für einen Termin mit der Badischen Zeitung und dann nochmal Abends, um die Vögel trainieren und füttern zu können.
Klaus Dieter hat 2 schöne Fotos beim Falkenstart gemacht, außerdem ein Foto von unseren frischgedruckten T-Shirts.Zum Schluss noch ein Bild vom Sonntag, mit Klaus-Peter.
Gruß,
Chris
Falkenstart Nummer 1
Nummer 2
Siegerfoto
Polo Shirt
Geschrieben am: 13.07.2009 00:11
Von: Christoph Bessei
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#68
Vereinsmeister
Letztlich hat es doch geklappt, bei den Drachen ist Klaus-Peter Wilming Vereinsmeister des DFC-Südschwarzwalds und bei den Schirmen Christoph Bessei(Sponsored by Nova ;-) ).
War ein schönes Grillfest mit netten Leuten und guter Stimmung!
Glückwunsch an Armin und Andreas zu den genialen Flügen gestern, es war echt selektiv und ihr habts gepackt!Nächstes Mal bin ich hoffentlich auch wieder dabei.
Hoffentlich bis bald am Berg(vielleicht auch mal mit Falken.)!
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 12.07.2009 00:53
Von: Christoph Bessei
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#69
Kandel Cup
Heute fand die Vereinsmeisterschaft des DFC statt, Startplatz natürlich wie immer der Kandel.
Gegen 10.30 war Briefing am Startplatz, Andi,Holger und ich waren bereits startklar, da es genug Westwind zum Soaren hatte.
Der Wetterbericht war sich nicht einig, der DWD sagte Hammerwetter vorher, der NZZ keine nutzbare Thermik.
Letztlich war es eine Mischung aus beidem und insgesamt ein ziemliches Glücksspiel.
Immer wieder waren sehr gute Phasen von 20-30 Minuten am Kandel und dann schattete es für 20Minuten ab und alle standen am Boden.
Die Kunst war heute, diese Phasen zu umfliegen, schneller als die Schatten zu sein oder günstig zu parken.
Als Beispiel sei der arme Wieland genannt, der eine sehr ungünstige Phase erwischte und in Simonswald stand.(Zeigt ganz gut, wie viel Glück/Pech oftmals dabei war.)
Ich hing zum gleichen Zeitpunkt 300m höher am Schwimmbadeck und konnte die 15 minütige Abschattung glücklicherweise mit 0 Schiebern und leichtem Sinken überleben.
Armin hat es am allerbesten erwischt, an so einem Tag, so ein Flug, Respekt!
Wie die Platzierungen genau aussehen werden weiß ich noch nicht, Armin war nicht angemeldet, Holger hat noch nicht eingereicht und wer weiß, vielleicht kommt ja noch irgendein Überraschungskandidat.
Mein Schramberg Dümpler sollte zwar für die Top 3 reichen, trotzdem war heute deutlich mehr drin, um 16.30 am Boden stehen ist einfach zu früh!
Danke Armir für die super Organisation, ich freu mich aufs morgige Grillfest.
Gruß,
Chris
P.S. So schön Wettbewerbsfliegen auch ist, so sehr ist es doch, gerade bei einem einzigen Task, eine Momentaufnahme die nur selten das reine Können eines Piloten wiederspiegelt.
Ich hoffe für nächstes Jahr auf eine XC Wertung über mehrere Tage, z.B. Wochenenden oder die ganze Saison.
Geschrieben am: 08.07.2009 09:14
Von: Christoph Bessei
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#70
Wenn der Hunger kommt...
..dann kommen die Falken von ihrem täglichen Ausflug zurück.
Inzwischen funktioniert das sogar recht gut, sowohl Terzel als auch unser Weibchen kamen gestern schon nach kurzer Zeit auf die Faust geflogen.
Nach 3-4 "leckeren" Küken ist dann auch der letze Hunger gestillt und es kann weiter zum organisatorischen Teil gehen.
Wir suchten Motto,Motiv und Namen für unser Projekt, sind uns aber noch nicht ganz einig, welches es nun wird.Aber bis zum ersten Presseauftritt wird alles feststehen, seid gespannt.
Ich muss jetzt in die Schule, heute Abend gibts wieder mehr!
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 06.07.2009 09:17
Von: Christoph Bessei
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#71
Wanderfalken,Streckenfliegen und Acro
Nach 12 Stunden Kandel ging der gestrige Tag zu Ende, mein Geldbeutel ist trotz dieser Arbeitszeit kein Stück gewachsen, was mach ich falsch?
Um 10 waren wir wieder am Bus, 2 Abgleiter, bisschen Acro mit Andi,Thomas, Johannes, Andrea und Harald.(Wir brauchen einen Gruppennamen, kann ja nicht immer alle aufzählen!)
Danach wurde es interessant, erstmal gut eine halbe Stunde gebraucht um am Kandel(!!!) hochzukommen, mensch war das zäh.
Zwischenzeitlich hatte mich Harald ausgekurbelt(;-) ) und ich überlegte, ob das Bier von gestern so stark war.
Irgendwann klappte es aber doch noch und ich konnte die Suggentalrunde drehen, um dann, zurück am Kandel, mit 1050m zum Schwimmbadeck zu fliegen.
Eigentlich wollte ich möglichst weit von CB über Titisee weg, das war mehr ein Atompilz, als eine harmlose Wolke.
Mit 800m im Kessel angekommen konnte ich trotz Nordwind am Südwesthang aufsoaren und ab dem Gipfel ging ein sauberer 5m/s Bart bis an die Basis.
Bei 1600m bin ich aber ausgestiegen, kurze Hose.... und außerdem reichte es bis zum Gschasi, was mein heutiges Ziel war.
In Yach musste ich nochmal ein bisschen kurbeln und auch am Gschasi dachte ich kurz ans Landen, aber dann knallte es wieder bis auf 1700m hoch.
Weiter Richtung Landwassereck, aber die Talquerung übers Hinterprechtal war mir dann doch zu blöd und drehte um.
Am Gschasi wieder hochkatapultieren lassen und dann???Tja, Wieland und Franz flogen netterweise Richtung Hörnleberg vor und ich konnte mir gemütlich eine gute Route raussuchen.
Am Schwimmbadeck gings dann wieder gewohnt mit 4m/s bis auf 2100m, diesmal benötigte ich die Höhe aufjedenfall, wollte ich doch Richtung Emmendingen fliegen.
Schlotternd gings von Wolke zu Wolke, bis ich dann kurz nach Sexau am Boden stand.Steffen, der mich vom Schwimmbadeck an begleitet hatte, drehte noch rechtzeitig um, aber ich wollte es mal wieder wissen und stand im letzten Tal,irgendwo...
Egal, 4 Stunden, 74 Punkte und das an so einem Tag!
Zurück am Kandel fuhr mich Jürgen schnell zu den Falken, die den ganzen Tag frei rumfliegen durften und jetzt zurück kommen sollten.
Mit unserem Terzel klappte das auch ganz gut, als wir in Sichtweite kamen, das Futter in der Hand, ging das Geschrei schon los.
Kurze Zeit später und nach einigen missglückten Landeanflügen(Kopf,Rücken,Oberarm...)
saß er dann auf der Hand und durfte ein Kücken nach dem anderern verdrücken.
Unser Weib machte es uns leider nicht so leicht und sträubte sich auf den Arm zu fliegen.Letztlich musste wir sie direkt von einer Mauer auf den Arm nehmen, ohne viel Fliegen.
Danach gings mit den Falken an den Landeplatz um sie an die Gleitschirme zu gewöhnen.
Nach weiteren 2 Abgleitern war ich dann auch endlich auf dem Heimweg, was ein Wochenende!
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 05.07.2009 10:53
Von: Christoph Bessei
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#72
Wanderfalken und Fliegernews die 7.
Das Wochenende ist schon fast wieder vorbei, aber es war auch einiges los.
Am Freitag war Falkenfütter angesagt, Terzel ist topfit und unserem Weibchen geht es langsam auch wieder besser.Nur dieses unglaublich laute Geschrei, das müssen wir ihnen noch abgewöhnen.
Der Samstag sah dann auch fliegerisch einigermaßen gut aus, meine Mutter und ich kamen vom Kinzigtal angerast und Johannes schmiss sich vor den Vereinsbus, damit ich bei der ersten Fahrt noch mitkonnte.
Oben war schon leichter Vorwind, Andi und ich starteten natürlich gleich um die erste Acrorunde zu drehen.
Unten wartete schon der Bus,Blume machen und los!
Der zweite Flug war dann unerwartete schon thermisch und wir konnten 2-3 Mal auf 1600m aufdrehen, um die Höhe dann wieder sinnlos zu vernichten. :-)
Irgendwann sank die Basis dann zunehmends, dank der herannahenden Gewitter, also vorfliegen, Höhe vernichten und Landen.
Am Landeplatz wurde schnell der heutige Falkenbesuch organisiert und dann fuhr ich nochmals hoch, die Gewitter lösten sich mal wieder auf.
Trotzdem flog ich beim 3. Flug schnell nach vorne, das Wolkenbild Richtung Westen war mir nicht ganz geheuer und so einen Kaltluftausfluss muss ich nicht unbedingt in der Luft erleben.Es gab aber einige, die zum Beispiel Stunden für den Funcup sammelten( ;-) ) und zeigten, dass es noch locker zum Fliegen gegangen wäre.Nach dem Zusammenpacken fuhr mich Harald schnell zu den Falken.Terzel war diesmal besonders hungrig und flog das erste Mal einige Meter auf die Faust, um an sein Futter zu kommen.
Flug Nummer 4 und 5, nachdem wir die Falken wieder in Sicherheit gebracht hatten, waren noch Abgleiter zusammen mit Thomas, der einen unglaublichen Endanflug vom Suggental machte!Nichtmal zum in Wind drehen hats noch gereicht, als er auf den Landeplatz schoss. :-)
So kanns weitergehen, wobei ich eigentlich auch mal wieder auf Strecke will.
Heute siehts nicht so gut aus, aber 9.30Uhr ist Abfart zusammen mit Andi, wenigstens noch 1 oder 2 Acrorundn bevors regnet.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 03.07.2009 21:12
Von: Christoph Bessei
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#73
Wanderfalken News - Ausgabe 6
Heute waren wir endlich wieder bei unseren Lieblingen, beide sind wieder zurück bei Heinz, allerdings hat unser Weibchen eine große Schwanzfeder verloren und dementsprechend eine recht große Wunde.Gute Besserung Getrude,Krimhilde oder Gudrun, mal schauen wie sie dann wirklich heißen wird.
Wir haben die beiden nur schnell gefüttert und dann wieder in die Freiheit entlassen, morgen oder übermorgen warten wir dann wieder mit "leckerem" Taubenfleisch an der gewohnte Futterstelle.
Das Spielchen werden wir noch einige Male wiederholen, damit die Falken, sollten sie in der Luft verloren gehen, einen festen Platz haben, wo sie uns wieder finden.
Morgen ist erstmal der Kandelcup, wobei ich noch nicht so ganz dran glaube.
Wahrscheinlich werden wir danach noch bei Heinz vorbeischauen, vielleicht kommt einer der beiden Falken ja schon zurück.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 01.07.2009 21:27
Von: Christoph Bessei
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#74
Wanderfalken Tag 5 - erste Pause
Ausnahmsweise waren Nicole und ich heute nicht bei Heinz, trotzdem hier kurz die neusten Infos:
Das Weib ist heute Nachmittag schon zurückgekommen und auch das Terzelchen ist in der näheren Umgebung, zumindest laut Peilsender.
Morgen werden Nicole und ich wieder gegen Abend hinfahren um hoffentlich auch Terzelchen wieder in Empfang nehmen zu können.Danach geht dann das Flugtraining los und in einigen Tagen werden wir die Vögel an den Gleitschirm gewöhnen, man darf gespannt sein.
Schönen Abend,
Chris
Geschrieben am: 01.07.2009 00:35
Von: Christoph Bessei
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#75
Wanderfalken die 4. - Wenn die Flügel frei sind
Auch heute waren Nicole und ich wieder in Waldkirch bei unseren Lieblingen.
Als wir gegen 11.45(Schulbefreiung) ankamen war Heinz schon am einladen und so waren schnell alle Vögel im Auto und es konnte losgehen.
Nach kurzen Streicheleinheiten durften wir die Fussfesseln der Jungfalken lösen um das Fliegen auf die Hand zu üben.(Natürlich immer mit frischem Fleisch in der Hand.)
Nach einigen Versuche kam dann die Stunde der Wahrheit, wir setzen die Vögel auf einer kleinen Scheune ab und warteten.
Sehr bald machte sich das Weibchen auf in die vorübergehende Freiheit, unser Terzelchen traute sich noch nicht so recht, aber auch er flog irgendwann davon.Das erste Mal ohne Fesseln die Flüge öffnen, kurz Lüften und einfach davonfliegen, traumhafter Vorwärtsstart und das ganz ohne Fluglehrer.
Irgendwas machen wir falsch.
Schon nach wenigen Sekunden verschwand das Weibchen aus dem Sichtfeld, irgendwohin.
Morgen oder Übermorgen, wenn die Vögel Hunger haben, werden wir wieder am bekannten Platz mit Futter warten und hoffentlich mit einer perfekt ausgeflairten Landung auf die Faust belohnt werden.
Drücken wir unseren Falken die Daumen, dass sie die Tage in Freiheit gut überstehen!
An dieser Stelle ein Dankeschön an Heinz unsern Falkner, der Nicole und mir diese einmalige Chance bietet, an Harald, der gestern einige tolle Fotos geschossen hat und an NOVA für den super Schirm. ;-)
Link zu den Bildern
Der nächste Bericht dann hoffenlitch mit guten Neuigkeiten, von den himmlischen Heimkehrern.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 30.06.2009 01:57
Von: Christoph Bessei
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#76
Wanderfalkentagebuch Tag 3 - Wenn man nicht aufpasst...
...hat man den Vogelkot am Bein kleben, nächstes Mal halte ich den Falken wieder anders. ;-)
Aber von vorne, gegen 15.30Uhr stand Harald vor meiner Haustür, du hast einen sehr praktischen Arbeitsplatz!, um mich zum Fliegen abzuholen.
Aber schon bei der Fahrt zum Kandel stand schnell fest, dass wir nicht hoch wollten, zu hoch und dunkel waren die Wolken bereits.
Deshalb setzte mich Harald in Waldkirch ab und ich trampte weiter Richtung Elztal, da dort gegen 16 Uhr das Abbauen des Vereinsfestes beginnen sollte.
Kurz nach 16 Uhr kam ich an und staunte nicht schlecht, die Zelte, Maschine, Schäuche und Kabel waren bereits weg, nur noch ein paar Bierbankgarnituren mussten verladen werden.
Dann etwas Müll aufsammel und fertig, naja, der gute Wille war vorhanden.
Um 18 Uhr machte ich mich dann auf den Weg nach Waldkirch zu unseren Wanderfalken, bisher sind die 2 ohne Namen und sollen es, bis sie das erste Mal beute reißen, auch bleiben.
Ich bin aber für Namensvorschläge offen und werde diese dann weiterleiten, tragt euch einfach ins Gästebuch ein oder schreibt mir eine E-Mail(unter Kontakt.)
Harald war auch da um einige Fotos zu schießen(170 warens.), werde ich morgen mal aussortieren und hochladen.
Nicole und ich haben heute die Vögel getauscht, diesmal hatte ich größere Weibchen und sie das Terzelchen(Männchen).
Heute klappte auch das Fressen aus der Hand und bis auf das kleine Missgeschick mit dem Kot verlief alles super.
Nur das Geschreie des lieben Weibchens müssen wir noch in den Griff bekommen.(Ich möchte mich hiermit von jeglichem Rückschluss auf die menschliche Rasse distanzieren.;-) )
Heinz meinte wir könnten bereits in 2-3 Tagen die Falken das erste Mal fliegen lassen, die Pfeifen fürs Trainieren, brachte Nicole heute schonmal.
Morgen wieder mehr, das Treffen ist schon abgemacht, jetzt gehts erstmal ins Bett.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 29.06.2009 00:56
Von: Christoph Bessei
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#77
Wanderfalkentagebuch - Tag 2
Sonntagabend, ein gefühlt sehr kurzes Wochenende geht zu Ende und was bleibt ist der erste gute Eindruck, von unserem Wanderfalkenprojekt.
Heute haben Nicole und ich das erste Mal die Vögel getroffen, gut 3 Stunden waren wir mit dem Falkner und den Tieren unterwegs, um die Falken an uns und den Trainingsplatz zu gewöhnen.
Der erste Kontakt war das Tragen der Tiere vom Auto auf die Wiese,dank "Scheuklappen"(Das mit den Fachbegriffen kommt noch...) vor den Augen der Falken und dicken Lederhandschuhen an unseren linken Armen, verlief das erste auf den Arm nehmen recht ruhig.
Am Anfang war die Skepsis der Tiere, als sie die Scheuklappen nicht mehr auf hatten, recht hoch, aber nach gut 2 Stunden spazieren tragen, sitzen und gut zu reden, waren dann auch kleinere Streicheleinheiten ohne Blutungen möglich.
Das Füttern klappte nur bei Nicole so richtig, mein Terzel(männlicher Falke, erster Fachbebriff!) wollte noch nicht wie ich und so muss das Fressen aus der Hand bis morgen warten.
Morgen 19 Uhr ist schon das nächste Treffen und ich freue mich sehr darauf, das Gefühl so einen Meister der Lüfte auf dem Arm zu halten, das hat was.
Ich bin gespannt was noch alles kommt und werde weiter berichten!
Bis bald.
Chris
Geschrieben am: 28.06.2009 11:10
Von: Christoph Bessei
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#78
Wanderfalken - Auf in eine neue Dimension
Erst vor einigen Tagen kam die Mail von Klaus, ein DFC-Mitglied, dass einer seiner Nachbarn Falken züchtet und diesen das Fliegen beibringen möchte.
Er suchte also nach 1 oder 2 Gleitschirmfliegern, mit viel Freizeit, die ihm erst helfen mit den Falken die ersten Flugversuche durchzuführen und dann mit dem Gleitschirm mit ihnen fliegen geht.
Ich war sofort Feuer und Flamme, was für ein erhabenes Gefühl muss es sein, wenn ein Falke in 2000m, an der Basis klebend, auf deinem Arm landet, sein Futter isst und dann mit dir weiterfliegt?
Mal ganz davon abgesehen, welch neue Streckenflugmöglichkeiten sich dadurch ergeben, aber das wird sich zeigen. ;-)
Heute war nun das Treffen bei Klaus, mit dem Falkner und den 7 Bewerbern.
Erst gab es einen älteren Film "Der Mann und der Adler", letztlich zeigte der Film genau das, was wir vor hatten.Danach zeigte noch Nicole einige Bilder von Nepal, wo eine Flugschule abgerichtete Geier hielt, um das Zusammenfliegen mit den Vögeln zu ermöglichen.Dann kam auch schon der Falkner, erzählte uns etwas über das Projekt, seine Vorstellungen und Ziele.
Es war ein interessantes Gruppengespräch, mehr über die Tiere zu erfahren, über die Möglichkeiten und Probleme.
Nach 3 Stunden war es auch schon vorbei, die Entscheidung war noch nicht getroffen und so war abwarten angesagt.
Da ich gegen 16 Uhr Arbeitsdienst am Elztäler Vereinsfest hatte, wollte ich Richtung Elzach, natürlich verpasste ich grade den Zug, weshalb mich Ramon netterweise ins Prechtal fuhr(Danke, das nächste Landebier kommt!).
Dort angekommen wartete gerade der Vereinsbus, die Wolken hatten aufgemacht, der Startplatz war frei und es herrschte leichter Vorwind.
Also schnell hoch, ausgepackt, etwas rumgedümpelt und dann vor um über dem Festzelt noch ein bisschen Softacro zu fliegen.
Kurz nach der Landung bekam ich einen Anruf von einer unbekannte Nummer, insgeheim wartete und hoffte ich schon die ganze Zeit auf diesen Anruf, Klaus war am Telefon, ich sei dabei!Juhu!
Sonntag 15 Uhr das erste Treffen, ich bin gespannt und werde Berichten.
Falkentagebuch Tag 1 - Ende ;-)
Gruß,
Chris
P.S. Gerne würde ich das Projekt mit Bild und Ton festhalten, hat jemand Interesse zu filmen oder besitzt jemand eine Kamera die er verleihen könnte?(Gute Fotokamera und/oder Fotograf wäre/n auch toll!)
Wenn Interesse besteht einfach kurz anrufen, danke!
Geschrieben am: 26.06.2009 21:53
Von: Christoph Bessei
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#79
Elztäler Vereinsfest
Guten Abend,
dieses Wochenende, 27/28.06 findet im Prech/Elztal das Elztäler Vereinsfest statt.
Gutes Essen, genug trinken und nette Leute werden aufjedenfall da sein, ob das Wetter auch mitspielt, werden wir dann sehen!
Auch für die Kinder ist gesorgt, dank Flugsimulator und Betreuung können die ältere Herrschaften auch mal in Ruhe ein oder zwei Bierchen trinken. ;-)
Ich hoffe ich werde einige von euch am Wochenende im Elztal treffen und vielleicht gibts ja auch das ein oder andere Flüglein!
NOVA Schirme gibts diesmal leider keine, die sind an der Kampenwand beim NOVA Insider.Trotzdem, wer mal etwas probefliegen möchte, kann sich gerne melden!
Bis bald im Elztal.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 21.06.2009 09:34
Von: Christoph Bessei
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#80
Arbeitseinsatz und Regenwolken
6.30Uhr, der Wecker klingelt schon wieder, ist es nicht Samstag?
Heute ruft nicht die Schule sondern der Gschasi Startplatz, das Gras ist mal wieder zu hoch.
Also aufstehen, auf zum Zug und von Elzach per Anhalter zum Landeplatz.
Weiter mit dem Vereinsbus auf den Berg und dann erstmal arbeiten, zwischendurch immer wieder Schauer und meine Hoffnung auf Basis 2200m sinkt ;-).Gegen 14 Uhr starten dann die Hardcore Elztäler, der nächste Schauer stand schon über der Herzlewiese und konnten sogar etwas aufdrehen, Franz flog immerhin bis zum Hörnleberg.
Ich arbeitete lieber weiter, ein nasser Schirm für 20Minuten rumdümpeln musst nicht sein.
Gegen 15 Uhr kamen die Hardcoreflieger dann wieder und gegen 16 Uhr startete ich, direkt vor dem Startplatz riss ein sehr enger und zerissener Bart mit 3m/s an und brachte mich auf 1600m.
Eigentlich war keine Strecke geplant, aber naja, auf zum Kandel.
Über Yach zum Windrad und dort einen Leebart gefunden, 4,5m/s Steigen bei 8/8 Schichtbewölkung und Regenwolken über Furtwangen, wäre ich daheim und würde aus dem Fenster schauen, ich würde nichtmal ans Fliegen denken!
Ich rechnete immer mit einem Zerstörer, so unruhig und zerissen war der Bart, aber es ging, bis auf 1650m.
Dank des starken Nordwestwinds war ich jetzt in einer ungünstigen Situation, ich wollte zum Kandel, nicht zum Hintereck.
Also langsam die Simonswälder Kante auf der Nordseite vorgetastet, es trug extrem gut und über dem Köpfle nach dem Tafelbühl konnte ich nochmals 200m aufdrehen.
Dann war eigentlich Abgleiten angesagt, mit 1200m am Hörnleberg und dann mit Rückwind Richtig Siensbach, nochmal ein bisschen gekurbelt und dann weiter zum Landeplatz.
Für den Tag, super schöner Flug und der entsprechende Abschluss folgte dann in einer Elzacher Pizzeria, danke fürs Heimfahren Brigitte!
Track folgt , war bisher zu faul das GPS rauszukramen...:-)
Gruß,
Chris
P.S. Glückwunsch an Ulrich Becker, an so einem Tag so ein Flug, wow!
Link zum Flug
Geschrieben am: 17.06.2009 12:08
Von: Christoph Bessei
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#81
Fluguntauglichkeit - Wenn die Grippe kommt
Gestern bekam ich von Harald mal wieder eine spontane SMS, ich hätte seit fast 14 Tagen keine Flüge mehr eingereicht und ob ich krank sei.
Ich gebe zu, ich bin in der Zwischenzeit geflogen, ganze 7 Flugstunden sogar, aber da ich gerade immernoch krank geschrieben bin, hatte ich es nicht eilig mit Online stellen.
Am Wochenende war ich beim Skywalk Nightfever und konnte dort einige Stunden sammel, aber fast keine Punkte.
Bin 14. in der Sportklasse geworden, war zwar im letzten Pulk, besteht aus ca 17 Piloten noch gut dabei, aber nach 5 Stunden Flugzeit(bin schon vor dem Nightfever draußen gewesen, für den Start kurz topgelandet.) und ohne Aussicht auf einen Platz unter den ersten 3, zumindest dachte ich das, war meine Lust nicht allzugroß, im schwachen Sinken Richtung Boden zu drehen.
Also vorgeflogen und Acro gemacht, auch wenn das meinem angeschlagenen Magen nicht grade gut tat.
Trotzdem sehr schönes Event, nächstes Jahr gerne wieder, dann hoffentlich mit einigen anderen Schwarzwaldkratzern. ;-)
Ich hoffe ich bin ab Morgen wieder am Start, heute könnts vielleicht gehen, aber wer nicht in die Schule geht, der geht auch nicht Fliegen....!
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 06.06.2009 10:57
Von: Christoph Bessei
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#82
Dorfgastein - Das Ende
Als ich gestern gegen 7 Uhr aus dem Fenster schaute, sah ich zum ersten Mal in dieser Woche einen richtig blauen Himmel.
Hoffnung stieg auf, es könnte ja ein genialer Flugtag werden, vielleicht würde eins meiner geplanten FAIs doch noch funktionieren.
Gegen halb 10 das erste Mal runterfliegen, schon leichte Thermikblasen auf der Ostseite und die Basis "schon" über 2200m.
Um halb 12 startete ich mit Liegegurtzeug, in schwachem Steigen gehts an die Basis und dann die Ostflanke vom Fulseck Richtung Stubnerkogel weiter.
Es ist zäh, geht nicht weit hoch und die Sinkwerte zwischen den Bärten sind hoch, aber es fliegt.Bis 19 Uhr habe ich noch über 7 Stunden Zeit, langsam fliegen.
Die erste Bastelstelle kommt nach 5km, eine Südflanke, normalerweise steht hier "immer" ein 8m/s Bart, heute sinds gerade mal 2m/s und die gehen nicht bis zur Basis.
Also warten, immer wieder neu in den Bart einsteigen, Zeit verdümpeln, aber immernoch besser als unten stehen.
Endlich gehts mal auf 2200m, auch nicht ganz Basishöhe, aber damit kann man arbeiten, also auf die andere Talseite gequert und dort mit 1700m in einen Bart eingestiegen.
Leider verpufft der bei 1800m, zurück zur Thermikquelle und neu einsteigen.
Das Spielchen wiederhole ich über 1 Stunde lang, währenddessen ziehen Cirren von Süden herein und machen die Thermik immer schwächer.
Irgendwann gebe ich entnervt auf, versuche gegen den Talwind Richtung Landeplatz zu fliegen und versenke mich letztlich dann einige 100m davor.
Der Elztäler Vereinbus mit Gerhard kam aber direkt und sammelte mich ein, danke!
2 1/2 Stunden "Streckenfliegen" und dann nichtmal zum Stubnerkogel oder zurück gekommen, Hammertag!
Jetzt muss ich packen, Wetter scheint heute schlecht zu bleiben, also gehts an die Heimfahrt, leider.
Fazit: Geiles Fluggebiet, nette Leute, gutes Essen und schöne Zimmer..ich freu mich auf nächstes Jahr!
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 04.06.2009 00:52
Von: Christoph Bessei
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#83
starker Wind - auch in Dorfgastein
Inzwischen hat auch uns der starke Nordwestwind erreicht, selbst für Groundhandling im Tal war es recht viel, aber mit kleinem Schirm gings dann doch irgendwie und ich konnte wenigstens für einige Sekunden abheben.
Morgen wollen wir, bevor der Höhenwind durchdrückt, zur Mittelstation fahren um wenigstens einen kurzen Abgleiter machen zu können.
Danach will ich, sollte der Wind so stark bleiben, eine 4m hohe "Soaringkante" ausprobieren, vielleicht klappts ja.
Inzwischen bin ich auch aufs Mountainbike umgestiegen, Alternativprogramm halt!
Bis bald, hoffentlich mit Flugberichten!
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 01.06.2009 09:23
Von: Christoph Bessei
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#84
Flugtag Nummer 1 - der grüne Mescal
Der Tag begann grau, sehr grau, keine blauen Flecken am Himmel, nur Wolken und eine Basis, die nichtmal das starten an der Mittelstation erlaubte.
Der Wetterbericht versprach Nachmittags einige Auflockerungen und es sollte trocken bleiben, also aufjedenfall Acrotauglich.
Um halb 12 standen wir(Gerhard,Günther,Sascha,Claudia,usw.) an der Talstation der Fulseck Bahn, die Basis war inzwischen schon über dem Gipfel!
Also auf zur Bergstation, der auf 2000m gelegene Startplatz war noch mit Schnee bedeckt und die Wolken schatteten fast alles ab, trotzodem sorgte die labile Luftschichtung(kaaaalt!) für einen schwachen Vorwind.
Als ich kurz nach halb 1 startete waren bereits einige Einheimische an der Basis und markierten die Thermik, trotzdem brauchte ich fast eine Stunde bis ich über dem abgeschatteten Gebiet einen ordentlichen Bart fand.
Ich konnte bis auf 2300m aufdrehen, dann kamen die Wolkenfetzen ins Sichtfeld, also nichts wie los zu meiner Gasteinertalrunde.
Ich wollte ein 50km FAI fliegen, Fulseck,Stubnerkogel und dann zum Ähm, keine Ahnung, gegenüber vom Fulseck halt.;-)
Die Westflanke zum Stubnerkogel war abgeschattet, dementsprechend langsam kam ich voran.
Auf die Südseiten traute ich mich nicht so richtig, ich befürchtete der Talwind würde dort ordentlich Lee verursachen.
An einer Nordflanke im Talwind soarend konnte ich mich halten und musste mit ansehen, wie Michael, mit seinem Mescal, oberhalb der Flanke in einen Hammerbart einstieg.
Jetzt musste ich es doch probieren, langsam tastete ich mich auf die Südseite vor, Sonne pur und dann riss es auch schon an, mit rumpeligen 4m/s ging es nach oben und über dem Gipfel wurde daraus ein richtig gemütlicher Bart.An der Basis angekommen war Michael schon weitergeflogen, die Westkanten entlang und immer an den Wolken klebend.
Ich zögerte einen Moment, entschied mich dann aber doch für die Ostflanke, da der Talsprung zum Stubnerkogel dann nicht so groß ist.
Tief kroch ich die Ostflanke entlang, rettete mich mal in einen Nullschieber und entschied mich schlussendlich mit der wenigen Höhe zum Stubnerkogel zu queren.
An der Nordseite angekommen schliech ich mich über die große Stromleitung auf die Ostseite, nahe an den Bäumen erwischte ich einen schwachen Bart, der immer stärker wurde.
Zurück an der Basis sah ich Michael unter mir im Bart, also schnell weiter, von einem Mescal wollte ich jetzt doch nicht versägt werden!
Ich wagte den großen Talsprung trotz tiefer Basis(2400m) und wurde an der Westflanke mit einem 6m/s Rumpelbart belohnt der mich bis auf 2700m korkte.
Jetzt stand dem FAI nichts mehr im Weg, außer meine Zeitplanung, es war erst 14.30Uhr und ich würde in ca. 30Minuten die Aufgabe geschlossen haben.
Also umdisponieren, der Tag war doch besser als erwartet und so entschloss ich mich den Pinzgauer Spaziergang anzutesten.
Im Gas stehend zurück zum Fulseck und weiter nach Norden.
An der letzten Kante bevor das Gasteinertal endet nochmal maximale Höhe und dann die "riesige" Talquerung an die Südflanken das Spaziergangs.
Ich kam tief an den Südhängen an, man hatte mir gesagt, ab 3000m könnte man die Talquerung versuchen, aber ich die Basis war halt nur 2800m.
Trotzdem konnte ich mich langsam nach oben arbeiten und im Talwind die ersten Kilometer fressen.
Es war jetzt schon halb 5, die Sonne stand viel besser auf die West als die Südflanken und so entschied ich mich umzudrehen.
Aber erstmal musste ich aus dem Talwind raus, 17km bis nach Dorfgaststein, bei 5km/h Vorwärtsfahrt schwierig.
Mit 1200m fand ich einen Bart der mich auf 2200m brachte und damit über den Talwind, der überregionale schob jetzt sogar etwas und so kam ich immer über den Gipfeln an.
Dann wurde es knifflig, wie sollte ich mit der Basis zurück ins Gasteinertal kommen?
Der Eingang des Tals ist zu eng und unlandbar um tief reinzufliegen und um über die Nordflanken zu springen, musste man ordentlich aufdrehen.
Ich entschied mich für letzteres und versuchte die Querung an die Nordflanke bzw. ein Seitental mit einem Westhang.
Aber der Talwind war zu stark und ich zu tief, am Hang angekommen wurde dieser vom Talwind überschwappt und ich sank schnell Richtung Boden.
Bis nach Taxenbach konnte ich mich noch retten, direkt an die Haupstraße, auf eine riesige Wiese.
Das Dreieck hatte ich geschlossen, 9km bis nach Dorfgastein am äußerstem Punt, das sollte reichen.
Kurz nach 17 Uhr stand ich also am Boden, packte ein und stand mal wieder an der Straße.
Gegen 18.30 war ich zurück im Mühlbachstüberl, da wartete schon der Vereinsbus, der nochmals zur Mittelstation fahren wollte.
Schnell den Acroschirm von Kalle eingepackt und hoch.
Oben herrschte noch Vorwind, nicht viel, aber immerhin.
Trotz der recht kleinen Fläche konnte ich nochmal ein bisschen Höhe machen, bevor ich dann über den Landeplatz flog.
Beim ersten Wingover kassierte ich seit langem mal wieder an der Außenseite einen Klapper, man musste doch mehr stützen als erwartete.
Dafür ging der assymetrische SAT genial, dank der großen Dynamik war die Fläche total stabil.
Dann stand ich auch schon am Boden, das Sinken mit dem kleinen Schirm ist um einiges größer, aber Spaß machts!
Flüge reiche ich mal gesammelt ein, mit UMTS Modem dauert das solange.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 31.05.2009 01:27
Von: Christoph Bessei
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#85
Dorfgaststein - Auspacken und kennenlernen
Heute morgen gegen 9.30 klingelte mein Telefon, meine Mitfahrgelegenheit war unterwegs.
"Schnell" mein Gepäck zusammengesucht und runter an die Straße, der Bus hielt an und schon sprangen 3 fleißige Helfer heraus und entsprechend schnell ging das verladen aller Testschirme,Reisetaschen und Gurtzeuge.
Nach 8 Stunden Fahrt, Besichtigung des Pinzgauer Spaziergangs und ein bisschen Dummschwätzen waren wir endlich da im Muhlbachstüberl in Dorfgaststein.
Kurz ausladen und dann füllten sich die Tische auch schon zum Abendessen.(Sehr lecker.)
Da heute Anreisetag war, endet das Zusammensitzen schon recht früh und gegen 23 Uhr war die Gaststube leer, das wird die nächsten Tage sicher noch anders.
Aber immerhin kenne ich jetzt schon einige Flugrouten,Startplätze,Thermikquellen usw. mal gespannt, was ich davon dann wirklich nutzen kann.(Die Wettervorhersage......)
Wenn es morgen nicht regnet ist wohl Acrofliegen angesagt, der rhytmische SAT ruft!Aber jetzt, gute Nacht!
Chris
Geschrieben am: 29.05.2009 16:17
Von: Christoph Bessei
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#86
Urlaub - Vereinsausflug
Nachdem ich mich am Mittwoch, mal wieder, im Kinzigtal versenkt hab und die Schondelhöhe mich das erste Mal enttäuschte(Nagut, wer mit 600m anfliegt, säuft halt zu 99% ab.), hatte ich die letzten Tage genug Zeit für Urlaubsvorbereitungen.
Für den Elztäler Vereinsausflug hab ich 4 Testschirme von NOVA geschickt bekommen, aus Logistikgründen gingen die Pakete an meinen Opa, der bei den 2 Riesenteilen erstmal an Bomben dachte.;-)
Nach meinem/unseren Absaufer/n, in Hornberg und am Landwassereck, trafen sich Andi und ich noch am Gschasi um ne kleine Acrorunde zu drehen, für größere Strecken wars zu spät und mein assymetrischer SAT sitzt noch lange nicht perfekt.Nach dem 3. SAT am Stück und im Liegegurtzeug war klar, ich würde für Dorfgaststein auch mein normales(eigenes) Gurtzeug brauchen.
Die Anstrengungen für Nacken-,Rücken- und Bauchmuskulatur sind mit dem Liegegurtzeug doch enorm.(und wohl auch ungesund.)
Entsprechend sieht inzwischen mein Reisegepäck aus, 2 Gurtzeuge, 5 Gleitschirme, 2 Rettungen, Kleider, elektronischer Kram* und Fahrrad.
Zum Glück kommt mein Vater, samt Elztäler Vereinsbus und Anhänger, vorbei um mich und das Gepäck abzuholen.
Ich bin äußerst gespannt auf die Flüge in Dorfgaststein, verspricht das Fluggebiet doch gute Streckenflugbedingungen.Vielleicht schaff ich ja endlich mal die 100km oder sogar 200 Punkte, ich lass mich überraschen.
Hoffen wir auf gutes Flugwetter, nette und lange Nächte und wenns sein muss auf ein schönes Alternativprogramm.
Bis Bald,
Chris
*Danke Felix, für das kleine 10" Netbook mit integriertem UMTS!Für Österreich gibts zum Glück einen genialen UMTS Tarif(1GB für 5 Euro.)
Ich kann also ganz gemütlich im Auto,Hotel oder am Berg Berichte für die Homepage schreiben und Flüge einreichen.
Geschrieben am: 25.05.2009 08:34
Von: Christoph Bessei
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#87
Tobias und der Bodensee
Die Vorhersage versprach einen genialen Win
dgradienten(15km/h auf 1000m 55km/h auf 2000m), 2 mal aufdrehen bis nach Hohen Zollern, das war der Plan.
Die vorhergesagte gute Wolkenthermik mit einzelnen labilen Umlagerungen und Basis bei 2100m, verwandelte sich am Kandel schnell in Blauthermik mit Inversionen alle 200m.
Immerhin, mit 1350m vom Kandel zum Hörnleberg, dort mit Wieland,Bernd,Walli und Martin aufgesoart und dann weiter zum Schwimmbadeck.
Bis auf 1300m gings, dann flog ich zum Tafelbühl und konnte erstmals über 1500m drehen.Weiter über Yach zum Gschasi, wieder 1400m und auf nach Hinterprechtal.
Mit knapp 1000m angekommen, ordentlich bockig, aber es ging.
4km/h Vorwärtsfahrt Richtung Westen, aber eben nicht auf 2000m, sondern auf 1100m.Fast bis auf 1700m aufdrehen können und dann mit Jakob zusammen zur Schondelhöhe(besser gesagt, er flog vor, ich dümpelte hinterher.)
Dann über die Schondelhöhe nach Schiltach, wo ich durch die tiefe Basis hoffnungslos im Lee versank.
Eigentlich, für den Tag, war ich mit 39km zufrieden, Jakob hatte fast die 40km geknackt und Roland flog ein 50km FAI.
Aber dann schau ich ins OLC und sehe einen Flug mit 98km bzw. 147 Punkten!
Tobias flog mal eben schnell bis zum Bodensee runter, drehte auf über 2800m auf und sammelte 4+ Flugstunden.
Glückwunsch zu dem genialen Flug, alle Drachen hinter dir gelassen und der 2. Schirm in der Tageswertung hat locker 90 Punkte weniger!(Immerhin mit nem Nova Schirm ;-) )
Mal schauen was das Jahr noch bringt, aber da ranzukommen wird schwierig.
Gruß,
Chris
Flug zum Bodensee(Tobias Vöster)
Flug nach Schiltach(Chris)
Geschrieben am: 22.05.2009 20:37
Von: Christoph Bessei
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#88
Elztalflieger und DFC - gemeinsam auf Strecke
Letzter Schultag vor den Pfingstferien, schon wieder gutes Wetter und gegen 10 Uhr ruft sogar Johannes an, ob er mich abholen soll.
Na, das lass ich mir nicht 2 Mal sagen und packe schnell meine Sachen.
Halb 1, Kandel Startplatz, Andi trudelt ein, Cornelius ist ebenfalls schon da.Rücken/Seitenwind, dazu Cirren und keine einzige Thermikwolke über dem Kandel.(Dafür umso schönere über Baar und Alb...)
Kurz nach 14 Uhr, endlich eine leichte Vorwindphase, starten Andi und ich.
Cornelius folgt uns wenige Minuten später ins bockige Kandelee.
Von guter bis sehr guter Wolkenthermik spüre ich nichts, es ist ein Kampf ums obenbleiben.
Erst nach einer halben Stunde kämpfen, reißt es auf 900m mit 4m/s an und ich werde auf 2700m gekorkt.
Vor Kälte zitternd(Speedarms+T-Shirt) mache ziehe ich den Beinsack zu und versinke tief im warmen Neopren, auf zum Tafelbühl.
Mit 1400m komme ich endlich drüben an, viel zu viel sinken bei der Talquerung gehabt.Außerdem geht es am Tafelbühl nichtmal und so fliege ich einfach weiter nach Yach.
Knapp über Grat angekommen bringt mich ein schwacher Bart die ersten Meter nach oben und wird dann immer stärker.
Letztlich geht es wieder bis auf 2500m, Christian aka Hinkefuß kreist bereits an der Schondelhöhe und so steige ich ins Gas um ein bisschen aufzuholen.
Kurz nach Hinterprechtal drehe ich nochmals von 1900m auf 2300m auf und fliege dann zu Christians Bart.
Ich komme knapp über ihm an, kurze Begrüßung dann konzentriere ich mich wieder auf den Bart.
Etwas schwach, zum Teil nur ein knapper Meter steigen, aber die Wolkenstraße sieht verlockend aus und so drehe ich bis zur Basis, 2800m.
Christian und ich haben den gleichen Gedanken, ab nach Osten, Hohen Zollern wir kommen.Bis Schramberg haben ich fast einen Nullschieber, mit 60km/h Trimspeed, noch 2 Mal aufdrehen bis Hohen Zollern.
Über der Alb stehen noch schöne Wolken und so fliege ich einfach weiter nach Osten, immer die Wolke im Blick.
Als ich dann endlich in der Nähe bin und auf einen schönen Bart freue, sehe ich wie die Wolke immer weiter zusammenfällt.
Ich bin immernoch auf 2100m, der Wind steht auf der Baar von Osten und so entschließe ich mich mit dem Ostwind zurück in den Schwarzwald zu düsen.
Ich suche mir eine schöne Südflanke oberhalb von Alpirsbach aus, komme dort sogar mit 200m über Grathöhe an und steige direkt in einen Bart ein.
Leider zieht der aber nicht durch, sondern wirft mich nach wenigen Metern wieder raus.
Beim Thermiksuchen schaue ich immer wieder nach Christian, er müsste längst bei mir sein, da sehe ich plötzlich seinen organen Schirm in einer schwachen Thermik über der Alb aufdrehen.
Ich komme immer tiefer, kann zum Teil am Hang parken, finde aber keinen guten Bart der mich zurück ins Rennen bringt.Letztlich muss ich im schmalen Tal landen und bin dann recht froh die Lande"wiese" getroffen zu haben.
Beim Einpacken beobachte ich weiterhin den Hinkefuß, der bereits wieder auf über 2000m hängt, und drücke ihm die Daumen, wenigstens einer der heute weit fliegen wird.
Der Rückweg ist dann schnell geschafft, in 1h30 zurück an den Kandel und in 2h wieder am Startplatz.(Danke an alle Mfgs)
Es ist bereits 19Uhr, immernoch leichter Rückenwind, aber es drehen einige in der schwachen Abendthermik.Also schnell starklar gemacht und rausgehauen.Gleich nach dem Start finde ich einen Bart, ich kann bis 1500m kurbeln, dann wird er zu schwach.
Trotz Simonswaldtraumas entschließe ich mich zum Siensbach zu fliegen, das kühle Landebier am Gschasi zieht mich an.
Dort erwische ich einen 2m/s Bart bis auf 1800m, weiter zum Hörnleberg.
Bei der Talquerung stelle ich mein GPS auf den Gschasi ein, noch 10km und ca. 1100m Höhendifferenz.
Gleitzahl 1:10, das ist selbst für meinen Factor viel, aber dank gut tragender Abendluft und ordentlichem Rückenwind schaffe ich es ohne weitere s aufdrehen zum Gschasi, habe sogar noch Höhe für einen SAT und Wingover.
Nach der Landung erreiche ich endlich Christian, leider ist er doch nicht mehr so weit gekommen wie ich gehofft hatte.
Am Landeplatz entdecke ich Brigitte, heute scheint mein Glückstag zu sein, die auch nach Freiburg muss.
Danke Christian fürs Zusammenfliegen, nächstes Mal Hohen Zollern oder Karlsruhe!
Gruß,
Chris
Flug nach Alpirsbach
Flug zum Landebier
Geschrieben am: 20.05.2009 09:24
Von: Christoph Bessei
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#89
100 Punkte - Das "Skytec" Team holt auf
Dienstag, die Vorhersage verspricht einen Hammertag und so fahre ich schon gegen halb 11 mit K-P an den Kandel.
Harald ist ausnahmsweise auch schon da(die arbeitenden Bevölkerung ;-) )
und auch Andy trudelt gegen 12.30 ein.
13.00 Uhr, endlich haben wir einen ordentlichen Vorwind und die ersten Drachen können aufdrehen.Schnell auspacken und dann raus, draußen ist es noch nicht wirklich gut.Die Bärte sind schwach, bei 1500m stoße ich gegen eine Inversion und das kurz nach 13Uhr.
Meine Geduld lässt leider viel zu schnell nach und ich fliege zu früh Richtung Schwimmbadeck ab.
Schon über Siensbach komme ich tief, kann aber nochmals von 800m auf 1200m aufdrehen, das letzte Mal.
Weiter zum Schwimmbadeck, wo ich mit 1000m ankomme, oftmals reicht die Höhe, aber heute nicht.
15Minuten später ist meine "In Simonswald nicht absaufen" Serie vorbei und ich stehe am Boden der Tatsachen, Markus dreht gerade am Hörnleberg auf und auch Andy kommt mit guter Basishöhe rübergeflogen.
Für mich war der Tag gelaufen, aber da ich schon gegen 15 Uhr wieder am Startplatz bin, gehe ich nochmals auf Strecke.
Vollgas ist angesagt, in 1 Stunde zur Schondelhöhe hoch um dann im Kinzigtal gegen Nordwestwind(?????) anzustehen.
Nagut, dann mach ich halt ein Dreick, dachte ich.
Aber auf dem Rückweg merke ich schnell, dass ich jetzt gegen Südwestwind anstehe.
Ich schaffe es zum Glück noch bis ins Prechtal, wo ich mit 4km/h Vorwärtsfahrt auf den Boden sinke.
Immerhin konnte ich gegen 20 Uhr noch mit Thomas einen netten Soaringflug machen!
Ganz anders machte es heute Andy, geduldig, mit viel Ehrgeiz und Kampfgeist knackte er zum ersten Mal die 100 Punkte(79,8km).Geile Sache,weiter so!
Andys Flug
Mein Flug
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 19.05.2009 23:57
Von: Chris Bessei
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#90
Epfendorf, Skytec und die Elztalflieger
---Samstag---
Samstag, die Nacht war ausnahmsweise viel zu kurz und der Haralds Anruf gegen halb 9 riss mich aus dem Schlaf.
Etwas verwirrt nahm ich den Hörer ab und bekam mitgeteilt, dass gutes Flugwetter sei.
So ein Mist, da bin ich einmal nicht ausgeschlafen und schon haben wir Flugwetter.Gegen halb 12 standen Steffen und ich dann das erste Mal oben, leichter Vorwind aus West und super Aussichten.
Da es noch früh war, entschieden wir uns für einen "gemütlichen" Abgleiter, nach dem Start wurde schnell klar, dass es ordentlich Süd hatte und keinen West.
Trotzdem kam ich recht hoch über dem Landeplatz an und konnte noch ein bisschen assymetrische SATs üben.Steffen kam leider nicht so hoch an, hätte gerne mal seine neu gelernten Manöver gesehen.
Eigentlich wollte ich direkt mit dem Bus wieder hoch, aber der war bereits voll.
Aber meine R
ettung in Form von Johannes wartete bereits, mit viel PS und einem ordentliche Schnitt fuhren wir zum Startplatz.
Die Entscheidung diesmal auf Süd zu gehen, war bereits kurz nach dem ersten Start gefallen.
Leider hatte es aber auch auf Süd ordentlich Wind und dazu keine gute Thermik.
Es war mal wieder warten angesagt,aber kurz vor 14 Uhr konnte ich nicht mehr warten und startete.
Klaus hatte bereits 2 Startabbrüche hinter sich, aber per Funk hörte ich, dass er darüber sehr froh war.Anscheinend sah es bei mir etwas unruhig aus(???? ;-) ).
Egal, die Thermik war gut und versetzte ordentlich, ganz nach meinem Geschmack.
Auf 1700m war ich bereits ein gutes Stück Richtung Simonswald versetzt worden und konnte so gemütlich zum Tafelbühl fliegen.Dort konnte ich nochmals knapp 1600m machen, um weiter zum Gschasi zu düsen.Dann wurde es spannend, mit 1000m kam ich am Gschasi an und ließ mich von einem schwachen Bart bis auf 1200m und über Hinterprechtal bringen.
Jetzt wurde es etwas ruppig, anscheinend waren 1200m nicht hoch genug um über das Lee zu fliegen, aber auf der Luvseite angekommen wurde ich mit einem schönem Bart belohnt.Erneut bis auf 1650m, weiter zur Schondelhöhe, die leider im Schatten lag.
So musste ich nach Hornberg ausweichen und dort mit knapp 1300m wieder einsteigen.Wiedermal 1700m und weiter nach Schramberg.
Jetzt begann das große Zittern, fast keine Sonne mehr in den Hängen, dazu nur 1300m und der Grund bei 900m.
Mit etlichen Nullschiebern arbeitete ich mich weiter Richtung Schramberg.
Als ich endlich über der Stadt war wurde ich mit 2m/s Saufen belohnt und suchte mir schon Landewiesen aus, als es plötzlich mitten über dem Tal mit 4m/s Anriss.Zwar ging der Bart nicht durchgängig mit 4m/s an die Basis, aber ich war äußerst erleichtert, endlich mal über 1900m zu kommen.
Endlich war ich an den traumhaften Wolkenstraßen über der Alb(?) und freute mich auf ein gemütliches Kilometerfressen.
Vor mir ca. 20km dunkle,kompakte und dicht aneinanderliegen Wolken.
Aber der Plan ging, mal wieder, nicht auf und ich sank schnell von den achso tollen Wolkenstraßen weg.
3m/s,4m/s Saufen und überall nur Schatten.
Ich konnte mich noch in ein Tal retten, einige Minuten an einem kleinen Hügel soaren, aber dann war es vorbei.Aus der Traum von Hohen Zollern, aber naja, für so einen Tag...immerhin!
Ich stand schlussendlich in Epfendorf, ein kleines Kaff 5km südlich von Bösingen.
Link zum Flug
---Sonntag---
Der Sonntag begann ähnlich, wieder sah es nicht schlecht aus, wieder nach viel Wind und guter Thermik.
Aber es kam alles anders, 3 Abgleiter, dazu eine Kaltfront und fast kein Wind.
Immerhin konnte ich gegen Nachmittag noch bei Skytec am Übungshang landen und wurde heimgefahren, danke nochmal an Thomas L. !
---Montag---
Der Montag sah vielsprechend aus, zwar eine etwas tiefe Basis und morgens noch eine dichte Wolkenschicht, aber ich hatte Zeit und sowohl der DWD als auch der NZZ waren optimistisch.
Also stand ich gegen 13.30Uhr an der Kandelstraße und streckte wie so oft meinen Daumen raus.
Schnell war eine Mitfahrgelgenheit gefunden und als ich am Startplatz ankam, erfüllte sich meine Befürchtung, dass ich alleine am Kandel sei, zum Glück nicht.
Es war immernoch sehr bedeckt, aber man sah bereits ein großes blaues Loch vom Rheintal herziehen.
Gegen 15 Uhr war es dann soweit, die ersten thermischen Böen gingen am Startplatz durch und ich startete schnell, war es doch schon sehr spät.
Bald fand ich einen Bart der mich auf 1700m brachte und flog weiter zum Hörnleberg.Direkter Anschluss mit 3m/s bis auf 1800m, dann war das Piepsen vorbei, aber nicht weil der Bart zu Ende war, sondern weil meinem Vario der Saft ausging.
Peinlich, zum Glück kein Hammertag!
Ich drehte noch nach GPS Steigwerten bis an die Basis und glitt dann zum Gschasi ab, wo bereits Grillwurst,Steak und Bier warteten.(Sowas brauchen wir am Kandel auch!)
Gruß,
Chris
P.S. Bericht zu heute(Dienstag), folgt morgen früh, muss erstmal noch GPS auslesen und warten, was für Flüge online gestellt werden.
Geschrieben am: 11.05.2009 22:34
Von: Christoph Bessei
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#91
Vereinsmeisterschaft 2009 - Elztalflieger
Samstag 11:00 Uhr, Hans-Uhl Landeplatz.
Alle Cracks, bis auf Franz, sind schon anwesend, als Thomas und ich die "Begegnungsstätte" betreten.
Wieland ist der Taskleiter und Organisator, es wird eine 1er&1-2er Klasse geben und dann noch die Hochleister ab LTF 2.
Zwischen den Klassen wird dann mit Handycap gerechnet, um den Gesamtsieger zu ermitteln.
Gegen 12 Uhr die erste Ansage von Wieland, das Wetter wird uns zu einem Start am Hörnleberg zwingen, die Aufgabe Hörnleberg-Steinberg-Gschasilandeplatz , Gesamtstrecke ca. 10km.
Als wir gegen 13 Uhr am Startplatz stehen, hängen über Freiburg bereits die angekündigten Cirren.
Da die Aufgabe möglichst schnell geflogen werden soll und es keine Early Bird Points oder ähnliches gibt, warte ich recht lange und starte erst, als die Thermik richtig gut ist.(Zumindest war das mein Plan!)
Als ich um 13:56Uhr rausging, hatten schon einige Schirme vor mir aufgedreht und der Vorwind stand sauber an, was am Hörnleberg wichtig ist, Christian hats gezeigt.Direkt vor dem Startplatz fand ich einen engen, aber starken Bart der mich bis auf 1500m brachte.
Vor mir war Franz gestartet und hing bereits in Yach, sehr tief.
Um nicht genauso tief anzukommen, flog ich einen kleinen Umweg um über der Gräte, die vom Tafelbühl nach Yach verläuft fliegen zu können.
Diese trug auch sehr gut und so kam ich ohne zu Kurbeln über Franz an.
Nochmal 2 Kreise in seiner Thermik gemacht und dann Vollgas in Richtung Ziel.
Nur leider machte mir der 1. Wendepunkt einen Strich durch die Rechnung,3m/s Steigen, vollbeschleunigt.
Also raus aus dem Beschleuniger und langsam, immernoch im Steigen, Richtung Ziel geflogen.
Noch 2 Sats und ein paar Wingover, dann stand ich auch schon bei Wieland am Landeplatz.
5 Minuten später war auch Franz da und gratulierte mir zum Überholmanöver.
22 Minuten für Hörnle-Gschasi, jetzt hieß es abwarten.
Wobei, eigentlich wartete ich nicht ab, sondern sah, dass man am Gschasi fliegen konnte, schnell eingepackt und mit dem nächsten Vereinsbus an den Startplatz.
Leider zogen dann die Cirren rein und ich konnte nur noch knapp eine halbe Stunde rumdümpeln.
Ich machte noch 2 weitere Flüge, Abends riss es nochmals auf und wir konnten erneuert etwas Thermikfliegen.
Im Landeanflug sah ich bereits den brennenden Grill und freute mich auf Landebier und Steak.
Als alle versammelt waren, begann Wieland, als geübter Redner, mit der Siegerehrung.
Die Standardklasse(1,1-2) gewann Michael Steiert(41 Minuten,unter einem Mescal!), gefolgt von Norri auf Platz 2(weiteste Strecke, leider nicht im Ziel) und Düse auf Platz 3(auch kurz vorm Ziel abgesessen.)
Dann folgte die offene Klasse, 3. Platz Franz(38Minuten), 2. Platz Erwin (36 Minuten) und 1. Platz Christoph Bessei(22 Minuten).
Der Overall Sieg und damit der Elztalpokal ging an Michael Steiert.
In der Drachenwertung gewann Willi, vor Sigi L. und einer Belgierin, deren Namen ich leider nicht kenne.
Danach war dann fröhliches Grillen angesagt und zu guter Letzt wurde ich noch von meinem Vater heimgefahren, ja so könnten Flugtage immer sein!
Bilder wird es demnächst auf der Elztalflieger Hompage geben, Franz und Wieland haben hoffentlich ein Paar gemacht, meine sind leider größtenteils verwackelt.(Ich hatte nur 1 Radler!)
Gruß,
Chris
Link zum Flug
Geschrieben am: 11.05.2009 00:16
Von: Christoph Bessei
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#92
Freudenstadt - Gewitter
Ich hatte mich schon gefreut, endlich mal ein flugfreier Sonntag, ausschlafen und dann was für die Schule tun!
Aber Pustekuchen, zum einen war Muttertag und so entfiel schonmal das ausschlafen, zum Anderen rief mich Harald gegen 10 Uhr an und sagte man könnte fliegen - Mist!
Keine Akkus geladen, nichts gepackt, völlig unvorbereitet erwischte mich das Flugwetter, aber es sah nur nach Abgleitern aus und so rief ich schnell Jürgen an, packte Schirm und das halbeleere GPS und ließ mich einsammeln.
Am Kandel war dann erstmal ein 25er Vorwind mit 40er Böen.
Der Wind nahm aber sehr schnell ab und ich wollte so langsam den ersten Abgleiter machen.
Nur Harald und Andrea wollten nicht so recht und so wartete ich noch mit den beiden.
Am Horizont erschien ein blauer Fleck, ein Loch zwischen all den Cirren, ein Lichtblick!
Ich glaubte zwar nicht daran, dass es viel bringen würde, aber naja, also warteten wir weitere Minuten bis die Sonne endlich rauskam.
Jetzt musste ich endlich raus, vorher nicht pinkeln gewesen und dünn angezogen, aber egal, sollte ja nur ein kurzer Abgleiter werden.
Leider ging es dann doch ein bisschen und der Ehrgeiz packte mich, also langsam in der zerissenen Thermik aufgedreht und mit 1700m losgeflogen.
Immer dem blauen Loch hinterher flog ich erst ans Schwimmbadeck und ließ mich über den Tafelbühl versetzen.
Weiter zur Gschasisüdseite, immer mit Beschleuniger, zwischen den Bärten waren oftmals 4-5m/s Saufen.
Eigentlich war ich jetzt schon glücklich, Gschasilandeplatz im Gleitwinkelbereich und das an so einem Tag.
Aber wie es halt so ist, flog ich weiter, mit 1500m zum Landwassereck und dort endlich fast an die Basis gekommen, knapp 2000m.
Jetzt wurde es knifflig, überm Kandel stand bereits die Kalt(Gewitter)- was auch immer- Front und jagte mich, die Cirren schatteten den Brandenkopf und den Großteil des Kinzigtals ab.Nur die Schondelhöhe und Hornberg waren einigermaßen in der Sonne und außerdem standen schöne Cumuluswolken darüber.
An der Schondelhöhe ging dann gar nichts und so flog ich weiter über Kirnbach hinweg bis zum nächsten Hügel(da hört meine Ortskenntnis mal wieder auf.).
Dort riss es mich aus 3m/s Saufen auf 4m/s Steigen, bis auf 2200m, endlich!
Basishöhe erreicht und jetzt Vollgas mit dem Wind, weg von den dunklen Wolken.
Die kleine Kinzig war bereits in Sichtweite, das GPS zeigte schon Freudenstadt an, noch knapp 20km.
Ab hier wurde es zäh, ich kam nie über 1700m, oftmals nur bis 1400-1500m und dann diese riesigen Waldstücke.
Überall kleine Lichtungen, aber der Fußmarsch in den nächsten Ort würde lange dauern, also nicht absaufen, aufdrehen!
Über der kleinen Kinzig zog es mich endlich wieder auf 1900m, der Bart versetzte ordentlich Richtung Freudenstadt und zu einer genialen Wolke hin.
Nochmals 2200m, jetzt aber schnell ins Gas und in den Endanflug, zum Einen war es schon 17 Uhr, zum Anderen holten mich die Gewitter langsam ein.
Also die nochmal 1500m Abgleiten, zurücklehnen und die Landschaft genießen.
Als ich einlandete, wurde ich direkt von einem älteren Herr begrüßt, er sei früher bei der Luftwaffe gewesen und wo ich denn hinmüsse.
Schnell zusammengepackt und schon saß ich in der schicken Mercedes E-Klasse auf dem Weg nach Freudenstadt.
Noch auf der Fahrt fing es an zu regnen, aber jetzt war es egal, wuhu geiler Flug!
Danke an Harald fürs aufpushen, ohne dich hätte ich den Tag wohl verschlafen, an Jürgen fürs mitnehmen und mal wieder an meine Großeltern für Vesper und Rücktransport.
Bilder wie immer im OLC: Link zum Flug
Gruß,
Chris
P.S. Bericht zur Elztäler Vereinsmeisterschaft folgt morgen.
Geschrieben am: 09.05.2009 10:13
Von: Christoph Bessei
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#93
Gutach
Eigentlich hatte ich für Donnerstag die Hoffnung, dass es richtig gut werden würde.
Aber der Thermik- und Wetterbericht schmälerte meine Hoffnung doch etwas, Basis bei 1500m, Blauthermik und dazu viel Südwestwind.
Letzteres hätte ich ja gar nicht so schlecht gefunden, aber mit 1500m kommt man auch bei 25km/h Rückenwind nicht weit.
Egal, gegen 13 Uhr starteten Harald und ich vom Kandel West, die Luft war wie erwartet unruhig, Lee, starke Thermik, viel Wind.
Die Bärte waren sehr zerissen, manchmal musste man vorhalten, manchmal sich mitversetzen lassen.
Wir erwischten zusammen einen Bart auf 1300m und flogen Richtung Landeplatz , von dort aus könnte man mit 1300m den Sprung zum Hörnleberg wagen.
Leider ging es über/am Landeplatz gar nicht gut, immernur 50m machen, dann rausfallen und mit 4m/s Saufen die Höhe wieder vernichten.
Ich kroch dann langsam zurück zum Startplatz, immer wieder 50m machen und weiter.
Harald erwischte es leider nicht mehr so gut und stand mit seinem Mescal auch ziemlich in der Luft.(Irgendwann packen wirs!)
Ich erwischte nach weiteren zerissenen Bärten dann endlich was gescheites, bis auf 1700m, mit guten 3-4m/s Steigen.
Jetzt fiel die Entscheidung wegzufliegen nicht mehr schwer, nach hintengelehnt und auf zum Schwimmbadeck.
Das erwartete mich leider nicht mit dem nächsten 5m/s Bart und so musste ich mich gerade so auf Grathöhe zum Tafelbühl schieben lassen.
Dort fand ich den typischen "Tafelbühl-Startplatz-bockig-ohne-Ende-Bart" und konnte immerhin auf 1400m aufdrehen.
Im Tiefflg über Yach nach Reichenbach gehüpft und endlich an der Südseite des Gschasi angekommen.
Dort fand ich einige Blasen, nahm aber nur so viel Höhe mit, wie ich zum Startplatz benötigte.
Heute wollte ich endlich mal oben toplanden, am Start lag aber kein Schirm, was mich etwas stutzig machte, waren doch sicher 15 Piloten oben.
Nach ein paar WingOver versuchte ich den ersten Anflug, viel zu hoch, durch den starken Südwest hebelte es mich immer wieder nach oben.
Auch tief über den Felsen wollte nicht so recht funktionieren und nach den nächsten 2 Acrosessions verwarf ich den Plan und errinerte mich an Plan B.
Schon lange wollte ich mal bei meinen Großeltern und Christian vor dem Haus landen, perfekt für heute.
Also am Gschasi nochmal maximale Höhe gemacht, was geniale 1200m waren! und dann über Hinterprechtal ins Kinzigtal geschlichen.
Zwischendrin immer mal wieder kurz gedreht und im Nullschieber versetzen lassen, aber richtig gut ging es erst wieder, als ich fast schon am Ziel war.
Kurz vor dem Ziel nochmal 200m gemacht, um noch einige Male über die Landewiese fliegen zu können, am Hang und umgeben von Stromleitungen.
Aber es passte alles, über die letzte Stromleitung gemogelt und schon stand ich am Boden, mein Opa hatte mich bereits beobachtet.
Nach einer herzliche Begrüßung saßen wir auch schon am Kaffeetisch, diesmal zwar kein Kuchen, dafür leckeres Vesper.
Christian war, dank Handycap, auch daheim und so konnten wir noch ein bisschen Fliegerlatein austauschen.
Dann rief ich erstmal Skytec an, diese schulten am Gschasi und ich hatte die Hoffnung, mit ihnen nach Freiburg fahren zu können.
Das funktionierte auch mal wieder alles perfekt, meine Großeltern fuhren mich an Gschasilandeplatz, dort traf ich Skytec und konnte nochmal mit ihnen an den Startplatz fahren.
Nach einem netten Abendflug von gut einer Stunde landete ich wieder sanft am Landeplatz, ich wollte nicht schon wieder in Elzach oder Yach stehen.
Nach einem weiteren Abgleiter gings noch in die Pizzeria um den Tag ausklingen zu lassen, da fällt es manchmal richtig schwer, am nächsten Tag wieder brav in die Schule zu gehen!
Bilder gibts beim XC-DHV.
Link zum Flug
Gruß,
Chris
Mit freundlicher Unterstützung von Skytec - Drachen und Gleitschirmflugschule in Freiburg
Geschrieben am: 05.05.2009 09:53
Von: Christoph Bessei
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#94
Bodensee Teil 3
Erst um 14:20 am Startplatz, über mir schon geniale Thermikwolken, eine Wolkenstraße Richtung Neustadt(schon das 3. Mal bei NW), aber am Startplatz herrschte auch starker Nordwind.
Egal, ich machte mich startklar und spielte ein bisschen, aber schon beim Groundhandling konnte man die unruhige Luft spüren.Also setze ich mich wieder hin, ein bisschen Sonnen und den Wolken hinterhertrauern.Gegen 15 Uhr nahm der Wind endlich etwas ab, K-P startete und es sah lange nicht so bockig aus wie erwartet.
Also direkt hinterher, aufgedreht auf 1700m und los.Bis nach St. Märgen sank ich stetig mit ordentlich 3m/s, hatte dafür aber auch 55km/h Trimspeed.
Ich suchte mir schon Landewiesen für den Notfall, als endlich ein Bart anriss und mich an die Wolkenstraße korkte.
K-P und Walli waren auch dabei, wobei wir nach dem Bart etwas unterschiedliche Routen wählten.
Dann hing ich endlich an der Wolkenstraße, wollte Gas geben und mein Beschleuniger blockierte, na geil!
Ohren anlegen, weg von der Wolke und den Beinsack aufgemacht, ich fand natürlich nichts.
Mit etwas Gewalt ließ sich der Beschleuniger dann doch durchtreten und ich gab mich damit zufrieden, es war sowieso schon 16 Uhr.
Kurz vor Neustadt kam die erste Bastelstelle, von 1000m auf 1700m und innerhalb von 5 Minuten wieder zurück auf 1000m.
Die Bärte zogen schon nicht mehr so gut, viele Wolken lösten sich auf, aber ein Stück wollte ich noch.
Diesmal gings bis auf 1900m, damit konnte ich weiter bis kurz vor Löffingen fliegen, dann war ich schon wieder tief und musste bangen.
Das ganze wiederholte sich dann noch 2 Mal, immer von 1000m-1100m bis auf 1500m aufgedreht und mit 4m/s wieder Richtung Erdboden geglitten(gefallen?).
Gegen 17 Uhr war dann solangsam klar, jetzt ist es vorbei und ich machte mich auf zur B31, für einen 40Km Flug wollte ich dann doch nicht mitten in der Pampa stehen.
Und so landete ich kurz nach 17 Uhr, irgendwo östlich von Löffingen und stellte fest, alle Wiesen feucht.
Weiter Richtung Bodensee hatte ich die Regenwolkenreste schon gesehen, aber das es hier noch bis 14 Uhr geregnet hatte, hatte ich nicht erwartet.
Naja, 42km und wieder einige Erfahrungen gemacht, was will man mehr.
Löffingen
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 05.05.2009 00:55
Von: Christoph Bessei
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#95
Gewitterfliegen
Schon wieder Montag, irgendwie ging das verlängerte Wochenende viel zu schnell rum!
Vorneweg, es war jeden Tag fliegbar und ich konnte wieder kräftig Flugstunden sammeln, denn wenn ich schon nicht so weit fliege wie Andreas Ziegler und Tobias Vöster, so hab ich im Jahr 2009 immerhin die meisten Flugstunden(im xc.dhv.de).
Samstag war es naja, bockig, starker Nordwind, dazu der grüne(giftgrün ist ja nur der richtige.) Boom Sport und immer dieses blöde Lee an den Südflanken!
Naja, der Flug dauerte auch nicht lange, ganze 25 Minuten vom Kandel ins Wittentallee und dann stand ich auch schon.
Im hintersten Kaff, an einer so gut wie unbefahrenen Straße, dieses dumme Streckenfliegen!Aber es war erst halb 1, also schnell zusammengepackt und losgelaufen.Nach dem ersten Kilometer kam endlich mal ein Auto vorbei und, Gott sei dank, hielt es auch und nahm mich nach St. Peter mit.
Von dort gings auch gut weiter, direkt das nächste Auto nahm mich mit Richtung Platte und 10 Minuten später, kam die Mitfahrgelgenheit zum Startplatz.
Kurz vor 2 war ich wieder oben, beim Trampen hatte ich den entfernten Donner schon gehört...und jetzt regnete es.Nach Kaffe und Kuchen mit Harald und Andrea fiel die schwere, aber richtige Entscheidung, den Bus nach unten zu nehmen.
Für Sonntag war die Prognose ursprünglich recht gut, viel Sonne, weniger Gewitterwolken, aber am Morgen war schnell klar, das wird wieder knallen.
Also recht früh hoch, gegen 12 Uhr startklar und kurz danach auch draußen.
Vor mir Wieland, der den Bart auf Süd natürlich super erwischte, ich fand den Bart zwar gleich, zentrierte ihn aber nichtmal annähernd so gut.
Andi kam etwas später und vorallem tiefer und konnte nicht mehr auf Süd rüberfliegen.Entsprechend ging es etwas länger, bis er den rettenden Bart überm Dettenbach fand.
Wieland war bereits zum Hörnleberg unterwegs, da drehte ich die letzten Meter eines Barts über West aus, um auch wirklich die maximale Höhe mitzunehmen.
Wieland war schon am Hörnleberg und zentrierte dort einen schönen Bart, als ich gerade über Simonswald flog und versuchte zum ihm Aufzuschließen.
Leider erwischte ich erst den Bart nicht so richtig, zumindest versetzte der meiner Meinung nach viel zu weit nach Simonswald zurück und entschied mich dann auch noch dazu, bei 1100m den Bart zu verlassen und weiter zum Hörnle zu fliegen.Die Entscheidung wurde auch prompt mit einer halben Stunde Simonswald gekämpfe und einigen Schweißperlen bestraft.
Inzwischen hatte mich Andi fast eingeholt, Wieland war über alle Berge und die Wolken über Furtwangen wurden so langsam dunkel.
Endlich wieder überm Hörnle ging es zügig zur Basis und dann über Gutach hinweg nach Westen.
Eine kleine Wolkenstraße führte mich bis nach Welschensteinach, um mich dort an einem Westhang bis auf 150m über Grund abzulassen.
Immerhin stand ein ordentlicher Talwind auf den Hang, so konnte ich gut eine Stunde hin und herfliegen, immer mal wieder 200m machen um letztlich doch wieder am Hang zu kleben.
Irgendwann kamen dann die Cirren rein, es schattete ab, der Talwind ließ nach und ich stand am Boden.
Heute wäre mehr drin gewesen, zumindest hat mich Tobias mal wieder im Schwarzwald Cup überholt, glückwunsch zum Flug!
Samstag - Wittental
Sonntag - Welschensteinach
Der Montag folgt morgen früh, ich muss jetzt erstmal ins Bett.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 02.05.2009 11:00
Von: Christoph Bessei
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#96
Liegegurtzeug und "Hausfrauen" Boomerang
Feiertag, endlich "mal wieder" schulfrei und richtig Zeit zum entspannten Fliegen.
Die Wettervorhersage war auch ok, etwas gewittrig, tiefe Basis, Nordwind, aber egal...fliegbar!
Um 11.20Uhr standen Thomas,Harald,Andi und ich dann mal wieder am Landeplatz, Andi und ich passten leider nicht mehr in den Bus und mussten trampen.
Oben angekommen standen schon die 25-30 Piloten der Drachenliga mit ihren aufgebauten Geräten am Start.(Startplatzblockierer!;) )
Noch drückte der Nordost ziemlich durch, das gab mir mal wieder Zeit am Liegegurtzeug rumzufummeln, es gibt da einfach zu viele Einstellmöglichkeiten.(Danke auch hier nochmal an Johannes fürs leihen.)
Gegen 12.30Uhr drehte der Wind endlich mehr auf West und wir machten uns startklar.10 Minuten später "lag" ich auch schon unter meinem Nova Factor über dem Kandel.Die Wolken hatten bereits abgeschattet und die ziehende Basis auf 1400m versetze mich nur bedingt in eine euphorische Stimmung.
Ist halt nicht immer Hammertag, also die Glottertalkante vor nach Denzlingen, die Wolken wollten mich nicht behalten und so sank ich bis auf 800m um mich dann wieder auszugraben.Gemütlich wieder bis auf 1100m hochgedreht,umgedreht und Vollgas zum Landeplatz.
Ein unglaubliches 21 Punkte FAI ergab sich daraus!:)
Am Landeplatz wartete Andi bereits, Thomas und Harald waren gar nicht gestartet und standen noch oben.
Schnell wieder hoch um gegen 14:20Uhr das ganze zu wiederholen,diesmal noch mit einem Abstecher zum "Zinken".
Immerhin 33 Punkte, bis jetzt der Tagessieg im Schwarzwald! ;)
Danach war dann erstmal gut, der Nordwind drückte ordentlich durch und wusch einige Piloten ziemlich runter.
Thomas und ich fuhren dann schnell zu ihm, um noch ein bisschen am Gurtzeug rumzustellen.
Gegen 18 Uhr waren wir fertig, es sah noch immer fliegbar aus und die Windansage meldet Vorwind.
Also nochmal zum Kandel gefahren um das Gurtzeug und diesmal auch den Boom Sport probezufliegen.
18:43 startete ich wieder, Thomas war über West geflogen und hatte ziemlich viel sinken, also links rum auf Süd und hoffen.
Die Sonne stand inzwischen wieder im Hang, die fetten Wolken hatten sich aufgelöst.
Langsam gewöhnte ich mich an den Boom, die neuen Gurtzeugeinstellungen waren auch gut und die gemütliche Thermik, die mich mit 0,2-0,5m/s nach oben brachte, trug den rest zur guten Stimmung bei.
Aller guten Dinge sind 3, dachte ich mir, als ich mit 1100m überm Haderer rumdümpelte und der Bart nicht mehr wollte.
Also los, den Beschleuniger getreten(für was hat man so ne heiße Kiste...)und die Gräte entlanggedüst.
Der Spaß hielt aber nicht lange an, schnell war ich unter 800m gesunken und der Landeplatz erschien unerreichbar fern.
Aber über dem Suggental "riss" es doch nochmal an und der stärkste Bart des Fluges brachte mich mit 1m/s wieder auf 1050m.
Und da es bereits nach 19.30Uhr war, drehte ich dann um, packte die Kamera aus und trat erneut in den Beschleuniger.
In der Abendsonne gemütlich im Gurtzeug liegen, der Landeplatz im Gleitwinkelbereich und nie mehr als 1m/s sinken, so könnten auch die großen Flüge öfters mal Enden.
Nach gefühlten 200 Fotos und einigen Minuten stand ich auch schon wieder am Landeplatz und legte mich bei der sauberen Landung, sauber auf die Nase, ich hatte die Rutschunterlage "gemähtes Gras" unterschätzt.
Und zum Schluss nochmal, suche günstiges Liegegurtzeug (mit Sponsor), biete viele Flugstunden mit Werbung drauf.
Heute siehts auch nicht schlecht aus, ziemlich gewittrig, mal schauen.
Gruß,
Chris
Abendflug
Morgenflug
33 Punkte FAI
Geschrieben am: 27.04.2009 17:36
Von: Christoph Bessei
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#97
Samstag - 120 Punkte geknackt!
Es ist zwar schon wieder Montagmorgen und das Wochenende hätte eigentlich jeden Tag einen Bericht verdient, aber mein Laptop ist zur Zeit auf Garantiereise und so ist es etwas schwer, jeden Abend einen Bericht zu schreiben.
Der Samstag fing wie immer gut an, die Wetterprognose war ok, fast alle hatten Zeit und so saßen Andi und ich bereits um kurz vor 11 bei Jürgen im Auto.(Danke nochmal fürs mitnehmen!)
Außerdem konnte ich heute endlich mal ein Liegegurtzeug probefliegen.
Um 13 Uhr starteten wir, nach einigem herumfummeln am Gurtzeug, in die frühe Leethermik(Südwind.).
Die Bärte waren noch schwach, recht stark zerissen und die Basis von 1700m-1800m ließ mich nicht gerade Freudensprünge machen.
Ich versuchte es trotzdem, möglichst weit mit den Bärten mitversetzen lassen und dann auf zum Hörnleberg.
Andi folgte direkt, Thomas entschied sich noch etwas weiterzudrehen.
Am Schwimmbadeck kam ich knapp über Grat an und fand dann recht schnell, einen zerissenen, ekligen und starken Bart.
An das herumgewackel im Liegegurtzeug musste ich mich erst noch gewöhnen.
Andi fand den Bart leider nicht und so war ich bereits an der Basis, als er noch am Hörnleberg suchte.
Jetzt hieß es alleine weiterfliegen, zum Gschasi stand zwar keine einzige Wolke, aber heute war so oder so Blauthermik vorhergesagt.
Also los, diesmal hatte ich mit knapp 2300m auch eine komfortable Höhe.
Am Gschasi kurbelte ich nur knapp 200m, dann wurde mir der Bart zu schwach und ich flog weiter zum Landwassereck.
Dort bockelte es dann zwar wieder, ging dafür aber auch richtig gut bis auf 2400m.
Ab ins Gas und weiter zur Schondelhöhe und dann zum Kirchberg, das war zumindest der Plan.Aber die Windräder an der Schondelhöhe zeigte mir etwas ganz anderes an, Nordwind...
Der Bart versetze dann auch recht kräftig nach Süden und so war der Entschluss zum Zurückfliegen schnell gefasst.
Über Hinterprechtal und Rohrhardsberg nach Furtwangen und 1-2 Kilometer darüber hinaus.
In Furtwangen war die Basis auf 2800m, das versprach einen entspannten Abgleiter zurück zum Tafelbühl.
Aber leider fand ich keine Linie ohne 3-4m/s Sinken und konnte nur noch Gas geben und hoffen.
Kurz vor Simonswald, es hätte wohl nichtmal mehr ins Tal gereicht, zeigte mir ein Segelflieger den rettenden Bart und ich konnte wieder gemütlich,liegend! ;), auf 2500m aufdrehen.
Jetzt war der Flug zurück zum Kandel so gut wie sicher und ich überlegte, wie ich das Dreieck noch etwas vergrößern konnte, schließlich zeigte die Uhr erst kurz nach 4Uhr.
Also über Tafelbühl und Hörnleberg hinweg nach Westen, der Ostwind drückte, die Windräder über Freiamt standen aber auf West.
Irgendwann würde ich in den Rheintalwind sinken, das war klar.
Etwas westlich von Niederwinden war es dann soweit, ich stand ordentlich gegen den Wind an und hätte einfach umdrehen und ans Heimeck fliegen können.
Aber dafür was es meinem Gefühl nach immernoch zu früh und ich entschloss mich weiter gegen den West vorzuhalten und nochmal Thermik zu suchen.
Bis auf 1500m schaffte ich es auch und damit drehte ich langsam weiter nach Südwesten ab und ließ mich langsam Richtung Sexau driften.
Ich war mir nicht sicher, wie weit ich nach Süden fliegen konnte, damit es trotzdem ein FAI Dreieck bliebe, deshalb entschloss ich mich nach Freiburg weiterzufliegen.
Würde das klappen, wäre es ein 90-95km flaches Dreieck mit einer 15km großen Lücke und wenn es nicht klappen sollte, wäre es ein nettes FAI.
So flog ich mit den verbleibenden 1200m und dem Nordwestwind im Rücken übers Glottertal hinweg und versuchte es an der gegenüberliegenden Bergkette.
Leider fand ich nichts mehr außer einige Nullschieber, dafür aber 2 Flieger die auf einer Wiese unterhalb gelandet waren.(Gruß an Jakob und Jochen)
Schnell gesellte ich mich zu ihnen, dann kamen noch Wieland und Willy mit dem Auto vorbei und letztlich Thomas, der mich abholte.
Gelungener Flugtag und mit etwas mehr Planung wäre wohl einige Kilometer mehr drin gewesen.
http://xc.dhv.de/xc/modules.php?name=leonardo&op=show_flight&flightID=80913
Geschrieben am: 24.04.2009 00:17
Von: Christoph Bessei
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#98
Bodensee Teil2
Bericht und Flug von gestern folgen die nächsten Tage, hatte leider einige technische Probleme.
11:15, Schule aus, um 11.30 stand Ulf schon vor meiner Türe, schnell Schirm packen, frische Akkus ins GPS und los.
12.30 am Startplatz, K-P und Roland haben bereits aufgebaut und machen sich startklar, ich warte noch etwas, die Basis ist noch sehr tief und nur wenige Wolken sind Richtung Osten zu sehen.
Nach meinem geilen Flug gestern bin ich auch wieder etwas gelassener und schaue K-P und Roland beim Aufdrehen zu.
Gegen 13 Uhr mach ich mich auch startklar, in der Luft spüre ich dann auch schon den recht starken Nordwind, etwas bockig, dazu Richtung Landeplatz wenig Vorwärtsfahrt.Ich finde recht schnell einen Bart der mich auf 1800m bringt, die Basis ist inzwischen auf 2000m angestiegen.
Leider waren immernoch keine Wolken "mit dem Wind" zu sehen und so entschied ich mich zur Simonswälder Wolkenstraße zu fliegen.
Also auf nach Haslach Simonswald, dort mit 1400m angekommen und direkt eingestiegen, 200m gemacht und zack, weg war der Bart.
Langsam sank ich dann immer weiter die Gräte hinunter, war zum Teil nur noch auf 1000m.Immer wieder einzelne schwache Blasen, aber Keine zog durch.
Dann endlich, wieder einen Nullschieber gefunden und nach 5 Minuten dümpeln rauschte es plötzlich, das Vario schrie und binnen wenigen Minuten hing ich an der Basis.
Endlich, jetzte konnte ich die verlorene Zeit wieder reinholen und die Wolkenstraße nach irgendwo arbeiten.
Bis Furtwangen klappte das auch super, immer im Halbgas an der Basis entlang, aber dann wars auch schon wieder vorbei.
4m/s sinken, da sind auch 1200m Höhe über Grund schnell verbraten.
Ich schaute mich verzweifelt nach einer Sonnenkante um, überall nur Abschattungen von diesen genialen Wolkenstraßen, an denen ich nicht hing!!!
Kurz nach Furtwangen dann entlich der ersehnte Nullschieber, das Vario piepste wieder, wenn auch langsam.
Große Suckreise waren angesagt, ja nicht rausfliegen, aber trotzdem das Steigen finden.Nach einigen Minuten fand ich dann den rettenden Bart, immerhin bis auf 1800m, weiter zum nächsten Sonnenloch und endlich wieder an die Basis.Jetzt wurde es schwer, ich war inzwischen über Löffingen und sah den die ersten Ausläufer des Bodensees, aber nach Osten hin war alles blau, nach Süden standen große Wolken, es war aber auch alles abgeschattet.
Außerdem wird der freie Luftraum nach Süden sehr schnell knapp, so entschied ich mich für einen Mittelweg, versuchte einige Sonnenflecken anzufliegen und mich trotzdem vom Wind schieben zu lassen.
Leider ging der Plan nicht recht auf und so stand ich wenige Kilometer weiter, mitten in der Pampa, am Boden.
Den ersten Kilometer zur Straße ließ ich mich von meinem Schirm ziehen, dann kam leider eine Stromleitung und einige Häuser.
Die nächsten 2km war Laufen angesagt, dafür wurde ich, an der Straße angekommen, direkt mitgenommen.
Und so war ich in gut 2 Stunden wieder daheim.
Morgen siehts wieder gut aus, mal schauen, wie mein Stundenplan ist.
Bis dahin,
Chris
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Geschrieben am: 17.04.2009 08:52
Von: Christoph Bessei
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#99
Hammertag 2
Manchmal fragt man sich, wie blöd man eigentlich sein muss, um eine solche Entscheidung zu treffen.
So ging es mir gestern, nachdem ich kurz vor Elzach am Boden stand und Reinhard gemütlich über mir auf 2500m war.
Aber von vorne, Mittwoch 12:30Uhr, wir stehen mal wieder am Kandelstartplatz.
Es ist richtig viel los dafür, dass eigentlich Werktag ist und die meisten arbeiten sollten.
Kurz vor 13 Uhr kommt Andi, jetzt heißt es startklar machen und raus, Ulf ist schon vor einer halben Stunde an der Basis gewesen und losgeflogen.
Reinhard dümpelt auch schon draußen rum, schafft es aber nicht durch die Inversion auf 1200m.
Nach 30Minuten rumfliegen auf Süd endlich ein Bart der durch Inversion geht.
Schnell bin ich auf 2000m und schaue nach oben, die Basis ist noch mindestens 500m entfernt, genial!
Auf 2700m fliege ich dann los, die Basis war sogar noch höher.
Eigentlich wollte ich ja nach Karlsruhe, ich entscheide mich dann aber mit Reinhard ein FAI zu fliegen.
Erstmal nach Furtwangen, knappe 20km östlich vom Kandel.
Dort ist die Basis über 3000m, Reinhard hat mich etwas abgehängt, aber ich sehe ihn noch und kann seine Bärte mitnehmen.
Über Furtwangen entscheidet er sich, noch ein Eck ins Blaue zu fliegen um den ersten Schenkel, der immer der Knackpunkt fürs FAI ist, zu vergrößern.
Mir geht das zu lange und ich fliege nur an den Rand der Wolke und dann weiter Richtung Kinzigtal.Ein Abgleiter von Furtwangen ans Landwassereck, unglaublich!Dort steige ich mit 1300m in den nächsten 5m/s Bart und lasse mich wieder auf 3050m korken.Vollgas, weg von der Wolke und auf zum Brandenkopf, mit knapp 70km/h geht es voran.
Am Brandenkopf löst sich gerade alles auf, kurz nach Haslach und auf 2300m entschließe ich mich umzudrehen und zur Schondelhöhe zu fliegen.
Das ist zwar ein ordentlich Umweg, aber allemal besser, als am Brandenkopf abzusaufen.
An der Schondelhöhe komme ich sehr tief an, auf 850m suche in den rettenden Bart und gebe fast schon auf, da reißt es plötzlich an.
Mit integrierten 7m/s geht es von 800m auf 3050m, so geil!
Dann wieder Gas geben, Wolkenstraße ans Landwassereck.
Da treffe ich Reinhard wieder, der war zwar nicht am Brandenkopf, dafür eben weiter östlich und dürfte damit das FAI haben und ich nur ein flaches Dreieck.
Kurzes Winken, dann drehe ich die letzten Reste eines Bartes über der Herzelwiese aus.
Und da kommt der Knackpunkt, ich bin auf 2500m über der Herzelwiese, leichter Gegenwind.
Reinhard entscheidet sich, die Hügelketten entlangzureiten und so das Dreieck zu schließen.
Es ist erst kurz nach 5 und ich hoffe, am Gschasi nochmals Anschluss zu finden und dann hoch über den Kandel wegzufliegen um mein Dreieck zu vergrößern.
Aber das war zu hoch gepokert, Reinhard hängt schon kurz vor Kollnau, zwar tief, aber er ist ja auch gleich da, als ich kurz vor Elzach lande.
Der Gschasi ging doch nicht mehr, nur noch einige Blasen die ich auch noch großzügig ignorierte..scheiße!
Etwas deprimiert packe ich zusammen, zum Glück muss ich eh ins Kinzigtal, positiv denken.
Später schaue ich dann ins OLC, Reinhard hat ein 67km FAI geflogen, Ulf 100km freie Strecke nach Rastatt.
Glückwunsch an euch Zwei, wirklich geile Flüge!
Meinen Flug reiche ich heute Mittag ein, werden wohl so 60km freie Strecke sein, hab mein Garminkabel vergessen.
Mal wieder ein total unnötiger Fehler, aber dumm ist nur, wer aus seinen Fehler nicht lernt.(Oder so?)
Jetzt ist erstmal wieder schlechtes Wetter, endlich Zeit zum Entspannen, planen und nachdenken, was das nächste mal geflogen wird.
Bis zum nächsten Hammertag.
Gruß,
Chris
Edit: Grade meinen Flug eingericht, die 100Punkte hab ich grade noch getoppt,yeah!
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Geschrieben am: 15.04.2009 00:04
Von: Chris Bessei
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#100
Vario gesucht
Guten Abend,
ich hatte vor einigen Wochen schonmal nach einem Vario gesucht, eigentlich auch eins gefunden, aber leider hat der Verkäufer sein Angebot zurückgezogen.
Ich suche ein Vario mit Steigen/Sinken Anzeige(und Ton) und wenn möglich noch einer Höhenanzeige.
Wenn jemand noch eins hat und es nur leihweise hergeben möchte ists auch ok, brauche nur eins für die Zeit, in der meins in Reperatur ist.
Preis sollte maximal bei 120 Euro liegen.
Melden am besten per Handy oder Mail, beides unter Kontakt zu finden.
Danke schonmal.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 13.04.2009 21:03
Von: Christoph Bessei
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#101
Gewitterfliegen
Es sah so gut aus heute, leichter Nordostwind, 2500m Basis und Vorwind am Kandel.Kurz vor 2, die ersten hingen bereits über dem Startplatz, startete ich.
Über der Baar bildeten sich bereits große Wolken, die sich immer weiter richtung Kandel vorarbeiteten.Trotzdem ging es am Kandel recht zäh und der Nordostwind versetzte unangenehm weit ins Tal hinaus.
Mein erster Versuch gegen den Wind zum Hörnleberg zu fliegen scheiterte recht kläglich und ich war froh, dass ich zurück zum Kandel kam und dort Anschluss fand.Ich entschied mich dann erstmal fürs beobachten, Wieland und Martin versuchten es auch richtung Simonswald.Als die beiden über dem nächsten Grat nochmal Anschluss fanden, konnten ich gemütlich von oben direkt auf den Bart zufliegen und über den beiden Einsteigen.
Aber es kam wie ich erwartete, ich zentrierte den zerissenen Bart nicht gut genug und die beiden Booms holten mich langsam ein.
Eigentlich war das aber gut für mich, so konnte ich den beiden beim Wegfliegen zuschauen und mir dann die bessere Linie aussuchen.
In Haslach-Simonswald hingen wir dann wieder zu dritt über dem Grat, die beiden hatten sich inzwischen einen schönen Vorsprung herausgearbeitet.
Die Wolke über dem Tafelbühl wurde aber immer schwärzer und irgendwann wurde es mir dann zu dunkel.Ich versuchte wenigstens noch ins Elztal zu kommen bzw. zum Gschasi hochzudümpeln, traute mich aber nicht mehr richtig aufzudrehen, zumal die Bärte immer in richtung Tafelbühl zurückversetzten.
So dümpelte ich dann noch meine Resthöhe bis nach Elzach ab und schaute den beiden zu, wie sie an der Basis entlang heizten.
Mal gespannt was die zwei einreichen.
Link zum Flug
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 13.04.2009 11:10
Von: Chris Bessei
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#102
Wochenbericht
Mein letzter Bericht liegt schon wieder 3 Tage zurück, nun ist es nicht so, dass es in den letzten 3 Tagen nicht fliegbar gewesen wäre.
Vielmehr liegt es daran, dass die Flugtage zu gut waren und ich meistens erst recht spät Abends daheim war.
---Mittwoch---
Nach meinem letzten Flug am Dienstag erhoffte ich mir für Mittwoch eigentlich schlechtes Wetter, endlich mal einen Tag nicht fliegen müssen.
Leider wollte Petrus mir diesen Wunsch nicht erfüllen und so war es am Mittwoch zwar bedeckt und windig, aber trotzdem gingen schon um 11:30Uhr die ersten Thermikschläuche am Kandel hoch.
45Minuten später stand ich dann auch schon in Simonswald, ich hatte versucht mit 1100m zum Hörnleberg zu fliegen, mit 800 über den Dettenbach genagelt, dort nochmal ein bisschen zerrissene Thermik ausgedreht und dann mit knapp 700m am Schwimmbadeck angekommen.
Naja und dort ging es dann halt nicht so richtig hoch, was solls.
Als ich landete hupte es bereits hinter mir, Johannes hatte mich mit dem Auto "verfolgt" und so fuhren wir direkt wieder zum Kandel.
Oben angekommen war die Situation schon etwas besser, die Wolken lösten sich mehr und mehr auf.
Also schnell rausgestartet und dann, nach längerem Kratze, mit 1200m zusammen mit Johannes an Hörnle abgeflogen.
Inzwischen stand die Sonne voll im Südhang und so erhoffte ich mir, mich nochmals ausgraben zu können.
Leider ging dieser Wunsch auch diesmal nicht in Erfüllung und so stand ich kurze Zeit später in Oberwinden.
Dafür kam dann nach 2Minuten auch schon der Anruf von Thomas, wo ich genau stehe und ob er mich holen solle.
Na, so könnte das immer laufen!
Der 3. Flug war dann nur noch etwas rumgedümpel.
---Donnerstag----
Der Donnerstag war der für mich wohl schlechteste Tag diese Woche, da recht starker Ostwind vorhergesagt war, entschied ich mich nach Oppenau zu fahren.
Gegen 12 war ich dann auch schon draußen, konnte auf 1700m aufdrehen und versuche direkt auf Strecke zu gehen.
Nach dem 3. Versuch gegen den Wind richtung Brandenkopf loszufliegen war ich dann doch recht deprimiert, ich kam einfach nicht vom Fleck.
Die Basis reichte nicht aus um über die Gräte zu springen, also weiter in die andere Richtung.
Mit dem Südostwind nach Norden, leider ging auch dieser Plan nicht so richtig auf, der Bart auf der anderen Talseite wollte nicht durchziehen und so kam ich nicht höher als knapp 1000m.
Irgendwann bin ich dann etwas gefrustet landen gegangen, der Tag war gelaufen.
Abends sah ich dann die vielen schönen Flüge vom Kandel und sogar von Oppenau, ich hatte einfach zu früh aufgegeben.
Glückwunsch nochmal an Wieland und Ulf, die beide sehr schöne Flüge gemacht haben.
---Freitag---
Nach der Oppenau Pleite gestern wollte ich heute lieber nichts riskieren und ging mal wieder an den Kandel.
Mit Funkgeräten ausgerüstet planten Thomas, Andi und ich unseren "ersten" gemeinsamen Streckenflug.
Ziel war ganz klar, mal wieder, Karlsruhe.
Am Kandel brauchten wir wieder viel zu lange um wegzukommen, dafür klappte das ganze recht synchron.
Am Hörnleberg fanden Andi und ich den Bart des Jahres, extrem ruhig, 5m/s Steigen und von 1100m auf 2500m durchgehend.
Thomas folgte kurze Zeit später.Dank der guten Basis konnten Andi und ich direkt weiter zum Gschasi düsen, den erreichten wir auch mit komfortablen 1600m und fanden dort
direkt wieder Anschluss.Danach wurde es schon schwieriger, Richtung Norden war es noch ziemlich Blau, selbst Wieland der einen komfortablen Vorsprung hatte, war wieder nahe bei uns.
Am Landwassereck entdeckte ich dann einen kleinen Wolkenfetzen und flog los.
Andi direkt hinterher und auch Thomas holte auf.
Am Landwassereck fanden wir dann auch einen Bart, erst recht zäh, dann immer besser werdend.
Thomas hatte uns inzwischen eingeholt, der Bart hatte gute 5m/s Steigen und brachte uns bis auf 2900m!!
Durch diese geniale Basis war dann auch der Talsprung, übers Kinzigtal, zum Brandenkopf kein Problem.
Mit 2200m kamen wir dort an, eigentlich hätte man direkt weiter nach Oppenau fliegen sollen, aber ich flog diesmal recht zurückhaltend.
So kurbelten wir noch die letzten Reste einer sich auflösenden Wolke aus und flogen dann, immer wieder drehend, weiter Richtung Nordrach.
Dort stand eine ziemlich große, gutaussehende Wolke die Andi und mich auch prompt wieder auf 2400m katapultierte.
Thomas verpasste leider den Einstieg und musste lange suchen.Jetzt wurde es richtig schwer, 2 Boomerangs die uns inzwischen eingeholten hatten, flogen weiter Richtung Hornisgrinde,
die Wolke dort sah zwar recht gut aus, aber die beiden fanden lang keinen Einstieg und die Talquerung dorthin ist riesig.
Ich entschied mich deshalb für eine Route die etwas gegen den Wind verlief, das Oppenauer Tal queren und direkt auf der Gegenseite wieder einsteigen.
Dort stand eine verlockende Wolke, aber leider fanden wir den Einstieg von 1100m nicht mehr.
Andi und ich kämpften noch bis zum Boden, fanden aber beide, trotz unterschiedlicher Routen, keinen Einstieg mehr.
Thomas hatte sich in der Zwischenzeit über den Moosturm nach Oppenau gekämpft und war am Ost Landeplatz gelandet.
Dort stand auch schon ein Shuttle nach Freiburg bereit und Andi und ich wurden von einem netten Anwohner direkt zum Landeplatz gefahren.
So müsste das einfacher immer sein!
Der Flug war genial, zu dritt über 50km Strecke, fast immer im gleichen Bart gekurbelt, oftmals sogar auf der gleichen Höhe.
Manchmal ist das Gemeinschaftserlebenis einfach wichtiger als die geflogenen Kilometer.
Wieland flog ein 106km flaches Dreieck, unglaubliche Leistung, deshalb auch hier nochmal Glückwunsch an ihn!
Link zum Flug
Wielands Flug
---Samstag---
Cirrenfelder, soweit das Auge reicht, die Sonne scheint nur schwach auf den Erdboden, so begann der Samstag.
Trotzdem waren wir gegen halb 12 am Startplatz und hofften auf baldige Besserung.
Erstmal sah es nicht besonders gut aus, am Startplatz Rückenwind, kein einziges Wölkchen über dem Kandel und schon dicke Wolken über der Baar.
Die großen Wolken lösten sich auf, die Cirrenfelder auch und die Thermik drückte ganz leicht von vorne durch.Kurz vor 3 war ich dann in der Luft und wurde
von der recht komischen Thermik überrascht.Gegen Südost oftmals nur 3-4km/h Vorwärtsfahrt, ich stand voll gegen den Bart an.
Plötzlich riss es dann mit 5m/s an um einen Kreis später wieder vorbei zu sein.
Entsprechend sah mein Track aus, immer wieder Stufen mit 0 Steigen, dann plötzlich 100m Höhengewinn.
Bei 1600m wurde es mir zu bunt und ich flog weiter zum Hörnleberg, es war zwar klar, dass ich dort tief ankäme, aber auf diese zerissene Leethermik hatte ich keine Lust mehr.
Mit 800m kam ich dann am Hörnle an, dümpelte einige Momente durch die Gegend und dann kam der erhoffte Bart, direkt vor dem Startplatz ging es mit 4m/s bis auf 2300.
Das letzte Steigen mitgenommen und dann Vollgas weiter zum Gschasi, die Zeit drängte, es war bereits halb 4.
Richtung Baar standen wunderschöne Thermikwolken, die Wolke über dem Brandenkopf sah schon recht groß aus und über Freiamt bildete sich langsam eine kleine CB.
Am Gschasi wollte es nicht so richtig gehen, nur 1m/s Steigen und nichtmal das konstant, ich entschloss mich weiter zu fliegen, denn Zeit hatte ich heute nicht.
Am Landewassereck ging es dann wie erhofft von 1100m wieder bis an die Basis auf 2200m.Weiter zum Brandenkopf, der Oppenau Hattrick war greifbar.
Martin Laible kurvte gut 1000m unter mir über den Vorhügeln des Brandenkopfes, trotz großer Wolke darüber schien es bei ihm nicht zu gehen.
Trotzdem flog ich weiter, kurz vor dem Brandenkopf kurbelte ich nochmals einen schwachen Bart bis knapp 1900m.
Dann entschied ich mich umzudrehen, die CB über Freiamt hatte sich aufgelöst, aber über Oppenau stand eine sehr,sehr mächtige Wolke und auch die Wolken über dem Brandenkopf wurden immer größer.
Also zurück zur Mülldeponie über Haslach, der Ostwind hatte zum Glück nachgelassen und so kam ich einigermaßen voran.
MIt 1100m erreichte ich die andere Talseite und spekulierte eigentlich darauf, mit dieser Höhe bis zum Gschasi fliege zu können.
Durch mehrmaliges starkes Saufen musste ich den Plan aber verwerfen und versuchte nochmals einige Thermikreste auszugraben, es war immerhin schon halb 6.
Über Mühlenbach riss es einige Male an, aber ich leider konnte ich den Bart nicht zentrieren und so stand ich kurz nach halb 6 in Mühlenbach.
Zusammengepackt an die Straße gestellt und mal wieder bis vor die Haustüre gefahren worden.
Link zum Flug
---Sonntag---
Endlich die ersehnte Pause, Altocumulusfelder und Cirrenfelder versperrten der Sonne jegliche Sicht auf den Boden und so machte ich 2 Abgleiter
und konnte dann pünktlich zum Osterkaffee zu meiner Oma fahren.
Morgen gehts wieder fliegen.
Geschrieben am: 08.04.2009 02:12
Von: Chris Bessei
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#103
Die 100 Punkte kommen noch
Wow, ich muss mich erstmal sammeln und nachdenken, was ich denn genau schreiben will.
Am besten von vorne, heute war ich erst gegen 13.48Uhr am Kandel und gegen kurz nach 2 oben.
Heute waren eigentlich alle anwesend, mein Vater,Andi,Skytec, Thomas usw.
Oben angekommen herrschte auch schon schöner Vorwind, nichts wie raus.
Leider fand ich erst nach einer gefühlten Ewigkeit den Bart zur Basis und so hatte ich die ersten 30Minuten bereits vergondelt.
Mit 2200 überm Dettenbach gings dann Richtung Hörnleberg wo es mich ordentlich durschüttelte.
Andi war bereits am Hörnleberg, flog aber zurück, da er kein Bock mehr auf das Gedümpel hatte.
Mein Vater drehte recht zügig auf 2400m auf und flog dann zum Tafelbühl.
Ich verpasste erneut den Einstieg und musste mich mühsam nach oben kämpfen, bei 1800m war der Bart zuende.
Der Tafelbühl war zu weit gegen den Wind und zurück zum Hörnleberg um nochmal neu einzusteigen war mir zu Zeitaufwändig.
Ich entschied mich dazu einem Segelflieger über das Elztal zu folgen.
Die Wolken auf der Gegenseite(Hügelketten) sahen gut aus und ich hoffte einen Einstieg vor dem Boden zu finde.
Bei 900m piepste dann auch endlich das Vario und es begann ein nicht enden wollender Kampf.
Mit knappen 1600m flog ich weiter Richtung Kinzigtal und dort nochmals Höhe zu tanken, mehr als 1700m war aber auch hier nicht drin.
Trotzdem versuchte ich die Querung zum Brandenkopf und fand dort sehr tief(850m) wieder einen Einstieg.
Die ersten 200m waren wieder ziemlich schwach und zerrupft.Danach brachte mich der Bart mit sauberen 2-4m/s bis auf 2500m, endlich mal Arbeitshöhe!
Es war schon 18Uhr und ich überlegte einen gemütlichen Abgleiter nach Oppenau zu machen, die Wolken Richtung Norden(Baiersbronn) sahen aber zu gut aus.Auf 1500m fand ich dann auch nochmals den Einstieg und konnte erneut bis 1800m drehen, danach war es einfach nur noch gemütliches Abgleiten ins Obertal.
Gelandet bin ich dann quasi im Vorgarten eines Oppenauer/Baierbronner Flieger und wurde direkt auf ein Bier eingeladen, Mitfahrgelegenheit nach Freudenstadt inklusive.
Von dort versuchte ich weiter Richtung Freiburg zu trampen, die Dämmerung hatte schon längst eingesetzt und zusätzlich begann es zu tröpfeln.
Nach einigen Minuten saß ich aber auch schon im Auto nach Alpirsbach.
Dort stand ich dann wieder, die Dunkelheit war endgültig eingetroffen und auch nach 20 Minuten hatte noch niemand gehalten.
Ich überlegte schon mit dem Zug zufahren, als unerwartet ein Wohnmobil wendete und zu mir zurückfuhr.
"Wo möchteste hin?" und "von wo bist du her geflogen", waren die ersten 2 Fragen die ich zuhören bekam und die mich aufatmen ließen.
Tina und Niklas, 2 Gleitschirmflieger aus dem Ruhrpott, waren unterwegs Richtung Südtirol und hatten in Baiersbronn noch ein Gurtzeug abgeholt.
Jetzt wollten sie zu Niklas Eltern in Müllheim, mussten also genau durch Freiburg!
Besser konnte der Tag fast nicht laufen, 98 Punkte Flug, Landebier und eine Mitfahrgelegenheit bis vor die Haustüre!
Könnte das nicht immer so sein?
Link zum Flug(mit Bilder)
Gruß,
Chris
P.S. Sicher die Hälfte vergessen.
1. Nachtrag: Glückwunsch an die Heue Flieger rund um Harry Müller, sehr geile Flüge!
Geschrieben am: 25.03.2009 03:24
Von: Christoph Bessei
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#104
Schwarzwald Cup
Es war schon halb 10, als Thomas mich anrief und fragte ob wir nicht nach Oppenau sollten.
Meine Planung für den Tag sah eigentlich anders aus, ich hoffte der Nordostwind würde nicht so stark werden.
Dann hätten wir gemütlich am Kandel fliegen können, erst hatte ich noch Zweifel ob es den Aufwand wert wäre, aber als Thomas sagte er hole mich ab, waren die Zweifel vorbei und ich richtete mich schnell.
Letztendes war dann auch noch Steffen dabei, dank ihm konnte auch Thomas sein Auto stehen lassen und so waren Thomas und ich völlig frei von Autos zurückholen und co.
In Oppenau angekommen kurbelten auch schon einige gute 600-700m über dem Startplatz.Dort trafen wir einige andere DFC'ler die mit dem Vereinsbus gekommen waren.
Clemens,Reinhard, Thomas und ich waren uns schnell über die heutige Aufgabe einig, heimwärts!
Das klappte dann auch recht gut, wir flogen die ersten 20-25km zusammen, dann mussten Thomas,Reinhard und Clemens leider landen.
Durch das Opfer der Drei wusste ich, wo ich nicht hinfliegen sollte und konnte nochmals aufdrehen.
Mit dem starken Rückenwind ließ ich mich dann über die Hügelketten richtung Waldkirch verblasen, bis ich 2 Täler vor Kollnau leider am Boden stand.
Trotzdem, 41,5km und die vorübergehende Führung in der Sportklasse des Schwarzwald Cups waren ein zufriedenstellendes Ergebnis.
Außerdem hatten Thomas und ich am Samstag die weitesten Flüge im Schwarzwald(mit dem Schirm.)
Für mich heißt es jetzt ganz klar, Führung halten bzw. ausbauen, aber die Konkurrenz schläft nicht, Reinhard, Clemens und die Gaiser Brüder sind mir dicht auf den Fersen.
Auf eine spannende Saison,
Chris
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Geschrieben am: 21.03.2009 19:43
Von: Christoph Bessei
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#105
Bassano Tag 1
Montag, der letzte Tag am Lijak, die meisten aus dem NOVA Team sind bereits abgereist und arbeiten heute wieder.
Der Blick aus dem Fenster sieht nicht gerade vielversprechend aus, tief hängende Wassersäcke, dazu noch hohe Cirrenbewölkung und kein einziger Sonnenstrahl.
Egal, wir sind schließlich zum Fliegen hier und so wartet unser Fahrer, der netterweise nochmal für uns fährt!, um 11 Uhr am Landeplatz.
Peter,Thommy, Dominic, Rico, Steve, Albert und ich sind noch von der Partie, genug um das Shuttle zu füllen und die Luft mit NOVA Schirmen zu füllen.
Die ersten 2 Flüge sind Abgleiter, Dominic testet den IBEX, Rico übt Wing Over, Franz versucht sich am SAT und ich übe weiterhin meine assymetrische Spirale.
Beim 3. ist es zwar immernoch trüb, aber der frische Vorwind am Startplatz lässt auf Thermik hoffen.
Nach dem Start geht es dann auch, meist soaren wir die Gräte entlang, manchmal reißt eine thermische Blase ab und katapultiert einen von uns einige hundert Meter nach oben.
Franz und Peter gehen auf Strecke, ich mache lieber etwas Acro, fliege nach der 3. Blase aber hinterher.
Heute ist nichts großes drin, trotzdem macht es Spaß die völlig abgeschattete Gräte abzufliegen und immer wieder mit 3m/s nach oben gekorkt zu werden.
Nach 2 Stunden zittere ich dann vor Kälte und entschließe mich nach Rico und Franz Topzulanden.(Wie viele Versuche sag ich besser nicht!)
Am späten Nachmittag zeigt sich auch die Sonne nochmal und so soaren wir gemeinsam mit den Einheimischen vor dem Startplatz entlang.
Respekt an Franz, der das unglaublich gut hinbekommen hat und dann sogar noch seinen ersten SUPER! Sat flog!
Nach der Landung hieß es dann Abschied nehmen, wir wollten weiter nach Bassano, Franz und Stefanie am Dienstag nach Hause fahren und Peter und Tommy fuhren noch am Abend.
Steve war bereits Nachmittags zum Flughafen aufgebrochen.
Die Fahrt nach Bassano verlief unspektakulär, keine Unfälle oder anderweitigen Zwischenfälle ;-).
Am Abend fielen wir dann mal wieder todmüde in unsere Betten und freuten uns schon auf den kommenden Flugtag in Bassano.
Gruß,
Chris
P.S. Die restlichen Berichte werde ich wohl nicht mehr fertigstellen, zum einen ist in Bassano nichts spektakuläres mehr passiert(Flugstunden sammeln pur.).Zum Anderen ist das ganze jetzt doch schon etwas her, ich versuche nächstes Mal eine Liveberichterstattung hinzubekommen, also immer gleich Abends oder am nächsten Morgen der Bericht.
Nächster Termin ist Pfingsten, Vereinsausflug der Elztalflieger nach Dorfgaststein.
Geschrieben am: 21.03.2009 19:41
Von: Chris Bessei
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#106
Slowenienreise Tag 3
Um 7 Uhr ist es vorbei mit Bettruhe, Max unser X-Alps Teilnehmer zieht sich an und Mik, der neben mir im Ehebett liegt, schnarcht mit einem hervorragend klingenden Bass vor sich hin.
Max macht sich auf zum Frühstück, ich drehe mich nochmal um und genieße die wohl letzte Nacht in einem bequemen Bett.
Als ich dann auch endlich aus dem Bett krieche, scheint die Sonne bereits vom strahlend blauen Himmel herab.
Am Frühstückstisch sitzen schon einige müde Teampiloten und freuen sich auf den Tag, es sieht richtig gut aus.
Gegen halb 12 fahren wir los, erstmal zum Landeplatz, von dort aus geht es mit unserem genialen,einheimischen Doppelburger-Bräter,Kioskverkäufer,Drachen- und Gleitschirmflieger-Fahrer an den Startplatz.
Oben angekommen kratzen die ersten auch schon die Kante("Ridge") entlang, also auspacken, GPS einschalten und raushauen.
Mit gemütlichen Aufdrehen, so wie ich mir das gewünscht hatte, wurde es aber nichts.Direkt nach dem Start hieß es mitnehmen was geht, die Thermik war doch noch schwächer als gedacht.
Dominic und ich fanden den rettenden Bart auf dem Weg zum Landeplatz, Rico musste leider landen gehen.
Auf 1500m angekommen, was hier immerhin gut 1400m überm Landeplatz ist, mache ich die Höhe mit der zweit- ,dritt- oder viertschönsten Nebensache der Welt, dem Acrofliegen, kaputt.
Dominic entscheidet sich vernünftiger und geht auf Strecke, ich schaffe es nach meinem missglückten Toplandeversuch nämlich nicht mehr den rettenden Bart zu finden und so stehe ich am Hammertag
bereits nach 30 Minuten am Boden.
Egal, das Shuttle mit Rico wartet schon und so bekomme ich eine zweite Chance, diesmal gehe ich es vorsichtiger an, maximale Höhe und dann nichts wie weg vom Startberg.
Durch die stärker werdende Thermik und Dominics defensiven Flugstil kann ich aufholen und so sind die Junior Team Schirme schnell wieder zusammen unterwegs.
Beim Kurbeln muss ich aber meistens einsehen, dass Dominic genauer zentriert und dann an mir vorbeizieht.
Am Ende der Gräte trennen sich unsere Wege, ich versuche noch ein Stück übers Tal zu fliegen um das flache Dreieck zu vergößern, Dominic fliegt direkt zurück.
Zurück an der Kante muss ich wieder kämpfen um nicht abzusaufen, ich hatte mich etwas zu weit ins Tal getraut und kam sehr tief zurück.
Nach viel gekämpfe und Blubberblasen finde ich endlich den rettenden Bart und kann auf 1900m aufdrehen, das reicht heute zwar nicht für den Rückflug, aber nahe an der Basis
Anschluss zu finden war kein Problem.
Zurück am Startplatz wollte ich doch noch etwas mehr und probierte es Richtung Nova Gorica, aber die Kälte zwang mich nach einer kleinen Schleife zu landen.
So vernichtete ich die verbleibenden 1600 Höhenmeter mit der X schönsten Nebensache der Welt.
Dominic trudelte wenig später zu Fuß am Landeplatz ein, er hatte es nicht ganz zurück geschafft.
Rico blieb heute dem Hausberg treu und Franz versuchte es wieder One-Way, die erwarteten 200km blieben aber aus. ;)
Nach einigem Getratsche am Landeplatz musste ich dann noch mein Gepäck im Wohnmobil verteilen und mich einrichten.
Wir entschlossen uns bis Montagabend zu bleiben und dann weiter nach Bassano zu fahren.
Geschrieben am: 20.03.2009 08:46
Von: Christoph Bessei
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#107
Erster Streckenflug
Yeah, es scheint, als würde es jetzt endlich wieder losgehen!
Um 11.30 holt mich Thomas am Waldkircher Bahnhof ab, ich überrede ihn wenigstens mal auf den Kandel hochzufahren, er hat Bedenken wegen dem starken Nordwind.
Oben angekommen herrscht aber ein super Vorwind, wenn die Sonne im Hang steht sogar recht kräftig.
Leider vermiest uns ein Altocumulusfeld(oder so?) den ersten Flug und wir stehen schon nach knapp 30 Minuten am Boden.
Da das Auto sowieso oben steht, trampen wir wieder hoch und schon bei der Auffahrt klart es immer mehr auf.
Am Startplatz heißt es schnell raus, bevor die nächsten Wolken wieder die Sonne verdecken.
Der Nordwind hat inzwischen zugenommen, der Startbart versetzt mich schon auf 1300m über den Kandelgipfe hinweg.
Ich entschließe mich die Glottertalgräte entlangzufliegen, gegen den Nordwestwind gar nicht so leicht und schon bald stellt sich mir die Frage, zurück zum Landeplatz fliegen oder weiterprobieren?
Ich entscheide mich für einen Zwischenweg, versuche Richtung Waldkirch vorzuhalten um zumindest in der Nähe des Landeplatzes runterzukommen.
Plötzlich reißt der erstes Frühjahrsbart an, mit 4m/s beamt es mich auf 1700m und dann heißt es nichts wie weg.
Mit Rückenwind und gut 55-60km/h Trim fliege ich an den Rosskopf, der mich leider etwas enttäuscht und an dem ich nur unnötig Höhe vernichte.
Nach kurzer Zeit entschließe ich mich noch über das Dreisamstadion hinwegzufliegen und auf der Nordseite der Güntherstalerbergkette(Wie auch immer die wirklich heißt.) aufzusoaren.
Als etwas Sonne auf die Kante fällt, geht es direkt wieder hoch.
Der Bart versetzt sehr stark, der Nordwind hat weiter zugenommen.
Ich muss mich entscheiden, entweder zum Schauinsland versetzen lassen oder den Schaui rechts liegen lassen und nach Oberried fliegen.
Nachdem es gestern so gut am Schaui ging entschied ich mich für ersteres und flog mit gut 1500m richtung Gipfel.
Am Gipfel angekommen stehe ich fast nur noch in der Luft, 5km/h Vorwärtsfahrt, wenn eine thermische Böe durchgeht auch mal rückwärts.
Nachdem ich langsam immer tiefe sinke, muss ich mich wieder entscheiden.
Mit dem Wind durchs Lee versuchen noch ein Stück richtung Feldberg zu fliegen oder auf den Wiesen oben am Schauinsland toplanden.
5 Minuten später stehe ich auch schon neben den Liftanlagen des Schauinslands.Nächstes mal werde ich wohl nach Oberried fliegen, dann hätte ich wenigstens noch gut 10km abgleiten können.
Egal, der Saisonstart mit einem 26km Flug ist gemacht, Thomas Fischer aus Oppenau brachte es sogar auf 61km.
Bis bald,
Chris
Geschrieben am: 18.03.2009 17:16
Von: Christoph Bessei
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#108
Montag und Mittwoch
Montag 16.03:
Das gute Flugwetter hält an, es ist bereits der 4. Flugtag am Stück.
Heute ist endlich weniger Wind gewesen, die Thermik konnte sich etwas durchsetzen und zum ersten Mal hatte ich thermischbedingte Startplatzüberhöhug.
Beim ersten Flug war ich, nachdem ich mit Reinhard auf 1400m aufgedreht hatte, etwas zu optimistsch und flog mit der geringen Höhe auf Süd rüber.
Diese Entscheidung bereute ich, als ich 10 Minuten später am Altersbach landen musste.
Ulf stand ein paar Minuten vorher unten und so konnten wir zusammen hochtrampen, kurz nach 4 dann der 2. Start.
Diesmal war ich zu ungeduldig, lies den entscheidenden Bart aus und schaffte es dann nichtmal mehr über den Startplatz.
Nach 30 Minuten stand ich wiederum unten, naja was solls.
Wieder eine Flugstunde gesammelt.
Mittwoch, 18.03:
Gestern konnte ich, aufgrund schulischer Verpflichtungen, leider nicht fliegen gehen.
Laut Bombair und Ulf hatte ich aber auch nichts verpasst, es war wohl zu stabil gewesen.
Heute sah es auch nicht viel besser aus und hätte Thomas nicht angerufen, wäre ich wohl gar nicht zum Fliegen gegangen.
Aber der Abholservice und die Sonnenstrahlen überzeugten mich letztlich doch noch.
Diesmal waren wir am Schauinsland, die Windräder drehten leicht auf Nordwest, aber es sah fliegbar aus.
Nach dem Start die erste freudige Überraschung, steigen!
Richtig los ging es aber erst kurz vor dem Landeplatz, von 900m wieder auf 1060m hoch und dieses Spielchen dann noch einige Male.
Ich schaffte es erst beim 5. oder 6. Versuch nahe am Hang durch die Inversion.
Dafür wurde ich dann mit einem sauberen Bart bis auf 1400m belohnt.
Die Höhe wollte ich nutzen und versuchte es Richtung Freiburg, leider war der Nordwind doch etwas zu stark und so musste ich schon nach wenigen Kilometern umdrehen und zum Landeplatz fliegen, wo Thomas schon am Zusammenpacken war.
Mal wieder ein super Tag und Flugstunde Nr. 41 dieses Jahr.
Link zum Flug
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 16.03.2009 09:43
Von: Chris Bessei
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#109
Was ein Wochenende!
Wieder ist ein Wochenende vorbei, ein Wochenende voller Soaringflugstunden, assymetrischen Sats und einem "Landeplatzstart".
Fangen wir von vorne an, am Freitag sah es morgens nocht ziemlich schlecht aus, gegen 10 klarte es stark auf, die Sonne kam raus und es war klar, dass ich zum Kandel musste.Um kurz nach 13Uhr holte mich Björn ab, dann mit dem öffentlichen Bus auf den Kandel um gegen 14 Uhr bei genialem Vorwind in die schwache Frühjahrsthermik zu starten.
Nach gut einer Stunde Flugzeit landete ich unten an der Herz-Kreislauf-Klinik um gerade noch den zweiten öffentlichen Bus zu erwische, fürs Zusammenpacken hats nicht mehr gereicht.
Leider schattete es immer mehr ab und auch der Wind ließ nach und so waren nur noch 3 Abgleiter möglich.
Am Samstagmorgen klingelte schon um 7:30Uhr der Wecker, wir wollten um 9 oben am Kandel sein.
Der Wetterbericht prognostizierte einen immer stärker werdenden Westwind, wenn überhaupt sollte es am frühen Morgen fliegbar sein.
Kurz nach 9 wir auch schon in der Luft, der saubere Südwestwind ermöglichte uns eine gute Stunde zu soaren.
Dann wurde es zu wenig und wir musste landen gehen.
Schnell wieder hochgetrampt um zum Thermikbeginn am Start zu sein, der Wind nahm währenddessen wieder zu.Die Thermik war recht stark, durch den inzwischen doch ziemlich starken Südwestwind, aber ziemlich verblasen.
Thomas flog mit 1350m zum Hörnleberg, ich folgte nach einem Bart kurz vor dem Landeplatz mit 1100m.
Als ich am Hörnleberg ankam stand Thomas bereits am Boden, was ich nicht glaube konnte.25km/h Südwestwind an einer Südwestflanke und es ging einfach nicht hoch.
10Minuten später leistete ich Thomas auch schon Gesellschaft und wir trampten zusammen zurück.
Der Wind war inzwischen zu stark um oben am Kandel noch zu starten, aber am Landeplatz versuchten sich einige beim Groundhandlen.
Thomas und ich hatten aber einen anderen Plan, wir wollten an der kleinen Kante oberhalb des Landeplatzes aufsoaren.
Der Wind war anfangs recht schwach, nahm dann aber deutlich zu.
Beim dritten Versuch schaffte ich es endlich über die Bäume aufzusoaren, ab dort war es kinderleicht.
Ein sauberer Bart brachte mich auf 900m, um zum Startplatz hochzusoaren war zu viel Südwind im Spiel, trotzdem konnte ich 1h30min in der Luft bleiben und überm Landeplatz rumspielen.
Wieland, der auch oberhalb des Landeplatzes startete, flog noch zum Hörnleberg und konnte dort weitersoaren.
Am späten Nachmittag wurde der Wind wieder schwächer, ich entschloss mich Landen zu gehen und nochmal zum Startplatz hochzufahren.
Oben angekommen herrschte noch ein ordentlicher Südwestwind, der aber fliegbar war.
Nach 30Minuten versuchte ich Richtung Westen zum Dettenbach zu fliegen, vergebens.So stand ich dann recht bald wieder am Landeplatz, aber der Vereinsbus wartete schon und so konnte
ich noch Flug Nummer fünf machen.
Ein herrlicher Sonnenuntergang, traumhaft laminarer Westwind und das geniale Wolkenbild machten das ganze zum Genussflug.
Bremsen loslassen und mit 5km/h Trimspeed überm Tal "stehen".
Sonntag, die Wetterprognose war ziemlich miserbal und so dachte ich erst gar nicht an fliegen.
Um 9 kam dann allerdings die Sonne raus, der Feldberg meldete nur 29km/h Westwind und der Kandel war schon fast frei.
Kurze Zeit spätere meldete sich Andi schon, um 11.30 standen wir dann am Landeplatz.
Kein anderer Flieger war da, dafür wartete bereits der Vereinsbus.
Obwohl uns das fehlen anderer Flieger etwas verwirrte entschieden wir uns schnell dazu hochzufahren.
Oben herrschte Westwind, laut Windmesser knapp 25km/h in Böen, also auf zum nächsten Soaringflug.
Knapp eine Stunde hatten Andi und ich den Kandel für uns alleine, dann leistete uns endlich ein dritter Schirm Gesellschaft.
Irgendwann wurde es mir aber zu kalt und ich entschied mich zum Landeplatz zu fliegen, was ich nach 20Minuten gegen den Wind auch endlich schaffte.
Da der Wind doch recht stark war, wollten Andi und ich nochmal versuchen vom Landeplatz aufzusoaren.
Dafür war leider zu wenig Wind und so fuhren wir nochmals hoch und flogen erneut gut eine Stunde.
Und jetzt ist es Montagmorgen, gerade bin ich aus der Schule zurückgekommen, die heute wegen einer Amoklaufdrohung ausfällt.
Mal schauen ob sich die Thermik gegen den Ostwind durchsetzen kann.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 08.03.2009 11:50
Von: Christoph Bessei
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#110
Fasnachtsreise Teil 2
Um 3 Uhr werde ich von Stefanie geweckt, schnell anziehen, Schlafsack wieder einpacken und los gehts.
Wir holen noch Franz ab, der hat bis 3 gearbeitet hat und fahren dann los, Slowenien wir kommen!
Gegen 6 Uhr werde ich, auf dem Beifahrersitz sitzend, von einem unerträglichen Piepsen aus dem Schlaf gerissen.
Ich sehe noch die Schneewand auf uns zukommen und dann hängen wir auch schon drin.
Zum Glück ist niemandem was passiert, die Stoßstange des Autos ist hinüber, die Achse wohl auch.
Wir fahren noch ins nächste Dorf und dann geht das Telefonieren los, Versicherung,Abschleppdienst etc.
Wir stehen alle etwas unter Schock, aber nach einem leckeren Cafe und Croissant geht es uns wieder besser.
Nach 2 Stunden warten(oder telefonieren) kommt dann der Abschleppdienst,
er hat zum Glück nur zwei Sitzplätze im Führerhaus und so kann ich hinten auf der Ladefläche im Auto sitzen.(Super Aussicht.)
Die Versicherung bezahlt einen Mietwagen und so können wir unsere Reise nach Slowenien in einem "schicken" FIAT Multipla fortsetzen.
Gegen 2Uhr sind wir am Landeplatz, gerade landen Dominic und Rico mit unseren neuen NOVA Juniors Schirmen.
Pünktlich zum Thermikbeginn sitzen Stefanie,Franz und ich dann oben am Startplatz, eine Einheimische hatte uns netterweise mitgenommen.
Schnell meinen neuen Teamschirm ausgepackt und auf gehts.
Dominic und ich finden bald einen Bart und drehen auf, wobei ich schon nach wenigen Kreise weiterfliege.
Die 15km lange Kante läd zum Gas geben ein und so mache ich nur das Nötigste an Höhe.
Dominic dreht meist ein, zwei Kreise mehr und wartet bis ich den nächsten Bart gefunden habe, taktisch geschickt.
Auf dem Hinweg geht mein Plan dann auch auf, oftmals trägt es gut genug um nicht kreisen zu müssen und so sind die 15km bereits nach 45Minuten geschafft.
Jetzt heißt es zurück zum Landeplatz, Dominic dreht auf 2000m auf, ich versuche es wieder im Tiefflug.
Leider hatte ich mich beim Wind doch ordentlich verschätzt und so musste ich mich im Lee der Gräten Meter um Meter zurückkämpfen,
während Dominic einen gemütlich Abgleiter zurück an den Starplatz macht.
Zusammen mit einem Aspen2 schaffe ich es dann auch zurück zum Ausgangspunkt, gut 30 Minuten nach Dominic.
Schnell noch eine Schleife drangehängt und fertig ist das 25km flache Dreieck,
am Landeplatz werde ich bereits von Dominic erwartet, Franz und Rico hatten sich für One-Way entschieden und waren noch auf dem Rückweg.
Beim Abendessen habe ich dann endlich Zeit die vielen Teampiloten kennenzulernen, ein sehr netter Haufen!
Geschrieben am: 08.03.2009 11:49
Von: Christoph Bessei
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#111
Slowenienreise Tag 1
Wie versprochen hier die erste Teil meiner Slowenien/Italienreise.
Tag 1:
Freitag, 7 Uhr, der Wecker klingelt und holt mich unsanft zurück in die Realität, weg von meinem 200km FAI.
Packen ist angesagt, ich weiß noch nicht wann mein Zug fährt, hab noch kein Ticket und muss spätestens um 21 Uhr in Innsbruck sein.
Gleitschirm,Kleidung, etwas Essen und viel Elektronik.(Gps,Laptop,Vario,Akkus,Ladegerät,Handy und und und)
Um 11.40 Uhr steh ich dann am Bahnhof, mein Zug fährt gerade ein, bepackt mit Gleitschirm,Rucksack und Reisetasche.
Ich werde das Gefühl nicht los, auszusehen wie ein Packesel.
Die Zugfahrt über Freiburg-Neustadt-Donaueschingen-Radolfszell-Friedrichshafen Stadt- Innsbruck, dauert insgesamt 7 Stunden, davon keine einzige im ICE.
Ich vertreibe mir die Zeit mit Lesen, Musik hören und Lernen, zum Schlafen habe ich dank viermaligem Umsteigen keine Zeit.
In Innsbruck angekommen erwarten mich schon Franz und Stefanie in der Eingangshalle des Bahnhofes.
Bepackt mit Bier und guter Laune, fahren wir Richtung Studentenwohnheim, wo Stefanie und Franz Spaghetti Carbonara kochen.
Noch etwas Fliegerlatein, Bier und Vorfreude auf den kommenden Tag, dann liege ich auch schon im Bett und kann mein FAI Dreieck fortsetzen.
Geschrieben am: 04.03.2009 19:22
Von: Chris Bessei
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#112
Aufwiedersehen Italien, Hallo Deutschland
Schon sind die 10 Tage Slowenien bzw. Italien vorbei und ich sitze wieder im nasskalten Wetter in Deutschland.
Um mal eine kurze Zusammenfassung zu geben:
20 Flugstunden, jeden Tag fliegen, super Wetter, nette Leute, geniales Teammeeting, endlich mein "Junior Team" Factor und vieles mehr.
Die ausführlichen Berichte zu den einzelnen Tagen werde ich wohl am Wochenende einstellen.
Durch das gute Flugwetter hatte ich zu wenig Zeit um alle Berichte fertig zu schreiben.
Bis dahin.
Chris
P.S. Hoffentlich ist auch hier bald wieder Flugwetter!
Geschrieben am: 19.02.2009 22:19
Von: Christoph Bessei
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#113
Slowenien
Wow, was ein stressiger Tag.
Eigentlich ist heute mein erster Ferientag, entspannt war er leider trotzdem nicht.
Ich hatte immernoch keine Mitfahrgelegenheit nach Slowenien gefunden und heute hatte ich dann auch den ganzen Tag damit zu tun.
Gefühlte Tausende Telefonate, SMS und Emails später, bin ich immernoch nicht schlauer.
Meine vermeintliche Rettung entpuppte sich als Blindgänger, er hatte sich um einen Tag vertan und fährt erst am Samstag.
Wenigstens ab Innsbruck hab ich mit Franz aus dem Junior Team eine nette MFG gefunden.
Bis nach Innsbruck werde ich jetzt wohl mit dem Zug fahren, es hat nicht sollen sein.(Auto 5h, Zug 7h26 mit 4 mal Umsteigen....)
Wenigstens hat das mit der Kamera geklappt und ich kann in Slowenien ordentlich knipsen, auch ein Handy hab ich noch kurzfristig auftreiben können.
Außerdem ist mein Factor in Teamfarben gekommen,yeahaaaa!
Ich hoffe ich kann das Ding in den nächsten Tagen ordentlich testen.
Leider weiß ich immernoch nicht, wo, wann und ob ich in Slowenien Internet habe, ich hoffe ich kann wenigstens alle 2-3 Tage einen Berichte online stellen.
Schlimmstenfalls bekommt ihr dann Sonntagabend einen langen Roman, mit vielen Bilder und Geschichten.
Ich wünsche nochmals ein schönes Wocheende und eine gute Woche!
Bis bald,
Chris
Geschrieben am: 19.02.2009 08:43
Von: Chris Bessei
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#114
Thermik im Schwarzwald
Endlich, Thermikwolken über dem gesamten Schwarzwald, strahlender Sonnenschein und eine traumhaft verschneite Landschaft.
Entsprechend voll war es dann auch am Kandel, aber da leichter Rückenwind herrschte , hielt sich der Andrang auf die Startplätze in Grenzen, tratschen war angesagt.
Trotzdem ging es eigentlich ganz gut, Thomas ist auf Süd 2 mal 30 Minuten geflogen, einmal bis nach Denzlingen.
Ich hab 4 Abgleiter auf West gemacht und weiter die assymetrische Spirale geübt.(Viel zu wenig Höhe!!!!)
Ich befürchte heute war der letzte Flugtag bevor es nach Slowenien geht, die Prognose für die nächsten Tage sieht gar nicht gut aus.(Mein Stundenplan auch nicht.)
Über die 9 Tage Slowenien werde ich dann auch berichte, wenn möglich Live, ansonsten stelle ich die Berichte gesammelt online, wenn ich wieder zuhause bin.
Einen schönen Wochenstart.
Gruß,
Chris
Update: Danke an Harald für die Bilder!
Geschrieben am: 15.02.2009 12:04
Von: Christoph bessei
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#115
Nebel, Wind und Groundhandling
Es began wie ein ganz normaler Wintersonntag, stark bewölkt, tiefe Basis und manchmal sogar ein paar Regentropfen.
Der Kandel verschwand in einer nicht definierbaren Wand aus Wolken und Nebel, der Wind am Feldberg wehte stark aus Nordwest und die Prognose machte mir keine Hoffnung.
Den Tag hatte ich schon abgeschrieben, wollte aus lauter Verzweiflung für die Schule lernen, als gegen halb 11 mein Handy klingelte.
Ungläubig nahm ich den Anruf von Harald entgegen, Zweckoptimismus pur schlug mir entgegen: "Das geht schon noch auf und der Wind passt auch".
Nagut, alles besser als lernen, also trafen wir(Andrea,Harald und ich) uns gegen halb 12 am Kandelparkplatz und waren dann gegen 12 oben.
Nebel,ein angenehmer Westwind und Schneefall emfpingen uns am Gipfel, perfektes Wetter um mal wieder ins Kandelhotel zu hocken und Kaffee zu trinken.
Nach der ersten Tasse Kaffee wurde mir es dann aber zu blöd und ich packte meine Schirm aus, der Wind passte einfach zu perfekt und es war genial zum Spielen.
Wäre die Nebelwand noch aufgegangen hätte man wohl soaren können, so blieb es beim Rückwärtsstarten üben und rumspielen.
Danke an Andrea für das super Mittagessen und an Harald fürs Heimfahren!
Gruß,
Chris
P.S.
Heute siehts richtig gut aus, vielleicht sogar Thermik!
Geschrieben am: 03.02.2009 17:38
Von: Christoph Bessei
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#116
Sturm, Fliegen und mehr
Montag 6.30 Uhr, schon wieder klingelt der Wecker.
Kann das wirklich sein?Schon wieder ein Wochenende vorbei?
Kurz lasse ich das erlebte nochmals Revue passieren,
am Samstag war ich mit Andi am Dohlenbacher, bei einem 25er(30er?) Wind mit ordentlichen Böen, wollte aber komischerweise niemand starten.
Vielleicht wars zu kalt?
Auch in Oppenau ist keiner geflogen , sagte zumindest der dhv-xc, also wars da wohl auch nichts.
Am Sonntag hatte Andi leider keine Zeit und der Wind am Feldberg war auch nicht besser, als am Samstag.
Also traf ich mich mit Harald, wir wollten ein paar neue Startplätze anschauen.
Wir fanden auch einige, aber leider passte der Wind nirgends so richtig...der war aber auch komisch! Kandel meldete 33km/h Ost, Schauinsland 4km/h,
möchte mir das jemand erklären?
Naja egal, um 12 kam dann der Anruf von Christian:"Am Dolli gehts, am Dolli gehts!".
Das ließen Harald und ich uns nicht 2 mal sagen, Thomas angerufen und losgefahren.
Um halb 2 waren wir dann oben, kräftiger Wind, zum Teil Nordost.
Aufjedenfall recht ungemütlich, aber fliegbar.
Franz machte den Dummy, Christian übernahm das "schwätzen" und Dilli die Groundhandlingshow.Die restlichen Anwesenden begnügten sich mit zuschauen.
Ich hab dann auch meinen heißen 2-3er ausgepackt und bin gestartet, es war eben fliegbar, aber mehr Arbeit als Entspannung.
Ich bin froh wenn ich bald meinen Factor hab, ist einfach entspannter wenn
der Schirm etwas mehr passive Sicherheit bietet.
Nach diesem kurzen Rückblick hieß es dann aufstehen, frühstücken, duschen
und ab in die Schule.
Bis zum nächsten Flugtag.
Gruß,
Chris
Danke an Harald fürs fahren!
Geschrieben am: 31.01.2009 08:39
Von: Christoph Bessei
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#117
Wochenende
Die Zeugnisse sind ausgegeben, die Noten gut und das Wochenende ist endlich da!
Der Ostwind, der etwas stark ist, auch und so geht es heute wohl an den Dohlenbacher.
Eigentlich wollten wir schon am Donnerstag hin, aber bei 80er Böen am Feldberg...
Heute sind es noch 50er Böen und der Dohlenbacher liegt immerhin gute 800m unterhalb des Feldbergs.
In 2 Wochen bekomme ich meinen Factor in Teamfarben und hoffentlich hab ich auch bald wieder eine Videokamera!(Wenn sich damit jemand gut auskennt, melden!)
Beim Vereinsausflug der Elztäler werde ich übrigens auch dabei sein,
natürlich mit einigen NOVA Schirmen zum Probefliegen.
Wer also schon immer mal Factor und co. probieren wollte, auch melden!
Fliegen war ich diese Woche leider nur am Montag, ein Abgleiter am Kandel.
Letzten Sonntag war ich nach dem Retterpacken, endlich passt das Ding wieder in den Innencontainer!, noch am Dohlenbacher und hab eine halbe Stunde gesoart.
Es war recht knackig und Mittags ging es wohl mit bis zu 5m/s, aber auch Nachmittags knallte es noch ordentlich, viel Wind, heißer Schirm* und gute Thermik eben.
Ich hoffe heute Abend kann ich mal wieder von einem erfolgreichen Flugtag berichten, aber jetzt leg ich mich erstmal noch eine halbe Stunde hin.
Die Sonnenstrahlen haben mich geweckt...
Gruß,
Chris
*Bis der Factor da ist, muss ich mich "leider" mit einem 2-3er Begnügngen,tragisch...;-)
Geschrieben am: 21.01.2009 21:16
Von: Christoph Bessei
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#118
Schule ungleich Stress?
11.15 Uhr: Ich sitze in der Schule und schaue zusehens genervt auf den immer schöner werdenden Himmel.
Es zeigen sich immer wieder blaue Flecken und sogar die Sonne zeigt sich.
11.30 Uhr :Eine SMS an Thomas wird losgeschickt, mal schauen was er zu dem Wetter meint.
12.15 Uhr Thomas "simst" zurück, er ist gerade 40 Minuten geflogen!!(Glückwunsch dazu!)
Mein Stundenplan verhieß auch nichts gutes, Unterricht bis 5 Uhr, Wieland ich leide mit dir!
Und so verstrich die Zeit, die Sonne ging unter und es wurde dunkel.
Wieder einen schönen Flugtag verpasst, morgen soll es stürmen...da hätte ich Zeit.
Da sieht mans mal wieder, auch die Schüler haben nicht immer Zeit.
Nächste Woche sind die meisten Klassenarbeiten vorbei,
dann berichte ich wieder mehr vom Fliegen und werde
die Homepage aktualisieren.
Gruß,
Christoph
Geschrieben am: 19.01.2009 08:15
Von: Christoph Bessei
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#119
Schule
Wiedermal viel zu lange kein neuer Eintrag.
Letzte Woche hat die Schule wieder angefangen
und schon kamen die guten Flugtage.
Wo war ich?Leider brav in der Schule.
Erst am Donnerstag konnten Thomas,Reinhard und ich mal wieder an den Dohlenbacher.
Diesmal gings leider nicht richtig hoch, zu viel Nordeinschlag.
Aber ein bisschen rumkurven ging.
Ich arbeite zur Zeit an einer Umgestaltung der Homepage,
das Design wird bis auf ein paar kleine Änderungen gleichbleiben,
aber es wird für mich einfacher werden die Inhalte aktuell zu halten.
Letztlich kommt das auch den Besuchern zugute, wenn wieder öfter News mit Bildern eingestellt werden.
Außerdem werkel ich noch an einem kleinen Factorvideo,
aber jetzt ist erstmal Schule angesagt.
Ab nächstem Wocheende sollte ich wieder mehr Zeit haben und werde schauen, dass das Geplante schnell erreicht wird.
Einen schönen Wochenstart.
Gruß,
Chris
Soaren und Filmen
Heute ein etwas verspäteter Bericht von gestern(4.01) und vorgestern.
Fangen wir von vorne an.
Am Samstag war endlich wieder schönes Wetter, recht starker Ostwind.
Der Factor lag bereit, der neue Camcorder war aufgeladen und selbst mein GPS(man weiß nie!) war startklar.
Um 8 wurde ich unsanft von meinem Handywecker aus dem Schlaf gerissen, wer fliegen will muss leiden, und schaute direkt nach dem Wetter.
Es sah nicht gut aus, zu viel Wind und so verschob ich den Start auf 10 Uhr.
Mit meiner Mutter nach Elzach, dann weiter mit meinem Vater ins Kinzigtal, mal wieder zum Dohlenbacher.
Der Fahraufwand lohnt sich und ich wurde mit 2 Stunden Thermiksoaren(ein bisschen von beidem) belohnt.
Der Factor machte dabei eine recht gute Figur und das Handling gefiel mir super.Recht kurze Steuerwege,präzises Handling und dazu noch ein gutes Aussehen.Zur Leistung kann ich nicht viel sagen, das werden wir im Frühling sehen, denn der Schirm wird gekauft.
Ein kleines Video zum Fliegen am Dohlenbacher haben wir auch gemacht.
Dohlenbacher Video
Gestern war dann endlich(!) mal wieder Westwind und wir konnten am Kandel fliegen gehen.
Andi war auch mal wieder dabei und die Dauerbrenner Ulf und Thomas sowieso.
Aber auch sonst war am Kandel viel los, Sonntag eben.
Mehr als 4 mal abgleiten war aber nicht drin, dafür der erste SAT mit dem Factor und ich konnte endlich das Ohren anlegen ausprobieren.
Er schlägt ein bisschen und leider gibt es keine geteilten A-Gurte,das macht das Ohrenanlegen nicht leichter, ist aber normal in der 2er Klasse.Da zählt eben die Leistung.
Vom Kandel hab ich auch einige Videos, werd ich demnächst mal noch Online stellen.
Bis dahin.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 01.01.2009 21:09
Von: Christoph Bessei
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#121
Resumee 2008
Zu Beginn möchte ich allen Lesern ein frohes Neues wünschen.
Ich hoffe ihr habt schön gefeiert und seid gut "rübergerutscht".
Heute am 01.01.2009 möchte ich das Jahr 2008 nochmal Revue passieren lassen.
Es war mein erstes Jahr mit A- und B-Schein, davor war ich noch auf Fluglehrerbeutreung angewiesen.
2008 begann mit einem genialen Januar und auch der Februar konnte sich sehen lassen, so kam ich in den 2 Monaten immerhin auf 30 Flüge.
Dann kam der Frühling,die Thermik und das Streckenfliegen.
Der starke Westwind vereitelte meist geschlossen Aufgaben, zumindest mit dem Gleitschirm, und so hatte ich mich schnell auf das "verblasen" lassen spezialisiert.
Es ist einfach geniales Gefühl, nach einigen Stunden fliegen immer gen Osten,irgenwo zu landen.
Oftmals hatte ich die Ortsnamen noch nie gehört und hatte keine Ahnung wo ich bin.
Aber dank netter Mitmenschen habe ich immer schnell eine Mitfahrgelegenheit gefunden und auf dem Rückweg konnte ich dann meist in Erfahrung bringen, wo ich gelandet bin.
An dieser Stelle vielen Dank an Oma und Opa, das waren meine Retter aus der Pampa, wenn mal gar nichts ging.
Die Tage wurden länger, die Thermik schwächer, die Luftschichtung stabiler und im Schwarzwald ging Streckenflugtechnisch nichts mehr.(Sehr selten zumindest.)
In den Sommerferien ging es 2 Wochen nach Südtirol, genauer gesagt nach Seis.
Endlich durfte ich alleine an der Seiser Alm starten und an den gigantischen Felswänden entlang fliegen.Meine Streckenflugversuche scheiterten leider an der sehr gewittrigen Wetterlage und der tiefen Basis.
Aber genial war es trotzdem, ein unglaubliches Gefühl in 20 Meter Abstand an einer 800 Meter hohen Felswand entlang zu fliegen.
Da wird einem bewusst, wie klein man doch ist.
Nach 2 Wochen Seiser Alm ging es weiter nach Greifenburg, die Junior Challenge rief.Andi und ich folgten dem Ruf und erlebten 4!!! Tasks.
Es war eine tolle Erfahrung mit 60 Leuten in einem Bart zu kurbeln, vorallem mit Leuten die um sich geschaut haben!
Das Briefing mit Oliver Rössel, Ewa Wisnierska und Achim Joos,
hat mir immer neue Erkenntnisse gebracht und so habe ich
in dieser Woche Greifenburg vieles gelernt.
Danach kam noch ein Wocheende Grindelwald mit meinem Vater, geniales Fluggebiet!
Leider spürte man deutlich den Spätsommer und die ausgeprägte Inversionswetterlage verhinderte Größeres.
Trotzdem, super schöne Flüge mit genialer Landschaft!
Und dann, dann waren die Sommerferien schon wieder vorbei und die Schule begann.Die fliegbaren Tage wurden seltener und wenn es ging, dann war die Thermik meist recht schwach.
Danach passierte fliegerisch nicht mehr viel, Kandel dümpeln und ein bisschen Acro üben.
Im Oktober war dann noch die Bewerbungsrunde für das Nova Junior Team.
Da ich aufgenommen wurde, teste ich grade den Factor von Nova.
Sobald ich noch 1-2 Flüge gemacht habe werde ich davon berichten.
Um ein kurzes Fazit zu ziehen, 2008 war ein Jahr mit vielen neuen und nette Bekanntschaften, neuen Fluggeländen, vielen Flugstunden und einigen technischen Problemen(Backup GPS ist gekauft!).
Ich möchte mich bei den unzähligen Leuten bedanken, die mich kostenlos mitgenommen haben, ganz besonders bei Andi,Thomas und Ulf.(Ihr seid einfach immer da gewesen.)
2009 startet mit einem frisch gekauften Camcorder, viel Fluggeilheit, einem neuen Schirm(zumindest bald).
Ich hoffe es wird wieder ein unfallfreies Jahr, mit viel Flugwetter, toleranten Lehrern, netten Mitfliegern und vielen,langen und schönen Flügen.
Ich wünsch allen viel Glück für das neue Jahr und hoffe wir sehen uns bald wieder in der Luft.
Bis bald,
Christoph
Geschrieben am: 30.12.2008 09:37
Von: Christoph Bessei
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#122
Soaren und Fliegen im Kinzigtal
Ich hoffe ihr hattet schöne Weihnachten, habt viele Geschenke bekommen, eure Verwandten wiedergesehen und so weiter.
Aber Heiligabend brachte nicht nur Liebe und Freude mit sich, sondern auch Flugwetter.
Zum Glück ist die Bescherung immer erst Abends und so konnten wir bei strahlendem Sonnenschein noch 2 Abgleiter am Spitzfelsen machen.
Aber eigentlich wollte ich von den letzten 2 Tagen berichten, schließlich ist schon heute schon der 30.12 und bei den Meisten ist bereits wieder der Allltag eingekehrt.
Gestern und Heute waren wir am Dohlenbacher, ein kleiner Südöstlich ausgerichteter Soaringhügel.
Nur sehr selten freue ich mich über Ostwind, schließlich sind fast alle thermischen Fluggebiete in der näheren Umgebung gen Westen ausgerichtet.
Aber im Winter, in der Zeit von Kälte und Inversionswetterlagen, da freue selbst ich mich über den Ostwind, da er uns das Soaren ermöglicht.
Erst spät, gegen 14 Uhr fuhren wir gestern zum Startplatz, die Windvorhersage war für den Vormittag zu stark gewesen und auch der Nachmittag sollte grenzwertig sein.
Trotzdem,einfach ausprobieren!
Oben angekommen blies uns der Wind dann auch ordentlich um die Ohren, zum Spielen ging es gerade so, an Soaren war leider nicht zu denken.
Heute war ich bereits um 11:30 mit meinem Papa verabredet, der Wetterbericht sagte einen schwachen Südostwind an, wir befürchteten schon zu wenig Wind.
Aber oben angekommen war es dann doch ganz annehmbar und mein Papa hat einige Bilder geschossen:


Wie man sieht, es ging zum Soaren, wenn auch nur Phasenweise.
Gegen Mittag wurde der Wind dann wirklich zu schwach und ich konnte noch ein bisschen den neuen Magus XC ausprobieren, leider(oder zum Glück?) nur am Boden.
Morgen gehts mal wieder an den Kandel und für Silvester siehts wieder nach Soaring aus.Letztlich ist das aber auch egal, heute kam der "Test"Factor von NOVA, ich bin schon ganz heiß darauf die Kiste auszuprobieren.
Bis dahin,
Christoph
P.S.
Zur Zeit kann es vorkommen, dass Umlaute fehlerhaft dargestellt werden,
ich stelle gerade von ISO 8895-1 auf UTF-8 um.
Wem das jetzt zu viel Technikkauderwelsch war, ich möchte mich für die fehlhafte Darstellung der Umlaute entschuldigen, ich werde das
in den nächsten Tagen beheben.
Geschrieben am: 23.12.2008 19:13
Von: Christoph Bessei
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#123
Wer viel fährt, fliegt wenig!
Fast jeder Flieger wird diesen Spruch kennen,
aber heute haben Thomas und ich das Ganze
wissenschaftlich getestet.
Aber erstmal zur Vorgeschichte.
Der Wetterbericht war vielversprechend,
der strahlend blaue Himmel ebenfalls.
Nur der schwache Ostwind passte nicht,
zum Soaren zu wenig, um auf West zu fliegen zu viel.
Deshalb entschieden wir uns heute für die Vogesen,
viele Oststartplätze in verschiedenen Höhen und
falls der Wind doch drehen sollte,gibt es genug Alternativen.
Ich werde im folgenden, der Einfacheit wegen, auf Zirkumflex,Grave und co verzichten.(Die schönen Haken im Französischen.)
Unsere erste Anlaufstelle war der Petit Drumont, nach Osten ausgerichtet und recht hoch, versprach dieser eine Möglichkeit zum Soaren.
Schon beim Hochfahren wunderten wir uns, dass keine einheimischen Flieger answesend waren.
Auf der Hälfte der Strecke wurde klar warum, die Straße war ordentlich zugeschneit und nicht geräumt.Also umgedreht weiter Richtung Treh und von dort aus Richtung Batteriekopf.
Schon zu diesem Zeitpunkt waren wir froh, früh gestartet zu sein.
Auf dem Treh angekommen die Ernüchterung, die Straße richtung Munster war gesperrt, ebenso die Alternativstrecke über Col de la Schlucht.
Unsere Laune, war trotz bereits gefahrenen 150km, recht gut und auch die Uhrzeit ließ noch hoffen.(Zum Glück ist der Sprit zur Zeit recht günstig!)
Also fuhren wir zurück nach Freiburg um dann schlussendlich nach 300km Fahrt am Schauinsland, unserem Hausberg, soaren zu können.
Womit wir wieder beim Anfang dieses Textes wären, wer viel fährt, der fliegt wenig.
Ich wünsche allen Lesern bessinliche Weihnachten und, falls man sich nicht mehr liest, einen guten Rutsch und ein schönes neues Jahr.
Gruß,
Christoph
Geschrieben am: 10.12.2008 16:42
Von: Christoph Bessei
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#124
Winterflüge am Kandel
Der Morgen begann mit Sonnenschein und ausnahmsweise sollte der Wetterbericht halten was er versprach.Direkt nach(!) der Schule ging es zum Schauinsland, die Windvorhersage war zwar nicht perfekt,
aber für einige Abgleiter sollte es reichen.
Am Schauinsland angekommen gut 10km/h Rückenwind und auch auf der anderen Seite des Passes Rückenwind.
Überregional also kein Wind, wohl eher durch den Schnee verursachter Bergwind.
Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und so fuhren wir noch zum Kandel,
dort war immerhin Nullwind, was bei 30cm Schnee und flachem Gelände aber nicht unbedingt
gut sein muss.
Egal, Tüte rausgeholt und ausprobiert. Thomas,Ulf und Johannes kamen auch "super" raus nur ich hatte nach dem
sechsten Startversuch irgendwann keine Lust mehr.
Anscheinend hatte ich beim Auspacken einiges an Schnee in die Zellen geschaufelt, weshalb
der Schirm mehr einem vertrimmten Oldtimer gleichte, als einem modernen 1-2er.
(Trotzdem mal wieder Vorwärsstarten üben!)
Nach feinsäuberlichem Ausschütteln und Leeren der Zellen klappte es dann auch,
und ich konnte mit meinem mit Schneeresten gefüllten Tequila einen schönen Sonnenuntergangsabgleiter machen.
(Es raschelte immer so schön, trotz offenem Schirm.)
Gruß,
Chris
P.S. Danke an Ulf fürs Heimfahren.(Tandemflüge mit Ulf) ,an Thomas fürs nochmalige motivieren
nach dem 6. Startversuch und an Harald für das andauernde Schirm auslegen!
Geschrieben am: 05.12.2008 23:01
Von: Christoph Bessei
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#125
DHV Jahreshauptversammlung
Am 23.11.2008 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des DHV in Bruchsal statt.
Zugegeben das ist schon etwas länger her, aber ich wollte noch auf verschiedene Berichte warten,
da der Bericht auf dhv.de leider keine näheren Informationen gab.
Zum einen habe ich inzwischen mit mehreren Deligierten gesprochen, zum Anderen sind seit heute
die Berichte der Mitgliederinitiative online.
Der ausführliche Bericht wird im DHV-Info Februar/März kommen.
Da es bis Februar noch etwas dauert, möchte ich zumindest kurz die wichtigsten Änderungen zusammenfassen.
Wie immer begann die Jahreshauptversammlung mit großem "Tam-Tam" den Goldfrauen(DrachenWM) vom Monte Cucco
und weiterem Showprogramm.
Leider wird das Showprogramm noch vor der Versammlung aufgeführtm
wodurch der Zeitplan der JHV nur selten eingehalten werden kann.
Danach ging es an die wichtigen* Entscheidungen der JHV.
Der erste Antrag von der DHV-Mitgliederinitiative wurde abgelehnt, er beinhaltete
eine Strukturveränderung im DHV, die Deligierten waren der Meinung, dass die bisherigen
Strukturen gut funktionieren und sich bewährt haben.
Antrag Nummer 2 wollte mehr Transparenz für die Mitglieder schaffen,
da die Geschäftsführung bzw. der Vorstand dies bereits versprochen hatte,
wurde der Antrag abgelehnt.
Antrag Nummer 3 forderte, dass im Mitgliederbereich der DHV Homepage,
jedem Mitglied die grundlegenden Regelungen und Bestimmungen des DHV in der
jeweils aktuellen Fassung zur Einsicht und zum Download zur Verfügung gestellt,insbesondere:
- das DHV-Leitbild,
- die DHV Satzung,
- sämtliche Geschäftsordnungen des DHV,
- die Verordnung zur Beauftragung von Luftsportverbänden (BeauftrV),
- die Durchführungsverordnung zur Anerkennung von Prüfstellen,
- sämtliche Verträge des DHV mit dem BMV oder des LBA über die Durchführung luftrechtlich verankerter Aufgaben,
- sämtliche Verträge des DHV mit anderen Verbänden und Organisationen,
- sämtliche Beschlüsse des DHV, welchen für den Verein grundsätzliche Bedeutung zukommt.
Der Antrag wurde ohne Veränderungen angenommen.
Bei Antrag Nummer 4 möchte ich nur verlinken, da das Thema etwas umfassender ist.
Antrag Nr 4 Protektor
Der Antrag wurde angenommen.
Somit wären wir bei Antrag Nummer 5:
Der Antrag spricht die Probleme der aktuellen Regelung des Kunstfluges in Deutschland an,
die verbotenen Manöver sind zum Teil fragwürdig(Wingover ist verboten, Heli, Fullstall und Vrilla dagegen nicht) und eine mögliche Legalisierung würde den vielen inofiziellen Acropiloten
Versicherungsschutz verschaffen.
Der Antrag wurde nach einger längeren Diskussion, auch Karl Slezak sprach sich vorsichtig für eine Überprüfung aus, angenommen.
Ergebnisse wird dieser Beschluss frühstens in 1-2 Jahren liefern, dass liegt aber nicht am DHV sondern an der Gesetzeslage in Deutschland.
Wer hierzu nähere Infos möchte kann mir kurz im Gästebuch Bescheid geben oder mir eine E-Mail schreiben(siehe Impressum).
Damit zu Antrag Nummer 6, dieser soll die Anmeldung als DHV-Mitglied im DHV Forum vereinfachen.
Als angemeldetes DHV-Mitglied kann man auf den Bereich Verbandspolitik zugreifen, was vielen bisher, aufgrund der umständlichen Anmeldung, nicht möglich war.
Der Antrag wurde angenommen.
Und zu guter letzt Antrag Nummer 7, die Bekanntgabe der Deligiertenliste.
Dies soll ermöglichen, dass Mitglieder die Deligierten fragen können und vielleicht auch weitere Informationen geben können.
Der Antrag wurde angenommen und wird bis zur nächsten JHV umgesetzt.
Das wars soweit von der Mitgliederversammlung 2008, falls es weitere Anregungen gibt meldet euch bitte, im Gästebuch oder direkt
per Mail an mich(feedback (((''ÄT''))) acroandxc """PUNKT"""" de findet ihr in schöner Form im Impressum.)
Gruß,
Chris
*Ich möchte nicht die sportlichen Erfolge von Corinna Schwiegershausen und anderen herabsetzen,
aber die JHV ist meiner Meinung nach, für Verbandsthemen vorgesehen und keine Showveranstaltung.
Dafür gibt es den am 24.11 folgenden Sportlertag.
Geschrieben am: 04.12.2008 01:05
Von: Christoph Bessei
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#126
Nova Mentor
Schick verpackt kam der Testschirm per Post, ein Nova Mentor.Nicht nur Nova war gnädig mir den Schirm zur Verfügung zu stellen, sondern auch Petrus
der uns in diesen grauen Tagen einen fliegbaren Samstag verschaffte.
Morgens halb Zehn in Deutschland, wurden die potentiellen Mitfahrgelegenheiten angerufen
und mit Jürgen war schon nach wenigen Minuten eine gefunden.(Wenn das immer so laufen würde!)
Also schnell eingepackt und auf zum Kandel.Oben angekommen kamen erste Zweifel auf,
ob ich den Mentor wieder annähernd so schön einpacken könnte.
Doch der Vorwind lockte und so war der Schirm schnell ausgepackt und ich machte mich startklar.
Im schönen Südwind konnte ich noch einige Minuten den Schirm kennenlernen, bevor es dann los ging.
Schön zum Handlen ist er aufjedenfall, die kürzeren Steuerweg im Vergleich zu meinem Tequila
helfen enorm.In der Luft fühlte ich mich direkt wohl, Stallpunkt ertasten, ein paar Wing-Over
und ein versuchter dynamischer Sat.(Der Klapper auf der Außenseite hat den Mentor nicht gestört.)
Auch das Landen klappte gut, der Schirm lässt sich sehr gut ausflairen und so ist auch bei 0 Wind,
eine sanfte Landung kein Problem.
Alles in Allem ein sehr schöner Schirm mit direktem Handling und relativ kurzen Steuerwegen.
Natürlich immer im Vergleich zu meinem Tequila und anderen Schirmen die ich getestet habe.
Jetzt warte ich noch auf den Factor(Novas neuer 2er) und werde mich dann entscheiden.
Bis dahin.
Grüße aus Freiburg,
Chris
P.S. Das Einpacken hat auch geklappt!
Geschrieben am: 24.11.2008 15:23
Von: Christoph Bessei
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#127
Groundhandling im Schnee
Bewölkt,nass,windig und kalt begann der Sonntag und die Wettervorheragebenutzte schlimme Wörter wie: Schneefall,Regenschauer und Sturmböen.
Nichts desto trotz musste der weiße Schnee vor der Haustüre genutzt werden
und so entschlossen Thomas und ich an einem kleinen Hang im Elztal "groundeln" zu gehen.
Als wir dort ankamen war erstmal Windstille, aber der Wettterbericht sollte Recht behalten,
der Wind frischte auf.Gegen 15 Uhr wurde der Wind sogar zu stark und wir packten unsere,
mit Schnee gefüllten Schirme ein.Deshalb belegt mein Schirm jetzt mein Zimmer, schließlich muss er
bis zum nächsten Einsatz wieder trocken sein!
Soweit aus Freiburg.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 21.11.2008 23:49
Von: Christoph Bessei
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#128
Reise zum Horizont
Endlich, am Mittwoch war ich in "Reise zum Horizont"."Reise zum Horizont" ist ein Dokumentarfilm von Thomas Latzel mit Ewa Wisnierska und Dörte Schwarz.
Dörte, 69 Jahre alt, war ihr Leben lang durch Familie und Beruf gebunden.
Doch jetzt ist sie frei und möchte sich einen Kindheitstraum erfüllen,
Dörte möchte Fliegen lernen.
Ewa Wisnierska, Fluglehrerin und amtierende Europameisterin, begleitet Dörte auf dem Weg
zur eigenständigen Pilotin.Aber auch Ewa wird von der Kamera begleitet.
Läuft Anfangs noch alles perfekt, wird Ewa im Laufe des Filmes mit Unfällen konfrontiert
und entgeht nur knapp dem Tod.
"Reise zum Horizont" zeigt die außergewöhnliche Freundschaft und Geschichte der beiden Frauen,
die die Faszination Fliegen entdeckt haben.
Thomas Latzel ist es gelungen einen Film bei dem sich vieles um das Gleitschirmfliegen dreht
für Nichtflieger interessant zu machen.Die Geschichte und Freundschaft von Ewa und Dörte
spricht jeden an, auch Nichtflieger.
Außerdem gibt es immer wieder atemberaubende Landschaft- und Gleitschirmbilder
Ich kann den Film nur wärmstens weiterempfehlen, nehmt eure Freundin/Frau/Kinder ruhig mit,
der Film vermittelt der ganzen Familie die Faszination Gleitschirmfliegen.
Chris
P.S. Das Freundin oben gilt natürlich genauso für weibliche Fliegerinnen
die ihre Freunde mitnehmen.
Geschrieben am: 17.11.2008 12:03
Von: Christoph Bessei
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#129
Nachdem ich gestern nochmal den Provider gewechselt hab,
wovon ihr hoffentlich nichts mitgekriegt habt,geht heute das Gästebuch online.
Erreichbar ist es unter: Gästebuch
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 15.11.2008 10:31
Von: Christoph Bessei
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#130
Die meisten DHV Forumleser werden es mitbekommen haben, das Dilemma um das Gütesiegel 2008 und
und die fehlerhaften Protektortests.
Seit einigen Wochen gibt es nun die DHV-Mitgliederinitiative.
Die Mitgliederintitiative hat folgende Ziele/Anliegen:
- Der Vorstand muss wieder seine Kernkompetenzen als zentrales Vertretungsorgan des Vereins nach außen und innen selbst wahrnehmen. Diese Kernkompetenzen können nicht auf die Geschäftsstelle übertragen werden. Insbesondere grundlegende Richtungsentscheidungen dürfen nur im Vorstand und nicht von der Geschäftsstelle getroffen werden.
- Wichtige und im Besonderen organisatorische Vorstandsbeschlüsse müssen den Mitgliedern offen gelegt werden. Zentrale Reglungen des Vereins müssen den Mitgliedern jederzeit transparent und geordnet zugänglich sein.
- Die Geschäftsstelle ist ausschließlich für den Vollzug von Vorstandsbeschlüssen sowie den tagtäglichen Geschäftsanfall zuständig. Die Tätigkeit als BMV-Beauftrager ist davon klar zu trennen.
- Eigenmächtiges Handeln der Geschäftsstelle außerhalb seiner Kompetenz muss der Vorstand effektiv unterbinden.
- Die einzelnen Referate der Geschäftstelle müssen wieder ihre jeweiligen Aufgaben mit entsprechender Verantwortung wahrnehmen können. Es muss klare Sachgebiete geben, die wieder von echten Referatsleitern geführt werden und nicht aus Kostengründen von "Referenten" ohne (entsprechende) ausreichende Eigenverantwortung
- In den Vorstand und die Geschäftsstelle muss wieder technische Kompetenz Einzug halten, um technische Mängel zu erkennen bzw. zu vermeiden
- Für den massiven Imageverlust auf nationaler sowie internationaler Ebene, die der Verband durch die mangelhafte Geschäftsstellenleitung erlitten hat, muss der Vorstand die Verantwortung ausdrücklich übernehmen.
Wer möchte, kann sich auf der Homepage als Unterstützer eintragen,
auch die Anträge, die die Mitgliederinitiative an der JHV stellen wird sind dort zu finden.
Ich drücke der Mitgliederinitiative weiterhin die Daumen und bedanke mich für das Engagement.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 10.11.2008 21:58
Von: Christoph Bessei
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#131
Das Auerhuhn am Kandel
Wer kennt es nicht, das Auerhuhn auf dem Hasseröderlogo.Doch so schön dieses Tier auch ist, in Deutschland ist es auf der roten Liste
der vom Aussterben bedrohten Tierarten.
Zur Zeit gibt es im Schwarzwald nur rund 600 Auerhähne und Hennen,
gerade noch eine überlebensfähige Population.
Der Kandel spielt bei der Fortpflanzung der Auerhühner eine besondere Rolle,
er ist ein Verbindungsglied zwischen Nord- und Südschwarzwald.
Um dieses tolle Tier zu schützen, trafen sich am 08.11. die Bergwacht Waldkirch,
die forstliche Versuchsanstalt Freiburg und der Drachenfliegerclub Südschwarzwald.
Der frühe Arbeitseinsatz, um 9 Uhr war Treffpunkt am Startplatz, begann mit einem Vortrag von
Rudi Suchant.Zu Beginn zeigte er auf ,wo aktuell die Probleme liegen:
zu viel dichter Wald, zu große Gebiete ohne Auerhühner, zu nährstoffreicher Boden uvm.
Danach sprach Herr Suchant das Problem von zu vielen Freizeitaktivitäten im Wald an.
Was sehr positiv auffiel, Herr Suchant versuchte objektiv zu bleiben und nicht alles zu verbieten ,was dem Auerhuhn
schaden könnte.Viel mehr zeigte er auf, wie ein gutes Zusammenleben aussehen könnte.
So schlug er vor, die verschiedenen Freizeitaktivitäten(Wandern,Mountainbiken,Gleitschirm/Drachenfliegen),
in ein Gebiet zu verlegen und so dem Auerhuhn ruhige Gebiete zur Verfügung zu stellen.
Außerdem sollten die Gemeinden das Auerhuhn nicht als Feind des Tourismus sehen,
stattdessen sollte mit diesem schönen Vogel geworben werden.
Zu guter letzt erklärte uns Herr Suchant, wie dem Auerhuhn geholfen werden kann.
So sei es besonderes wichtig, dass die Wälder aufgelichtet werden und es ruhige Gebiete für Auerhühner gibt
Der heutige Auftrag sei es aber, die Äste von gefällten Bäumen aufzusammeln,
damit die Heidelbeeren, die ein wichtiges Nahrungsmittel für das Auerhuhn sind, weiterwachsen können.
Und so packten die rund 20 Helfer an, damit das Auerhuhn den Kandel auch weiterhin als Verbindungsglied zwischen
Nord- und Südschwarzwald nutzen kann.
Die Aktion zeigt sehr schön, dass es durchaus möglich ist ,Naturschutz und Gleitschirmfliegen unter einen Hut
zu bekommen.Ich denke es war ein Schritt in die richtige Richtung und es soll nicht der letzte gewesen sein.
Letztlich haben wir alle das Ziel, diese wunderbare Landschaft und Natur zu erhalten.
Ich hoffe die konstruktive und freundliche Atmosphäre, die bei diesem Treffen herrschte, bleibt weiter erhalten.
Christoph Bessei
Bilder zum Bericht: Auerhuhnbilder
Geschrieben am: 05.11.2008 19:12
Von: Christoph Bessei
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#132
Weiter gehts,
gerade sind "etwas" verspätet, die Bilder von der Junior Challenge Online gegangen.
Außerdem habe ich ein paar Fehler behoben.Die nächsten Tage werden immer wieder neue Texte des kleinen Ligapiloten online gehen,
wenns wieder was größeres gibt, melde ich mich.
Bis dahin.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 03.11.2008 19:50
Von: Christoph Bessei
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#133
Endlich wieder zuhause und wie versprochen sind jetzt einige Texte übers Streckenfliegen Online.
Diese findet Ihr ab sofort unter dem Menüpunkt XC - Streckenfliegen.
Da ich das Rad nicht neu erfinden wollte, sind die meisten Inhalte vom kleinen Ligapiloten übernommen worden.
Den kleinen Ligapiloten habe ich die letzten 2 Jahre über sehr oft gelesen
und ich finde es ist eine der besten , wenn nicht sogar die beste Anleitung zum Streckenfliegen im Internet.
Leider wird der kleine Ligapilot nicht mehr erweitert/aktualisiert und so habe ich es mir zur Aufgabe gemacht,
die veralteten Texte nach und nach zu aktualisieren und den Umfang zu erweitern.
Mein herzlicher Dank geht an die Autoren Armin Appel, Bodo Genz und Klemens Eckschmitt die mir freundlicherweise
erlauben Ihre Texte zu kopieren und zu verändern.
Zu guter Letzt wünsche ich viel Spaß beim Lesen und falls Ihr Fehler findet,
bitte eine kurze Mail an: chrisbessei ÄT kunst-und-streckenflug PUNKT de
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 28.10.2008 21:45
Von: Christoph Bessei
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#134
2 Wochen ist die letzte News schon wieder her,dafür erstmal Sorry!
Als kleine Entschuldigung wollte ich gerade neue Texte übers Streckenfliegen hochladen,
aber das Internet in Gutach an der Schwarzwaldbahn hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Und so müsst Ihr Wohl oder Übel noch eine Woche warten, dann bin ich wieder daheim, bis die
neuen Texte verfügbar sind.
Zur Zeit sind in Baden-Württemberg Herbstferien, leider kann ich diese Ferien nicht
am Kandel verbringen, sondern muss für meinen neuen(gebrauchten) Schirm Geld verdienen.
Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis:
Am letzten Samstag war die Kinopremiere von Reise zum Horizont
Demnächst auch in einem Kino in eurem Ort, hoffe ich.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 13.10.2008 10:25
Von: Christoph Bessei
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#135
Nach unglaublich langen 3 Wochen kann ich endlich wieder vom Fliegen berichten.
Geflogen bin ich, wie so oft, an meinem Hausberg , dem Kandel.
Leider war die Luftschichtung etwas stabil und auch der Wind hat nicht 100% gepasst,
trotzdem kam ich Samstag und Sonntag auf jeweils 3 Flüge, zum Teil mit etwas Thermik.
Am Samstag hatte Andi leider Fahrdienst, aber am Sonntag konnten wir wieder zusammen die Luft unsicher machen.
Es wurde gefilmt was die Kamera hergab und ich hoffe das ich nächste Woche noch ein paar Bilder von diesem Wocheende
einfügen kann.
Nun verabschiede ich mich aber erstmal für 5 Tage, denn es geht auf Klassenfahrt.
Bis bald.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 11.10.2008 00:44
Von: Christoph Bessei
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#136
Guten Abend,
vor kurzem hatte ich ja schon einen Anbieterwechsel angekündigt, aufgrund dessen war die Homepage teilweise
nicht erreichbar. Leider war der neue Anbieter auch nicht gerade das Gelbe vom Ei und so hab ich heute
einen erneuten Anbieterwechsel durchgeführt.
Ich hoffe, dass dies der letzte Anbieterwechsel, zumindest für dieses Jahr, war.
Hiermit möchte ich mich nochmal für die Unerreichbarkeit der Homepage entschuldigen.
Als kleines Trostpflaster habe ich heute die Manöver Spirale,Assymetrische Spirale, Sat und Wing Over
unter Acro eingebunden.
Viel Spaß beim lesen.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 08.10.2008 17:36
Von: Christoph Bessei
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#137
Unter Gleitschirmfliegen findet ihr ab sofort einen neues Menü Acro.
Dort findet ihr Beschreibungen der Acromanöver bereitgestellt von Paragliding-Davos
Bisher sind noch nicht alle Figuren vorhanden, ich werde mich aber bemühen die Seite noch diese Woche zu vervollständigen.
Gru?,
Chris
Geschrieben am: 06.10.2008 23:48
Von: Christoph Bessei
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#138
Guten Abend liebe Leser,
wie ihr vielleicht mitbekommen habt, war die Homepage die letzten Tage öfters nicht erreichbar.
Da dies leider nicht das erste mal war, habe ich mich entschlossen den Anbieter zu wechseln.
Deshalb fehlen einige News , diese werd ich möglichst schnell nachreichen.
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 04.10.2008 01:09
Von: Christoph Bessei
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#139
Schon das zweite Mal heute, dass ich neue Nachrichten habe.
Gerade bin ich durch die Tür gekommen und neugierig wie ich bin,
hab ich direkt den PC angeworfen und die Mails gelesen.
Es hieß zwar die Entscheidung würde erst die nächsten Tage getroffen werden,
aber ich konnte es trotzdem nicht lassen.
Und tatsächlich freute ich mich nicht nur über die frühe Entscheidung,
sondern auch über die absofortige Mitgliedschaft im Nova Junior Team.
Der ?kleine? Ausflug an den Achensee hat sich also gelohnt
und ich freue mich schon auf das erste Teamtreffen.
Jetzt gehts erstmal ins Bett, die ganze Zeit Beifahrer spielen ist auch anstrengend!
Gruß,
Chris
P.S.
Danke an meinen Vater für den 1100km Kurztrip!
Geschrieben am: 03.10.2008 19:08
Von: Christoph Bessei
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#140
Wie bereits gestern im Bericht erwähnt war ich heute am Achensee.
Gerade bin ich auf der Heimfahrt und möchte kurz vom Treffen
des zukünftigen Nova Junior Teams berichten.
Pünktlich um 9:30Uhr , im Schulungsraum der Flugschule Achensee, begann die Bewerbungsrunde.
Anwesend waren Till Gottbrath(PR), Wolfgang Lechner(Geschäftsführer) und Mik(Nova Pilots Team)
als Vertreter von Nova. Außerdem waren 12 voll motivierte Bewerber,
die zum Teil lange Anreisen hatten, da.
Das Meeting verlief mehr oder weniger wie erwartet,
eine Vorstellungsrunde danach einige Fragen an die Bewerber,
ein kurzer Vortrag über Nova und zu guter Letzt nochmal ein paar Fragen.
Dazwischen war natürlich auch mal Pause und wir durften auf Kosten von Nova Getränke und Essen kaufen.
Letztlich dauerte das Meeting(jetzt fang ich auch schon mit dem Denglisch an!) gute 7 Stunden
und trotzdem fiel die Entscheidung den 3 anwesenden Nova Vertretern nicht leicht.
Wobei ich durchaus zugeben muss, es war keine leichte Entscheidung!
12 junge, motivierte und freundliche Bewerber und nur 3 davon durften ins Team.
Deshalb wurde die Entscheidung auf die nächsten Tage verschoben und so ging es
mit einem mulmigen Gefühl an die Heimfahrt.
Ich berichte sobald ich mehr weiß!
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 02.10.2008 18:29
Von: Christoph Bessei
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#141
Hallo liebe Leser,
gerade sitze ich im Auto auf dem Weg nach Pertisau(Achensee),
dort findet am 3.10 die Auswahl für das Nova Juniors Team statt.
Das Wetterbericht sagt nichts gutes vorher und so wird es wohl mehr Reden als Fliegen.
Da nur 3 der 12 Bewerber aufgenommen werden, hoffe ich ihr drückt mir die Daumen!
Gruß,
Chris
Geschrieben am: 01.09.2008 22:39
Von: Christoph Bessei
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#142
Dieses Wochenende verbrachte ich mit meinem Vater in Grindwald, übernachtet haben wir auf dem First.
Der Ausblick auf den Startplatz, zum Eiger,Wetterhorn,Schreckhorn ist von dort oben einfach bombastisch.
Allerdings lies sich dieser Ausblick, nach einem stabilen Freitag mit tiefer Basis,noch steigern als es am Samstag auf knappe 3000m ging.
Da wir auf dem First übernachteten und die Bahn um 17:30 ihre letzte Bergfahrt hatte, war oben landen Pflicht.
Trotzdem konnte ich es nicht lassen und unternahm gegen 16:30 noch einen kleinen Ausflug Richtung Schynigge Platte.
Leider sank ich unter die Inversion und hatte lange zu kämpfen bis ich gegen 17:30 endlich wieder auf 2800m über dem Faulhorn war.
Zu guter Letzt, noch eine Gleitstrecke zum Startplatz , wo nach 6 Stunden Flugzeit meine Füße wieder den Boden berührten.
Am Sonntag war es dann leider sehr gewittrig und so brach ich schon nach gut einer Stunde den Flug ab.
Die Rückfahrt konnte ich, dank fehlendem Führerschein, schlafend verbringen.
Christoph